Robustakaffeebohnen rösten, aber wie?

Diskutiere Robustakaffeebohnen rösten, aber wie? im Vom Rohkaffee zum Selbströster Forum im Bereich Rund um die Bohne; ich hab noch ein paar robustabohnen und will mich wiedermal an das mischen rantrauen. kann ich die robustabohnen so rösten, das ich sie zu...

  1. sumac

    sumac Mitglied

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    ich hab noch ein paar robustabohnen und will mich wiedermal an das mischen rantrauen.
    kann ich die robustabohnen so rösten, das ich sie zu jeglicher arabicabahne mischen kann¹ oder sollte die robusta den röstgrad zusammen mit der arabicabohne erreichen?

    ¹ wenn ja, wie sollte ich sie rösten? erster crack und ende oder bis zum zweiten crack.
    danke für hinweise und tipps.
     
  2. #2 silverhour, 09.11.2011
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    AW: Robustakaffeebohnen rösten, aber wie?

    Für Rösttips zu Robustabohnen bin ich auch immer zu haben, irgendwie habe ich da bisher zuwenig rumprobiert.

    Ganz grundsätzlich behaupte ich aber mal, Robusta ist nicht gleich Robusta (Arabica ist ja auch nicht gleich Arabica) und das perfekte Röstprofil hängt von der konkreten Bohne ab. Als Ausgangspunkt starte ich ähnlich wie bei den meisten Arabica für Espresso - also knapp in den 2. Crack rein. Momenta habe ich einen Indischen Parchment, da paßt das recht brauchbar.

    Grüße, Olli
     
  3. #3 Kakaobär, 09.11.2011
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    AW: Robustakaffeebohnen rösten, aber wie?

    Die Robustabohne ist anfangs kleiner und hat ein anderes Temperaturverhalten als der Arabica. Robusta sollte man tendenziell lieber etwas länger rösten. Fruchtiger Robusta will so gar nicht schmecken ;-)
    Insgesamt ist der Robusta eigentlich unproblematischer als der Arabica zu rösten. Die Einzelröstung ist allerdings empfehlenswert, da die Temperaturkurven zwischen Arabica und Robusta heterogen sind.
     
  4. #4 silverhour, 09.11.2011
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    AW: Robustakaffeebohnen rösten, aber wie?

    Einen "fruchtigen" Robusta stelle ich mir auch nicht so dolle vor. Ich fürchte, das schmeckt dann mehr nach Gummi als nach Kaffee...

    Zu meiner momentan vorrätigen Robustaröstung zitiere ich mich mal selber aus dem Thread hier http://www.kaffee-netz.de/vom-rohka...rade-folgende-eigenr-stung-18.html#post663096

    Grüße, Olli
     
  5. #5 cafesolo, 09.11.2011
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    Die besten Erfahrungen habe ich mit Preblends (Arabica+Robusta). Wobei hier wie bei allen Preblends die Bohnen über einen längeren Zeitraum zusammen geschlossen gelagert werden sollten damit sich der Feuchtegehalt etwas ausgleicht. Ich würde auf jeden Fall eine Arabicabohne nehmen die auch gut in den 2.ten Crack geröstet werden kann. z.B einen Kolumbien Supremo da der bei allen Röstgraden zu guten Ergebnissen führt. Claus Fricke wie auch prof. Röster raten hier nicht zum Einzelrösten.

    Gruß Uwe
     
  6. #6 espressionistin, 09.11.2011
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    AW: Robustakaffeebohnen rösten, aber wie?

    So hab ich heut auch geröstet. Ich mache es allein schon deshalb, weil ich als Solotrinker nicht die riesen Chargen röste und keine Lust hab, 50 g o.ä. solo zu rösten (geht das überhaupt im Gene?). Also rein aus pragmatischen Gründen.
    Da mir erst gestern aufgefallen ist, dass ich rösten muss hab ich die Mischung nur 24 Stunden gelagert, keine Ahnung, ob's das bringt.
    Geröstet hab ich bis Beginn 2. Crack, hat letztes mal ganz gut gemundet, mal sehen, was es diesmal wird.
    Auffällig ist, dass mein Robusta (Indian Cherry von Fausto) sich ausgesprochen ungern von seinen Häutchen trennt, obwohl ich ihn so weit röste. Wenn ich die Bohnen in die Hand nehme, fallen die Häutchen sofort ab, aber so unberührt sind sie ganz schön anhänglich...
     
  7. #7 hade, 10.11.2011
    Zuletzt bearbeitet: 10.11.2011
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    AW: Robustakaffeebohnen rösten, aber wie?

    Ich röste meine Espressoröstungen (meist um die 50% Robusta) nur noch zusammen, seit ich gemerkt habe, daß sich so der Röstgrad der verschiedenen Bohnen immer prima von selbst angleicht - auch von Bohnen, die bei Einzelröstung weit auseinanderlagen. Das funktioniert zumindest bei relativ dunklen Röstungen nach süditalienischer Art mit India Parchment, Monsooned Robusta, Java und anderen guten Robustasorten.

    Zu Robusta-Filterröstungen kann ich mangels Erfahrung nichts sagen (dafür nehme ich am liebsten die Afrikaner), aber den Uganda Robusta, der auch im Espresso schon sehr gut kam, möchte ich bei Gelegenheit mal pur als Filterröstung probieren.

    >> (Indian Cherry von Fausto) <<

    Hmm, mit ungewaschenem indischen Robusta wie diesem hab ich keine guten Erfahrungen gemacht - erst mit dem Wechsel auf gewaschene und andere qualitiativ höherwertige Robustasorten wurden die Mischungen richtig gut. Kann es daran liegen, daß (nicht nur) mir auch die Fausto-Sorten mit höheren Robusta-Anteil nicht wirklich schmecken wollten?
     
  8. #8 Kakaobär, 10.11.2011
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    AW: Robustakaffeebohnen rösten, aber wie?

    Das interessiert mich. Was war/ist denn die Begründung?
     
  9. #9 leseselli, 11.11.2011
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    AW: Robustakaffeebohnen rösten, aber wie?

    Hallo,
    gibt es jemanden von den "Behmor Röstern" der einen Tip hat mit welcher Einstellung man Robusta mit dem Behmor röstet.
    Habe bis auf einen Glücksroast immer Pech mit Robusta. Er schmeckt nicht -meist bitter
    und gummiartig.
    Hab schon versucht mit der Einstellung "1P4 komplett alle + " bis zum 2 Crack zu rösten(Fausto Indian Cherry) - aber schmeckt nicht.
    Danke für ne Empfehlung.
     
  10. #10 silverhour, 11.11.2011
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    AW: Robustakaffeebohnen rösten, aber wie?

    Das täte mich auch interessieren. Mir fällt spontan kein Grund dafür ein. Zumindest die indischen Parchment Bohnen brauchen spürbar länger als die meisten Arabica Bohnen - zusammen geröstet dürften sie daher hell werden, oder?
    Aber wir sollten hier nicht zusehr OT gehen...

    Grüße, Olli
     
  11. hade

    hade Mitglied

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    AW: Robustakaffeebohnen rösten, aber wie?

    Wie gerade schon geschrieben schmeckt mir der Indian Cherry Robusta generell nicht (ob von Fausto oder sonstwoher, es ist m.W. sowieso meist vom gleichen indischen Exporteur), ich habe damit noch nie eine wirklich gute Mischung hinbekommen - egal wie geröstet, es sind immer zuviele dieser unangenehmen Noten dabei.

    Statt dem einfachen ungewaschenen ("Cherry") rate ich zu gewaschenem ("Parchment") oder anderen, besseren Robustasorten.
     
  12. hade

    hade Mitglied

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    AW: Robustakaffeebohnen rösten, aber wie?

    Ja, es stimmt, das sie einzeln geröstet länger brauchen - doch beim Rösten von Mischungen läuft die Sache anders: "schnelle" und "langsame" Bohnen gleichen sich automatisch an, und das Ergebnis ist in den meisten Fällen ein zwar nicht 100% perfektes, aber doch überraschend einheitliches Röstbild.

    Der Grund ist, daß die schnellen Bohnen früher in die exotherme Phase kommen (d.h. selbst Hitze erzeugen, vereinfacht gesagt schon "beinahe brennen") und dabei Wärmeenergie an die langsamen Bohnen abgeben, die sich noch in der endothermen Phase befinden.

    Diese Wärmeenergieübertragung bewirkt zweierlei: 1. die schnellen Bohnen werden durch den Energieentzug "gebremst", und 2. die langsamen Bohnen werden durch die aufgenommene Energie "beschleunigt".
     
  13. #13 silverhour, 11.11.2011
    silverhour

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    AW: Robustakaffeebohnen rösten, aber wie?

    Das klingt logisch und nachvollziehbar. Nur, was ist der Vorteil? Das "Röstbild" (was immer genau damit gemeint ist) interessiert ja eigentlich nur dann, wenn es am Ende in der Tasse zu schmecken ist....
     
  14. hade

    hade Mitglied

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    AW: Robustakaffeebohnen rösten, aber wie?

    Unter Röstbild verstehe ich sowohl die Farbe als auch die Einheitlichkeit der Farbe der Bohnen.

    Und ich weiß, daß zumindest die Bohnensorten, die ich verwende, bei gleicher Farbe auch in etwa den gleichen Röstgrad haben. Das Ergebnis schmeckt dann auch schon mehr als gut genug.

    Natürlich kann man mit getrennter Röstung die einzelnen Komponenten einer Mischung noch genauer an ein bestimmes Geschmacks"ziel" hinführen - WENN man sensorisch dazu fähig ist, das kontrolliert zu machen und dann daraus auch noch harmonische Mischungen zusammenzustellen. Ich bin's nicht, und damit muß ich mit einem einheitlichen Röstbild einer klassischen Mischungsröstung schon zufrieden sein.

    Übrigens, Mauro hatte auf der alten Website mal die getrennte Röstung als Vorteil der teuersten Mauro-Sorten genannt - daraus schließe ich, daß die normalen Mauro Barmischungen usw. Pre-Blends sind, die zusammen geröstet werden.
     
  15. Sanug

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    AW: Robustakaffeebohnen rösten, aber wie?

    Ich mache auch immer Pre-Blends, aus rein pragmatischen Erwägungen. Kleine Chargen sind mir zu mühsam und auch schwer kontrollierbar, und der Robusta würde mir bei 450g alt werden.

    Die Sache mit den Pre-Blend funktioniert in der Praxis erstaunlich gut. Ich lasse die vorgemischten Rohkaffees in einem verschlossenen Kunststoffbehälter mindestens einen Tag stehen, damit sich der Feuchtigkeitsgehalt angleichen kann - wenn Fricke das Pre-Blending empfiehlt und sogar vorgemischte Rohkaffees anbietet, kann das Verfahren so schlecht ja nicht sein.

    Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass eine genau nach Röstprofil gesteuerte Einzelröstung einen Qualitätsgewinn bringen kann. Für mich als Heimröster mit entsprechend bescheidenem und ungenauen Röstgerät halte ich das jedoch für den falschen Weg.

    Überhaupt möchte ich anzweifeln, dass sich mit einem Heimröster wie dem Behmor oder auch dem Gene exakte, reproduzierbare Röstprofile fahren lassen. Ich brauche das aber auch nicht, denn das Ergebnis in der Tasse ist mir gut genug, wie mir regelmäßige Vergleiche mit Röstkaffees von guten Kleinröstern zeigen.
     
  16. #16 nacktKULTUR, 13.11.2011
    nacktKULTUR

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    AW: Robustakaffeebohnen rösten, aber wie?

    Stichwort Fricke: Derselbe Autor empfiehlt auch die 2-Phasenmethode. Ich bin damit bei preblends immer sehr gut gefahren. Gemischten Kaffee zuerst bei 175° für 9.5 Minuten vorrösten, rausnehmen, abkühlen lassen. Später bei der gewünschten Zieltemperatur (z.B. 235°C) bis zur gewünschten Stufe fertigrösten. Denn entfällt sogar die gemeinsame Lagerung für mind. 24 Std.

    nK
     
  17. Herb

    Herb Mitglied

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    Ich kann bei Robusta nicht mitreden, mag ich einfach nicht. Aber bei Pre-Blends achte ich jedoch immer darauf, daß die Bohnen moeglichst gleich groß sind. Ausnahme Monsooned Malabar, den kann man immer mit kleineren Bohnen zusammen rösten, die Tanna Bohnen gehen auch noch gerade.
     
  18. #18 Mark_Twain, 13.11.2011
    Mark_Twain

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    Zählst Du die 9,5 Minuten ab Erreichen der 175° oder ab dem Einfüllen der Bohnen?
     
  19. 'Ingo

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    Und sind die 175°C in der Bohnenmasse oder in der Trommelluft gemessen?
     
  20. #20 nacktKULTUR, 13.11.2011
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    Ab Einfüllen der Bohnen. So steht's im Fricke.

    Das, was der Gene anzeigt - also in der Abluft. Der Gene hat keinen IR-Sensor. Und ich gehe davon aus, dass "der Fricke" den Gene als Basis für seine Erläuterungen nimmt, immerhin handelt er mit dem Gerät.

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