Röstermodifizierungen - Roastilino

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  1. Wate

    Wate Mitglied

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    So, jetzt bin ich mal wieder dazu gekommen, mich mit dem Roastilino zu beschäftigen. Mein Problem ist immer noch, dass die Röstungen wahnsinnig schnell gehen (Espresso 5 Minuten, Pressstempelkanne 4 Minuten).

    Meiner Meinung liegt das an der viel zu hohen Heizkraft des Geräts. Wie in einem anderen Thread schon geschrieben, heizt der Röster auf ziemlich genau 230 Grad aus, und hält die Temperatur vorbildlichst. Folgende Messung habe ich durchgeführt:
    Ein Backofenthermometer wurde in den Glaskolben gelegt, in dem die Bohnen normalerweise geröstet werden. Das zeigte saubere 230 Grad an:

    [​IMG]


    [​IMG]

    Allerdings liegt der Messpunkt relativ weit oben im Kolben, nämlich da, wo auf den Bildern die Nadel am Backofenthermometer montiert ist. Werden nun 200 Gramm Bohnen in den Kolben gefüllt, reichen diese bis eben an diese Linie. Meine Theorie lautet nun:

    Unten am Kolben, sprich and er Heizung ist es viel heisser als 230 Grad. Die Bohnen kommen bauartbedingt ziemlich nah an die Heizung vom Röster hin. Die Heizung vom Röster sieht so aus:

    [​IMG]

    [​IMG]

    Der Kolben hat sein Sieb auch ganz unten am Zipfel. Hier mal ein fotographischer Versuch:

    [​IMG]

    Man sieht jetzt, dass die Bohnen beim Rösten sehr sehr nah an die Heizung hinkommen, und direkt an der Heizung ist es schon ein bisschen wärmer als 230 Grad. Nun gäbe es meiner Meinung nach 2 Modifikationen:

    1. In den Kolben einen zweiten Rost einziehen, damit die Bohnen etwas höher liegen und nicht so nah an der Heizung sind. Dabei gibt es 2 Probleme: Erstens muss der Rost so gut installiert werden, damit er durch den doch sehr kräftigen Vetilator nicht weggefegt werden kann. Das zweite Problem ist, je höher die Bohnen liegen, desto größer wird die Gefahr, dass sie nach oben hin abhauen und in der Häutschenschublade liegen bleiben. Dagegen könnte man wieder die Bohnenmenge reduzieren, um den Pegel niedrig zu halten.

    2. Eine Temperatursteuerung mit Fühler einbauen. das ist meiner Meinung nach die beste und eleganteste Lösung. Wie das klappen soll, muss ich aber erts bei einem erfahrenen Elektrotechniker aus meiner Familie erfahren... Tipps werden gerne entgegengenommen.
     
  2. Dries

    Dries Mitglied

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    AW: Röstermodifizierungen - Roastilino

    Aber warum ist es genau ein Problem? Schmeckt die Kaffee nicht?
    5 Minuten finde ich auch schnell, aber wenn es schmeckt..........:-D

    Ich selber wurde ein Leistungsregler an der Heizung benutzen, zB. diese von Kemo. Will ich auch machen an mein Gene. ;-)Temperatursteuerung hat das grosse Nachteil von ein und ausschalten. Sicher bei einer 'Luft-Röster' gibt das grosse Temperaturschwankungen.

    Aber viel weniger als 230°C soll es doch nicht werden. Letztlich will man gerostete Bohnen, und kein gebackene.
     
  3. #3 nacktKULTUR, 12.04.2009
    nacktKULTUR

    nacktKULTUR Mitglied

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    AW: Röstermodifizierungen - Roastilino

    Natürlich ist alles relativ. Aber ein Vergleich zwischen schnell und langsam geröstetem Kaffee ist wie Tag und Nacht, wie ich in letzter Zeit feststellen konnte. Gerade habe ich eine Charge Fazenda Rainha (Yellow Bourbon) in meinem Gene. Zuerst 9,5 Minuten bei 175°C, dann herausholen, abkühlen lassen, und bei 245°C für 10 Minuten sowie zuletzt 210°C für 5 Minuten fertigrösten. So empfiehlt es "der Fricke" für alle ostafrikanischen Bohnen, die gerne grau und unansehnlich werden, wenn man sie "in einem Rutsch" röstet. Aber es zahlt sich auch aus für die Brasilianer, die in der Tasse sehr viel differenzierter werden.

    Früher habe ich mit dem HPR geröstet, der ganze Spaß war nach 6 Minuten Röst- und 5 Minuten Kühlzeit zuende. Auch nicht übel, aber kein Vergleich zur 2-Phasenmethode. Vor allem die Säuren werden in dieser kurzen Zeit nicht abgebaut.

    Fazit: Es lohnt sich, mittels Steuerung die Temperatur niedriger zu machen.

    Und hier noch das Röstbild eines Mittelamerikaners, El Salvador Pacamara Astro, ebenso langsam geröstet:

    [​IMG]

    Gruß,
    nK
     
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