S* B* E* – Einstellung für Espresso klappt nicht

Diskutiere S* B* E* – Einstellung für Espresso klappt nicht im Grundsätzliches Forum im Bereich Fragen und Tipps; Hallo, seit Monaten probiere ich einen guten Espresso (nicht zu bitter, nicht zu sauer) hinzubekommen, aber es will nicht gelingen. Mein Ziel:...

  1. Bayreuther

    Bayreuther Mitglied

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    Hallo, seit Monaten probiere ich einen guten Espresso (nicht zu bitter, nicht zu sauer) hinzubekommen, aber es will nicht gelingen. Mein Ziel:

    Mehl zu Wasser: 1 zu 2,5 bis 3
    Bezugsadauer 25 bis 35 Sek

    Den Tamper drücke ich wie in der Anleitung empfohlen mit ca. 15-20 kg. Die Mehlmenge ist dann mit 9g im Einzelsieb und 18g im Doppelsieb nach dem Tampern so hoch, dass der beiliegende Razor exakt das Mehl berührt (Höhe sollte also passen).

    Das Einstellen habe ich dann so versucht: Espressomenge mit Feinwaage in Echtzeit messen und Menge so programmieren, dass 1:2,5 oder 1:3 erreicht wird. Durchlaufzeit war zu Beginn viel zu kurz (also deutlich unter 20 Sek), also Mahlgrad nach und nach so fein eingestellt, bis 25 Sek erreicht waren. Soweit ok, aber der Geschmack ist nicht so toll (sehr stark, sehr bitter).

    Was mir auffiel: Die Druckanzeige hat einen Bereich, der für ein gutes Ergebnis optimal sein soll. Mit den Einstellungen oben geht der Zeiger aber über diesen Bereich hinaus, fast bis zum Maximum, was die Pumpe leistet (also wie mit Blindsieb). Es könnte also einen Hitzestau geben, oder?

    Wenn man den Druck in den Optimalbereich bekommen möchte, muss man gröber malen (weniger Tampern macht kaum einen Unterschied). Dann läuft das Wasser aber so schnell durch, dass man bei 25 Sek viel zu viel Espresso in der Tasse hat (1:5 oder 1:6). Wenn man die Wassermenge wieder auf 1:3 einstellt, ist die Extraktion schon nach 15 Sek fertig ist.

    Fazit: maximal 1:3 als Mehl zu Wasser-Verhältnis, mindestens 25 Sek Bezugsdauer und einen Druck im Normbereich (auch an der Oberkannte des Normbereichs) bekomme ich einfach nicht zusammen.

    Was habe ich noch probiert: 4 verschiedene Bohnensorten, verschiedene Brühtemperaturen (einen Leerbezug zum Aufheizen mache ich immer), mal mehr mal weniger stark tampern, weniger Mehl, mehr Mehl und auch 1:2 als Verhältnis (was die Durchlaufzeit noch weiter verkürzt bzw. den Druck bei feinerem Mahlgrad bis zum Anschlag erhöht).

    Eine Sache noch: Das Doppelsieb erlaubt Werte, die etwas näher am Ziel liegen. Beim Einzelsieb ist der Druck immer höher.

    Hat jemand Ideen, was ich noch probieren könnte. Braucht Ihr weitere Infos oder Bilder?
     
  2. joost

    joost Mitglied

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    Im Doppelwandsieb machst du am ehesten sowas wie Schümli (das ist ne drittklassige Espressosimulation), für echte Espressoextraktion im Einwandsieb taugt die Mühle nicht so sehr, das Fenster funktionierender Bohnen ist recht klein*. Weiterhin wird die Maschine schnell zu heiss. Oder insgesamt: Du hast da ein kurzlebiges Blenderwerkzeug.
    Zuverlässig bessere Bezüge bekommst du mit einer ordentlichen externen Mühle (z.b. Demoka 203, Eureka spec..) und röstjungen Qualitätsbohnen (3-12 Wochen nach Röstung).

    Das Mahlgut muss immer auf einen optimalen homogenen Widerstand im Puck angepasst werden, auch im Mahlgrad. Da nach zu justieren ist normal.

    _____________________________________________________
    * siehe auch Kaufberatung - verloren im Siebträger-Dschungel
     
  3. Eric00

    Eric00 Mitglied

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    Ich korrigiere Monate zu Wochen. :D
     
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  4. Kaffee_Eumel

    Kaffee_Eumel Mitglied

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    Mal abgesehen von den bereits angesprochenen Unzulänglichkeiten des Setups: Welche Bohnen hast du denn bis jetzt probiert? Bei klassischen Röstungen ist 1:3 eher lang, was Bitterkeit erklären könnte. Hast du mal 1:1,5-1:2 versucht?
     
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  5. Bayreuther

    Bayreuther Mitglied

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    Ok, dann gleich weitere Infos:

    Doppelwandsiebe für extra Crema nehme ich nicht (mit Doppelsieb meinte ich das für einen doppelten Espresso). Im Gegensatz zum Doppelsieb ist das Einzelsieb eher trichterförmig, was wohl nicht optimal sein soll.

    Bohnen (mit noch ordentlich Zeit bis zum Ablauf des MHD):
    - UNO Espresso (100% Arabica), lokale Rosterei
    - Lavazza Espresso Italiano Cremoso (Mischung Arabica & Robusta)
    - Lavazza Espresso Barista Gran Crema (Mischung Arabica & Robusta)
    - Melitta Bella Crema Speciale (100 Arabica), MHD 04.04.2023

    1:1,5-1:2 muss ich probieren, wobei um auf 25 Sek zu kommen, muss ich sehr fein malen (was für die Mühle kein Problem ist) und dann werden wohl nur noch Tropfen kommen und der Druck geht an den Anschlag. Aber ich probiere es.

    Das habe ich leider nicht ganz verstanden. Ob die Mühle homogenes Mahlgut erzeugt, kann ich schwer beurteilen. Wie könnte man sehen bzw. das einstellen?
     
  6. joost

    joost Mitglied

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    und jetzt rechnest Du mal brav 24 Monate zurück und hast das Röstdatum.
    Und DANN liest du nochmal den Satz da oben mit dem optimalen Röstalter von Bohnen und vergleichst mal ... Beim Uno weiss ichs nicht, Röster fragen. Espressone? (auch 24Mo)

    wenns durchplörrt, kanns Deine Mühle nicht - vorausgesetzt, die Bohnen sind röstjung, siehe oben.
    Wenn Du nur springst zwischen zu fest und durchplörren, dann ist die Mühle zu grob gestuft - vorausgesetzt, die Bohnen ... weisst schon

    ja, das hatte ich so verstanden. Trotzdem meist anderer Mahlgrad als beim Einzelsieb.
     
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  7. #7 Kaffee_Eumel, 25.11.2021 um 19:38 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 25.11.2021 um 21:35 Uhr
    Kaffee_Eumel

    Kaffee_Eumel Mitglied

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    Hm Lavazza und Melitta (bei 12 oder 24 mon bis MHD ist der viel zu alt) werden wahrscheinlich zu alt sein, wann wurde der UNO geröstet? Das MHD sagt nicht viel aus, nach drei, teilweise gar zwei Monaten, ist ein Espresso nicht mehr einstellbar! Dein nicht existentes Fenster zwischen Schnelldurchlauf und Puck verstopft spricht sehr dafür.

    EDIT: Joost war schneller
     
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  8. Bayreuther

    Bayreuther Mitglied

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    Ok. Dann kümmere ich mich erst mal um wirklich "frische" Bohnen. Das frisch gemahlene Bohnen wichtig sind, habe ich zwar angenommen, aber dass die Bohnen so kurz nach der Röstung schon nicht mehr brauchbar sind für einen Siebträger, hätte ich nicht gedacht.
     
  9. Kaffee_Eumel

    Kaffee_Eumel Mitglied

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    Naja, drei Monate sind jetzt nicht direkt wenig, so lange hat bei mir noch nie eine Bohne überlebt... Jünger als 7-14 Tage sollten sie aber auch nicht sein, beim Kleinröster deines Vertrauens macht man meistens nichts falsch.
     
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  10. jani80k

    jani80k Mitglied

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  11. Cappu_Tom

    Cappu_Tom Mitglied

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    Ich auch nicht :rolleyes:
     
  12. mr.smith

    mr.smith Mitglied

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    Also allgemein bauen die Bohnen ab der 4. Woche stark an Aromen ab.
    Sollten aber bis 4-5 Monate trinkbar sein.
    (ich trinke nur bis 2 Monate - aber soll so sein)

    Nun kommt aber die Kombination des limitierenden Faktors der MÜHLE noch dazu.
    Je älter die Bohne desto feiner muss die Mühle mahlen können, und das Fenster zwischen durchrauschen und verstopfung wird immer kleiner.
    Heißt - je älter die Bohnen werden desto besser sollte die Mühle sein.
    Und die der S… ist nicht wirklich gut.
    = Sie funktioniert vielleicht in einem ganz kleinem Fenster gut (nur bei bestimmten Bohnen in einem bestimmten Zeitfenster), der Rest ist Frust und Abfall.
    .
     
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