Siebträger und Mühle für Einsteiger bis 800 €

Diskutiere Siebträger und Mühle für Einsteiger bis 800 € im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo zusammen, Ich bin ein Neuling im Forum und war bis vor kurzem stiller Mitleser. Nun möchte ich endlich unsere Nespressomaschine durch eine...

  1. #1 Sumpfgras, 07.01.2020
    Sumpfgras

    Sumpfgras Mitglied

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    Hallo zusammen,

    Ich bin ein Neuling im Forum und war bis vor kurzem stiller Mitleser.
    Nun möchte ich endlich unsere Nespressomaschine durch eine Siebträgermaschine ersetzen und bin daher auf der Suche nach einem geeigneten Gerät und einer passenden Mühle.

    Derzeit trinke ich hauptsächlich "Espresso" (80%) und meine Frau Lungo/Cappu (20%) aus der Maschine.
    Es werden unter der Woche 1 bis 2 Getränke pro Tag zubereitet, am Wochenende auch mal 3 bis 4.
    Bei (seltenem) Besuch auch mehr.

    Aufheizzeiten von +/- 15 Minuten sind für mich kein Thema, genauso auch die kurze Wartezeit zwischen Espressobezug und Milch aufschäumen.

    Grundlegendes:
    Welche Getränke sollen es werden:
    [x] Espresso / Cappuccino wie beim guten (!) Italiener
    [x] Americano / Cafe Creme aus der Siebträgermaschine (erhöhter Wasserbedarf)
    [ ] Schümli / Cafe Crème wie aus dem KVA, in verschiedenen Stärken
    [ ] TassKaff wie bei Oma, guter Brühkaffee
    [ ] Moka wie aus der Bialetti
    [ ] sonstiges: _____________
    Falls bekannt: Röstungspräferenzen? (3rd Wave, rustikal, ...) __________


    Budget für die Espressomaschine : 600 €

    Welchen Bedarf hast Du im Schnitt, wofür soll die Maschine ausgelegt sein?
    1-2 Getränke am Stück
    1-2 Getränke am Tag unter der Woche, 3-4 Getränke am Tag am Wochenende

    Anteil Milchgetränke in %: 10-20 %
    Kann / soll Milchschaum extern erzeugt werden? (Aerolatte, Frenchpress, ...): nein

    Bist Du eher der experimentierfreudige Typ (neugierig auf verschiedenste Bohnen) oder eher konservativ (einmal ne passende Bohne gefunden und dieser treu bleiben)? Was wäre Dir sonst wichtig?
    experimentierfreudig, wobei es auch sicherlich eine passende Alltags-Bohne-Röstung geben wird.

    Wer oder wie viele Personen bedienen die Maschine? Was haben die für Vorlieben?
    Hauptsächlich ich werde die Maschine bedienen. Teilweise vielleicht auch meine Frau, da dann aber mit E.S.E. Pads. Daher sollte es möglich sein diese zu verwenden oder die Maschine zumindest dafür umzurüsten.

    Was soll die Maschine sonst noch können?
    Da sind jetzt schon einige Fortgeschrittenen-Fragen dabei, fülle nur aus, was für Dich relevant ist bzw. was Du beantworten kannst.

    [KANN] Genau regelbare Temperatur (PID)
    [ ] Energieeffizient / stromsparend
    [KANN] Preinfusion (automatisch, manuell, variabel)
    [ ] Gleichzeitig Wasser / Dampf ohne Wartezeiten nach Kaffeebezug
    [ ] Aufheizzeiten relevant? (5 - 30 min, je nach System)
    falls ja: < 5 min [ ]
    <10 min [ ]
    <20 min [x]

    [ ] Mengenautomatik (Volumenmessung)
    [KANN] Wasserbezug für Tee / Americano
    [ ] Platzsparend; Maximaler Raumbedarf (auch: Oberschränke als Begrenzung) ________
    [ ] Wassertankentnahme wichtig? (oben, seitlich)_____________
    [ ] Kippventile
    [ ] Drehventile
    [ ] Flow- / Pressure-Profiling
    [ ] Wartungsarm
    [ ] DIY-freundlich
    [ ] Festwasser (z.B. Gastroanforderung)
    [ ] Mehrgruppig (z.B. Gastroanforderung)
    [ ] Temperatursurfen
    [ ] Farbig oder Chromwürfel / Design

    zuletzt noch ein paar Kenntnisfragen:
    Ich habe eine Grundkenntnis der verschiedenen Geräteklassen, wie z.B. Einkreiser, Zweikreiser, Dualboiler, Thermoblock und weiß, was die Begriffe bedeuten:
    ja

    Ich habe Erfahrung mit Espressozubereitung:
    nein​

    Aufgrund des Budgets von etwa 800 € und den doch geringen Tagesmengen habe ich folgendes SetUp für mich auserkoren:
    Lelit PL81T
    Comandante C40 MK3

    Ins Auge hatte ich auch folgende Maschinen gefasst:
    Lelit PL41TEM
    Lelit PL41PLUST (keine E.S.E. Pads)
    Lelit PL91T (über dem Budget, keine E.S.E. Pads)
    Rancilio E V5 (kein PID)
    Quickmill 0820
    Quickmill 3000
    Quickmill 3004
    Gaggia New Classic (kein PID)
    Ascaso Dream (kein PID)

    Jedoch scheint für mich die Lelit PL81T das Beste Gesamtpaket zu haben für den Preis. Vor allem PID, PreInfusion und auch die LCC von Lelit hört sich für mich als Laien attraktiv an, um auch noch etwas Luft nach oben zu haben.

    Als Mühle hätte ich die Comandante C40 gewählt. Es scheint mir eine Handmühle bei der geringen Anzahl an Bezügen sinniger zu sein, als deutlich mehr Geld für eine elektr. Mühle mit ähnlichem Mahlergebnis auszugeben.

    Mich würde nun interessieren, ob die Auswahl so sinnig ist, ich irgendwas übersehen habe oder jemand noch eine Maschine empfehlen kann, welche ich aktuell nicht auf dem Schirm hatte?

    Vielen Dank und viele Grüße,
    Daniel
     
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  2. #2 Gandalph, 07.01.2020
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    Du hast dich ja schon bestens informiert. Passt schon sehr gut, finde ich. Bei dem geringen Milchschaumbedarf ist es keine Sache die Maschine hochzufahren. Ansonsten hat sie Alles, um auch damit experimentieren zu können - Tempertaureinstellung, Timer, autom. Entl. , und es ist eine Kesselmaschine, die auch ausreichend Dampfleistung aufweist. So eine Maschine bekommt man auch für gutes Geld wieder los, wenn man evtl. was Größeres haben wollte. Die Handmühle ist perfekt - gutes Mahlergebnis, gute Einstellbarkeit, und kein Totraum. Einzig die 57mm Gruppe - dafür ESE ...

    ... Ansonsten gäbe es noch die, auch von dir erwähnte, PL41 PlusT Pid, mit 58mm Gruppe und größerem Kessel. Da würde ich auf die ESE Option verzichten, denn meistens funktioniert das in normalen Siebträgern nicht so gut, wie in speziellen ESE Maschinen. Dafür hättest du die Standard - Gruppe mit 58mm und einen größeren Kessel.
    Diese hat aber keine Preinfusion und keine autom. Entlüftung, auch keinen timer und graphische Wasseranzeige.
    Die autom. Entlüftung wäre verschmerzbar, ist schnell erledigt, und zur Preinfusion könnte man sich auch einen Kippschalter einbauen, mit dem man manuell, bei offenem Magnetventil ( Bezug ), die Pumpe unterbricht. Die Stabilität und die Dampfleistung dürften etwas besser sein, als bei der 57mm Gruppe, auch die Siebauswahl.
    Die vergleichbare Maschine mit neuer Steuerung - so wie bei der PL81, wäre die PL91 .... - nett und moderner sind die neuen features schon ;)

    - entscheiden musst du selbst, was dir wichtig ist.

    lg ...
     
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  3. Azalee

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    Ich finde auch, dass du dich super informiert hast :) Die Lelit-Einkreiser liefern sehr gute Ergebnisse und sind solide Maschinen, da machst du nichts falsch.

    Die Mühle ist auch prima, ich möchte dir aber raten, sie mal (in Espressoeinstellung) auszuprobieren, also mal 17g für einen Doppio durchzumahlen. Wenn ich (selten) mit meiner mal espressofein mahlen möchte, muss mein GG ran...
     
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  4. #4 ChupaChups, 07.01.2020
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    Wenn es überwiegend bzw. ausschließlich um Espresso geht, könntest du dir auch noch die Kinu Mühlen anschauen.
    Sonst haben meine Vorposter ja bereits gesagt: top Auswahl, damit wirst du sicherlich Spaß haben!
     
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  5. #5 Brewbie, 07.01.2020
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    Nimm ruhig die 57 mm Gruppe, passt schon. Gute Vorarbeit von Dir. Von Handmühlen habe ich keine Ahnung, aber ich hätte auf Kurbeln keinen Bock. Vielleicht findest Du bei den Verkäufen eine gute gebrauchte elektrische Espressomühle?
     
  6. #6 furkist, 07.01.2020
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    Ich hab mit der kleinenLelitPL41tem - und einer Ceommandante - begonnen, guten Cafe zu machen. Die Lelit hatte ich ca 1 Jahr.

    Inzwischen hab ich die Commandante motorisiert - und die Lelit durch eine Pavoni Europiccola ersetzt.

    Ich war mit der Lelit recht zufrieden und kann sie guten Gewissens als Einsteigermaschine empfehlen.

    Oder du wagst dich gleich an die Pavoni. Schau sie dir zumindest einmal an ... sie beißt nicht, macht aber sehr guten Cafe. Und auch guten Milchschaum - ohne Entlüften, was du ja bei den meisten Einkreisern nach dem Dampfen immer tun musst. (ausser Thermoblock...)
     
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  7. #7 ADVChris, 07.01.2020
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    Hi,

    ich habe mich kürzlich (vor zwei Wochen) auch in die Espressowelt gewagt.

    Ähnliche Gedanken wie bei dir. Handmühle war bei mir jedoch kein Thema.

    Es wurde eine Lelit PL81T (Grace) und die Eureka Specialita in Schwarz mit Chrom Front.
    Kostenpunkt zusammen 950€ zzgl. Tamper aus Edelstahl, eine Waage und ein paar Probekaffees. In Summe also rund 1000€.

    Ich bin damit sehr zufrieden. Die PID Steuerung ist mega nützlich, ebenso der Shottimer an der Maschine. Ich habe ein ähnliches Trinkverhalten wie du.
    Aufheizzeit bei der Lelit ist prima. Nach ca 5 Minuten warm und mit kurzem Spülen nach 10 Minuten voll betriebsbereit :)

    Ich würde definitiv ein paar Euros mehr im die Hand nehmen und eine elektrische Mühle kaufen. Ich habe in den ersten zwei Tagen 500g Kaffee vermahlen um zu testen, probieren und tüfteln. Da hat die Mühle super geholfen. Die Specialita macht einen guten Job, braucht je nach Kaffee ca 15-16 Sekunden für 18g Kaffee. Totraum kleiner 2g und super kompakt. Klar, sind 200€ mehr als die Handorgel, mich hat es aber glücklich gemacht.

    Noch was zur Lelit: Funktion top, Steuerung prima, Optik schön (finde ich, ist ja bekanntlich relativ), Verarbeitung und Material okay - mehr nicht! Es wackelt und klappert ein bisschen, das Rad zum Dampf/Wasserlanze öffnen hoeicht einem Stück Plastikabfall aus der gelben Tonne. Wassertank eigentlich nur Kit Trichter gut zu befüllen (was ich aber im Vorfeld wusste).

    Was soll ich sagen: ich finde es einfach GEIL nach Tchibo und Nespresso Kapseln nun tatsächlich gelernt zu haben, wie gut richtiger Kaffee schmeckt (und ich bin ja auch erst noch ganz am Anfang).

    Vielleicht hilft dir das.
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  8. #8 StSDijle, 07.01.2020
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    Hallo zusammen und willkommen Daniel,

    also die Maschine tut es ganz sicher für das was du willst. Ich würde aber auch sagen, dass du dir besser eine elektrische Mühle kaufen solltest, zumal zB die klassische Eureka Mignon mit dem Timer als Stellrad am Fuß nicht viel teurer ist als die Comandante und somit fast ins Budget passt. Den Timer braucht es mMn nicht wirklich.

    Was du unbedingt noch brauchst, ist eine genaue Waage so die nicht schon vorhanden sein sollte. Zwar kann man lernen auf 1/2g genau ab zu schätzen wieviel im Sieb ist, aber um es zu lernen braucht man mind erstmal eine Kontrolle.

    LG
    Stefan
     
  9. cbr-ps

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    Geschmacksache, ich kann ganz gut mit der Handmühle leben, wobei ich wohl für nur Espresso eine Kinu oder Feld42 nehmen würde statt der Comandante.
    Die alte Mignon MCI hat nicht grad den besten Ruf und die Dosierung ohne zuverlässigen Timer ist letztlich auch recht aufwändig. Da kann man dann auch gleich Single Dosing betreiben. 10 oder 18g durchkurbeln ist nicht soo ein riesen Aufwand und das Mahlgut einer Handmühle kann mit sehr viel teureren elektrischen mithalten.
     
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  10. #10 Adjacent, 07.01.2020
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    Hallo Daniel,

    ganz herzlich willkommen im Forum und Glückwunsch zur sehr sinnvollen Vorauswahl!

    Die kleinen Lelits sind auf jeden Fall gute Einsteigermaschinen, vor allem, wenn überwiegend Espresso getrunken wird und das bisschen Milchschaum, das Ihr braucht, bekommt sie locker und gut hin. Wirklich nervig wird das Schäumen mit einem Einkreiser nur dann, wenn man hintereinander etliche Cappucini machen will (oder muss...) und dafür abwechselnd hochheizen und abkühlen muss.

    Das sehe ich ganz genau so. Vor allem wenn man bedenkt, wie gering Euer Durchsatz ist, dann ist eine gute Handmühle die einzige sinnvolle Wahl. Für eine vergleichbar gute elektrische Mühle müsstest Du deutlich mehr ausgeben. Aus meiner Sicht wäre das eine Niche Zero für an die 600 Euro, die das Budget nun wirklich sprengen würde. Leider habe ich etwas länger gebraucht als Du, um diesen Punkt zu verstehen. Ich habe sehr viel Recherchearbeit in die Auswahl einer guten und passenden Siebträgermaschine gesteckt (es ist eine Expobar Brewtus IV geworden, mit der ich auch nach 2 1/2 Jahren noch absolut zufrieden bin), aber dann habe ich den Fehler gemacht, ein Bundle zusammen mit der Expobar Tranquilo zu kaufen. Ich dachte, wenn eine gute Maschine im Bundle mit einer Mühle des gleichen Herstellers angeboten wird, dann wird das schon halbwegs brauchbar sein. Tja, war es leider nicht. Der riesige Totraum (8 g bis 9 g) hat mich zum Wahnsinn getrieben und die Mühle war für meine Zwecke bei dem geringen Durchsatz unseres 2-Personen-Haushalts absolut ungeeignet. Dabei war ihr Mahlgut gar nicht mal schlecht, aber zwischen 30 % und 40 % der guten Bohnen habe ich unserem Staubsauger verfüttern müssen. Wenige Wochen später habe ich mir eine Comandante (damals die Ironheart) gekauft und bin bis heute absolut zufrieden mit ihr. Die Tranquilo steht immer noch griffbereit im Regal. Ich wollte sie eigentlich mal reaktivieren, wenn wir Besuch haben, aber der Aufwand war mir dann immer zu groß. Für mittlere und dunkle Röstungen geht das Kurbeln übrigens absolut problemlos, nur bei wirklich hellen Röstungen muss man ordentlich zupacken. Ich empfinde das Kurbeln selbst dann übrigens immer noch als ziemlich unproblematisch, das Festhalten erfordert mehr Kraft. Meine Frau und ich benutzen die Mühle übrigens ungefähr gleich viel. Vor allem meine Frau mag die mitgelieferten Gummiringe, die das Halten erleichtern.

    Unter dem Strich kann ich Dir nur dringend raten, bei Deinem ursprünglichen Plan zu bleiben und eine gute Handmühle zu kaufen. Ich würde jederzeit wieder die Comandante nehmen, vor allem weil ich sie auch für Brühkaffee nutze. Für ausschließlich Espresso wären aber auch Kinu oder Knock Mühlen geeignet. Mit einer Handmühle kannst Du auch problemlos mal schnell die Bohnen wechseln, was bei einer elektrischen Mühle mit Hopper viel aufwendiger ist.
    Elektrisch käme für mich nur bei deutlich höherem Budget in Frage.

    Viel Spaß beim Kauf und bei der Inbetriebnahme! Wenn Du da genau so gründlich ran gehst wie beim Informieren vorher, dann kann das nur ein Erfolg werden! :)
     
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  11. cbr-ps

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    Ich habe einen ähnlichen Weg hinter mir wie @Adjacent, hatte aus anfänglicher Begeisterung eine Ceado E37s gekauft. Eine gute Mühle, aber für meinen geringen Durchsatz völlig überdimensioniert und bin dann zur Handmühle gewechselt, allerdings zu einer Kinu M68, die es so leider nicht mehr gibt. Single Dosing ohne nennenswerten Totraum passt einfach besser zu meinen wenigen Einzelbezügen als ein totraumbelasteter Gastro Bolide und da ist in dem Budgetrahmen eine Handmühle nahezu alternativlos.
     
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  12. #12 Sumpfgras, 08.01.2020
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    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die reichlichen und hilfreichen Antworten und Hinweise.
    Auch vielen Dank für das Lob hinsichtlich meiner Recherche. So zahlt sich das Ingenieursstudium wohl auch außerhalb der Lohnarbeit aus. :cool::D

    Die Kinu Mühlen wie auch die Feld47 hatte ich nur beiläufig betrachtet. Die Comandate schien mir der geeignetere AllRounder zu sein, um auch mal Kaffee für den Filter oder die Frenchpress mahlen zu können, wenn dann doch mal Besuch da ist. :rolleyes:

    Bei einer (weiteren) Budgeterhöhung wird meine Finanzministerin nicht mitspielen, sei es für eine Stufe höher in der Maschine (PL91T) oder hinsichtlich der Mühle (elektr.). Ich hatte mir zu Beginn zuerst 500-600 € als Limit gesetzt (für die komplette Ausstattung inkl. Tamper, Waage,...) und habe dann aber recht schnell bemerkt, dass das knapp werden könnte.
    Natürlich könnte das Mahlen während der ersten Lernphase nervig werden, doch ich knete auch mal 20 Min einen Brot Teig von Hand oder schlage auch mal Sahne oder Eiweiß von Hand steif, somit sollte ich das aushalten können :cool:
    Dennoch Danke für deinen Hinweis.

    Eine Pavoni hatte ich mir auch angeschaut, fällt aber schon alleine deswegen raus, dass sich da meine Frau nie rantrauen würde und sie somit auch einen Wechsel von ihrer heiß geliebten Nespresso-Maschine zu einer Siebträgermaschine nicht unterstützen würde. :D
     
  13. Azalee

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    Icih will dir die Handmühle ganz sicher nicht ausreden, aber gerade wenn auch deine Frau sich gerne mal einen Kaffee/Espresso/Cappu macht, womöglich wenn du gerade buchstäblich nicht zur Hand gehen kannst, dann sollte zumindest sie unbedingt einmal irgendwo probemahlen. Ich bin weder unsportlich noch zerbrechlich oder sonstiges, aber wenn ich für jedes Kaffeegetränk die Comandante verwenden müsste, würde mir die Lust auf den Kaffee häufig wieder vergehen :oops: Filtermahlung ist ok, aber espressofein ist nicht ohne, von mehreren Getränken bei Besuch mal ganz zu schweigen.

    Also, wie gesagt, nehmt sie ruhig, aber probiert die Mühle bitte vorher aus...
     
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  14. cbr-ps

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    Unter dem Gesichtspunkt ist sie eine gute Wahl, wobei es bei Besuch auf die Menge ankommt. Die Maximalkapazität ist je nach Bohne um die 50g. Für eine 1l Kanne musst Du also schon zwei Ladungen mahlen. Ich mach das (noch), aber das kann schon ziemlich lästig werden.
     
  15. Smn82

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    Ich habe mir genau diese Kombination aus Mühle und Maschine auch ausgesucht, nur bisher noch nicht auf "bestellen" geklickt :)

    Es sind ja nun wieder 2 Wochen ins Land gezogen seit deinem Post. Bist du zufrieden und kommst du mit der Kombination gut klar ?

    Ich möchte einfach weg von unserem Vollautomat und liebe kaffee (also Espresso;)). Natürlich gibt es immer eine Steigerung und die "noch besseren" Mühlen und Siebträger... Aber um zu sehen ob man überhaupt am Ball bleibt und das ganze Thema einen überzeugt, finde ich 1000 Euro schon eine Hausnummer.

    Würde mich über ein erneutes Feedback von dir freuen (das mich hoffentlich in meiner Entscheidung bestärkt!).

    LG Simon
     
  16. #16 CrustyCrocket, 20.01.2020
    CrustyCrocket

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    Hallo liebe Leute,
    ich hänge mich mal an das Thema dran, da es gerade optimal passt. Mittlerweile bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ein Einkreiser für mich und meine Gattin völlig ausreicht. Wir trinken morgens je zwei Cappus, am Wochenende auch mal nachmittags einen.
    Zuerst die Espressi ziehen, dann die Milch in einem 600 ml Kännchen aufschäumen, das sollte die Lelit doch wohl schaffen. Ich habe mich ein Jahr lang mit einer Delonghi Dedica herumgeschlagen. Die brauchte 1 Minute für eine Portion Milchschaum! Da wünsche ich mir von der Lelit bessere Performance.
    Aber warum quatsche ich hier. Nun, bis gerade hatte ich die Glenda plus auf dem Zettel. Doch die wird komischerweise immer schwieriger zu kaufen. Läuft das Teil aus? Ich dachte halt, eine 58 mm Brühgruppe ist das A und O. Und PID und größeren Boiler hat die auch noch. Im Gegensatz dazu haben wir mit der Grace Preinfusion und Timer, wie schön, aber nur 57 mm und einen kleineren Boiler. Ich weiß schon, dass die Größe des Boilers für einen Espresso ohne Bedeutung ist. Aber ich möchte ja gerne im Anschluss zügig, also in 10-20 Sekunden die Milch schäumen.

    Nun mal Butter bei die Fische. Womit komme ich denn am Ende des Tages dem Erzeugnis einer E61 Zweikreiser Maschine zum doppelten Preis am nächsten? Jetzt sollten sich diejenigen angesprochen fühlen, die eine Lelit nicht als ihren ersten ST nach dem Umstieg von Nespresso besitzen. Bei allem Respekt, aber sogar der Kaffee aus der einfachen Delonghi in Kombination mit der CM800 war um Längen besser, als das, was aus Kapseln und Pads herausgequetscht oder von VAs produziert wird.

    Dann hab ich noch eine Frage zur Mühle. Ich habe eine Baratza Sette 270 ausgewählt, wegen des vermutlich geringsten Totraums. Hier wird nun Eureka wärmstens empfohlen. Am Scheiben- oder Kegelmahlwerk liegt‘s doch wohl nicht, oder?

    Danke für Meinungen.

    Viele Grüße Oliver
     
  17. cbr-ps

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    Ne, eher an der mechanischen Qualität.
     
  18. #18 ADVChris, 20.01.2020
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    Haha, das ist ja wie beim Autotest, wo das Ergebnis auch vor dem Test schon feststeht ;-)

    Also ich bin immer noch sehr zufrieden. Habe eben gerade an anderer Stelle eine Frage bezüglich der Mahldauer der Specialita gestellt. Ich benötige für ca 18g meist 16-16,5 Sekunden, je nach Bohne, Rösthrad etc. Das ist wenn man sich die Werbevideos und Reviews anschaut relativ lange. Aber da warte ich erstmal auf Rückmeldung im Forum. Stören tut's mich eigentlich nicht, eher wundert es mich nun etwas.

    Bisher gefällt mir weiterhin sehr gut:

    - Optik der beiden Maschinen
    - Geschmack des Espresso
    - Shottimer an der Maschine
    - PID Steuerung und allgemein die Infos die das kleine Display ausspuckt
    - dass man den Siebträger an der Mühle einhängen kann
    - kompakte Abmessungen beider Geräte
    - schnelles Aufheizen

    Was mich nicht begeisterte aber auch nicht großartig stört:

    - Zugänglichkeit Wassertank der Lelit
    - Verarbeitung der Lelit (rasselt und scheppert ein bisschen)

    Wo ich mir eventuell Verbesserung wünschen würde:

    - Milchlanze der Lelit ist einwandig --> wird mega heiß beim Dämpfen und die Milch backt vorne etwas an
    - leichtes Überhitzen des Kessels nach Wasserbezug (Wasser zum Tasse vorwämren, dann Wasser für Americano, dann Espresso --> da empfihelt es sich nach dem Wasserbezug kurz zu warten bis der Boiler wieder voll ist, dann ein kurzer cool flush, dann Siebträger wieder rein und Espresso ziehen)
    - Abtropfschale könnte größer sein

    So sieht das im Moment aus:

    20200118_125727.jpg

    Und so meine ersten Cappucino-Gehversuche:

    20200118_102102.jpg

    So, und jetzt kannst du bestellen :-D

    Viele Grüße
     
  19. Smn82

    Smn82 Mitglied

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    :-D wird gemacht. Lustig, wenn man liest, dass sich alle die gleichen Gedanken machen... Im Endeffekt hatte ich die gleichen Vorzüge für mich herausgefiltert, die du auch aufgelistet hast. Ein bisschen klappern stört mich nicht und ich komme auch damit zurecht kurz zu warten um die Maschine abkühlen zu lassen.

    Klar gibt es für 58er mehr Zubehör, aber das wäre nicht kaufentscheidend für mich...

    Vielen Dank für deine Empfehlung und weiterhin viel Spaß mit deinen Geräten ! Hübscher Cappo übrigens ;-)

    Die Überlegung von CristyCrocket bzgl. der Mühle hatte ich auch. Am Ende fragt man 10 Leute und jeder sieht andere Vorzüge in den beiden Mühlen (Also Sette 270 und Eureka). Habe hier viel positives über die Eureka gelesen und sie gefällt mir vom Stil sehr gut. Sie soll leiser sein als die Sette und Totraum ist für mich nicht so wichtig (Soll die Sette ja angeblich weniger haben). Ich hätte eher noch die 270WI im die engere Wahl genommen, wegen der Waage...Aber irgendwann muss man sich auch mal entscheiden :)

    Ich denke, dass man mit der Grace und der Eureka als blutiger Anfänger seinen Spaß haben kann.

    Lg
     
  20. #20 CrustyCrocket, 21.01.2020
    CrustyCrocket

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    @Smn82 Habe gestern noch einen Thread zum Vergleich dieser beiden Mühlen hier gefunden. Die Sette soll furchtbar laut sein, genauer gesagt extrem unangenehm klingen. Mal abgesehen vom Design und der Verarbeitung.
    Und das eine Gramm mehr Kaffee im Totraum der Eureka soll nun auch nicht der Killer sein. Ich hab mich also spontan umentscheiden ;-)

    Sag mal, @ADVChris , wie lange braucht man mit der Grace, um eine Portion Milch (ein 350 ml Kännchen bis zum Ausgussanfang gefüllt) aufzuschäumen?
    Danke.

    Viele Grüße Oliver
     
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Siebträger und Mühle für Einsteiger bis 800 €

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