Robert Enke ist tot

Diskutiere Robert Enke ist tot im Was ich unbedingt noch sagen wollte... Forum im Bereich Kaffeeklatsch; Da fehlen selbst mir die Worte, ich kann´s einfach nicht glauben: Nationaltorwart von Zug erfasst - Robert Enke begeht Selbstmord - n-tv.de

  1. #1 Largomops, 11.11.2009
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  2. #2 schmaedo, 11.11.2009
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    AW: Robert Enke ist tot

    Er war ein grosser Fussballer und ein absoluter Sympathieträger! Habe ihn am Sonntag noch im Stadion gegen den HSV gesehen. Kann das alles nicht fassen. Seine Familie, Hannover und die ganze Welt verliert einen tollen Menschen...:sad:

    Mein größter Respekt gilt seiner Frau, die tatsächlich mit einem Taschentuch in der Hand und weinend bei der Pressekonferenz von Hannover 96 teilgenommen hat. Das hat mich sehr bewegt.

    In stiller Trauer

    schmaedo
     
  3. Jofu

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  4. #4 mcblubb, 11.11.2009
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    AW: Robert Enke ist tot

    Für mich ist das wieder ein Anlass, über mein eigenes Leben nachzudenken und dabei festzustellen, dass es mir extrem gut geht.

    Ich bin gesund, meiner Familie geht es gut, existentielle Sorgen existieren nicht. Im Gegenteil, neben dem positiven Umfeld und dem perönlichen Glück, kann ich mir und meinen Lieben viele Genüsse gönnen, die dem glücklichen Leben noch ein Käppchen aufsetzen.

    Quasi wie der Milchschaum beim Cappucino.

    Umso bedauerlicher ist es, dass Menschen, denen scheinbar alles im Leben mit Erfolg gekrönt war, trotzdem innerlich zerissen sein können...

    Nachdenkliche Grüße

    Gerd
     
  5. Jofu

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    AW: Robert Enke ist tot

    Wenn man die (natürlich jetzt wieder) publizierten Stories liest, sieht man aber auch, dass gerade auch bei R.E. beileibe nicht alles eine Einbahnstrasse war...Verletzungen, Verlust des leiblichen Kindes etc.
     
  6. phileh

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    AW: Robert Enke ist tot

    Das ist unglaublich bitter.
     
  7. #7 mcblubb, 11.11.2009
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    AW: Robert Enke ist tot

    Das mit dem Frieden finden ist eine Frage der Religion oder persönlichen Überzeugung.
    Dass Depression eine Krankheit ist, ist mir klar.
    Daher machen mich solche Nachrichten stets nachdenklich und ich bin glücklich darüber, dass ich wie bereists oben geschrieben gesund bin...Und meine Familie und die meisten meiner Freunde auch.

    Ob es klug ist, sich mit einer solchen Krankheit dem öffentlichen Druck weiterhin auszusetzen um eben diese viele Geld zu verdienen, das ist eine Frage, der sich jeder (auch nicht-Fußballer) stellen muss.

    Gruß

    Gerd
     
  8. #8 Vincent Kluwe-Yorck, 11.11.2009
    Vincent Kluwe-Yorck

    Vincent Kluwe-Yorck Gast

    AW: Robert Enke ist tot

    Ich will ja kein Störenfried sein, aber denkt eigentlich auch irgendjemand an den armen Zugführer, der jetzt für den Rest seines Lebens traumatisiert ist und möglicherweise - wie viele andere in seiner Lage - seinen Beruf nicht mehr ausüben kann?

    Schlimm genug, wenn jemand freiwillig aus dem Leben scheiden will. Aber muss er dabei unbedingt auch noch das Leben anderer zerstören? Das Leben einer ganzen Familie, die dadurch in Mitleidenschaft gezogen wird? Das ist doch genauso, als würde jemand als Geisterfahrer auf der Autobahn in die falsche Richtung fahren und darauf warten, dass er jemandem frontal in die Karre knallt. Genauso unverantwortlich.

    Und da es häufig vorkommt, ist ja nun durch die Medien hinlänglich bekannt, wie schlimm diese Selbstmorde für die beteiligten Zugfüher sind. Ich finde das gewissenlos und unverantwortlich. Enkes Tod ist mir daher keine Silbe wert. Mein volles Mitleid gehört dem armen Zugführer!
     
  9. #9 cafesolo, 11.11.2009
    cafesolo

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    AW: Robert Enke ist tot

    Wieder ein sehr trauriges Ende für einen Menschen, dem trotz therapeutischen Sitzungen u. intakter Familie? nicht geholfen werden konnte.
    Es muss wahrlich für ihn schrecklich gewesen sein mit einer solchen Krankheit in der Öffentlichkeit zu stehen.
    Unsere Gesellschaft kann leider immer noch nicht mit diesen Dingen wirklich umgehen. Wenn man depressiv ist und/oder psychotherapeutische Sitzungen bekommst, bist du in unserer Gesellschaft nicht gerne gesehen, weil Du Kosten verursachst.
    Die wenigsten Menschen in unserer Gesellschaft schaffen es doch sich dem Materiellen zu entziehen. Niemand gibt freiwillig etwas von dem Kuchen ab nachdem er täglich strebt. Ein Teufelskreislauf. Klar spendet man hier u. dort mal was für die Armen, aber sonst...

    Schönes Beispeil für mich sind immer die Pflege u. Sozialberufe. Wenn ich mir anschaue was dort menschlich geleistet wird u. wie die Bezahlung ist, sieht man welchen Stellenwert diese Dinge haben. Computerfachleute z.B verdienen für Dinge die die Welt nicht wirklich braucht unmengen mehr. (Bitte keine Diskussion ob Computer wirklich nötig sind!)

    Vielleicht geht es uns aber auch allen zu gut (mich eingeschlossen), um zu verstehen was einem wirklich gut tut.

    Gruß Uwe
     
  10. #10 nacktKULTUR, 11.11.2009
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    AW: Robert Enke ist tot

    Danke, Vincent.

    Auch ein KIT (Kriseninterventionsteam) kann nach so einem Vorfall die traumatischen Bilder im Kopf des/der Betroffenen nicht auslöschen. Das ist Rücksichtslosigkeit auf ganzer Linie, nicht nur den Angehörigen gegenüber, sondern auch gegen einen unfreiwillg mit hineingezogenen Menschen.

    nK
     
  11. #11 cafesolo, 11.11.2009
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    AW: Robert Enke ist tot



    Bestimmt es für den Zugführer ein traumatisches Erlebnis was ich nicht teilen möchte. Wenn er gefestigt genug ist u. therapeutische Hilfe in anspruch nimmt, wird er damit Leben können. Robert Enke konnte scheinbar nicht mit seiner Depression leben u. wurde Opfer seiner Kindheit? Unter optimalen Bedingungen hätte er sich sicherlich nicht für den Tod entschieden. Da finde ich Deine Aussage nicht so angebracht.

    Gruß Uwe
     
  12. #12 mcblubb, 11.11.2009
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    AW: Robert Enke ist tot

    Auch dieser "Fall" hat viele Seiten. Ich gebe Dir Recht, was den Zugführer betrifft - bin aber felsenfest davon überzeugt, dass wenn dem Selbstmörder bewusst wäre, was er mit seiner Tat anrichtet, er von der Tat ablassen würde. Ich glaube nicht, das Robert Enke einen Zugführer in den Wahnsinn treiben wollte.

    Mein persönliches Mitgefühl gehört weder dem einen noch dem anderen, denn Mitfühlen kann ich nur mit Menschen, die mir einigermaßen Nahe stehen. Enem Betroffenen hilft auch nur das Mitgefühl nahestehender Menschen, große Trauerbekundungen von Wildfremden nimmt man bestenfalls am Rande wahr.

    Gruß

    Gerd

     
  13. #13 mr.klee, 11.11.2009
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    AW: Robert Enke ist tot

    jeden tag nehmen sich ca. 25 menschen das leben. nun hat es ausnahmsweise mal einen fußballer getroffen. der schock ist natürlich groß, jeder denkt sich, er hätte ihn gekannt (war ja unser nationaltorwart). es tut mir leid für seine familie (auch wenn ich sie nicht kenne) und genauso tut es mir leid für alle anderen 24 familien, die gestern einen angehörigen durch suizid verloren haben. noch mehr leid tut es mir für die familien der nun sicher wieder zahlreichen nachahmungstäter (ja, sowas gibt es auch bei suizid), die durch die erhöhte aufmerksamkeit in der presse zum thema selbstmord "ermutigt" werden. es ist mir unverständlich, wieso thematisiert werden musste, wie sich r. enke das leben genommen hat. ist ja - außer aus reißerischen gründen - auch absolut unwichtig. ich finde es insofern absolut unverantwortlich, dass unmittelbar nach dem selbstmord eine pressemitteilung von der polizei, die es eigentlich besser wissen sollte, herausgegeben wurde, wie er sich das leben genommen hat.

    wie auch immer, der zugführer kann einem leid tun, hätte so nicht sein müssen, aber es hätte auch gar nicht sein müssen, das rationale denken ist bei depressionen einfach nicht mehr gegeben. bin gespannt, wann frau enke eine rechnung von der bahn bekommt, wegen des entstandenen schadens.

    heute vor zwei monaten war übrigens welt-suizid-präventions-tag..
     
  14. Arni

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    AW: Robert Enke ist tot

    Ich glaube, wenn jemand in einer solchen psychischen Ausnahmesituation ist, wie ein Suizidgefährdeter kurz vor der Tat, dann ist er nicht mehr in der Lage zu bedenken, was er mit seiner Tat (außer seinem eigenen Tod) sonst noch anrichtet.
     
  15. #15 Vincent Kluwe-Yorck, 11.11.2009
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11.11.2009
    Vincent Kluwe-Yorck

    Vincent Kluwe-Yorck Gast

    AW: Robert Enke ist tot

    Nein - kann er nicht, wie man aus vielen Fällen weiß, da diese Art von Selbstmord sehr häufig vorkommt. NIEMAND ist gefestigt genug, um auf einen Menschen zuzufahren, der vor ihm auf den Gleisen steht mit dem Wissen, was gleich passieren wird, aber absolut nichts dagegen tun zu können. Und dann Sekundenbruchteile später in Armlänge direkt vor sich zu sehen, wie dieser Mensch in eine Bestandteile zerfetzt wird und Blut, Knochensplitter, Gehirn an die Scheibe direkt vor den eigenen Augen spritzt. Wer sollte dafür "gefestigt" genug sein?!? Das ist ein zynischer Witz, Uwe - tut mir Leid. Ich würde das sogar bei einem Tier wie einem Reh auf nächtlicher Waldstraße nur schwer ertragen können. Aber bei einem Menschen, der mir in seiner letzten Sekunde mit vor Panik aufgerissenen Augen direkt ins Gesicht schaut? Mann Mann Mann!

    Ich habe von meiner Aussage aber auch kein Jota wegzunehmen!
     
  16. #16 mr.klee, 11.11.2009
    mr.klee

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    AW: Robert Enke ist tot

    so drastisch wie du es jetzt schilderst, war es in diesem fall wohl nicht, aber du hast recht. ich kann deine aussage auch teilweise verstehen (den teil, dass es unglaublich hart und belastend für den zugführer ist und sicher schwer zu verarbeiten), aber ein schwer depressiver, akut suizidaler mensch denkt nicht mehr an andere. ist ihm auch nicht unbedingt vorzuwerfen. wenn du einen herzinfarkt hast, während du grade auto fährst und dabei jemand anderes ums leben kommt, musst du dir diesen infarkt auch nicht vorwerfen lassen, auch wenn du genauso gut mit der ubahn hättest fahren können, schließlich rauchst du, trinkst alkohol und wiegst zu viel (nicht persönlich gemeint jetzt, kenne deine lebensumstände nicht).

    ich will damit nur sagen: der zugführer kann einem leid tun, es ist sicher eine schreckliche situation für ihn, aber r. enke deshalb zu "verurteilen", ist falsch.
     
  17. #17 Blumenhummer, 11.11.2009
    Blumenhummer

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    AW: Robert Enke ist tot

    Ich vermag Vincents Haltung sehr gut nachzuvollziehen.

    Die Nachricht von Robert Enkes Tod hat mich gestern zunächst außerordentlich betroffen gemacht. Nachdem man heute unweigerlich mit einigen Einzelheiten konfrontiert wurde, kam zur Betroffenheit jedoch ganz offen gestanden auch eine Spur Ärger hinzu. Mit einem Geisterfahrer lässt sich der Fall nach meinem Dafürhalten nicht ganz vergleichen. Aber es geht schon in diese Richtung. Im Nachhinein muss ich gestehen, dass mich beispielsweise das viel zu frühe Versterben von Robert Müller, der bis zum letzten Moment gekämpft hat, tiefer berührt.
     
  18. pefro

    pefro Mitglied

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    AW: Robert Enke ist tot

    Danke. Das wollte ich auch gerade schreiben.

    Ich finde die öffentliche Kondolenz für einen Menschen, zu dem man keine echte persönliche Beziehung hat, etwas befremdlich. Hab heute einen Fan im Radio gehört, der nicht zur Arbeit konnte, weil ihn das alles so mitnimmt. Wäre ich sein Chef, wüsste ich nicht, ob ich das so hinnehmen würde...

    Gruß
    Peter
     
  19. #19 Knabberkram, 11.11.2009
    Knabberkram

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    AW: Robert Enke ist tot

    Empathie kann man auch für Menschen haben, die man nicht persönlich kannte.


    Depressionen, Verlustängste wg seiner sportlicher Karriere und wegen der Adoptivtochter - einiges klingt irrational, es ist aber wie es ist.
    Mit Psychopharmaka und Therapie wäre R. Enke wahrscheinlich noch am Leben, aber nicht mehr Nationaltorhüter etc. geworden.
     
  20. Fafner

    Fafner Mitglied

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    AW: Robert Enke ist tot

    Mal ganz davon abgesehen wie tragisch das alles sein mag, müssen die Medien das so breittreten? Ich kann es überhaupt nicht nachvollziehen, dass die Öffentlich-Rechtlichen Live-Übertragungen zum Andenkengottesdienst etc. senden, aber nicht, wie zu Recht von Lammert kritisiert, die Eröffnung einer neuen Legislaturperiode.

    Wer war Herr Enke? Ein Fußballer, nicht mehr und nicht weniger.

    my two cents
    Fafner
     
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