Tuning Tipps für Filterkaffee, insbes. V60?

Diskutiere Tuning Tipps für Filterkaffee, insbes. V60? im Brühkaffee Forum im Bereich Maschinen und Technik; Für Espresso kenne ich jede Menge Material darüber, wie man den in bestimmte Richtungen tuned. Ein Beispiel ist Ganzos Diskussion: Ein...

  1. FRAC42

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    Für Espresso kenne ich jede Menge Material darüber, wie man den in bestimmte Richtungen tuned. Ein Beispiel ist Ganzos Diskussion: Ein Erste-Hilfe-Kasten für Espresso

    Gibt es sowas auch für Filterkaffee?

    Meine ersten Filterversuche sind aus meiner Sicht erfreulich gut gelungen und ich hatte Spaß dabei, das Ergebnis zu trinken und in neue Geschmackswelten vorzustoßen.

    Zu Weihnachten hab es zwei Tütchen Gesha. Recht lecker, aber deutlich günstigere Bohnen haben mich auch schon mehr beeindruckt.

    Ich brühe gerade mit einem V60, nutze "traditionelles" Japanpapier, 15 g Kaffee auf 250 g Wasser, manche 45 Sek. Blooming mit 30-40 g Wasser, gieße dann langsam auf bis ca. 1:30, und zwischen 2:30 und 3:00 ist dann alles Wasser durch.

    Ich befürchte ein wenig noch nicht alles aus den Bohnen raus gekitzelt zu haben, es dürfte für mich gerne fruchtiger und funkiger sein, oder in irgendeiner anderen Form beeindruckend oder überraschend.

    Habt ihr Tipps?
     
  2. #2 mtm1508, 19.01.2022
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    Hört sich doch prinzipiell erstmal gut an.
    Mühle, Wasser und Wassertemperatur wären Stellschrauben mit denen man noch die ein oder andere Nuance rauskitzeln könnte.

    Ansonsten noch diesen Thread durchstöbern.
    Erfahrungsaustausch zu brew-advices bei Hario V60
     
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  3. cbr-ps

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    senk mal die Temperatur um ein paar Grad. Du kannst es auch mal mit kürzeren Brühzeiten versuchen - 30s Bloom, nur 2min Gesamtzeit.
     
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  4. #4 lomolta, 19.01.2022
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    Der Coffee Compass von Barista Hustle schafft Abhilfe :) Hängt ausgedruckt über meiner Coffee Station.
    Coffee-Compass-1024x1024_1024x1024.jpg
     
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  5. FRAC42

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    Vielen Dank!

    Den "Erfahrungsaustausch zu brew-advices bei Hario V60" hatte ich für eine Diskussion rund um ein Tool names "brew-advices" gehalten, nicht für den Austausch von Brüh Tipps. Den werde ich mir mal zu Gemüte führen.

    Der Brewed Coffee Compass sieht gut aus, etwas ähnliches steht ja auch bei Ganzo in seinem Erste Hilfe Kasten für Espresso, und vermutlich werden die Kernaussagen recht ähnlich sein.

    Und ja, bei Espresso würde ich die Temperatur reduzieren und über einen gröberen Mahlgrad die Bezugszeit verringern, das geh ich dann auch mal beim Filtern an, aber eins mach dem anderen.
     
  6. joside

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    Du könntest auch mal die Methode von Tetsu Katsuya 4:6 ausprobieren. Mahlgrad insgesamt etwas gröber als bei anderen Varianten.
     
  7. cbr-ps

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    Zum Thema „funky“: Mir scheint‘s, als gewöhnte ich mich durch regelmäßigen Konsum von Spezialitäten daran und es wird dadurch zunehmend normal. Dann noch einen „special kick“ zu kriegen, wird immer schwieriger…
     
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  8. joside

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    Dabei kannst du mit den Ratios spielen. Z.b bei 20g zu Beginn mit 40g Bloom und mit 80g auf die 120g aufgießen etc.
     
  9. #9 Oldenborough, 19.01.2022
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    Ein schönes Spielzeug für den Hario 02 ist vielleicht der Drip-Assist. Geringe Agitation, reproduzierbar, dadurch kannst Du zB bei gleicher Laufzeit feiner mahlen.
     
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  10. #10 Knabberkram, 19.01.2022
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    Dito, gleicher Gedanke..

    Eine Stellschraube fehlt noch, Agitation - Rühren nach dem Blooming (oder nicht).

    Low Agitation per Drip Assist, kein Rühren:
    bei gröberem Mahlgrad kann man damit aus dunklen Röstungen das Beste rauskitzeln.
    Eindeutigere Aromen & konstante Ergebnisse - L.A. Coffee :)

    Für helle und mittlere Röstungen (incl. feinerem Mahlgrad) kann man mehr oder weniger Rühren: es wird stärker extrahiert und der Geschmack intensiver.
     
  11. #11 lohlohloh, 19.01.2022
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    @joside in dem Rezept steht: Dritter, vierter und fünfter jeweils mit 60g. Lasst ihr die 60g komplett durchlaufen und gießt anschließend weitere 60g nach, die erneut komplett durchlaufen bis es in die vierte Runde geht?
     
  12. #12 Oldenborough, 19.01.2022
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    @lohlohloh : Hier das Rezept mit Zeiten
     
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  13. cbr-ps

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    Dazu braucht es aber den passenden Filterhalter. Der hat eine andere Rippenstruktur und damit ein anderes Fließverhalten. Insofern kein so guter Tipp für einen V60 Neueinsteiger.
     
  14. #14 Knabberkram, 20.01.2022
    Zuletzt bearbeitet: 20.01.2022
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    Das Originalrezept (Competition 2016) war noch mit einem normalen V60,
    ab 2018 mit dem angepassten Kasuya V60 Hario Filterhalter (stärkere Rippen):
    Winning receipe of 2016 World Brewers Cup Champion Tetsu Kasuya - Kurasu

    Zum Glück hab ich noch Lilydrips als Durchflussregler..
    Lilydrip Liegen bereits Erfahrungen vor?

    Ausserdem ist sein Wasser anscheinend stark gefiltert (Regenwasser?!) mit 0,33ppm (meins hat 130ppm).
     
  15. joside

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    Man kann doch locker die 4:6 Variante mit dem normalen Plastik/Keramik V60 brühen, egal ob Einsteiger oder schon seit Jahr und Tag dabei. Warum sollte das nicht gehen? Geht doch letztlich darum einfach verschiedene Varianten zu testen.
     
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  16. cbr-ps

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    Ich bezog mich auf das von @Oldenborough gepostete Rezept, welches explizit für den Kasuya Halter ist und daher so nicht 1:1 auf den Standard V60 übertragbar sein dürfte.
     
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  17. #17 Knabberkram, 20.01.2022
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    Wichtiger dürfte sein, eine gute (blonde) Röstung zu erwischen,
    wo sich der ganze Aufwand lohnt.

    Hab grad geschaut, welches Wasser evtl. verwendet wurde:
    Osmose-, Regenwasser oder Destilliertes haben entsprechende ppm -Werte.
     
  18. FRAC42

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    Heute mal ein Update von mir. Da ich vornehmlich Espresso trinke und zudem die letzte Zeit arg eingespannt war fehlte einfach die Zeit mich den Gesha Bohnen viel zu widmen.

    Ich habe nun bei zwei weiteren Brühungen den Mahlgrad deutlich gröber gewählt. Normalerweise bin ich auf meiner Kinu M47 Phoenix bei 2,4 für Filter gut unterwegs, bin dann auf 3,0 rauf. Erstaunlicherweise läuft der Kaffee keineswegs schneller, ich lande immer noch bei 2:30. Im Geschmack zeigt sich eine leichte Note Himbeerbonbon. Sehr süß, ein wenig Himbeergeschmack. Hmm, den kann ich auch billiger haben. Immerhin steht auf der Tüte etwas von Himbeerblüte. Dumm nur, daß ich noch nie eine Himbeerblüte probiert habe.

    Dann rauf auf 3,5 beim Mahlgrad. Immer noch 2:30 Durchlaufzeit! Aber - bisher hatte ich immer eine Art feinen Schlamm auf dem Filterbett - das ist nun nicht mehr der Fall. Vielmehr sieht es nun schön sauber aus, wie ich es von anderen Bohnen kenne. Und, ta taa! Der Geschmack überrascht endlich, und zwar mit einer deutlichen Bergamottenote, die mir als früherer Earl Grey Tee Fan sehr gefällt. Und die so neben der Himbeerblüte auf der Packung versprochen wurde.

    Beim nächsten Mal geh ich noch einen Tacken gröber. Mal sehen, was passiert.

    Kann es sein, daß meine Kinu bei diesen Bohnen sehr viele Fines produziert, welche den Schlamm auf dem Filterbett erzeugen und Aromen in die Tasse bringen, die tendenziell Fruchtnoten überdecken? Und passt das zu einem recht vollen, sanften Mundgefühl dieses Kaffees, der deutlich nach mildem Kaffee plus Frucht schmeckt und so gar nicht dieses Teeartige hat, was ich sonst von Fruchtbomben kenne?
     
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  19. cbr-ps

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    ja

    Dieses leichte, teeartige kenne ich von Gesha nicht, deine Beschreibung passt für mich.
     
  20. #20 Chiliöl, 22.01.2022
    Chiliöl

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    Die Geshas waren doch diejenigen von Heilandt, oder?
    Ich habe sie auch gehabt und fand sie am besten mit relativ grobem Mahlgrad und 16g statt sonst 18g Kaffee auf 300ml Wasser.
     
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