Umkehrosmose für schwierige Wasserbedingungen

Diskutiere Umkehrosmose für schwierige Wasserbedingungen im Grundsätzliches Forum im Bereich Fragen und Tipps; Als eher stiller Mitleser habe ich nun beschlossen kurz über meine letzte Neuanschaffung zu berichten. Es gibt schon einige Diskussionen...

  1. punica

    punica Mitglied

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    Als eher stiller Mitleser habe ich nun beschlossen kurz über meine letzte Neuanschaffung zu berichten.
    Es gibt schon einige Diskussionen diesbezüglich, ich möchte nur meine Erfahrungen schildern.

    Als Hintergrund:
    Ich bin vor kurzem nach Oberbayern gezogen und hatte seither mit "schlechtem" Wasser zu kämpfen.
    Laut Netzbetreiber 20°dH, extreme Kalkflecken und für mich geschmacklich ungenießbares Leitungswasser.
    Nach langer Überlegung habe ich beschlossen auf eine Umkehrosmoseanlage zu setzen, erste Erfahrungen hatte ich aus ehemaligen Aquaristik Zeiten...

    Für rund 280€ bekommt man schon recht gute Komplettanlagen mit 3 Filtervorstufen, einer Membran und einem Aktivkohlenachfilter + sämtlichem Zubehör wie einem zweiten Wasserhahn für die Spüle. Ich hatte Bedenken, dass das Fehlen sämtlicher Pufferionen und Mineralstoffen das Wasser zu "aggressiv" und PH-instabil sein könnte, die Maschine angreift und der Geschmack auch wieder leidet. Zum Glück bekommt man um 20€ gute Mineralkartuschen für die "saubere" Seite, die alle nötigen Zusätze wieder beigeben. Ich habe mich für eine Direktwasseranlage ohne Kessel entschieden, da hält das Verkeimungsrisiko gering und man hat deutlich weniger Abwasser (1:2 Nutz/Abwasser)

    Wir nutzen das Wasser für die Trinkwasseraufbereitung, Espressomaschine /FrenchPress, Tee, aber auch zum Kochen und Abwaschen. Leitwerte und PH Werte passen perfekt. Zum vorher genutzten Markenwasser aus dem Supermarkt gibt es quasi keinen Unterschied.

    Zusammengefasst kann ich eine solche Anlage nur empfehlen, Langzeiterfahrungen stehen natürlich noch aus.
    Fragen und Diskussionen gerne. ;)
     
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  2. THZ

    THZ Mitglied

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    Ich verwende schon seit 4 Jahren eine einfache Umkehrosmoseanlage für meine Kaffeemaschine(n) ohne Probleme - ohne Zugabe von Mineralien.
     
  3. mat76

    mat76 Mitglied

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    Sehr Interessant. Könntest Du noch ein paar Fotos vielleicht posten?
     
  4. #4 Ansonamun, 12.01.2019
    Ansonamun

    Ansonamun Mitglied

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    Wo in Oberbayern wohnst du denn ?

    Hier so nähe Wasserburg haben wir ca. 16°dh und ich konnte mittels BWT Filterkartusche das Wasser so gut auf 5-6 runter bringen.
    Geschmacklich find ich es nach vielen Jahren ganz in Ordnung, ich muss aber auch gestehen das ich bisher es nie mit Flaschenwasser ausprobiert habe.

    Aber aus der Erfahrung weiß ich, da gibt es leckeres Wasser und nicht so leckeres.

    Über Fotos würde ich mich auch freuen.
     
  5. THZ

    THZ Mitglied

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  6. punica

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    In der Nähe von Landsberg am Lech. Ich bin vll. etwas sehr geschmackskritisch aber trinken kann ich das Wasser hier nicht. :rolleyes:

    Ich habe bewusst bisher keinen Hersteller genannt denn es gibt diverse Anbieter von diesen Anlagen, die sich wahrscheinlich fast alle an den gleichen Produkten bedienen und qualitativ sich nicht viel nehmen, also bitte nicht nach mir richten. Den Mineralfilter habe ich auch von einem anderen Anbieter. Aktuell sind das auch noch die ungekürzten Leitungslängen und sämtliches Zubehör liegt drunter, das geht noch deutlich schöner/aufgeräumter. Auf dem Bild sieht die Anlage größer aus als in Realität, sie nimmt weniger als die Hälfte des Spülenschranks ein.
     

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  7. muffi

    muffi Mitglied

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    Das klingt gut. Wie tust du allerdings beim Abwasch? Das Wasser ist ja kalt.

    Bei meinem Wasser überlege ich auch schon länger herum. Das wird in meiner Siedlung zentral enthärtet und ist somit eine widerliche Natrium-Bombe.

    Hat jemand Erfahrung mit Sonvita-Produkten? Die würde ein Händler in meiner (erweiterten) Reichweite führen; blind online kaufen will ich sowas eher nicht, irgendeine seriöse Arte von Zertifizierung / Gütesiegel wäre mir auch recht. Das ist bis jetzt zumindest einer der wenigen Hersteller auf meinem Radar, die weitgehend ohne esoterischem Mumpitz auskommen und auch Mineralkartuschen anbieten (so ganz ohne ist mir nicht geheuer).

    Am liebsten wäre mir ja die Lösung von BWT und Marzocco in klein. Die Osmoseanlagen und Mineralisierungsfilter von BWT sind jedenfalls ausschließlich für die Gastronomie ausgelegt und entsprechend teuer (und überdimensioniert). Da habe ich jedenfalls 2017 (wie die Zeit vergeht) einmal angefragt.
     
  8. punica

    punica Mitglied

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    Also Abwaschen tue ich (alles was nicht in den Geschirrspüler kommt) noch mit Leitungswasser, da heiß und wegen der sonst unnötigen Abwasserproduktion. Alles aus Glas wird dann halt nochmal mit Osmosewasser abgespült gegen Flecken.

    Auch wenn mit meiner Anlage theoretisch über 1500l am Tag produziert werden können ist das halt nur bedingt für mehr geeignet als zur Trinkwasserproduktion. Dafür ist der Volumenstrom auch einfach zu gering. Ich hatte auch erst überlegt den Geschirrspüler mit zu betreiben, dass scheitert allerdings schon am nötigen Druck. Für Espressomaschinen mit Festwasseranschluss bräuchte man dann auch einen Zusatztank und eine Druckerhöhungspumpe am Ausgang
     
  9. Geschmackssinn

    Geschmackssinn Mitglied

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    @punica
    du hast also noch nach dem Kokosfilter, der ja schon nach der Membran kommt, eine Mineralkartusche?
    tut das wirklich not?

    man könnte doch auch minimal mit normalem Leitungswasser verschneiden!?
    oder es ganz normal nutzen ohne Verschnitt...man hat ja den Kokosfilter!
     
  10. muffi

    muffi Mitglied

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    Was macht ein Kokosfilter?
     
  11. punica

    punica Mitglied

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    Also ich nutze hinter der Membran nur einen weiteren Aktivkohlefilter, der zusätzlich eventuelle Rückstände und Verunteinigungen rausnimmt. Der gibt also auch keine Stoffe an das Nutzwasser ab. Daher der Mineralfilter, wobei Filter hier eigentlich das falsche Wort ist, er setzt dem Wasser nur Stoffe zu.
     
  12. Geschmackssinn

    Geschmackssinn Mitglied

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    hab mich unklar ausgedrückt...
    der Aktivkohle-Nachfilter besteht aus Kokosnussschalen...

    normalerweise trink ich das Wasser so, aber durch den Hinweis, das es die Boiler zerfressen kann, verschneide ich jetzt mit ein bisl Leitungswasser.

    (zerfrisst es auch die Kessel bei gutem PH?)
     
  13. Melitta

    Melitta Mitglied

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    Bei uns im Labor ist es verboten, das Wasser aus der Umkehrosmose für Lebensmittel zu verwenden oder gar zu trinken. Die Wasserfuzzis sagen, dass die Verkeimungsgefahr zu groß ist. Abgekocht nehme ich es trotzdem für Tee, weil das Leitungswasser zu kalkig ist.
     
  14. Geschmackssinn

    Geschmackssinn Mitglied

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    ich trinke seit >10Jahren Wasser aus UO Anlagen..... leb noch.
    (sowohl pur, als auch für Tee)
     
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  15. punica

    punica Mitglied

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    Bei größeren Osmoseanlagen ohne anständige Filterung und möglicherweise längeren Standzeiten wäre ich auch vorsichtig. Die Membranen müssen feucht gehalten werden und dürfen auch nicht längere Zeit unbetrieben stehen.

    Das Problem bei dem annähernd reinem Wasser ist unter anderem die gute Aufnahmefähigkeit von gelösten Stoffen aus der Umgebung und der ungepufferte PH Zustand. Es kann also schnell zwischen neutral-basisch-sauer ausschlagen und die Komponenten in der Maschine "angreifen". Daher ist eine Nachmineralisierung und PH Stabilisation schon ratsam.
     
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  16. muffi

    muffi Mitglied

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    Es gibt Leute, die rauchen seit 10 Jahren und leben noch. Trotzdem würde ich nicht damit anfangen. ¯\_(ツ)_/¯
     
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  17. Geschmackssinn

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    ja, kann man so denken, ABER:
    Grundsatzdiskussion und daher OT und bitte nicht hier diskutieren!
    = im Leitungswasser ist meist so viel gedöns da fragt man sich, ob Leitungswasser trinken, z.B. in Berlin, nicht dem rauchen/"saufen" näher kommt als das UO-Wasser (was nicht gemessen wird und daher auch nicht negativ ins Gewicht fällt bei der ach so guten Leitungswasserqualität)
    OT Ende

    zudem nehme ich ansonsten auch viele Mineralien über den Tag zu mir, sodass ich schon nicht elektrolytprobleme bekomme...
    im gegenteil, man sollte sich mal überlegen was man so an überflüssigen Mineralien in sich rein pumpt, ganz vorne ist da Salz...

    Die Moral ist dann mal wieder jedem selbst überlassen ¯\_(ツ)_/¯
     
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  18. punica

    punica Mitglied

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    Ich dachte mir schon, dass auch dieser Wasserthread eine solche Wendung nehmen wird. ;)

    Als Arbeitgeber würde ich meinen Angestellten weder die Nutzung von Osmose- noch von Leitungswasser für die Lebensmittelherstellung und zum Trinken gestatten. Was dann im Einzelfall gemacht wird steht dann auf einem anderen Blatt. Viele Leitungswasserquellen sind derart mit Bakterien/Viren/Legionellen und/oder Schwermetallen belastet, das sollte wieder keiner trinken! (auch im Privathaushalt)
     
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