Tipps zu Handhebelgeräten

Diskutiere Tipps zu Handhebelgeräten im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo Zusammen, wollte mich bei Euch nach Euren Erfahrungen erkundigen und vielleicht habt Ihr Tipps für mich. Ich spiele mit dem Gedanken mir...

  1. Dough

    Dough Mitglied

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    Hallo Zusammen,

    wollte mich bei Euch nach Euren Erfahrungen erkundigen und vielleicht habt Ihr Tipps für mich.

    Ich spiele mit dem Gedanken mir eine Handhebelmaschine zuzulegen.

    Gründe die mich schwer beeindrucken sind:

    - Geringe Aufwärmzeiten

    - Keine Elektronik – Kein Schnick Schnack -> daher nicht so anfällig

    - Jeder Kaffee ist einzigartig


    Die Umstellung ist riesig:

    Habe mit einer Nespressomaschine begonnen, dann umgeschwenkt auf eine Espressokanne. Dann zu einer alten Gaggia Classic und wieder zur Kanne zurück. Mit der Gaggia bin ich nicht warm geworden, habe einen viel besseren Kaffee erwartet wie bsp. bei der Kanne, was aber nicht der Fall war. Mir fehlt allerdings die Crema so sehr J


    Da ich die Gaggia samt Mühle wieder abgegeben habe müsste ich mir nat. auch wieder eine Mühle zulegen.


    Da ich in unserer Familie der einzige bin, der einen vernünftigen Espresso benötigt tut`s mir vermutlich ne kleine Maschine. Die Maschine wird nicht dauerhaft laufen, da ich unter der Woche zuhause ~ 1-2 Kaffee und am WE vielleicht 2-3 Tassen pro Tag trinke. Will auch nicht so riesig viel Geld ausgeben um ehrlich zu sein, nicht dass es zu den gleichen Erfahrungen wie mit der Gaggia kommt.

    Ist es richtig, dass bei den Handheblern wenig kaputt gehen kann und man daher „eigtl.“ ruhigen Gewissens auf eine gebrauchte Maschine gehen kann? Umso weniger ich für die Maschine ausgebe, um so mehr kann ich in die Mühle investieren…


    Welche Maschinen könntet Ihr mir empfehlen?

    La Pavoni ist natürlich am besten zu bekommen. Welche Alternativen habe ich? Was haltet Ihr von der Ponte Vecchio Export? Welchen Vorteil bringt mir die Anzeige der Proffessional im Vgl. zur Europiccola? Solche Fragen treiben mich um.

    Würde mich über Eure Tips/Einachätzungen/Meinungen freuen.

    Danke
    Tobi
     
  2. #2 StuGrimson, 25.09.2018
    StuGrimson

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    Hallo Tobi, mein Wechsel war von einem Vollautomaten auf eine LaPavoni Professional, die hat den Vorteil gegenüber einer Europiccola das Sie ein Manometer für den Druck hat, diese hatte ich gebraucht um 300,00 bekommen, für deine Anforderungen sicher genial, geringe Aufheizzeit, genügend Ersatzteile vorhanden und eine exzellente Qualität des Espresso, 5-6 Bezüge kein Problem, dann ausschalten oder mit kaltem Wasser abkühlen. Für die Kaffeetrinker die eher große Mengen/Tassen bevorzugen nicht geeignet, verwende nur 1 er Sieb, schmeckt mir persönlich einfach besser. Voraussetzung ist natürlich frischer Kaffee und ein Mühle, Einsteiger Mühle ab 160,00 habe eine Demoka oder wenn es das Budget nicht hergibt eine Porlex Mini Handmühle um die 55,00 eine Billig Handmühle um 20,00 empfehle ich dir nicht, meine Urlaubsmühle ist bei wirklich geringer Nutzung nach 1 Jahr eingegangen.
    Ansonsten habe ich noch eine Microcimbali und eine Zacconi, die Microcimbali habe ich aus Italien, Microcimbali wird gerade flott gemacht, Ersatzteile eher schwierig..
    LG
     
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  3. Li-Si

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    Wenn du die Tassen nicht direkt hintereinander beziehen möchtest, reicht auch eine kleine Europiccola. Die ist wesentlich schneller heiß, als die Große. Das Manometer lässt sich simpel nachrüsten. Wobei 2 Tassen auch noch gehen sollten. Einige Profis hier schaffen sogar "Fließbandarbeit" mit ihr. ;)

    Ich würde aber nicht sagen, dass sie besseren Espresso zubereitet, als die Gaggia CC. Nur eben schneller.
     
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  4. #4 Cafillo, 26.09.2018
    Cafillo

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    Handhebel oder nicht ist (für mich) kein besser oder schlechter als Pumpenmaschinen sondern eher Philosophy oder Muße.
    Eine andere Art der Kaffeezelebrierung.

    Die CC macht tollen Kaffee genauso wie die Pavoni.
    Beide eher am unteren Preislevel.
    Für beide gibts unendlich viel Erfahrung hier und übersall. Ebenso preiswerte Ersatzteile, Mods etc.

    Mein Tip: Kauf dir eine gute 2nd Hand Europiccola (oder Prof, wenn Milchgetränke wichtig) und leg los. Du merkst dann ganz schnell, wie wo und was. Investition von ca. 300€.
    Dazu eine Comandante oder Kinu Handmühle. Nochmals soviel €.

    Wieso diese Maschine und Mühle? ...du wirst sie extrem schnell wieder los, sollte es dir verleiden. Mit kaum/wenig Verlust.
    Edit: Und wenn nicht, sind für länger keine grösseren Upgrades notwendig.


    Hand-On mein Motto.
     
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  5. #5 rosabluemchen, 26.09.2018
    rosabluemchen

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    Für deine Bedürfnisse reicht eine Europiccola m. M. vollkommen. Ich selber habe seit 1979 eine und sie macht mir seitdem immer guten Caffè, auch ohne Mod und Manometer.
    Mein Rat wäre nur: Suche dir ein gebrauchtes Premillennium-Modell. Wenn sie dicht und kein Rost in/unter der Schale ist, dann kannst du beruhigt zugreifen. Die Dinger sind quasi unverwüstlich.
    Das siehst du genau richtig!
     
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  6. joost

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    .... ist aber anspruchsvoller für den Einsteiger bzw. der muss mehr beachten (wobei die Doppelheizung ja wirklich ihren Charme hat).
    Daher auch von mir: grünes Licht für eine flotte PreMillenium-Europiccola aus den 90ern mit Pressostat, nachgerüstetem Manometer, Einloch-Hutmutter für den Milchschaum und Überhitzungsschutzmod. Schnell, robust, günstig, gar nicht zickig. Nicht mal mit Rost in der Abtropfschale, das sind nur Äußerlichkeiten. Macht (bei geringem Bedarf) Kaffee wie die Boliden, nur schneller, hat aber etwas erhöhte Ansprüche an das Mahlgut.

    Achte vielleicht darauf, dass die direkten Kesselanbauten zum Kessel hin dicht sind, insbesondere der Kesselboden (Heizungsflansch) und das Dampfmodul, die lassen sich ohne Spezialwerkzeug nur schlecht nachziehen. Letzterer ist zuweilen nach Sturz- oder Transportschäden gern etwas verdrückt / zurechtgebogen. Der Kessel sollte auch straff am Fuß sitzen und sich nicht drehen lassen. Der Rest lässt mit 08/15-Werkzeug auch von Laien reparieren.
     
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  7. Dough

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    Danke für Eure Erfahrungen und Tipps. Denke dass tatsächlich die Europiccola für mich was wäre.
    Bin auch schon auf der Suche nach einer gebrauchten, bin aber noch nicht auf meine Maschine gestoßen.
    Ich denke ich muß bei der Mühle noch umdenken, da mir 240 Euro für eine manuelle Mühle schon viel vorkommen (z.B. Comandante).
    Ist der Unterschied zu einer günstigen Mühle oder zu einer gebrauchten automatischen Mühle wirklich so groß?
     
  8. #8 Dale B. Cooper, 04.10.2018
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    ist ein Rasiermesser anders als ein Elektrorasierer oder als diese Plastik-Wegwerfklingen? :D
     
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  9. joost

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    Forenklassiker: Es geht um den Totraum in den elektrischen Mühlen, in denen Kaffeemehl über Stunden vor sich hinstirbt; bei geringem Verbrauch empfiehlt sich daher eine totraumfreie Handmühle.
    Als Elektromühle passt im Low-Budget-Bereich die stufenlos verstellbare Ascaso i1-mini ganz gut zur Diva, deren Mahlgut schmeckt ihr. Weiter ginge es dann mit der Bezzera BB005, Eureka Mignon etc... und nach oben hin ists eh offen. Im Handmühlenbereich bieten Feldgrind u.ä. ein ordentliches Preis-Leistungsverhältnis (ab ca. 130, Gebrauchtware tuts da auch).

    Denke daran: am Mahlgut entsteht der Druck, es ist verantwortlich für eine gute Extraktion. Miese Bohne und / oder miese Mühle = mieses Mahlgut. Mieses Mahlgut = Plörre.
     
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  10. Dough

    Dough Mitglied

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    Hallo Zusammen,
    vielen Dank für Eure Tips. Hab mich jetzt für ne LaPavoni Prof. entschieden. Im Grunde hätte ich auch ne Europiccola genommen, aber der Eindruck des Angebots war gut. Egal mir geht´s jetzt natürlich noch um die Mühle. Euren Tips und dem Forum entnehme ich, dass eigtl. nur ne Commandante, Lido oder ne Knock in Frage kommen. Könnt Ihr mir aber sagen wo ich die bekomme? Hab keinen deutschen Onlineshop gefunden in dem ich z.B. ne Knock bekomme. Commandante ok die gibts aber warum die anderen nicht?
     
  11. #11 sokrates618, 14.10.2018
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  12. cbr-ps

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    Weil die anderen es entweder mit Vertrieb oder Produktionskapazitäten/-zyklen nicht weltweit flächendeckend hinbekommen oder wollen...
     
  13. #13 Wrestler, 15.10.2018
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    Vertrieb bedeutet mehr handelnde Personen.
    Die wollen auch was verdienen.
    Wenn man es selbst macht, verdient man alleine.

    Aber vielleicht eine Diskussion für den Mühlen Teil.
    Hier sollte es eigentlich um Handhebler gehen. ;)
     
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  14. Dough

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    Zu meiner La Pavoni Prof. hab ich jetzt ne Aergrind bestellt und warte nun auf das Set. Hat jemand vielleicht das gleiche Set und kann mir bzgl dem Mahlgrad seine Erfahrungswerte bzw Vorlieben mitteilen.

    Hoffe ich habe jetzt die für mich ideale Kombination gefunden und Danke Euch für die Beiträge und Tips. Super Forum das ich bestimmt weiter nutzem werde. Hoffentlich kann ich dann bald auch mal was dazu beitragen...
     
  15. joost

    joost Mitglied

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    Habe Feldgrind und eine PreMill Diva. Sie harmonisieren hervorragend. In meiner Einstellanleitung steht bei Espresso irgendwas von 1.04, also eine ganze Umdrehung und dann auf die 4. Bei meiner Feldgrind bekomme ich (je nach Bohne) den optimalen Mahlgrad fürs Einer zwischen 1.06 und 1.09.
    Im Einer habe ich zwischen 8,5 und 9,5 Gramm bei kaum Tampern für geschmeidige Bezüge.

    Cave: der Nullpunkt ist nicht eindeutig definiert, meine Werte können also von denen Deiner Mühle abweichen.
     
  16. Dough

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    Hab jetzt die Maschine in Aktion. Beim Anheben/ Hochziehen des Hebels kommt bei max oberer Position schon ein Schuss Kaffee heraus. Ist das normal?
     
  17. joost

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    Wenn es Dir bei Kesseldruck (~1bar) bereits Wasser durch den Puck drückt, würde ich das werten als :
    Bohne zu alt / minderwertig / falsch geröstet / mit schlechter Mühle gemahlen / zu grob / zu wenig im Sieb, auf jeden Fall deutlich zu wenig Widerstand im Puck. Gern auch eine Kombination davon. Das Ergebnis wird in erster Linie Plörre sein. Das liegt aber nicht an der Diva, sondern am Mahlgut.

    Welche Bohne verwendest Du, mit welchem Röstdatum? Welche Mühle? Wieviel Gramm im Einer / Zweiersieb?
    Mit wieviel Druck fährst Du die Maschine?
    .
    Die besten Bezüge habe ich, wenn ich bei "Hebel ganz oben" = "Wasserzufluss unter Kesseldruck" die Präinfusion einleite, den Hebel für 4 - 10 sec. in dieser Stellung lasse (jetzt kann das Pulver gut quellen) und dann mit dem Hebeldruck beginne. Bis zu diesem Moment sollte noch kein Tropfen unten raus kommen. Später kann man dann noch spielen, indem man die PräInfusion dämpft, z.B. den Zulauf nur halb öffnet, was zu langsamerem Druckaufbau in der Gruppe führt, aber das wären dann schon Feinheiten für Edelbohnen.

    Vielleicht magst Du ja hier mal stöbern -> klick, besonders ab Beitrag #7
     
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