Sage- The Barista Express versuche einen guten Espresso hinzukriegen

Diskutiere Sage- The Barista Express versuche einen guten Espresso hinzukriegen im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo liebe Kaffee Freunde, ich habe mir eine Sage The Barista Express angeschafft. Nach diversen Versuchen habe ich einen trinkbaren Espresso...

  1. Ak6262

    Ak6262 Mitglied

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    Hallo liebe Kaffee Freunde,

    ich habe mir eine Sage The Barista Express angeschafft. Nach diversen Versuchen habe ich einen trinkbaren Espresso hinbekommen. Das Ergebnis stellt mich aber noch nicht zufrieden, denn ich weiß das ich aus dem Kaffee mehr rausholen könnte.

    Folgende Infos ...

    1) Kaffeebohnen frisch aus einer privaten Rösterei meines Vertrauens. Mild wenig Säure sollte im Endergebnis nach Schokolade schmecken.

    2) Benutze fast immer 16 g ( Die Dame aus der Rösterei die mich betreut hat mir gesagt dass Sie immer 16g verwenden) die ich immer abwiege.

    3) Mahlgrad von 1-20 bin ich bei 4.

    4) Beim Tempern habe ich keine Probleme, kriege es gut hin.

    5) Bei der Maschine kann man die Temperatur einstellen. +- 2 °C . Habe es bei Standardtemperatur belassen. Wie viel diese beträgt weiß ich leider nicht das ich sie nicht gemessen habe. Lasse die Maschine ca. 20 min eingeschaltet bevor ich mir meinen Espresso beziehe.

    6)Bezug immer manuell aber preinfusion automatisch ca 7-8 sek. und jedes mal 27 sekunden.

    7) Espresso ca. 50 g (+- 10g)

    Folgendes Problem..

    1) Der Espresso hat wenig Aroma. Ich schmecke viel zu wenig die Aromen raus. Entweder schmeckt er zu stark, d.h. beim runterschlucken leicht bitter oder gegen Ende leicht säuerlich.

    2) Wenn ich den Bezug teile in 2 Tassen , hat die eine Tasse zu wenig und eine sehr blasse Crema. Bei einer Tasse aber eine Normale Crema.

    3) Der Strahl wird gegen Ende des Bezuges ca. ab 16 sek. sehr unruhig bis hin zu sehr wenig und nur tröpflen. Ist mit den selben Einstellungen immer schlimmer geworden.

    Ich stelle euch ein Video vom Bezug rein damit ihr eventuell Schwachstellen erkennen könnt.



    Lg euer Kaffee Liebhaber
     
  2. joost

    joost Mitglied

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    16 g -> Espresso ca. 50 g (+- 10g)
    Das ist schon ggf. arg dünn. In der Regel beginnt man mit einem Verhältnis von 1:2 bis 1:3 in 20-30sec. ab erstem Tropfen als Startwert zum weiteren Austarieren.
    Das regelst Du mit Deinem Verhältnis Mahlgrad/Menge. Wenn Du nun schon 16gr. als andernorts funktionierenden Startwert kennst, probier doch mal, so zu mahlen, dass in ca. 25 sec. (nach erstem Tropfen) zwischen 30 und 40 gr. Kaffee rauskommen. Und verkürze mal die PI.

    Und dann schauen wir weiter, ob sich geschmacklich was ändert..
    Eine Bitte hätte ich noch: ja, Videos sind extrem hilfreich, auch vom Ton der Pumpe her kann man schon viel erkennen. Aber gehts auch im Querformat? Hochformat macht am Monitor Augenkrebs :)

    upload_2019-12-3_18-30-27.png
     
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  3. Ak6262

    Ak6262 Mitglied

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    Ja werde das Video aktualisieren. Und werde deinen Tipp annehmen d.h. preinfusionszeit kürzen und versuche dementsprechend auf 30-40g zu kommen.
    Werde nochmals berichten
     
  4. Ak6262

    Ak6262 Mitglied

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    @joost wie findest du den Auslauf des Espressos ?
     
  5. #5 cbr-ps, 03.12.2019
    Zuletzt bearbeitet: 03.12.2019
    cbr-ps

    cbr-ps Mitglied

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    ich bin zwar ein anderer, aber ich finde es fliesst recht schnell. Passt zur Einschätzung von @joost dass der Output zu viel ist.
    Sieht unruhig aus, aber das ist ohne bodenlosen Siebträger schwierig zu beurteilen. So ein 2er Auslauf verfälscht das.

    Wie frisch sind denn die Bohnen, sind die ein paar Tage nach Röstung abgelagert? Wenn zu frisch, kann ausgasendes CO2 zu seltsamen Bezügen führen.
     
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  6. #6 joost, 03.12.2019
    Zuletzt bearbeitet: 03.12.2019
    joost

    joost Mitglied

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    Ab Sek 26 (im Clip) wirds schon irgendwie wässrig, die Pumpe kommt auch nicht so wirklich in den Druckbereich, wird nicht dumpfer im Klang ...
    ich glaube, Du hast zu wenig Widerstand im Puck, da baut sich kein ordentlicher Extraktionsdruck im Pulver auf.

    Die Kennwerte an der Mühle sagen nichts aus, da sie nicht normiert sind - wie ist denn das Ergebnis, wenn Du mit gleicher Menge und etwas feinerem Mahlgrad nach 25sec. Bezug (nach erstem Tropfen) abbrichst?


    Kurz noch zum nachvollziehen: bei echter Espressoextraktion baut sich der Druck IM Pulver auf, dieses muss dazu den passenden Widerstand haben.
    -> und der ergibt sich aus dem Verhältnis Mahlgrad und Menge.
    zu wenig Widerstand -> zu wenig Pulver und / oder zu grobes.
    zu viel Widerstand -> zu viel Pulver und / oder zu feines.

    logisch, oder? :)

    Du kannst jetzt "zu feines" Pulver durch geringere Menge ausgleichen oder auch "zu grobes" Pulver durch Mengenerhöhung, um trotzdem am Ende auf den gleichen Widerstand im Puck zu kommen.
    Aber: Änderungen der Pulvermengen haben auch Einfluss auf das Verhältnis Pulver:Getränk - die Ratio.

    Es ist nicht ganz profan, das wissen wir. Und weil so viele Parameter reinspielen - und da gehört auch die Bohne / Röstung dazu -, ist es ganz normal, dass man mal irgendwo anfängt, drittklassige Getränke zu beziehen, um dann die Richtung heraus zu finden, in der sie besser werden. Deshalb die allgemeine Empfehlung: beziehe in 20 - 30 sec (nach erstem Tropfen, das ist dann systemübergreifend) eine Ratio von 1:2 bis 1:3 und vielleicht als Zusatzbedingung: brich ab, wenn der Strahl arg hell wird (Blonding) und messe neugierig nach.
    Geduld :)

    Was mir bei alledem nicht gefällt: WENN da zu wenig Widerstand im Puck ist, sollte deutlich mehr Wasser durchplätschern. Ob das die Sage jetzt von der Pumpe her "liefern" kann, weiss ich nicht
     
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  7. Senftl

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    Da kommt gleich noch eine Frage auf, die vielleicht auch noch am Rande geklärt werden sollte:
    @Ak6262 benutzt du das einwandige 2er Sieb oder das doppelwandige 2er (Crema) Sieb?
     
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  8. Ak6262

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    @cbr-ps kann ich leider nicht sagen wie frisch die Bohnen sind werde mich mal aber beim nächsten Besuch informieren.
     
  9. Ak6262

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    Ich benutze ein einwandiges Doppelsieb.
     
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  10. Senftl

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    Steht eventuell was auf der Tüte?

    Gut. Wollte nur sichergehen, sonst bringen alle Tipps nichts, da das doppelwandige Sieb dazwischen funken und alles „verfälschen“ würde.
     
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  11. plox

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    Gibts nen Manometer? Ich mache gerade gute Erfahrungen mit geringeren Drücken was Channeling (und dadurch Geschmack) angeht.
    Außerdem würde man sehen, ob ein Expansionsventil verbaut ist. Die Einstiegsmaschinen von Quickmill haben keins und profitieren extrem davon.
     
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  12. plox

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    Ich hab bei meiner Quickmill auch den Siebträger angebohrt, damit Luft nachströmen kann. Das hat den Strahl in die Tasse deutlich ruhiger gemacht. Ist aber nur ein optisches Thema :rolleyes:
     
  13. Ak6262

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    Die Tüte ist schon längst weg Bewahre die Bohnen in einer Glasflasche auf
     
  14. Senftl

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    Achso, ok, in dem Fall jetzt natürlich etwas ungünstig.:rolleyes::)
     
  15. Ak6262

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    @joost genau das ist ja das Widersprüchliche. Das Manometer befindet sich während der kompletten Extraktion auf Maximum. Es gibt einen grünen Bereich der Espresso Range heißt. Außerhalb ist es in immer dünner werdenden Strichen wahrscheinlich als grenzwertig gekennzeichnet. Meiner liegt in diesem Bereich.

    echt komisch
     
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  16. joost

    joost Mitglied

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    ok, dann die nächste Interpretation: das Pulver ist zu fein, der Puck betoniert und reisst dann streckenweise auf -> dort drückt sich das Wasser durch, das meiste Kaffeepulver bleibt jedoch dabei unextrahiert.

    Dann würde das nächste Experiment lauten: gleiche Menge, gröber mahlen, beobachten.
    Zum Pulver: Bohnen, die älter als 3 Monate nach Röstung sind, haben schon oftmals nicht mehr die rein physikalischen Eigenschaften, einen homogenen Widerstand zu bilden. Die funktionieren noch im KVA oder Cremafilter, aber nicht in einer echten Espressoextraktion. Zu jung geht auch nicht, da finden noch Umbauprozesse statt. Deswegen schreibe ich gerne "röstjunge" Bohnen, vielleicht ab Tag 14 nach Röstung. Hängt auch von Bohne und Röstung ab. Und deshalb auch die Frage nach der Tüte ;)
     
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  17. plox

    plox Mitglied

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    Sehe ich ähnlich!

    Bei meiner Quickmill hab ich ein Expansionsventil nachgerüstet (Das ist ein Druckbegrenzer), dadurch werden die Bezüge viel konstanter und berechenbarer. Rein technisch sollte es bei der Sage auch gehen. Es gibt viele Normteile, aber das googeln musst du selbst übernehmen ;)
     
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  18. Ak6262

    Ak6262 Mitglied

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    Gut dann werde ich es mal so versuchen :) Danke für den Tipp
     
  19. #19 Wrestler, 03.12.2019
    Wrestler

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    In der Regel ist der Aroma Beutel vom Röster die bessere Wahl für die Aufbewahrung.
    Dieser sollte jedoch wieder per Zip Verschluss verschließbar sein und über ein Aroma Ventil verfügen.
    Auf dem Beutel steht dann auch das Röstdatum.

    Ich habe bei einem Röster den Kaffee aus einer Schütte bekommen.
    Dieser wurde mir dann in eine Tüte mit Draht Clip abgefüllt, ähnlich wie bei Tee.
    Diesen Röster suche ich persönlich nicht mehr auf.
    Ein genaues Röstdatum konnte mir nicht genannt werden.

    Ein zu alter Kaffee nach Röstung funktioniert nicht mehr richtig im Siebträger.
    Der Kaffee altert auch an der Luft ziemlich flott.
    Insofern befüllen viele ihre Mühle ausschließlich mit dem Tages Bedarf oder mit der Dosis für den nächsten Bezug.
    Mit der integrierten Mühle altern die Bohnen im hopper recht schnell, weil sich dieser durch die Maschine auch noch erwärmt.
    Der Totraum wäre hier ebenfalls zu beachten, ein Teil altes Kaffeemehl verbleibt in der Mühle und wird beim nächsten Bezug mit ausgeworfen.
    Am nächsten Morgen kann das den Bezug schon ziemlich beeinflussen.
    Der Kaffee ist dann auch schon zu alt und funktioniert dann auch nicht mehr richtig im Siebträger.
     
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  20. joost

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    das betrifft Dich jetzt direkt, und zwar hier ->
    ... denn wenn wir schon dabei sind, gibts gleich die nächste Lektion:
    du hast im Mühleninneren genug Raum, in dem bereits gemahlenes Pulver rumliegt - der sogenannte Totraum. Das dort rumliegende Mahlgut fällt raus, wenn du die neue Mahlung machst .... dämmerts? :rolleyes:
    Also: wenn Du JETZT gröber stellst, wird ein guter Teil des aktuellen Mahlgutes von der Mahlung davor stammen.
    Oder anders: eine Mahlgradverstellung solltest Du erst beim übernächsten Bezug auf Passung würdigen ;)
     
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