Röstmeister

Diskutiere Röstmeister im Vom Rohkaffee zum Selbströster Forum im Bereich Rund um die Bohne; Ich habe mir dieses Gerät neu angeschafft und dazu etwas geschrieben: Kaffee-Netz - Die Community rund ums Thema Kaffee - Neuanschaffung Über...

  1. #1 fermoll, 03.02.2011
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  2. #2 Holger Schmitz, 03.02.2011
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    AW: Röstmeister

    Hi,
    ich glaube es ist besser wenn Du den Beitrag hier im öffentlichen Bereich nochmal einstellst, da finden sich mehr Leute als in den IG's
    Grüße
    Holger
     
  3. #3 fermoll, 03.02.2011
    Zuletzt bearbeitet: 04.02.2011
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    AW: Röstmeister

    Hier ist er:

    Da mir mein Kaffeeröster aus Altersgründen abhanden gekommen ist und ich selber gerne bastle, habe ich einen Dieckman RM in der Bucht erstanden, obwohl im Forum wenig Positives zu lesen war.
    Bestärkt hat mich in meinem Entschluss folgender Blog:Der Kaffeeröster Impressum

    Die kann man aber auch etwas anders aufrufen: Der Kaffeeröster Blog Archive Röstung#13 - kräftig, herb, nicht süß
    Da kann man dann die verschiedenen Röstungen besser aufrufen.

    Nun habe ich heute das Maschinchen bekommen, ziemlich unbenutzt, allerdings ohne Bedienungsanleitung. Die findet man hier: http://www.perfektegesundheit.de/sho...estmeister.pdf

    Im Forum gibt es einen Umbauvorschlag um die Bohnen besser zu verwirbeln. Den werde ich erst einmal nachbauen. Ich werde allerdings drei einbauen. Mir scheint, dass die wenig einheitlichen Röstungen darauf zurückzuführen sind, dass die Bohnen im Hamsterkäfig nicht genügend verwirbelt werden. Vielleicht werde ich auch die Mengen reduzieren.
    In den Diskussionen der Selbströster habe ich gelesen, dass die Kontrolle der Temperatur wichtig ist. Das ist bei dem RM nicht möglich. Auch da habe ich eine Idee. Ich habe mir ein kleines Infrarotthermometer bestellt, das gleichzeitig auch eine Stoppuhr anbietet. Auf diese Weise hoffe ich, auch ein Temperaturprofil der Röstungen zu bekommen, obwohl ich dazu tendiere, mich erst einmal an dem Blog (s.o.) zu orientieren.
    Zum Abkühlen der Bohnen werde ich zwei Dinge probieren.
    1. Kühlen der Bohnen im Hamsterkäfig mit Pressluft
    2. Bau eines Siebes mit Kühlung durch einen Staubsauger.

    Den Sauger werde ich auch fest neben dem RM installieren, um die Häutchen während des Röstens zu entfernen, solange das keinen negativen Einfluss auf die Rösttemperatur hat.

    Über die Erfahrungen werde ich dann hier berichten.

    PS:
    Auch der Fa. Dieckmann scheint aufgegangen zu sein, dass Kaffee unterschiedliche Dichte haben kann. Dem Paket lag ein Messbecher bei, den ich erst nicht beachtet habe. Der dazugehörige Zettel gibt die Anweisung nicht 300 g abzumessen, wie in der Bedienungsanleitung angegeben (1 Dieckmann Beutel), sondern 500 ml wegen unterschiedlicher Bohnengröße. Das ist in meinen Augen einleuchtend, das es darum geht, dass die Bohnen sich im Hamsterkäfig drehen können um gleichmäßig von allen Seite Hitze aufzunehmen. Jetzt geht es nach meiner Recherche noch darum, zu beachten, dass die Bohnen sich wohl unterschiedlich ausdehnen.
     
  4. #4 fermoll, 05.02.2011
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    AW: Röstmeister

    Da ich vorhabe, den Röster unter möglichst konstanten und überprüfbaren Bedingungen auszuprobieren, wird es noch etwas dauern, bevor ich mit ersten Ergebnissen aufwarten kann.
    Ich warte noch auf das Infrarotthermometer. Dann werde ich mir überlegen, wie ich es zur Maschine befestige um kontrollierte Bedingungen zu haben, erstens Abstand und damit immer dieselbe gemessene Fläche, zweitens immer dieselbe Stelle, an der gemessen wird. Ich werde dann mal ein Foto der Anordnung einstellen. Damit bin ich in der Lage, ein dezidiertes Protokoll der Röstung zu erstellen und zu vergleichen. Ich bastle an einer Exel-Tabelle mit Grafik.
    Dann werde ich eine Kühleinrichtung mit Ventilator oder Staubsauger basteln um eine einheitliche Kühlung zu gewährleisten.

    Meine Idee des Röstens am Beginn ist, zwei Stufen mit demselben Kaffee zu rösten. Der Dieckmann bietet 7 Stufen an, wovon die beiden letzten Espressostufen sind. Angeregt durch den oben angeführten Blog werde ich für mich die Stufe 6 ausprobieren, Espresso u. vorwiegend Cappucino. Daneben habe ich vor, auf Stufe 4 parallel zu rösten. Wird im HB als Kräftiger Kaffee bezeichnet.
    Für mich wäre das Full City Plus bis French (St. 6) bzw. City bis Full City Plus (St. 4). Bitte um Korrektur, wenn ich da falsch liegen sollte.

    Das allerwichtigste zum Schluss:
    Ich benötige einen Rat zur Auswahl des Kaffees zu diesem Experiment.
    Ich denke an einen vollmundigen Kaffee mit möglichst wenig Säure, jedoch schokoladig (Cappucino), der auch als etwas kräftiger Filterkaffee gut zu genießen ist.
    Bitte um Vorschläge, da ich darin Neuling bin.
     
  5. #5 silverhour, 05.02.2011
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    AW: Röstmeister

    Mein Vorschlag: Fang einfach an zu rösten!

    Die ganze wissenschaftlich-bastlerische Herangehensweise ist toll und interessant, aber zwei Sachen bleiben auf der Strecke
    - Du lernst Deinen Röster nicht kennen und kannst kein Gefühl entwickeln, was wann wie passiert.
    - Du hast keinen frisch gerösteten Kaffee solange Du nur bastelst und über Verbesserungen grübelst.

    Deine Versuchsreihen würde ich mit irgendeinen preiswerten Brasilianer, Santos oder so, anfangen. Bei solchen Versuchen geht am Ende doch viel in die Tonne und es kommt vor allem auf die Unterschiede an, noch nicht auf den perfekten Kaffee.

    Grüße, Olli
     
  6. #6 gunnar0815, 05.02.2011
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    AW: Röstmeister

    Ja genau probier einfach aus was die schmeckt. Jeder Kaffee ist anders und jede Sorte je nach Erntejahr usw. auch.
    Probieren geht über Studieren das triff hier auf jeden Fall zu.
    Gunnar
     
  7. #7 fermoll, 05.02.2011
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    AW: Röstmeister

    So wie ich das sehe, möchte ich eigentlich nicht nach dem Prinzip Versuch und Irrtum vorgehen.

    Um es genauer auszudrücken:
    Beim Dieckman kann ich sieben Röststufen einstellen aber ich kann die Zeit des 1. Cracks ausnutzen und mehr oder weniger strecken. Die Temperaturmessung dient dazu, zu überprüfen, was während der Röstung passiert. Wenn ich die Gene Leute richtig verstehe, ist das der Casus Knacktus. "lustiges Wortspiel". Wenn ich ein Ergebnis habe und zwar für zwei Röststufen, kann ich überlegen, welche Parameter zu verändern sind, um zu einer für mich optimalen Röstung zu gelangen. Deshalb frage ich ja gerade nach einem geeigneten Kaffee, der beiden Geschmacksrichtungen nahe kommt.
     
  8. #8 fermoll, 08.02.2011
    Zuletzt bearbeitet: 08.02.2011
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    AW: Röstmeister

    Jetzt habe ich zwei Röstungen hinter mir und möchte meine ersten Erfahrungen mitteilen. Leider gelingt es mir im Moment noch nicht, Bilder zu zeigen.
    Verwendet habe ich die beiden Proben von Dieckmann, die der Maschine bei lagen. Diese hatten das Ablaufdatum überschritten, deshalb werde ich sie wohl nicht verwenden.
    Als erstes habe ich das Paket Espresso bei Stufe 6 (erste Espresso) geröstet und zwar im Keller bei konstenten 17°C. Die Temperatur im Hamsterkäfig habe ich alle 30 Sek. mit einem Infrarotthermometer überprüft, das ich auf der Maschine befestigt habe. Es wurde die Temperatur gemessen, direkt bevor der Käfig wieder von der heißen Luft getroffen wurde.
    Die Aufheizung scheint ziemlich kontinuierlich abzulaufen. Nach 8:07 Min. erfolgte der erste Crack ( 193 °C), den ich nur schwer gehört habe, da ich schwerhörig bin. Die Cracktaste habe ich 10 sek. später betätigt (195°C). Nach 12:55 Min. (165°C) hat die Maschine auf Kühlung umgeschaltet und bei 15:46 ( 94°C) abgeschaltet. Da der Kaffee recht hell war, habe ich ihn nicht direkt weiter gekühlt. Dazu hatte ich mir extra ein Sieb gebastelt , das durch den Luftstrom eines Staubsaugers gekühlt werden kann ( von 60° auf 20°C innerhalb von einer Min..
    Ich würde das Ergebnis mit City einordnen und als leicht unregelmäßig, für einen Espresso zu wenig. Ich führe das auf das Alter der Bohnen zurück. außerdem war nach drei Stunden auch kein Kaffeegeruch bei den Bohnen spürbar. Gewichtsverlust 15%.
    Die zweite Röstung erfolgte mit Guatemala (Dieckmann) ebenfalls einhalbes Jahr überfällig. Die Spitze des Röstverlaufs lag knapp 10° höher als die der ersten Röstung. 1. Crack bei 7:30 Min. und 191°. Das lag unter anderem daran, dass ich die Cracktaste nicht betätigt habe, so dass sich die Maschine nach 9 Min. ( 200°) selbst abschaltete. Ob die Röstung nach dem Einschalten normal weiter lief, wage ich zu bezweifeln. Nach 15 Min. habe ich noch 120° gemessen und nicht extra gekühlt. Die Bohnen waren wesentlich dunkler, auch einheitlicher aber noch nicht ölig, nach Fricke vielleicht Full City plus.
    als nächstes habe ich vor, einen "neuen" bob-o-link zu rösten und werde dann weiter berichten.

    Hier sind auch noch einige Bilder:Röstmeister
     
  9. #9 Holger Schmitz, 09.02.2011
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    AW: Röstmeister

    Bilder kannst Du über picr.de einfügen wie es in den meisten Kategorien angeheftet beschrieben steht.

    Grüße
    Holger
     
  10. #10 fermoll, 09.02.2011
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    AW: Röstmeister

    Ich habe schon eine Möglichkeit über meine eigenen HP gefunden.
     
  11. #11 fermoll, 10.02.2011
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    AW: Röstmeister

    Hier sind jetzt auch die Fotos meines ersten Röstversuches:
    Röstung Nr. 001, und zwar links der Guatemala und rechts der Espresso, beide von Dieckmann.

    Dazu ist zu sagen, dass beide mittlerweile ein Kaffeearoma ausströmen und der Guatemala auch leichte Ölflecken zeigt. Der Espresso erscheint auf dem Bild etwas zu dunkel, da muss ich fototechnisch noch etwas dran arbeiten. Ich habe sie mittlerweile auch beide als Cappucino probiert. Im Vergleich zu meinem vorherigen Kaffee sind sie etwas schwach. Den würde ich aber auch nach Fricke als French bis Dark French einordnen. So ist der Guatemala als Full City (+) und der Espresso maximal als City plus einzuordnen.
    Wenn mein Aeropress eingetroffen ist, werde ich beide Röstungen auch damit probieren.

    Mittlerweile habe ich mich auch etwas mehr eingelesen, z.B. hier:
    Verzweifelte Röster
    oder hier:
    Gene und Monsooned

    Vor allem aber habe ich viel aus dem Buch von Klaus Fricke: Kaffeerösten zu Hause und von seiner Webseite gelernt.

    Mein Fazit, das ich mit den nächsten Röstungen überprüfen möchte:

    Der Röstmeister scheint in der Aufwärmphase konstant reproduzierbar zu arbeiten. Wenn mein Kampf mit Openoffice Calc erfolgreich verläuft, werde ich das vielleicht mal dokumentieren können. Da die Temperatur in dem Kellerraum, in dem ich röste, wahrscheinlich ziemlich konstant sein wird, werde ich das Vorheizen wahrscheinlich nicht vermissen. Wichtig für die Dokumentation ist in meinen Augen die Messung der Temperatur. Da muss ich noch etwas verbessern, was die Anbringung des Thermometers anbelangt. Es gibt noch zu viele Ausreißer.
    Die sieben Einstellungen, die die Maschine bietet, werden m.E. nach erst wirksam, wenn man die Cracktaste betätigt hat. Dieser Zeitraum Beginn des Cracks und Drücken der Taste scheint neben der Einstellung der Röstprogramme (BA.: S. 10) entscheidend für die Röstung zu sein. Wichtiger Punkt für das Röstergebnis ist das Abkühlen des Kaffees auf Zimmertemperatur. Auch der abgekühlte Guatemala hat seine Beschaffenheit noch verändert, weshalb eine endgültige Bewertung der Röstungen frühestens nach drei oder vier Tagen sinnvoll erscheint.

    Ausblick:
    Ich habe vor, einen Bob-o-Link, unser Vorzeige-Brasil auf den Stufen vier (kräftiger Kaffee 1) und sechs (Espresso 1) zu rösten und zu vergleichen. Dabei ist mir noch etwas aufgefallen, das mir wichtig erscheint. Die beiden ersten Röstungen passten in den Messbecher (500 ml) hinein, jeweils 300g. Gestern habe ich dann den Bob-o-Link abgemessen und gewogen, um den Einbrand bestimmen zu können. Dabei habe ich festgestellt, dass 500 ml 343 g wogen, der Bob-o-Link also ca 14% schwerer ist. Insofern scheint es mir sinnvoll zu sein, die Beschickung der Röstmaschine nach Volumen zu bewerkstelligen, womit ich im Einklang zu dem Gene und Monsooned Strang wäre.

    Ich werde weiter berichten.
     
  12. #12 fermoll, 11.02.2011
    Zuletzt bearbeitet: 11.02.2011
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    Rohkaffees haben sehr unterschiedliche Dichte

    Zuerst eine Bemerkung zu meinen ersten Röstungen.
    vor allem der Guatemala kommt meiner Vorstellung von Kaffee für Cappucino immer näher, auch der Geruch wird immer besser. Ich werde ihn noch etwas bei Zimmertemperatur lagern.

    Entscheidend für meinen heutigen Beitrag waren aber die beiden ersten Stränge, die ich gestern verlinkt habe.

    Man sollte überlegen, ob es nicht sinnvoll ist, statt des Gewichtes das Volumen als Grundlage für die Befüllung des Rösters zu verwenden.
    Meine Messungen:

    1. Dieckmann: Espresso und Guatemala 1 Messbecher (500 ml) je 300g. (Dichte 0,6 g/ccm)
    2. Bob-o-Link (Quijote -Pingo): 1 Messbecher 345g (0,69)
    3. Monsooned Malabar (Café Fausto) 1 Messbecher 245g (0,49)

    Ich glaube, die Werte machen klar, warum die Röstergebnisse so unterschiedlich ausfallen. Insofern ist der Messbecher von Dieckmann in meinen Augen sehr sinnvoll.

    PS: Bliebe noch die Überlegung, wie sich das Volumen während der Röstung verändert. Bleibt genug Platz im Käfig, damit die Bohnen richtig umgewälzt werden? Ich habe das mal interessehalber für den Guatemala (170g/500ml) und den Espresso (200g/500 ml) nachgemessen.
     
  13. #13 fermoll, 11.02.2011
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    AW: Röstmeister

    @Kaffeeklatsch1956

    Hast Du Dir mal die Fotos von meinen beiden ersten Versuchen angesehen? Vor allem der Guatemala kann sich doch schon mal sehen lassen.
    Um mit My Fair Lady zu reden: Warts nur ab Mr. Kaffeeklatsch, warts nur ab.

    Ich benutze nur einen RM. isch bin keinen.
     
  14. #14 fermoll, 11.02.2011
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    Röstung Nr. 3

    Bob-O-Link von Quijote

    Die Röstung ist sehr uneinheitlich. Der Hauptteil der Bohnen ist dunkelbraun bis schwarz (Full City + bis Light French). Es sind aber auch sehr viele helle und kleine Bohnen darunter.

    Dabei ist mir folgendes aufgefallen. Als Einwaage habe ich 340 g genommen, die 500 ml ergaben. Während des Röstens wurde der Raum im Käfig immer enger. Deshalb habe ich nach dem Rösten nachgemessen.
    Die Auswaage ergab 200g/500 ml, d.h. auf die 340 g 850 ml. Als Einbrand habe ich 14,5% gemessen.

    Schlussfolgerung: Die Bob-o-Link Bohnen dehnen sich sehr stark aus, sie wachsen fast auf das doppelte Volumen. Das sollte man bei der Einwaage bedenken, um eine einheitliche Röstung zu erreichen.
    Wenn ich mit der Auswaage des Guatemala (170g/500 ml) vergleiche, könnte ich mir vorstellen, dass bei gleichmäßiger Röstung ähnliche Werte für den Bob-O-Link möglich sind. Es war also Unsinn, 340 g in den Röster zu füllen.
    Es ist auf jeden Fall sinnvoll, bei schweren Bohnen max. 300g, vielleicht sogar weniger zu verwenden.
    Bleiben noch weitere Probleme. Der erste Crack erfolgte nach 7:70 Min. Die Cracktaste habe ich nach 8:20 betätigt. Bei 9:00Min. schaltet der Röstmeister automatisch ab. Wird der Crack früher erreicht, wenn die verwendete Menge geringer ist, so dass ein größerer Spielraum bleibt?
    Wie gehe ich vor bei leichteren Sorten wie dem Malabar (245g/500 ml) vor?
    Ich werde weiter experimentieren.
     
  15. #15 silverhour, 11.02.2011
    silverhour

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    AW: Röstmeister

    Nun, ich bin ja fast immer am Austausch von Hobbyröstererfahrungen interessiert und lese hier fleißig mit.
    Aber irgendwie habe ich wohl eine völlig andere Hernagehensweise ans Heimrösten. Die wisschenschaftlichen Herangehensweise mit Einbrandgrad in %, Volumenausdehnung in ml, Rauchmessung in ppm und Farbschattierung in RAL ist sicher hoch interessant, aber letztendlich interessiert mich vor allem eines: WIE SCHMECKT DAS KÄFFCHEN ???
    Und in dem Punkt fehlt es mir ein wenig an Aussage.....

    Grüße, Olli
     
  16. Smart

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    AW: Röstmeister

    Ist doch o.k.
    Jeder geht halt anders an die Sache ran.
     
  17. #17 fermoll, 12.02.2011
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    AW: Röstmeister

    @ silverhour

    Was den Geschmack angeht, ist eine sinnvolle Aussage, nach dem, was ich gelesen habe, frühestens nach einigen (vier oder fünf) Tagen möglich. Die erste Röstung erfolgte am 8.2. Den Guatemala, den ich zuerst wegwerfen wollte, trinke ich seit gestern. Beim Geschmack bin ich mir da noch unsicher. Gegenüber den sehr dunklen Kaffees, die ich bisher getrunken habe (von einem professionellen Röster erstellt, ist er etwas sauer, ähnlich wie die Espressi aus dem Supermarkt. Das wäre nicht anzustreben.

    Zu meiner Herangehensweise:

    1. Die Maschine Dieckmanns Röstmeister (ab sofort DMR) habe ich billig erstanden.
    2. Probiert wird noch nur als Espresso. Wenn die Aeropress eingetroffen ist, dann auch damit.
    3. Als theoretische Grundlage dient Claus Fricke Kaffeerösten zu Hause und seine HP.
    4. Solange die Röstergebnisse nicht meiner Zufriedenheit entsprechen, forsche ich nach den Ursachen, und frage, ob und wie man sie mit der Maschine abstellen kann.
    5. Aus dem Grund werde ich die Röstungen weiterhin protokollieren . Dazu sind vor alle Temperatur u./o. Volumenausdehnung wohl offensichtlich besonders wichtig, von der Farbe mal ganz abgesehen.
     
  18. #18 fermoll, 12.02.2011
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    Röstung_003

    Hier Fotos der Röstung von gestern abend:
    Röstung_003/

    Bei den Bohnen ist auffällig, dass sehr viele dabei sind, die ihr Volumen nicht verändert haben. Andere haben nur keine dunkle Färbung angenommen. Diese beiden Sorten werden wahrscheinlich den Geschmack negativ beeinflussen und ich überlege, ob ich mir die Mühe mache, sie auszusortieren.

    Zur Grafik:
    Die Funktionsweise der Maschine gliedert sich in folgende Abschnitte:

    1. Aufheizen mit voller Energie bis zum Drücken der Cracktaste (Bild 2 unten rechts).
    Ich vermute, dass das Aufheizen unabhängig vom gewählten Röstgrad geschieht, werde das aber prüfen, wenn ich mit anderer Stufe röste. Auffallend ist, dass die Temperaturzunahme ab ca. 150° lansamer erfolgt, vor allem um den Crackpunkt herum (Beginn 7:50, Drücken der Taste bei 8:20). Das Problem ist, dass die Maschine aus Sicherheitsgründen nach 9 Min. abschaltet, wenn die Taste bis dahin nicht gedrückt wurde. Frage ist, ob das Abflachen der Temp. Zunahme mit der rapiden Vergrößerung des Volumens zusammenhängt, das ich beobachtet habe. Deshalb werde ich die Röstung mit geringerer Füllmenge wiederholen. Denkbar wäre, die Füllmenge so zu wählen, dass das Endvolumen annähernd gleich ist. Das würde allerdings voraussetzen, dass die Dichte des gerösteten Kaffees bei den Sorten annähernd gleich bleibt.

    2. Zeit vom Beginn des Crackens bis zum Drücken der Taste.

    Hier sehe ich auch für die Röstungen in anderen Maschinen die entscheidende Zeitspanne. Von der Temperatur her hat sich da bei meinen Versuchen nicht viel getan. Bleibt zu hoffen, dass sich das beim Verändern der Füllmenge ändert. Fricke geht in seinem Buch (S. IX der Fotos) von einer Bohneninnentemperatur (BIT9) von ca. 180°C beim Beginn des Knackens aus. Meine Messung lag bei ca. 188°. Bleibt bei der Maschine das Damoklesschwert des Abschaltens nach 9 Min. Mögliche Auswege: Verändern der Maschine oder Einschalten, Einstellen der gewünschten Röstung, Starttaste drücken. Dann gäbe es weitere 9 Min.
    Bei der Röstung des Guatemala ist das passiert. Es wurde eine Max.Temp. von etwas mehr als 200° erreicht.Ich habe aber wahrscheinlich vergessen, den Röstgrad wieder auf Stufe 6 statt auf Stufe vier einzustellen.
    Damit wäre der Grad dieser Röstung erklärt.

    3. Nach dem Drücken der Cracktaste lief die Röstung bis zur 13. Min. weiter, offensichtlich mit verminderter Temperatur. Die Kurve bleibt in dieser Zeit nahezu gleich, wahrscheinlich durch die exothermen Reaktionen in den Bohnen bedingt. Die verschiedenen Röststufen scheinen von der Länge der Zeit bis zum Einschalten der Kühlphase (nach ca. 13 Min. ) abzuhängen.

    4. Kühlphase

    Diese war nach ca. 16 Min. beendet und die Maschine hat abgeschaltet. Die Temp. zu diesem Zeitpunkt betrug ca. 85°.

    Bleibt die Frage, ob man es bei dieser Temp. belässt oder zusätzlich kühlt. Auf jeden Fall habe ich eine weitere Kühlmöglichkeit vorbereitet.
    Kühlung Abb. 3 u. 4.
    Damit kann ich bei Bedarf mit einen starken Staubsauger die Temperatur schnell vermindern (ca. 1 Min. von 85° auf 30°) z.B. wenn eine Röstung droht, zu verbrennen.
     
  19. #19 fermoll, 12.02.2011
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    Röstung_003

    Das Auslesen der Bohnen hat ein interessantes Ergebnis gezeigt. Eine Reihe von Bohnen waren nicht nur nicht verfärbt, sondern gegenüber den Rohbohnen sogar geschrumpft. Sie haben von Anfang an keine Wärme mitbekommen, so dass in ihnen keine chem. Reaktion ablaufen konnte. Das deutet auf Überfüllung hin. Ich werde die nächste Röstung mit 200g derselben Bohne durchführen.
     
  20. #20 fermoll, 13.02.2011
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    Röstung_004

    Das Ergebnis der letzten Röstung hat mir keine Ruhe gegeben und so habe ich einen Durchgang mit 200g Bob-O-Link bei Stufe 6 angesetzt. Leider hat die Temperaturmessung nicht durchgängig funktioniert. Das Thermometer wurde zu heiss. Ich muss die Entfernung zur Trommel wesentlich vergrößern. Das Problem dabei ist, dass sich dann auch der gemessene Bereich vergrößert (Verhältnis 1:5). Alternativ wäre es möglich, das Thermometer in der Hand zu halten und dabei einigermaßen den Abstand beizubehalten.

    Einwaage: 200g
    Auswaage: 165g
    Einbrand:17.5%
    Auswaage/Volumen: 165g/500 ml
    Ergebnis:Einheitliches Röstbild
    Röstgrad: Full City+
    Der würde dem Espresso des Kaffeelieferanten entsprechen. Ich bin mal auf den Geschmack gespannt, vor allem im Vergleich zur vorherigen Röstung.

    Ausblick:

    Wie die Grafik zeigt, wird der Knackpunkt schon nach ca. 6 min. erreicht. Leider habe ich den Zeitpunkt des Drückens der Knacktaste nicht nachgehalten und der Temperaturverlauf ist ungenau.
    Ziel ist das Erreichen von "French". Dann kann ich den Kaffee mit meiner Standardröstung vergleichen, die ich bisher getrunken habe.
    Möglich wären die Ausdehnung der Zeit zwischen dem Beginn des Knackens und dem Drücken der Taste und der Verwendung der Stufe sieben des DRM. Ich tendiere zur ersten Variante.
     
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