Rowenta Doppelfilter Kaffeemaschinen - Sammelthread

Diskutiere Rowenta Doppelfilter Kaffeemaschinen - Sammelthread im Restaurierungen und Raritäten Forum im Bereich Maschinen und Technik; Da es zu den Rowenta Kaffeemaschinen nur einige versprengte Beiträge gibt, ist es nun an der Zeit, die Geräte dieses Herstellers aus Offenbach am...

  1. #1 mechanist, 03.04.2022
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    Da es zu den Rowenta Kaffeemaschinen nur einige versprengte Beiträge gibt, ist es nun an der Zeit, die Geräte dieses Herstellers aus Offenbach am Main in einem Sammelthread vorzustellen und die Informationen dazu zu bündeln.

    Erfreulicherweise hat Manfred Schaller, der wohl einzige Rowenta-Spezialist, seine Unterstützung für diesen Thread bekundet - seine Seite

    Rowenta Doppelfilter Kaffeemaschine n

    ist seit Jahren die einzige Quelle für Informationen, Hilfe und Ersatzteile. Daneben gibt es einige wenige Boardies,
    die Rowenta-Maschinen besitzen und sich hier dann hoffentlich auch einbringen.

    Zunächst ein kurzer Abriss zur Geschichte des Herstellers, den die meisten Menschen mit Bügeleisen und Toastern in Verbindung bringen:

    1884 bis 1945

    Robert Weintraud gründete 1884 mit den beiden Kompagnons Heyne und Aulmann die Weintraud & Comp. in Offenbach am Main, um für die ortsansässige Lederindustrie Gürtelschnallen und Beschläge herzustellen.

    1909 wurde das Unternehmen in Weintraud & Co. GmbH umbenannt und der Markenname Rowenta in Anlehnung an den Namen des Firmengründers (Robert Weintraud) angemeldet. Bereits 1913 beantragte Rowenta Markennamenschutz für elektrische Heiz-, Koch- und Wärmeapparate und andere Produkte. Die Produktion von Toastern oder Brotröstern des Typs E 5003, der dem Simplex T-211 von AEG recht ähnlich sah und einer der ersten Toaster in Deutschland war, begann 1915. In den frühen 1920er Jahren wurden erstmals weitere elektrische Luxus-Haushaltsgeräte von Rowenta produziert. Darunter waren Bügeleisen, Kaffeemaschinen und Wasserkocher. Auch die gastronomischen Kaffeemaschinen wurden schnell zum Verkaufsschlager. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Rowenta-Werk in der Offenbacher Waldstraße durch alliierte Bomberverbände fast völlig zerstört und die Produktion kam zum Erliegen.

    1946 bis 1997

    Das Bügeleisen Surfline der frühen 1990er Jahre mit semitransparentem Gehäuse begründete einen Trend bei Kunststoffprodukten allgemein
    Nach Kriegsende wurde das Werk am selben Ort wieder aufgebaut und die Produktion von Kochplatten und Bügeleisen aufgenommen. 1948 begann die Produktion von Feuerzeugen und ein Jahr später konnte das erste Bügeleisen mit Temperaturregler und Thermostat eingeführt werden...Das Zweigwerk Erbach im Odenwald wurde 1959 gegründet.
    Im Jahr 1963 erwarb das US-Unternehmen Sunbeam Corporation mit Sitz in Chicago, USA, das Familienunternehmen und gründete bald darauf die Niederlassung Rowenta France. Im selben Jahr wurde das men-Feuerzeug mit dem Preis des New Yorker Museum of Modern Art ausgezeichnet. Seitdem wechselte Rowenta noch mehrfach den Eigentümer und gehört heute zur SEB Group.

    (Quelle: Wikipedia)

    1997 wurde die Produktion in Offenbach eingestellt. Die Gebäude wurden abgerissen und das Gelände zu einem neuen Gewerbegebiet ausgebaut. 2021 wurde die auch die Schliessung des Werks in Erbach für 2022 angekündigt.,
    so dass es dann keinen Produktionsstandort von Rowenta in Deutschland mehr gibt.

    Ganz ähnlich wie beim Konkurrenten WMF begann die Produktion von Kaffeemaschinen in den zwanziger Jahren -
    es waren zunächst Säulenbrüher wohl eher herkömmlicher Bauart. Hier Bilder eines gasbeheizten Rowenta - Säulenbrühers aus der Vorkriegszeit - die Maschine ist die älteste mir bekannte:

    Rowenta1.JPG
    rowenta3.jpg
    Rowenta2.JPG

    Und jetzt trete ich für den Moment zurück, bis ich mit meiner Maschine in der Chronologie an der Reihe bin...
     
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  2. #2 Doppelfilter, 03.04.2022
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    Kleine Ergänzung zur Geschichte der ROWENTA-Doppelfilter:
    Um 1972 übernahm HEINKEL - bekannt u.a. durch Flugzeuge und Deutschlands einzigem Viertaktroller - die Doppelfilter-Kaffeemaschinen von ROWENTA und entwickelte sie weiter. HEINKEL hatte im Remstal die Produktion von gewerblichen Geschirrspülmaschinen. So passte es zusammen. Um 1992 wurde die Produktion dort komplett eingestellt. Der KD-Leiter von ROWENTA, welcher mit "seinen" Maschinen ins Remstal kam, lieferte noch Ersatzteile und fertigte eine Überbrühmaschine. Als er 1999 starb und sein Haus verkauft wurde, wusste niemand mit den vielen Teilen etwas anzufangen und sie wurden entsorgt. Ausdiemaus. Keine Teile mehr da.
     
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  3. #3 mechanist, 11.04.2022
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    Wie fast alle metallverarbeitenden Betriebe geriet auch Rowenta mit dem Beginn des zweiten Weltkrieges in die Kriegsmaschine - die Produktion wurde auch hier mit Zwangsarbeitern und Frauen aufrechterhalten, bis das Rowenta-Werk in Offenbach durch Bombenangriffe der Alliierten zerstört wurde. 1946 begann zunächst in kleinem Rahmen und mit 200 Mitarbeitern eine erneute Produktion, die sich durch den Wiederaufbau des Werkes rasch ausweitete. Zur Produktpalette gehörten dann schnell auch wieder Kaffeemaschinen für die Gastronomie, ganz ähnlich wie beim Konkurrenten WMF als Wand- und Tischmodelle.

    Eine frühe Wandkaffeemaschine aus dieser Zeit war die "Rowenta Rasant", die allerdings noch nicht mit dem Doppelfilter-Patent
    ausgestattet war und auch noch nicht den später für Rowenta-Maschinen typischen Brühbehälter aus Jenaer Glas besass:
    rasant1.jpg .
    Zu grosser Popularität kam die Wandmaschine "Fix":
    Fix2.jpg
    Dieses Modell gab es auch mit Vorratsbehälter. Wie wir aus den Recherchen von @chanik wissen, wurde das Modell auch
    in Zügen und in einer Sonderausführung sogar in Flugzeugen der Lufthansa eingebaut:
    rowenta für lufthansa.jpg
    (Quelle: Manfred Schaller - Homepage).
     
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  4. #4 Doppelfilter, 11.04.2022
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    Wer Interesse an den verschiedenen Typenreihen der ROWENTA-Gastronomie-Kaffeemaschinen hat, kann sich diese in einer Präsentation ansehen. Es bedarf hierzu nur einer PN mit Angabe einer eMail-Adresse und dem Text: Bitte Präsentation "Rowentas.ppsx" senden. Dann bringe ich diese auf den Weg und wünsche schon jetzt FF.
     
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  5. #5 mechanist, 17.06.2022
    Zuletzt bearbeitet: 17.06.2022
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    Hier nochmal ein Bild der Sonderausführung für die Lufthansa:
    LH Rowenta.jpg
    Die ersten Bordküchen wurden ab 1954 in Flugzeuge der Deutschen Lufthansa eingebaut.

    Neben den Wandkaffeemaschinen bot Rowenta auch eine Reihe von Tischmaschinen an. Diese waren Säulenmaschinen mit stehendem Kessel und in der Grundausführung mit der kleinen Einzeltassen-Brüheinheit ausgestattet. Diese Ausführung konnte dann je nach Bedarf um eine weitere Mengen-Brüheinheit und Vorratsbehälter erweitert werden. Der wesentliche Unterschied zu den Säulenbrühern der Konnkurrenz wie WMF war das Brühverfahren. Denn während die WMF-Säulenmaschinen im Überbrühverfahren arbeiteten, das Wasser also von oben durch den Siebträger in den Vorratsbehälter gelangte wurde es bei den Rowenta-Maschinen von unten in die Brüheinheit gedrückt. Nach der Ziehzeit wurde der Kaffee dann nochmals durch den unten sitzenden Siebträger in den Vorratsbehälter oder dirket in die Tasse / Kanne gedrückt - das Wasser kam also zweimal mit dem Mahlgut in Kontakt, daher der Name "Doppelfilter". Das gesamte System wurde vor dem Brühvorgang mit Dampf vorbeheizt und war so konstruiert, dass der Kaffee nicht mit Luft in Berührung kam, eine weitere Besonderheit der
    Rowenta-Maschinen.
    Die Säulenmaschinen von Rowenta hatten unterschiedliche grosse Kessel, woraus sich dann zusammen mit den jeweiligen Brüheinheiten eine entsprechend gestaffelte Mengen-/Tassenleistung ergab:

    1465400308248197.jpg
    Die kleinste Säulenmaschine vom Typ 2/3, hier ohne Mengenbrüheinheit in der Grundausführung.

    SV3.jpg
    SV 3 mit einer Brüheinheit und Vorratsbehälter

    5-10.jpg
    Typ 5/10 mit Einzeltassen- und Mengenbrüheinheit und Vorratsbehälter

    Rowenta-Doppelfilter-Kaffeemaschine-Antik-Retro.jpg
    "Maximalausführung" einer Rowenta Säulenmaschine mit drei Brüheinheiten
    und zwei Vorratsbehältern.
     
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  6. #6 mechanist, 17.06.2022
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    Ende der fünfziger Jahre wurde dann eine weitere Modellreihe entwickelt - die Export (E)-Modelle. Die offene und filligrane, aber reinigungsunfreundliche Technik wanderte in ein kompaktes, ansprechend gestaltetes Gehäuse. Die Brüheinheiten waren zentral angeordnet, flankiert von Kessel und Vorratsbehälter an den Seiten. Angeboten wurden wiederum unterschiedliche Varianten mit
    gestaffelten Kessel- und Behältergrössen und daraus resultierenden Mengenleistungen:

    E5.1.jpg
    Die kleinste Variante: Rowenta E 5.

    e10 fichtel.jpg
    Rowenta E 10.

    Mit gleichem Gehäuse, aber mit höherer Bauform gab es in der Export-Reihe noch die Modelle E15 und E25,
    diese dann auch mit entsprechend grösseren Mengen-Brüheinheiten.

    Wohl in Reaktion auf den von WMF 1958 vorgestellten Filtromaten mit automatisiertem Bezug wurde die
    Export-Reihe 1960 um eine weitere Variante ergänzt. Das waren die Modelle E 100 bis E 800, die mit einer
    (halb)automatischen Steuerung erhältlich waren. Dazu später mehr - hier noch eine zeitgenössische Werbung
    für die Export-Reihe, deren Maschinen dann den Cosenamen "Königin der Kaffeemaschinen" bekamen.

    export1.jpg
    export2.jpg

    Eine noch lange in Betrieb befindliche E 10 wurde hier im Forum vorgestellt - leider ist das Cafe mittlerweile
    geschlossen, der Verbleib der Maschine unklar:
    Kein Espresso, Rowenta E10 und SV6 noch im Einsatz.
     
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  7. #7 mechanist, 18.06.2022
    Zuletzt bearbeitet: 18.06.2022
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    Gegen Ende der fünfziger Jahre wurde dann Automatisierung auch für die Hersteller von Espresso- und Kaffeemaschinen ein wichtiges Thema - in Italien führte das beispielsweise zur Entwicklung der hydraulisch unterstützten Kolbenmaschinen. Für die Hersteller der Gross-Kaffeemaschinen war Automatisierung durch die Anforderung an die Maschinen, in möglichst kurzer Zeit grosse Mengen Kaffee in gleichbleibend hoher Qualität brühen zu können, ein wichtiges Verkaufsargument. Dass der Brühvorgang nicht mehr ständig überwacht werden musste, bedeutete hier eine erhebliche Zeitersparnis für den Benutzer.

    WMF stellte 1958 den völlig neu entwickelten Filtromaten mit automatisiertem Brühvorgang vor - dafür wurden erstmalig Magnetventile und Füllstandssensoren zusammen mit einer elektronischen Steuerung verbaut. Der Filtromat verfügte auch über eine automatische Kesselfüllung, die es beim Konkurrenten Rowenta allerdings schon vorher bei den grösseren Säulenmodellen gab. Rowenta reagierte auf den Filtromaten mit einer ebenfalls automatisierten Modellreihe E 100 bis E 800, dafür wurde allerdings keine Maschine neu entwickelt, sondern die bestehenden Modelle der Export-Reihe mit entsprechenden Komponenten ausgerüstet.

    filtromat, e100.jpg
    Die schweren Kaliber der deutschen Brühkaffee-Kultur:
    WMF Filtromat 8246 und Rowenta E 100.

    Eine Komponente war die Motorisierung des Brühhebels der jeweiligen Mengenbrüheinheit. Hier kamen anfänglich und wohl nur für kurze Zeit zwei wasserhydraulische Zylinder zur Verwendung, die mit dem Leitungswasserdruck den Brühhebel in die entsprechenden Positionen bewegten. Diese frühen automatisierten Modelle hiessen "Hydronic". Der hydraulische Antrieb wurde nach kurzer Zeit durch einen Elektromotor ersetzt, der von Mikroschaltern angesteuert wurde.

    P1011731.JPG
    Hydronic-Kennzeichnung auf der Kundenseite. Leider hat zwar eine Kennzeichnung, vermutlich
    aber keine einzige Hydronic-Maschine selbst die Zeiten überlebt.

    P1011732.JPG
    P1011733.JPG
    Antrieb des Brühhebels einer E 100 Electronic mit Motor (unter dem Hebel), Mikroschaltern (im Kasten rechts) und
    Übertragung durch Ketten.

    Eine weitere Komponente diente der Erfassung des Status des Brühvorgangs in der Mengenbrüheinheit. Dafür verwendete Rowenta nicht wie WMF Füllstandssensoren, sondern Fotozellen, die den Füllstand des Brühzylinders erfassten, wenn der hochsteigende Kaffee das von einer (anfanglich drei) Lampe ausgestrahlte Licht verdunkelte.

    P1011657.JPG
    Fotozellen rechts und Lampe einer E100 Electronic.

    Eine weitere Komponente war die elektronische Steuerung, die Rowenta genauso wie den Pressostaten aus der Maschine ausgliederte, um beide Bauteile vor Erwärmung und Verschmutzung zu schützen. Und hier kommen wir dann zu einer der anderenorts erwähnten Schatzkiste:

    P1011716.JPG
    Schaltkasten / Steuerung der E100.

    P1011724.JPG
    P1011722.JPG
    Hirschmann-Stecker und Dose des Schaltkastens.

    Leider führte diese eigentlich ja sinnvolle Trennung von Maschine und Steuerung dazu, dass nach der Ausmusterung der Electronic-Modelle der Schaltkasten in den allermeisten Fällen nicht mit in das neue Leben als Dekoration oder in das Dunkel eines Kellers umzog. Nur zu häufig wurde das Kabel an der Maschine durchtrennt und der Kasten entsorgt, auch wenn die Maschine noch nicht auf den Schrott wanderte.
    Damit wurden die Electronic-Modelle dann dauerhaft unbenutzbar und so sind heute nur noch zwei funktionsfähige, weil vollständige Exemplare dieser aufwändigen Maschinen bekannt.

    Bedauerlicherweise sieht es bei den rein manuellen Modellen der Export-Reihe nicht viel besser aus, auch hier lassen sich betriebsfähige Exemplare an einer Hand abzählen. Hier noch zwei Bilder von Varianten der Electronic-Modellreihe.

    P1011700.JPG
    Rowenta E 100 Electronic, Baujahr 1960

    P1011698.JPG
    Rowenta E 250 Electronic, Baujahr 1970

    Danke an Manfred Schaller für eine Fülle von Informationen, ohne die sich diese Wunderwerke kaum erschliessen lassen.
     
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  8. #8 mechanist, 19.06.2022
    Zuletzt bearbeitet: 19.06.2022
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    Und noch eine weitere Version der E100:

    e100 eduscho 1v43.JPG
    Diese E 100 Electronic gehört zu einer Sonderserie von 43 Stück, die Rowenta für die (West-)Berliner Eduscho-Filialen lieferte -
    diese Maschinen wurden auf entsprechenden Wunsch ohne die Einzeltassen-Brüheinheit gebaut. Die Kaffee-Ketten gehörten
    zu den wichtigen Kunden der Gross-Kaffeemaschinen-Hersteller.

    Ein Blick hinter die Bleche:

    P1011736.JPG
    Kessel der E 100 mit Wärmetauscher, der das Kesselwasser auf dem Weg zum Mengenbrühzylinder abkühlte.
    Bei der oben gezeigten E 100 Baujahr 1960 ist die Kühlung noch thermostatgesteuert:

    P1011737.JPG
    Vorrats-/ Warmhaltebehälter der E 100.

    P1011740.JPG
    Zuleitung zum Brühzylinder mit Absperrvorrichtung (rechts), Kondensator des Antriebsmotors für den Brühhebel darunter.

    Man kann an dem Aufwand, der in Bezug auf Konstruktion, Material und Fertigungsqualität von Rowenta und WMF betrieben wurde, schon gut ablesen, dass das Ergebnis in der Tasse mit dem bitteren Cafe Express aus den Säulenbrühern der Vorkriegszeit geschmacklich nicht mehr viel tun hatte (ebensowenig mit dem, was heutige Vollautomaten abliefern...).
     
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  9. #9 Doppelfilter, 25.06.2022
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    Hier das Innere der Brüharmatur. Acht Bohrungen, zwei eingesetzte Düsen. Wirklich ein Aufwand. Und solche Geräte, teilweise weit über sechzig Jahre alt, funktionieren noch immer.

    [​IMG]
     
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  10. #10 isnochkaffeeda, 16.11.2022
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    Wunderbar!! Ein Rowenta thread.
    Hier ein herrlicher Prospekt - nach Tipp von Mechanist ersteigert. Interessenlage ist einfach: Bei mir steht eine Rowenta in vollem Glanz dank "Dopperlfilter", der für mich eine vollständige Restauration einer 1959 Rowenta E10 vorgenommen hat. Diese Maschine stand früher beim Daimler in der Kantine im Werk Sindelfingen. Ein Bild der Maschine später. Jetzt der Katalog: Unbenannt.PNG
     
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  11. #11 isnochkaffeeda, 16.11.2022
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    ohne nachfragen hier der pdf mit allen Seiten - hoffe das geht so.
     

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  12. #12 mechanist, 16.11.2022
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  13. #13 Doppelfilter, 16.11.2022
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    Hammer!
    Ich hatte bis jetzt nur ein paar schief kopierte Seiten dieses Prospektes.
    Herzlichen Dank ! !
     
  14. #14 mechanist, 23.11.2022
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    Und wie die Konkurrenz von WMF war auch Rowenta mit einem rollenden Schaufenster unterwegs, auf
    Basis eines Setra:
    setra rowenta.JPG
     
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