SSP Grinding Solution - Erfahrungen

Diskutiere SSP Grinding Solution - Erfahrungen im Mühlen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Brews verglichen heute. Original MK Pre15 (ca. 10kg durch) vs. SSP machined Brew-Pre15 (ca. 2kg durch). Beide mit Titus-BC in EKs. Die #213 von...

  1. Cafillo

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    Brews verglichen heute. Original MK Pre15 (ca. 10kg durch) vs. SSP machined Brew-Pre15 (ca. 2kg durch).

    Beide mit Titus-BC in EKs.

    Die #213 von Neil kann ich so ( nach bereits 5 Brews) bestätigen.

    Espresso hab ich noch nichts versucht. Danke für den Tipp!

    Vergleich der nachbearbeiteten A und B Scheiben von SSP (auf Pre15 Geometry) steht noch aus.
     
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  2. Cafillo

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    Am Pre15 Schliff von SSP gibt's absolut nichts auszusetzen.

    Bei der Vermahlung fällt auf, dass die B-Scheiben etwas mehr Fines generieren als die A-Scheiben. (A-Scheiben = Original Pre15 Rohlinge)
    Das zeigt sich auch beim Pour-Over im direkten Vergleich in der Tasse. Die A-Scheiben sind etwas klarer oder süsser noch.
    Keine Ahnung woran das liegt. Am Schliff oder am Rohling (?). Optisch sieht man zumindest, dass Hansung tiefer schleifen musste bei den B-Scheiben. Siehe unten.

    Und vielleicht gilt das ja nicht generell. Nach dem Motto: Eine Erfahrung ist keine Erfahrung; es müssten dies andere Nutzer auch bestätigen, um sicher zu gehen.

    Die A-Scheiben haben den Nachteil, dass sie nicht in die Nautilus passen oder auf den aktuellen Titus-BC.
    . Man kann den Innendurchmesser der Scheiben um 0.5mm grösser schleifen. Ist aber mühsam von Hand beim Guss
    . Den Titus-BC kann man auf einer Drehbank einspannen und den inneren Durchmesser um 0,5mm abdrehen. Das geht fix - braucht aber Zugang auf eine Maschine. So hab ichs gemacht.


    Unterschied ist bei den A-Scheiben (im Vergleich zu B-Scheiben), dass die den Pre-2015 Schliff vorher schon hatten. Hansung muss da nicht komplett was Neues in den Rohling "zaubern".

    [​IMG]





    Bei den B-Scheiben, ist ja bekanntlich ein anderer Schliff drauf ab Werk. Und der Rohling ist etwas anders - eben eine B-Scheibe.
    . B ist hinten in die Scheibe gestanzt
    . Man sieht es auch an den unterschiedlichen Flanken. B hat 3 Flanken (die langen die von ganz innen nach ganz aussen gehen)

    [​IMG]
     
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  3. Cafillo

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    Komplett überkoffeiniert... hier fürs Protokoll:

    Meine A-Scheiben Pre15 überschliffen von SSP schaffen problemlos Espresso. Light roast auf Stufe 1 (Skala 0-16)

    Die von SSP überschliffenen B-Scheiben (auf Pre15) können kein Espresso. Zumindest kein super light.
    Ich weiss aber von Usern, bei denen es geht.

    Bei Brewing hat Neil bereits bestätigt, dass es geht. Meine Brewing sind ebenfalls espressotauglich kurz vor touching burrs.


    PS: Alles auf zwei EK querverglichen. Beide EK performen identisch gut.
     
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  4. Rocket

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    Nach längerer Mitlesephase möchte ich mich hier auch mal am Protokoll beteiligen:

    SSP Cast Burrs gegen MK pre2015 Scheiben.

    tl;dr: Drei Testpersonen konnten im Filter unabhängig voneinander Unterschiede zwischen den Scheiben in einer Dreiecksverkostung feststellen. Die pre2015 Scheiben wurden übereinstimmend präferiert. Beim Cupping konnte eine von zwei Testpersonen Unterschiede zwischen den Scheiben bei einer Dreiecksverkostung feststellen, hier lagen die Ergebnisse sehr dicht beieinander, die Cast Burrs wurden leicht präferiert.

    Es gab hier immer wieder sehr hilfreiche Erfahrungsberichte zu verschiedenen 98 mm Scheiben, und das Interesse an direkten Vergleichen scheint groß zu sein. Ich habe mich immer wieder gefragt, ob man Unterschiede blind herausschmecken würde und wieviel dabei auch „Placebo“ ist. Da ich an einen Satz MK pre2015 gekommen bin wollte ich an der Stelle zum Protokoll beitragen und die Scheiben blind gegen meine Cast Burrs testen, auch um für mich selbst zu wissen, welche mir besser taugen.

    Material & Methoden:
    • Mühle: EKK43, Alignment der stehende Scheiben laut Vorbesitzer unter 20 µm. Da die pre2015 nicht auf die aktuellen Titus-Vorbrecher passen, wurden auf beiden Seiten die originalen MK Vorbrecher (Stahl, gefräst) montiert, Alignment der Vorbrecher unbekannt. Ich kann aber mit beiden Scheiben auf original-Vorbrechern entspannt Espresso machen, so schlecht können sie nicht sein.
    • Mahlgrad: Touching Burrs kurz unter feinem Anschlag. Für Filter wurde am groben Anschlag gemahlen, für Cupping bei 7,5 (1-11 Skala, etwa 8 Uhr). Kein Ausklopfen oder Ausblasen.
    • Wasser: 3,5 °d GH (62 ppm), 2,5 °d KH (45 ppm), 97 °C
    • Kaffee: Filter: Kenya Mahiga washed von GKC, geröstet 19.10.21. SL28 und SL34, 1700-1900 m. Cupping: Vietnam Zanya natural von GCK, geröstet 18.10.21. Caturra, Bourbon, Tipica, 1500-1600 m.
    • Brühmethoden: Filter nach James Hoffman („The Ultimate V60 Technique“, Youtube) 18 g / 300 ml. Beide Filterkaffees wurden direkt hintereinander zubereitet. Um Temperaturunterschiede zu minimieren, wurde der erste Durchgang abgedeckt, der zweite Durchgang offen stehengelassen, bis die Temperaturen sich angeglichen hatten. Cupping: 6 g / 100 ml, Kruste brechen nach 4 Minuten.
    • Verblindung: Der Versuch wurde an möglichst vielen Stellen verblindet: Der „Brüher“ wusste ebenso wie die anderen Testpersonen nicht, welche Scheibe zuerst zubereitet wurde. Die beiden fertigen Kaffees wurde auf je zwei Tassen aufgeteilt, und erneut verblindet (zweimal umgestellt währen die anderen Personen wegschauten, alle vier Tassen waren optisch identisch). Dann wurde eine Tasse entfernt, so dass keine der Testpersonen wusste, welche Scheibe zweimal verkostet wird und welche nur einmal.
    • Dreiecksverkostung: Aus den drei Tassen musste die Tasse identifiziert werden, die sich von den anderen beiden unterschiedet. Jede der drei Testpersonen notierte die Tasse, die aus der Reihe fiel, sowie Geschmacksnoten für beide Scheiben, bevor die Ergebnisse diskutiert wurden.

    Ergebnisse:
    • Filter Durchlaufzeit beide exakt 2:15 Minuten.
    • Pre15: 1,4% Brix, etwa 1,19% TDS, etwa 17,45% EY.
    • SSP CB: 1,5% Brix, etwa 1,275% TDS, etwa 18,7% EY.
    • Cupping: Pre15 1,6% Brix, SSP 1,7% Brix.
    Dreiecksverkostung Filter: Alle drei Testpersonen konnten unabhängig voneinander die „andere“ Tasse identifizieren. Kaffee aus den pre15 Scheiben wurde als ausgewogener, etwas süßer, klarer, mit weniger Spitzen, runder, gefälliger beschrieben. Brombeere- und Rose-Noten wurden identifiziert. Kaffee aus den SSP CB wurde als etwas aggressiver mit mehr (unreifer) Säure, etwas Strenge im Abgang, weniger Süße beschrieben. Grapefruit-Noten wurden identifiziert. Alle drei Tester präferierten die pre15-Scheiben. Cupping: Eine von zwei Testpersonen konnte die „andere“ Tasse identifizieren, die Kaffees lagen sehr dicht beieinander. Hier wurden die CB leicht präferiert und als etwas klarer, fruchtiger und differenzierter beschrieben.

    Diskussion:
    Geschmäcker und Präferenzen sind immer subjektiv, ich würde nicht wagen zu behaupten, dass die einen Scheiben grundsätzlich besser sind als die anderen. Was mir/uns besser schmeckt kann bei anderen ganz anders rüberkommen. Unsere Ergebnisse spiegeln aber weitgehend Erfahrungen wider, die hier im Forum beschrieben wurden. Die Süße, Klarheit und Ausgewogenheit der pre15-Scheiben wurde immer wieder hervorgehoben. Ich erinnere mich an einen Beitrag, in dem Neil.Pryde die CB als gute Cupping-Scheiben beschreibt, und Terranova bezeichnet die SSPs generell immer wieder als „monitoring device“ (gutes Alignment vorausgesetzt). Allerdings konnte bei unserem Test nur eine der beiden Personen die Scheiben im Cupping unterscheiden. Methodisch halte ich die blinde Dreiecksverkostung für eine gute Möglichkeit, unvoreingenommen und möglichst subjektiv Unterschiede festzustellen und zu beschreiben. Vielleicht kann ich ja hiermit zu weiteren Tests motivieren.

    Limitationen:
    Die Filterkaffees wurden relativ schwach gebrüht, möglicherweise unterscheiden sich Ergebnisse bei höheren Extraktionen. Es wurde jeweils nur ein Kaffee getestet, möglicherweise performen die Scheiben mit unterschiedlichen Kaffees unterschiedlich. Trotz gleicher Durchlaufzeit können Unterschiede bei der Zubereitung nicht ausgeschlossen werden und möglicherweise wäre es besser gewesen, jeweils Kaffees mit gleicher Stärke zu vergleichen. Weitere Tests wären sicher hilfreich, um die Ergebnisse zu ergänzen.

    Vorschläge, Anregungen, andere Erfahrungen und Ergänzungen willkommen.
     
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  5. Neil.Pryde

    Neil.Pryde Mitglied

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