Universal Einhebel Espresso Maschine

Diskutiere Universal Einhebel Espresso Maschine im Restaurierungen und Raritäten Forum im Bereich Maschinen und Technik; Was soll ich sagen, heute war Bergfest! Da die Muttern und Schrauben endlich ansehnlich waren, konnten die ersten Teile wieder zueinander finden....

  1. #121 Universal, 25.11.2021 um 17:58 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 25.11.2021 um 20:37 Uhr
    Universal

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    Was soll ich sagen, heute war Bergfest! Da die Muttern und Schrauben endlich ansehnlich waren, konnten die ersten Teile wieder zueinander finden. Und die ersten bestellten Sachen waren auch in der Post, so konnte ich die Hitzematten zuschneiden und den ersten Teil auch schon verbauen. (heute war es mir auch ehrlich gesagt nicht nach putzen und reinigen und polieren...muss auch erst mal Nachschub kaufen!

    Hier mal Bilder vom Zustand des Gehäuses auf der Innenseite. Man kann schon sehen, dass da ein Gasbrenner gearbeitet hat, alle Rückstände lassen sich auch nicht mehr beseitigen, aber es ist sauber und am Ende eben Teil der Geschichte.
    Zu beachten, die 2 Unterlegscheiben am Rand der Verschraubung für die Seitendeckelführung. Da die Schiene auf einer Seite einen zu großen Spalt hatte, wurden von der Fussverschraubung zwei Unterlegscheiben abgezweigt und diese für die Führung etwas zugefeilt und dann an der Schiene verbaut.
    Das Blech zur Beleuchtung hin ist eingeschoben und kann bei abgebauten Seitenrahmen herausgezogen werden.
    Da das Gehäuse ohne der Seitenrahmen sehr labil wird, habe ich erst eine Seite abgebaut und gereinigt, dann wieder zusammengebaut und den Schritt auf der anderen Seite wiederholt. So bleibt alles schön formstabil.
    20211125_143016.jpg 20211125_143023.jpg 20211125_143026.jpg 20211125_143051.jpg 20211125_143103.jpg 20211125_143145.jpg
     
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  2. Universal

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    Hab noch 3 Bilder vergessen anzuhängen...will es aber hiermit nachholen. Die Luftzufuhr / Entlüftung hat wohl auch über die beiden Öffnungen der Füße geführt. Man beachte den Zustand der Maschine im unteren Bereich.
    20211125_145123.jpg 20211125_145140.jpg 20211125_145146.jpg
     
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  3. #123 Universal, 26.11.2021 um 14:57 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 26.11.2021 um 16:11 Uhr
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    EIGENTLICH wollte ich Heute mal NICHTS machen, aber dann treibt es mich doch immer wieder in die Werkstatt zur Espressomaschine. Wetter ist ja eh shit und so ist die Werkstatt doch noch der angenehmere Platz.

    Und dann ist da ja auch noch dieser Kessel, der mich schon mehrmals zur Verzweiflung getrieben hat, so verdreckt wie der war. Und was das da Innen ist, "bohhh", wie mein lieber Nachbar Sauro auf solche Fragen immer antworten mag.
    Jetzt hab ich nochmals den Tipp mit der Stahlwolle aufgenommen, Typ 0000 extrafein. Zur Chemiekeule wollte ich nicht mehr greifen, meine Hände sind trotz Handschuhe vom Backofenreiniger doch sehr in Anspruch genommen geworden. Und was soll ich sagen, es hat funktioniert und es ging auch noch relativ schnell.
    Der Kessel hat die Maschinennummer gestempelt, also "matching numbers" wie man bei Autos so schön zu sagen vermag. Dann ist da noch eine 25 darunter und eine 1 daneben. An der Seite X XX auf den Kopf stehend.
    20211126_141228.jpg
    Innen, ist der Kessel verzinnt. Und zwar sehr dick verzinnt. An der Brennerseite gibt es sichtbare Beulen im Kupfermantel zu sehen, im Innenraum sind die nicht zu sehen oder zu erfühlen. An den Anschraubmuffen sieht man auch noch Zinnrückstände.
    20211126_141116.jpg 20211126_141432.jpg 20211126_144838.jpg
    Der Flansch mit seiner Nut ist von Hand gefeilt worden!!!:eek:
    20211126_141156.jpg 20211126_145142.jpg

    Außen ist der Kessel für mich fertig, Innen?!?!

    FRAGE: Wie mit dem Kesselinnenraum weiter vorgehen oder ist der jetzt so schon OK?
     
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  4. mechanist

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    Das ist schon seltsam, bei der bereits erwähnten Eleva ist ja der Kessel komplett, also aussen und innen beschichtet.
    Ich würde den Kessel innen so lassen und nach Fertigstellung die Maschine eine Zeit lang mit kalkhaltigem Wasser
    beheizen, damit sich wieder eine dünne Kalkschicht über das Zinn legen kann.

    Diese Bläschen auf der Kesselaussenseite habe ich so noch nie gesehen, da bleibt nur die Hoffnung, dass da keine
    Korrosion des Kupfers druntersitzt, sonst wird der Kessel da irgendwann undicht.
     
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  5. Universal

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    Wo siehst du Bläschen?
     
  6. mechanist

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    Diese vielen kleinen Beulen - sind die von Innen auch zu sehen?
     
  7. Universal

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    Nein, das sind m.E. Ausbeulungen mechanischer Art, innen liegt da ganz dick Zinn darüber. Die beiden nachfolgenden Fotos zeigen diesen Bereich im Innenraum.
     
  8. mechanist

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    Dann also harmlos, vielleicht hat der Kesselschmied da beim Löten Spannung wegnehmen müssen, passt ja zu der auch ansonsten noch sichtbar handwerklichen Fertigung der Maschine, die ich immer wieder faszinierend finde.
     
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  9. Universal

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    Stimme dir zu, da waren wirklich noch Handwerker am Werk...deine Anmerkung bezüglich der Spannung vor dem Löten ist interessant!
     
  10. ezlbaak

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    Hab ich so bei einem Pavoni-Kessel aus etwa derselben Zeit auch schon gesehen. Spräche für mich für die oben formulierte These: Handarbeit i. S. von Einzelanfertigung.
     
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  11. turriga

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    Ich würde (wie auch schon ezlbaak geschrieben hat) diese ebenfalls versuchen zu erhalten, zunächst entrosten und dann Oberfächenbehandeln, wenn noch genug Substanz da ist. Vorsicht ist ja oft auch beim Gewinde geboten, zu der Zeit öfter mal nicht metrisch. Aber du hast dies mit deiner Backpulver- Methode ja inzwischen eh so gemacht.
    Wie schützt du die entrosteten Schrauben dann dauerhaft vor neuem Rost?
    Das hatte einen anderen Hintergrund, es ging darum, den Schwerpunkt nach unten zu bekommen, dass die Maschine beim Hebeln nicht nach vorne kippt.
    In der Regel sind diese in dem Alter leider nicht mehr funktionsfähig, weil das Gas im Inneren der Röhre meist längst entwichen ist (selbst wenn sie nicht gebrochen sind), aber einfach mal testen.
    Wahrscheinlich eher Gummiteller. Typisch war zu der Zeit oft ein zähes, recht weiches, rotes Gummimatetial.
     
  12. Universal

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    Ich habe die Schrauben nach dem Ultraschallbad getrocknet (mit Druckluft) und dann über Nacht in Ballistol Öl eingelegt. Könnte mann auch darin "kochen", würde sicherlich noch mehr bringen, aber da die Maschine zukünftig ein schönes und trockenes Plätzchen bekommen wird, m.E. nicht notwendig. Die Vernickelung ist ja auch wieder recht gut zum Vorschein getreten und zu 80% erhalten.
     
  13. turriga

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    Interessant gerade bei der Maschine ist, dass es sie in unterschiedlichen Ausführungen des Beleuchtungseinsatzes und Sockels gab. Sicherlich nicht parallel, sondern zeitlich hintereinander, die Frage ist nur, welche zuerst und in welcher Reihenfolge?
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