Trommelröster Eigenbau, der PERoast entsteht...

Diskutiere Trommelröster Eigenbau, der PERoast entsteht... im Vom Rohkaffee zum Selbströster Forum im Bereich Rund um die Bohne; Nachdem ich ja schon seit Jahren mit verschiedenen Severin Popcornröster Umbauten Kaffee fabriziere, meist sogar erfolgreich, wollte ich schon...

  1. erfoto

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    Nachdem ich ja schon seit Jahren mit verschiedenen Severin Popcornröster Umbauten Kaffee fabriziere, meist sogar erfolgreich, wollte ich schon lange mein Glück mit einem Trommelröster versuchen.
    Schon vor 1 1/2 Jahren habe ich mir Trommel und Motor besorgt, siehe diesen Fred
    Eigenbau Trommelröster Trommelgröße
    Aber wie es mit der Zeit halt so ist, sie rast und man findet sie einfach nicht.
    Jetzt habe ich aber mal mit dem Aufbau begonnen.
    Als erstes musste ich eine Welle passend für die Kugellager abdrehen.
    Als Zentrierung und für die Befestigung der Trommel habe ich eine M 16 Mutter auf den Wellendurchmesser 15 mm aufgebohrt, drei Muttern M 8 um 120° versetzt angeschweißt und mit je 3 Schrauben M 8 in der Trommel fixiert.

    [​IMG]


    [​IMG]

    So kann ich mit dem Gewinde die Trommel genau zentrieren. Der Probe-(Rund)lauf ergab einen Höhenschlag von ca 0.1 mm, damit kann ich vorerst wohl leben.


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    Zwei (vielleicht etwas überdimensionierte) Flanschlager, eine Frontplatte und ein Thermometer waren die nächsten Teile.
    Auf der Frontplatte habe ich mal grob angezeichnet wo die Klappe zum Entleeren, die Einfüllöffnung und der Probenzieher platziert werden soll.
    Bei so einer kleinen Trommel ist der Platz schon knapp...vor allem wenn man ein Kugellager das wohl auch für einen 50 kg Röster ausreichen würde verwendet ;-)
    Die Rückseite der Trommel wird mit einem Lochblech verschlossen damit die Luft durchziehen kann.
    Das muss ich erst noch zuschneiden.
    Zuerst dachte ich daran es anzuschweißen, aber dann dachte ich das es ja nicht schaden kann wenn man das auch mal wieder entfernen kann. Also musste ein andere Lösung her.
    Ich hatte ja zwei Aluringe mit der Trommel mitgekauft diese wird jetzt quasi die Endkappe für das Lochblech.
    Das wird dann einfach zwischen Rösttrommel und Aluring eingeklemmt uns lässt sich so jederzeit leicht zerlegen.

    [​IMG]

    Hier sieht man den Aluring an der Stahltrommel, dazwischen kommt das Lochblech.

    Der Antrieb für die Trommel wird über einen Gleichstrom-Getriebemotor erfolgen.
    Ursprünglich wollte ich die Welle direkt mit dem Anteiebsmotor verbinden, ab er dann wird der Röster noch länger.
    jetzt werde ich wohl über einen Kettenantrieb die Trommel bewegen.
    Von der Drehzahl sicher kein Problem, der Motor lässt sich selbst bei 6 Volt nicht von Hand bremsen, ich denke der schafft die Trommel locker selbst bei 6 V.
    Hier habe ich mal den Motor mit einer Kette auf die Welle gelegt um die Verhältnisse zu zeigen.

    [​IMG]

    Beheizt wird der Röster mit Gas. Welchen Brenner ich verwende ist noch nicht sicher. Eigentlich hatte ich einen Hockerkocher mit 3,5 KW besorgt, da bin ich aber noch nicht sicher wie die Wärmeverteilung funktioniert,da dieser ja eine Runde Flamme hat.
    Als Alternative habe ich einen Brenner aus einem alten Gasgrill ausgebaut, der ist aber etwas zu lang, aber ich denke den könnte man kürzen.
    Auf den Bildern sieht man wie das ungefähr aussehen könnte.
    Die nächste Arbeit wird das ausschneiden der Frontplatte und der Abschlussblech hinten sein.
    Die Kanäle für Befüllung und Abluft sind auch noch zu machen, die Verkleidung usw.es ist also noch einiges zu tun.
    Aber ich denke es ist zu schaffen.
    VG Peter
     
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  2. #2 be.an.animal, 11.02.2019
    be.an.animal

    be.an.animal Mitglied

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    Viel Spass und Erfolg!:cool:

    0,1mm Höhenschlag :) Damit bist du schon deutlich besser als die zu erwartende Rundheit des Rohres. :rolleyes:
     
  3. erfoto

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    @be.an.animal
    ich dachte auch dass das Rohr wesentlich unrunder ist, aber das passt ganz gut.
    Bei den Drehzahlen spielt das ja auch nicht die große Rolle, da lupfts mir den Röster bestimmt nicht vom Tisch :)
    VG Peter
     
  4. erfoto

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    Das Lochblech für die Trommelrückwand ist nun zugeschnitten und am Rohr befestigt.
    Das Zahnrad für den Antrieb passt zufällig genau auf die Welle, so wird der Motor nun etwas seitlich fixiert und es funktioniert schon wunderbar.
    Hier die "Rückansicht" mit Kettenantrieb

    [​IMG]



    Und so sieht die Front wahrscheinlich aus.
    Wie schon geschrieben, der Platz wird eng....aber irgendwie passt das schon alles rein

    [​IMG]



    VG Peter
     
  5. erfoto

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    So, die Trommel dreht. Mal eben die Welle durchgesteckt und mit dem Antrieb verbunden. Die ersten Schaufeln habe ich mal angebracht.
    Das Eiern im vorderen Teil ist zu Ignorieren, ich war jetzt zu faul die Trommel genau auszurichten, die muss ich ja noch öfter auseinanderbauen.
    Hier ein kurzes Video der drehenden Trommel.



    Die Geschwindigkeit ist über eint Netzgerät regelbar.
    Als nächstes werden die weiteren Schaufeln eingebaut und dann mal mit einem Plexiglas die durchmischung der Bohnen betrachtet.
     
    Highfly und phloem gefällt das.
  6. Highfly

    Highfly Mitglied

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    Sehr interessant! Die Materialdicke der Trommel ist schon eine Hausnummer. Sind das 6mm?
     
  7. erfoto

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    @Highfly ,
    gut geschätzt, es sind 5 mm.
    Ich habe die Trommel zum säubern mal mit ein paar Kilo Split befüllt und etliche Stunden laufen lassen.
    Den Motor hat das überhaupt nicht gejuckt, der hat Drehmoment ohne Ende. Probleme dass der Motor die volle trommel nicht schafft gibts definitiv nicht :)
    VG Peter
     
  8. Piezo

    Piezo Mitglied

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    Das ist schon nicht ohne. Hast Du Dir auch Gedanken über die Trägheit dieses Systems gemacht? Die Trommel muss sowohl relativ schnell an Temperatur zulegen als auch abnehmen können.
     
  9. erfoto

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    Am Anfang schon,
    aber nach allem was mir so gesagt wurde hat eine massive Trommel mit viel Masse nur Vorteile.
    Beheizt wird sie ja mit Gas, also die Energiezufuhr ist nur eine Frage des Brenners und zum Vorheizen muss man ihr eben Zeit geben. Wieso sollte aber die Trommel schnell an Temperatur verlieren müssen ? Das wird bei der Masse wohl doch etwas schwierig werden, das ist dann wohl Träge, Richtig.
    Aber ich denke das ist in den Griff zu bekommen.
    Ich bin noch nicht sicher welchen Brenner ich verwende.
    Wenn das Teil mal steht werde ich die Trommel mit einem Hockerkocher und einem Brennerrohr aus einem Gasgrill anheizen und mit einer Wärmebildkamera testen. Da sehe ich dann zumindest die Temperaturverteilung in der Trommel.
    VG Peter
     
  10. Piezo

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    Beim Röstprozess muss man in der Lage sein zeitnah zu reagieren, d.h.dem System Energie zu oder abzuführen um die Röstkurve möglichst so zu fahren wie gewünscht. Es gibt einfach Ereignisse die schwer vorhersehbar sind, vor allem bei Bohnen, deren Verhalten man nicht sehr gut kennt, z.B.die Abkühlung der Bohne durch massive Verdunstung kurz vor dem 1th Crack, die exotherem Reaktion nach dem 1th Crack, etc...
    Vergleich das mit dem Autofahren: je schwammiger die Lenkung, desto unpräziser die Fahrt.
    Bei so einer massiven Trommel brauchst Du in jedem Fall einen extrem leistungsfähigen Brenner und einen sehr starken Lüfter um auch schnell wieder Energie raus zu bringen.
    Die Trommel der üblichen kleinen Trommelröster hat in der Regel nur eine Dicke von 1,5-2 mm. Das langt vollends...
     
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