Siebträger Einsteiger: E61 / Boiler oder Thermoblock Maschine?

Diskutiere Siebträger Einsteiger: E61 / Boiler oder Thermoblock Maschine? im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Liebe Kaffeefreunde, Nach vielen Lesestunden hier im Forum und Recherchen im Netz macht sich bei mir etwas Unsicherheit breit. Welche Maschine...

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  1. #1 stefan72, 24.10.2021
    Zuletzt bearbeitet: 24.10.2021
    stefan72

    stefan72 Mitglied

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    Liebe Kaffeefreunde,

    Nach vielen Lesestunden hier im Forum und Recherchen im Netz macht sich bei mir etwas Unsicherheit breit. Welche Maschine passt zu mir?

    Aktuelle Kaffee Situation:
    Ich schätze guten Kaffee schon seit vielen Jahren. Einen Siebträger / Mühle oder einen KVA hatte ich bislang noch nie. Morgens trinke ich gerne einen selbstgebrühten Filterkaffe. Auswärts und ab Mittag dann gerne einen Espresso. Ab und zu sage mag ich auch einen Cappu. Wir sind 2 Personen im Haushalt, ich trinke 1-2 Kaffees pro Tag, meine Partnerin jedoch nur sporadisch. Am Wochenende sind es ab und zu auch mehr Bezüge.

    Nun möchte ich die Qualität der Bezüge zuhause verbessern und daher steht als erstes die Anschaffung einer Mühle im Raum. Hier bin ich schon bald auf der Zielgerade und ich könnte mich mit einer Niche Zero oder vielleicht mit einer Eureka anfreunden. Bezgl. Design muss ich mich noch mit der besseren Hälfe abgleichen :)

    Bei den Maschinen bin ich noch unschlüssig. Bezgl. Budget wäre bis 1500 Euro ok sofern es "die richtige Maschine" ist. Chromboliden, z.B. mit E61 Brühgruppe, sehen gut aus und könne auch etwas. Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass diese für meine Zwecke überdimensioniert sind. Auch lange Aufheizzeiten machen mich nicht wirklich heiss.. Ich könnte mich diesbezüglch auch mit effizienterer Technik anfreunden (z.B. Thermoblock). PID Steuerung würde ich mit definitiv wünschen.

    Maschinen die ich schon mal studiert habe sind:
    E61: ECM Casa V, ECM Classika PID
    Einkreiser: Ranclio Silvia, E61 ECM Classica PID, E61 Quickmill Carola
    Zweikreiser: QuickMill Rubino, Lelit Mara
    Thermoblock: Ascaso Modelle

    Detalliert studiert habe ich auch schon die Zuriga. Design finde ich toll und erfrischend auf das Wesentlich reduziert. Mit der fehlenden Temperatursteuerung könnte ich längerfristig wohl leben. Superschnell aufgeheizt (titanbeschichteter Boiler aus Alu). Milch kann sie auch gut. Dazu kommt die kompakte Grösse die mr grundsätzlich sehr gut gefällt. Der Preis ist eher hoch, dafür aber lokal produziert. Verarbeitung sehr wertig und um Shop getestet.

    Die Ascaso Steel Modelle bringen technisch alles mit was ich mir vorstelle. Beim "befingern" war ich jedoch noch nicht wirklich von der Qualität überzeugt. Könnte das doch noch etwas werden? Evtl. werde ich diese mal noch testen. Design ok, jedoch etwas "werkstattmässig-kantig". Die Dream-Modelle für meinen Geschmack zu retro.

    Oder dann eben doch einen Chrom-Boliden? Trotz vielleicht "overkill"?
    Vielen Dank für eure Gedanken und Ratschläge dazu. Auch wenn es schlussendlich eine persönliche Entscheidung ist, Inputs von Kaffee-Kennern sind bei der Entscheidungsfindung sehr willkommen.
     
  2. Walker

    Walker Mitglied

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    Hmm, interessant, es wirkt auf mich als hättest du dich schon ganz schön (theoretisch) eingelesen. Dennoch wirkst du noch recht orientierungslos, wohin deine Reise gehen soll. Ich meine das in keiner Weise abwertend, hatte ich auch schon.
    Wenn das so sein sollte, ist es für Andere in dem Moment schwer, dir zu einer Richtung zu raten.
    Hast du mal an einen Baristakurs gedacht, um Erfahrung im Umgang mit einer Maschine zu gewinnen, eventuell hilft dir das deine persönliche Präferenz zu finden?
     
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  3. cbr-ps

    cbr-ps Mitglied

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    Womit brühst Du deinen morgendlichen Kaffee?
    Wenn Du dafür noch keine Mühle und hochwertige Bohnen nutzt, wäre das ein verhältnismäßig einfacher und günstiger Weg, den Genuss zu steigern.
    Für einen Espresso am Tag ist eine Siebträger Ausstattung schon eine ziemliche Materialschlacht.
    Seit ich guten Brühkaffee genieße, steht nein Siebträger oft tagelang ungenutzt rum und selbst 250g Päckchen Bohnen altern vor sich hin.
     
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  4. #4 stefan72, 25.10.2021
    stefan72

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    Danke für eure Kommentare. Momentan brühe ich von Hand. Das gefällt mir besser als mit Maschine. Dazu verwende ich tendenziell etwas höherwertige Bohnen (teils aus Supermarkt oder Bioladen) die ich dann im Laden mahle.

    Mit einer eigenen Mühle und noch besserer Bohnenqualität liesse sich schon viel machen. Darum soll zuerst mal eine Mühle angeschafft werden.
    Ein weiteres Upgrade wäre dann eine Espressomaschine. Den Espressshot vermisse ich vor allem in der zweiten Tageshälfte.

    @Walker guter Input. Eine Barista Kurs könnte die Vorlieben noch etwas herausschälen. :)
     
  5. Walker

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    :)


    geht mir auch so ;)
     
  6. #6 kaffeekantate, 29.10.2021
    kaffeekantate

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    Bei der Menge ist ein Zweikreiser/Dualboiler eine ziemlich große Kanone. Ich arbeite seit mehreren Jahren mit der Lelit Anna (die ganz einfache ohne PID, kleiner Boiler, heizt enorm schnell auf), in Kombi mit der Mignon Specialita bekomme ich da wirklich guten Espresso (und auch den einen oder anderen Cappuccino - selbst zwei am Stück sind okay, wenn man zuerst die Espressi bezieht). Am großen Fluss gibt's den Einstieg mit "Gebraucht - wie neu" derzeit für 250 Euro (Lelit Anna PL41EM). Die ließe sich mit recht wenig Abschlag auch wieder verkaufen, wenn Du merkst, dass Du doch was größeres möchtest.
     
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  7. #7 Kaspar Hauser, 30.10.2021
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    Warum diese Fixierung auf E61?

    Was spricht gegen die BZ-Gruppe? Also z.B. die BZ10?
     
  8. cbr-ps

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    Das sehe ich nicht als Upgrade, sondern einen Wechsel zu einem anderen Produkt. Guter Brühkaffee und guter Espresso sind für mich gleichwertig, nur eben was ganz Unterschiedliches aus ähnlichem Rohstoff.
     
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  9. #9 infusione, 30.10.2021
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    Irgendwie muss man dass Budget ja durchbringen. ;)
    Hier mal ein Vorschlag:
    • ca. EUR 300 Comandante für Filterkaffee
    Damit kannst du morgens verschiedene Bohnen vom Kleinröster frisch gemahlen für deinen Filterkaffee verwenden.


    Und für den Espresso
    • EUR 400 Eureka Specialita (Die Demoka für EUR 300 ist auch immer noch eine gute Option)
    • EUR 600-800 für eine kleine Lelit, evtl. mit PID
    Beim Espresso kommt es sehr genau auf den Mahlgrad an, den verstelle ich ungern. Deshalb eine zweite Mühle für Espresso.
     
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  10. Pilsch

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    Auf die Gefahr hin, dass mich Lelit irgendwann auf die Payroll setzt:

    91T Victoria
    PL 72 William
    Comandante für Brühkaffee (und Espressotests. Das kann die auch ohne die Red Klix.)

    Sollte ins Budget zu bringen sein. Und die Kombi Victoria & William (ja fast schon royal) ist optisches Understatement pur, aber lecker.
     
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  11. #11 stefan72, 30.10.2021
    stefan72

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    Hallo zusammen, danke für eure Ideen und Vorschläge. Ich bin auf meiner Suche wieder etwas weiter. Gestern konnte ich die Ascaso Steel nochmals genauer beim Händler anschauen. Sie gefiel mir diesmal deutlich besser. Qualitativ wirkte sie auf mich solide. Die Uno braicht nach dem Schäumen jedoch recht viel Zeit um wieder "Espresso-ready" zu sein. Dies könnte auf längere Sicht und wenn man Gäste hat, etwas mühsam werden.

    Der Händler hat mir dann noch die Lelit Mara X gezeigt. Ich muss sagen, das "Handling" dank grosser Hebel und viel Dampfpower ist schon toll. Da kommt Barista-Feeling auf :). Die Ascaso mit ihren kleinen Schaltern ist da ein komplett anderes Konzept. Einen entsprechenden Thread mit Vergleich der Maschinen gibt es hier im Forum ja bereits. Es scheint es gibt noch andere welche diese Maschinen favorisieren.

    Bei den Mühlen dachte ich, eine Comandante wäre ein flexibler Anfang. Ich (resp. meine Partnerin) haben jedoch die Vermutung, dass das Kurbeln irgenwann etwas umständlich wird. Es soll also eine elektrische Mühle werden. Hoffe ich komme zu einem Entscheid in den nächsten Tagen.
     
  12. #12 kaffeekantate, 30.10.2021
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    Ich kann nur unterstreichen, was @infusione oben geschrieben hat: ist die Mühle hinsichtlich der Menge und des Mahlgrades justiert, fängt man bei den unterschiedlichen Zubereitungsarten jedes Mal wieder von vorne an. Wenn man dabei noch unterschiedliche Bohnen verwendet (was wahrscheinlich ist), kommt man nicht um Single Dosing herum.

    Ich mache das auch so: Specialita für den Espresso, für alle anderen Zubereitungsarten eine 1zpresso JX Pro. Wenn ich Filter, Moka oder French Press trinke, habe ich eh mehr Muße, da macht es mir nix aus, 20 Sekunden zu drehen. Und mit einer guten Mühle geht es auch schneller, als Du vielleicht glaubst. Da hatte ich auch einen Aha-Effekt, nachdem ich früher ab und an eine alte Mühle aus den Fünfzigern verwendet hatte. Bei der JX Pro kann man den Mahlgrad übrigens recht komfortabel oben an der Kurbel verstellen, ohne den Behälter abzunehmen. Das finde ich bei häufig wechselnden Zubereitungsarten deutlich angenehmer.
     
  13. cbr-ps

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    Wenn ich über die Begeisterung von den E61 Hebeln lese, muss ich immer Crocodile Dundee denken: Das soll ein Hebel sein? Das ist ein Hebel:
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    :D
     
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  14. #14 stefan72, 08.11.2021
    stefan72

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    Bin nun etwas weiter auf meiner Suche nach gutem Kaffee. :)
    Die Mühle ist unterwegs und es wird eine Niche Zero sein. Sobald die hier ist, werde ich damit endlich frische Bohnen für Filterkaffee mahlen können. Ich hoffe da wird sich eine Qualitätssteigerung zeigen. Momentan arbeite ich ebenfalls mit Filter und Supermarkt-Kaffee (bereits gemahlen...) :rolleyes:

    Bei der Maschine wird es vermutlich eine Thermoblock-Variante. So gut und schön die E61 Brühgruppen sind, die Thermoblöcke scheinen mir für meine Nutzung besser geeignet zu sein. Auch mag ich daran die Effizienz, Aufheizzeit, u.s.w.

    Momentan ist die Ascaso Steel und die Zuriga E2S im Rennen. Die Quickmill Maschinen gefallen mir zwar auch, aber mich stört daran, dass diese bezgl. Siebträger-Dichtung ein eigenes System haben.
     
  15. FRAC42

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    Vielleicht hilft es dir zu wissen, das dies E61 Brühgruppe für Zweikreiser mit Rotationspumpen an Festwasser im Gastrobetrieb entworfen wurde. Ein geniales Stück Ingenieurskunst für diesen Zweck und vor 60 Jahren.

    Für deinen Bedarf scheint mir ein Einkreiser oder noch besser ein Thermoblock bestens geeignet. Gastrobetrieb, Festwasser und Rotapumpe lese ich da eher nicht raus. Was viele der Vorteile der E61 verschwinden lässt, es bleibt vor allem das aussehen und die Haptik des Bedienhebels. Aber es bleiben die Nachteile: Eine sehr lange Aufheizzeit, und ein sehr großzügiger Umgang mit Energie.

    Geht mir genau so, und hat mich letztendlich von der E61 abgebracht, obwohl ich lange davon geträumt habe so ein Ding mal zu besitzen.
     
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  16. cbr-ps

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    Wo ist das Problem?
    Das wäre für mich kein Ausschlusskriterium, Dichtungsbeschaffung alle paar Jahre ist kein Problem, die sind schon ewig am Markt.
    Von den billigen Varianten ohne OPV würde ich allerdings die Finger lassen, das ist am falschen Ende gespart.
     
Thema:

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