türkischer Mokka

Diskutiere türkischer Mokka im Brühkaffee Forum im Bereich Maschinen und Technik; AW: türkischer Mokka Weil ich es jetzt schon ein paar Mal gelesen habe sei noch der Hinweis angebracht: Türkischer Mokka hat nix(!) mit Mokka aus...

  1. #21 CappuDude, 10.02.2014
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    AW: türkischer Mokka

    Weil ich es jetzt schon ein paar Mal gelesen habe sei noch der Hinweis angebracht:
    Türkischer Mokka hat nix(!) mit Mokka aus dem Yemen zu tun! Das eine ist ein Getränk bzw. eine Zubereitungsart, das andere eine Arabica Varietät die u.a. im genannten Land angebaut wird.
     
  2. #22 saladin, 10.02.2014
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    AW: türkischer Mokka

    Richtig. Und türkischer Mokka hat KEINERLEI Zusätze wie Rosenwasser oder Kardamon.
     
    oww gefällt das.
  3. #23 Ranger Kevin, 10.02.2014
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    AW: türkischer Mokka

    Nee, Kardamom ist eher in der libanesichen Variante, dafür aber ohne Zucker.
    Da es sich hierbei um mit die älteste Zubereitungsart für Kafee handelt, die es überhaupt gibt, findet man auch unendlich viele Meinungen, wie man ihn am besten zubereitet. Ich persönlich habe mir daraus folgende Methode erarbeitet:

    1. Frische Kafeebohnen (helle Filterröstung, mein persönlicher Favorit dafür: Yirgacheffe) in der (türkischen) Handmühle auf feinstem Mehlgrad pulverisieren.

    2. Für jede Tasse eine tasse voll kaltem Wasser in den passenden Ibrik abmessen (+ 1/2-1 Tasse "für die Kanne")

    3. Nach Geschmack Zucker dazu dosieren

    4. Diese Mischung auf dem herd / Gaskocher erhitzen

    5.Wenn das Wasser warm ist, aber noch nicht am Siedepunkt, gebe ich für jede Tasse einen ordentlich gehäuften Teelöffel vom gemahlenen Pulver dazu. Umrühren, bis alles untergetaucht ist.

    6. Den Ibrik wieder aufs Feuer, und dann erhitzen, bis es oben am Rand anfängt zu simmern (feine Blässchenbildung --> das gibt hinterher, wenn man alles richtig macht, die "crema"). Ab jetzt sehr gut aufpassen, sobald der Kaffee anfängt hochzusteigen, sofort vom herd nehmen. Sobald es grob Blubbert, geht die Crema kaputt! Wenn die Michung sich beruhigt hat, setze ich die Kanne wieder aufs Feuer, das wiederhole ich so 2-3 mal.

    7. Die Kanne kurz abstellen, damit sich das Kaffeepulver etwas absetzt, dann den Kaffee auf die Tassen verteilen.
    Dabei Schwungvoll eingießen, damit die Crema auch mit in der Tasse landet.
    Dickwandige Tassen sind hier Vorteilhaft, da das gebräu abartig heiß ist und so etwas von der Hitze absorbiert wird.

    Aber wie ich schon sagte, bei dieser Methoge gibt es 1.000 Meinungen von 1.000 Befragten Leuten, da gibt es kein Richtig oder falsch. hauptsache, es schmeckt :cool:
     
  4. #24 nenni 2.0, 10.02.2014
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    AW: türkischer Mokka

    Genau, schmecken soll es!
    Und bei deiner tollen Beschreibung krich ich Lust, das am Wochenende auch wirklich mal zu probieren :), Geräte und Kaffeepulver (noch gut verpackt) ist schon länger vorhanden.
     
  5. #25 silverhour, 10.02.2014
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    AW: türkischer Mokka

    @ nenni,
    dann mach hin! Es geht fix und kostet kaum mehr Mühe als einen Tee aufzusetzen..... :)

    @ Kevin,
    Du gibst den Kaffee aus also auch erst dazu, wenn das Wasser schon siedet? Aus dem Bauch raus hatte ich auch den Eindruck, daß es wichtig sein könnte, wie lange und intensiv das Gebräu aufkocht. Mir war sogar schon in den Sinn gekommen einen zweite Ibrik zu kaufen um direkte Vergleichstest machen zu können....

    Grüße, Olli
     
  6. #26 Ranger Kevin, 10.02.2014
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    AW: türkischer Mokka

    Nicht ganz, ich gebe den Kaffee dazu, bevor es siedet. Wenn dein Wasser siedet ist es schon zu heiß.
    Ich warte halt, bis es einigermaßen anfängt zu dampfen (schätze so 70 grad), da ich die erfahrung gemacht habe dass es zu bitter wird, wenn man den Kaffee schon ganz am Anfang dazu gebe, ebenso, wie wenn er während der Zubereitung siedet, also zu heiß wird.
    Der Kaffee soll zwar bei der zubereitung "Aufwallen", aber man darf ihn nie bis zum Siedepunkt erhitzen, sonst wird er erstens zu bitter und zweitens geht die Crema kaputt. Dass man ihn mehrmals "Aufkochen" soll halte ich für ein Übersetzungsproblem.
     
  7. #27 orangette, 10.02.2014
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    AW: türkischer Mokka

    Hallo CappuDude!
    Mir ist sehr wohl klar das es einen Unterschied zwischen (Zubereitungart) türkischer Mokka und eine Mochabohne (Bohnensorte) gibt. Für meinen Mokka im Ibrik zubereitet nehme ich Jemen Mocha UND es schmeckt mir.!!!!!! Nur deshalb habe ich die Bohne erwähnt und ENDE . orangette
     
  8. #28 Gandalph, 10.02.2014
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    AW: türkischer Mokka

    - ja, genau so meinte ich das auch. 3 mal aufwallen, aber nicht direkt Aufkochen!
    - ich kenne es nur so, dass das Kaffeepulver gleich dazu kommt, und hab auch das mit den Gewürzen nicht gesehen, Bei den Zubereitungen die ich in der Türkei in den Dörfern getrunken habe, wurden keine Gewürze beigefügt, und der Kaffee im Prinzip so bereitet, wie Ranger das beschreibt!

    grüße...
     
  9. #29 Ranger Kevin, 10.02.2014
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    AW: türkischer Mokka

    Wobei die Variante mit Kardamom durchaus ihren reiz hat, die ist halt eher etwas erfrischend. Kann man ja leicht ausprobieren, einfach ein paar Kardamom-Körner mit in die Mühle, und den Zucker weglassen.
    Ansonsten ist die Zubereitung gleich
     
  10. #30 Gandalph, 10.02.2014
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    - ja, ich kann man das durchaus auch vorstellen mit Gewürzen zu trinken!
    - bei Rosenwasser werde ich aber vorsichtig! Das ist sehr intensiv und wird schnell penetrant, wenn man zu viel erwischt...
     
  11. #31 nenni 2.0, 10.02.2014
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    Gehört doch auch eher in Marzipan, oder?
     
  12. #32 Gandalph, 10.02.2014
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    AW: türkischer Mokka

    - ich kenne es für die makrebinische Küche, und verwende es da selbst hauptsächlich für Nachspeisen
    ( in homöopathischen Mengen.. ), aber es wurde im thread als Zugabe schon genannt!
     
  13. domo

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    In guten Marzipan kommt genauso Rosenöl, wie auch in Parfum. Im arabischen Raum wird es in Mokka als Gewürz gemischt; andere mir bekannte "Gewürze" im Mokka sind auch Nelken, Kadamom und Zimt (noch nicht probiert). Was im Balkan alles in den Mokka gerührt wird weiß ich aber nicht, bzw. will es wohl auch nicht wissen;-)
     
  14. #34 silverhour, 10.02.2014
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    Also bei mir kommt das Rosenöl in die selbstgemachte Zitronenlimo, aber nicht in den Kaffee.
    Gewürze sind sicher lecker im Mokka. Ich hatte anno dazumal mal mit Gewürzen in der FrenchPress experimentiert. Mittlerweile möchte ich den Kaffee aber lieber pur haben....
     
  15. #35 silverhour, 11.02.2014
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    Gestern Abend habe ich mir einen Eurer Kommentare ins Gedächtnis geholt und darauf geachtet, daß der Kaffee nicht zum Kochen kommt - also warten bis die Crema sich langsam wölbt, aber noch gerade eben nicht hochkocht. Der Mokka wurde weicher, sanfter und in sich abgerundeter...

    Grüße, Olli
     
  16. REVO

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    AW: türkischer Mokka

    Hier die Zubereitungsart meiner Mutter,

    - kaltes Wasser ins Briki, kann man einfach mit den Tassen abmessen, welche man verwenden möchte
    - pro Tasse ein gehäufter Löffel Mokka
    Als grobe Faustformel ein Löffel Zucker pro Löffel Mokka, je nach dem wie Süß ihr wollt etwas mehr oder weniger. In Griechenland heißt das sketeos, metrios und glykos. Sketeos ist bitter - glykos ganz süß.
    - das ganze umrühren bis sich alles gelöst hat
    idealerweise stellt man das Briki nun auf einen Gasbrenner
    hier kommt jetzt der Unterschied zur türkischen Methode, es wird nur einmal aufgekocht.
    Während des aufkochen nicht rühren, nach einiger Zeit werdet ihr feststellen wie sich zwei "Blasen" bilden. Wenn sich die beiden Blasen in der Mitte treffen, also ineinander fallen sollte das Briki von der Flamme genommen werden. Jetzt den Schaum auf die Tassen verteilen und anschließend den Mokka mit Schwung eingießen.

    Bis auf Zucker kommen in Griechenland üblicherweise keine weiteren Zutaten in den Mokka.
    Ach ja, wer trotzdem öfter kochen will, sollte nach dem ersten mal schon etwas Schaum abschöpfen, da mit jedem weiteren aufkochen am Ende weniger "Crema" übrig
    bleibt. Mit den Löffeln meine ich Teelöffel, nicht dass einer Suppenlöffel nimmt ^^
     
  17. #37 Bohnenberserker, 13.02.2014
    Bohnenberserker

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    AW: türkischer Mokka

    [video=youtube;jtoZWs1sq8I]http://www.youtube.com/watch?v=jtoZWs1sq8I[/video]
    Habe ich selbst noch nicht ausprobiert, aber der Kerl wird schon wissen, wie man richtigen Mokka macht.
     
  18. Mart

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    So kenne ich es auch: der Kaffee wird schon kalt mit Wasser und Zucker gemischt und dann mehrmals aufgekocht.
     
  19. #39 Gandalph, 13.02.2014
    Zuletzt bearbeitet: 13.02.2014
    Gandalph

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    AW: türkischer Mokka

    na, da hat man`s doch vom besten Kaffeehersteller der Türkei nochmals "schwarz auf weiß" :)

    - den Kaffee hab ich übrigens beim Buchhandel gesehen in 100gr. Alupacks, oder eben der im oberen video gezeigten 500 gr. Dose! ( 100gr. ca. 2,50€ ), Kännchen gibt`s da auch für nicht so teures Geld! - falls jemand upgraditis bekommt! :)

    - auf der Seite des Kaffeeherstellers sind auch ganz nette Infos, wenn man sie mal etwas durchforstet...

    Auszug:
    Turkish Coffee is made from high quality arabica coffee beans from Central America and Brazil that are blended and carefully roasted, then very finely ground. The coffee is mixed with water and the desired amount of sugar and cooked in a "cezve", or Turkish coffeepot. The coffee is served in small cups. The coffee must be left to stand for a short time after serving to allow the grounds to settle at the bottom of the cup.

    grüße...
     
  20. #40 silverhour, 01.05.2014
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    Also....

    Da ich gerade vor Ort bin, möchte ich ein paar meiner Türkisch-Mokka-Erfahrungen hier kundtun.

    Gewürze gehören ins Essen, nicht in den Kaffee. Zumindest ist mir in ganz Istanbul noch kein Mokka untergekommen, der mit Rosenwasser oder irgendwelchen Kräutern, Pulvern oder anderem geschmacksverändernden Zeugs versetzt wurde. Außer Zucker natürlich.
    Den Zucker scheine ich bisher unterschätzt zu haben: Da ich sonst auch immer "ohne" trinke, waren meine Mokkas auch sehr dezent gezuckert. Deutlich mehr Zucker schadet dem Geschmack aber nicht, sondern geben ihm etwas Verfeinerndes. Ich denke, es liegt am Karamelisieren des Zuckers während des Aufkochens.
    Bei einem kleinen Röster konnte ich heute etwas zuschauen. Die Erklärungen auf türkisch habe ich zwar nicht verstanden, aber zwei Sachen verstanden, gesehen und gehört: Die Bohnen sind aus Brasilien und es wird bei konstanter Temperatur (das Thermometer "BT" zeigte 115° - schätzungsweise also defekt) und sehr langsam bis weit in den 1. Crack rein geröstet - nicht weiter! Beim Auslassen der Bohnen knackte und knisterte es noch sehr deutlich und die Bohnen waren sehr hell. Ich glaube, das werde ich daheim mal nachrösten ....

    Grüße, Olli
     
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