Tip für Demontage Kessel-Heizelement

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  1. hawi

    hawi Gast

    Ich bräuchte mal einen kleinen Tip für die Demontage der Heizelemente der Kessel unserer Brewtus. Da ich die Maschine zwecks Austausches der Pumpe sowieso teilweise demontiert habe, dachte ich mir, dass ich mir nach 9 Jahren Nutzung bei der Gelegenheit gleich mal anschauen könnte, ob die Heizspiralen noch in Ordnung sind. Wenn die Hülle der Dinger durch Ver- und Entkalkung und sonstige Korrosion irgendwann durch sind, passieren ja unschöne Dinge. :eek:

    Das Problem dabei ist, dass die Teile derbe festsitzen. Die Elemente sind mit einem Gewinde in den Kessel geschraubt. Das könnte schon ein Teil des Problems sein, weil das Gewinde zum Kesselinneren hin im Wasser steht, und zwar da, wo der meiste Dreck anfällt, nämlich am Kesselboden. Dazu kommt, dass der Flansch der Heizung nicht, wie bei den anderen Anschlüssen üblich, mit einem PTFE-Dichtring gedichtet ist, sondern mit einer zähen braunen Dichtmasse, die beim Verschrauben offensichtlich seitlich herausgequollen ist. Dort kann man sie mit einem Schraubendreher abkratzen, zwischen Flansch bzw. Gewinde und Kessel fürchte ich aber, dass das Zeug inzwischen ausgehärtet ist und derbe klebt.

    Hat jemand eine Idee, wie ich die Gewinde aufbekommen könnte? Hitze hab' ich schon probiert (Heißluftgebläse mit 250°C). Rohe Gewalt auch. :mad: Und natürlich die Kombination von beiden.:oops: Mit Brunox o.ä. will ich da nicht rangehen, weil ich fürchte, dass ich den Kessel nie wieder sauber bekommen würde. Wenn das Zeug wirken soll, müsste ich es ja eh von innen aufbringen, da es von aussen wegen der Dichtmasse nicht an das Gewinde rankommt. Ich bin momentan etwas ratlos... o_O
     
  2. hawi

    hawi Gast

    Niemand 'ne Idee? Die naheliegende mit dem Schlagschrauber funktioniert nicht, weil ich selbst in einem sehr gut sortierten Laden, der nichts Anderes macht als Werkzeughandel, keine 37er-Nuss auftreiben konnte. Die üblichen Verdächtigen Baumärkte haben über Größe schon mal gar nichts.
     
  3. Fritzz

    Fritzz Mitglied

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    Hi

    zeig mal wie das aussieht (Bild)

    "Fritzz"
     
  4. hawi

    hawi Gast

    Voilà:
    [​IMG]
    Das mit den Pfeilen markierte braune Zeug sind die Reste der Dichtungsmasse. Direkt am Übergang Kessel <-> Heizelement habe ich das Zeug schon weggekratzt. Ging problemlos. Nur die Verschraubung des Heizelements bewegt sich nicht einen Zehntelmillimeter. :mad:
     
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  5. Fritzz

    Fritzz Mitglied

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    Den 6-kant der Heizung in einen Schraubstock einspannen und den Kessel drehen.
    Mußt erst das Winkelstück (oder was immer es ist) abschrauben. Weißt Du was ein Ölfilterband ist?
    Damit den Kessel drehen, falls er sich zu sehr wehrt. 2 Mann zum Halten empfehlenswert...
    Viel Glück!

    "Fritzz"
     
  6. hawi

    hawi Gast

    Danke für den Tip, so werde ich es dann nochmal probieren. Ich muss dann morgen mal zum Autoschrauber in der Nachbarschaft gehen und mir ein Ölfilterband leihen. :)
     
  7. Berner

    Berner Mitglied

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    Ich habe am Wochenende meine mit einem Großen E-Schlagschrauber ausgebaut...ohne Probleme und was die Nuss betrifft so schau einmal in einer Werkstatt nach die an US Fahrzeug arbeitet ( Zoll)
     
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  8. #8 kailash, 06.12.2016
  9. hawi

    hawi Gast

    @ kailash & Berner: Danke, das werde ich mir nochmal anschauen, wenn Fritzz' Tip mit dem Ölfilter-Band nicht funktioniert. Bei letzterem bin ich mir sicher, dass ich mir das beim Nachbarn leihen kann. :) Vielleicht hat ja der Nachbar auch eine 37er-Nuss.
     
  10. #10 mcblubb, 06.12.2016
    mcblubb

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    Das Maß 37 irritiert mich.

    Gängig wäre 36 oder 1,5", was 38 mm ist.

    Einspannen ist nicht ganz ungefährlich. Der 6 Kant ist filigran und auch ein Kessel ist schnell gequetscht.

    Wenn es meiner wäre. würde ich den Kessel in die Drehmaschine spannen (da zerdrückt man so schnell nichts) und mit dem passenden Ringschlüssel drangehen.

    Habe aber auch Zugang zu den enstprechenden Werkzeugen.
     
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  11. Berner

    Berner Mitglied

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    Viel Glück, setz das Band weit unten an nicht das Du den Kessel einbeulst
     
  12. hawi

    hawi Gast

    Das Maß habe ich aus dem Katalog von espressoXXL. Nachgemessen habe ich es nicht, da ich bisher versucht habe, die Heizung mit einem Zangenschlüssel herauszubekommen.

    Aber danke für den Tip, dann messe ich heute Abend nochmal nach.
    Der Kessel ist erstaunlich massiv und ich habe ihn senkrecht zur Deckelplatte eingespannt. Bisher ist es gutgegangen. :oops: Aber Du hast natürlich recht, da muss man vorsichtig sein.
    Jemanden in meiner Nähe, bei dem ich so etwas nutzen könnte, wäre natürlich ideal. Ich kenne aber leider niemanden mit solchem Werkzeug.
     
  13. hawi

    hawi Gast

    Was genau meinst Du mit unten?

    Ich hab' den Kessel ausgebaut, da ist unten und oben leicht vertauscht, wenn man den Kessel umdreht. :)
     
  14. Berner

    Berner Mitglied

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    Die Ölfilterschlüssel aus dem Baumarkt sind Bänder die mit einem Metallhebel sich verkeilen und beim losdrehen wird dann sehr viel Druck ausgeübt.

    Halt falsch ausgedrückt..sehr weit zum Ende des Kessels.

    Das war alles.

    Wie gesagt ich habe am Wochenende an einer BZ40 die Heizung getauscht.
     
  15. hawi

    hawi Gast

    OK, danke für die Klarstellung. :)
     
  16. #16 mcblubb, 06.12.2016
    mcblubb

    mcblubb Mitglied

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    Vorsichrt bei den Ölfilterschlüsseln. Die üben eine sehr hohe Punktlast aus!

    Wenn es Dich in die Pfalz verschlägt, komm vorbei und wir machen das DIng raus.
     
  17. hawi

    hawi Gast

    Danke für das Angebot, aber obwohl die Pfalz nicht so weit weg ist von mir (südlich von FFM), komme ich da (schändlicherweise) selten hin. Aber wenn ich es sonst gar nicht hinbekomme, dann werde ich gerne darauf zurückkommen.
     
  18. smoo

    smoo Mitglied

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    Ich hatte das gleiche Problem bei meinem Expobar-Zweikreiser. Die Heizung hat sich überhaupt nicht bewegt. Erst in einer befreundeten Autowerkstatt hat's irgendwann mit dem Schlagschrauber geklappt. Eine wirklich passende Nuss hatten die aber auch nicht - die, die sie hatten musste mit dem Hammer draufgekloppt werden... Also wahrscheinlich wirklich ein Zollmaß.
    Ein paar Beulen hat der Kessel auch davongetragen.

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  19. #19 Dieselweezel, 06.12.2016
    Dieselweezel

    Dieselweezel Mitglied

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    Ich hatte das gleiche Problem an einer Brewtus, die Heizung war extrem fest und mit normalen Mitteln nicht aufzubekommen. Ein guter Mechaniker hatte sich an der Maschine schon einige Male versucht.

    Mich hat das dann sehr gereizt und in meiner Erinnerung (das ganze dürfte schon ein Jahr her sein) meine ich zwei Abende alles versucht zu haben.
    Ich habe schließlich den Kessel mit einem Gurt auf ein Stück Holz gespannt. Das Holz habe ich daraufhin in einen Schraubstock eingespannt, so dass der Kessel schonmal fest im Schraubstock saß.
    Dann habe ich die Heizung einige Male mit dem Bunsenbrenner sehr stark (!) erhitzt und sie anschließend mit einem Eisspray wieder direkt heruntergekühlt.
    Das verdampfte Eisspray hat irre gestunken, aber nach mehreren solcher Behandlungen konnte ich die Heizung mit einem Ringschlüssel und einem starken Rucken öffnen.

    Das Hauptproblem ist es, nicht mit zuviel Kraft den Heizungsflansch zu verbiegen. Die Reparatur meines Kessels ist erst seit kurzem abgeschlossen. [emoji3]

    Viel Glück!

    (Es war ein irrer Aufwand...)
     
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  20. helges

    helges Mitglied

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    Krass Abkuehlen kann Wunder wirken, wir haben so schon Sattelstuetzen (Moerderkombination Alu in Stahlrahmen) herausbekommen, die sonst nur noch mit Saeure zu entfernen gewesen waeren. Stuetze eingespannt in Schraubstock, CO2-Feuerloescher draufgehalten und den Rahmen obendrueber gedreht.
    Erhitzen ist bei "Alustuetze im Eisenrahmen" keine gute Idee, das Alu verpresst sich noch mehr.

    Ich weiss allerdings nicht ob es eine gute Idee ist mit dem CO2-Loescher auf einen Kupferkessel zu ballern, vielleicht reisst dann irgendwas.
     
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