Universal Einhebel Espresso Maschine

Diskutiere Universal Einhebel Espresso Maschine im Restaurierungen und Raritäten Forum im Bereich Maschinen und Technik; Was soll ich sagen, heute war Bergfest! Da die Muttern und Schrauben endlich ansehnlich waren, konnten die ersten Teile wieder zueinander finden....

  1. #121 Universal, 25.11.2021
    Zuletzt bearbeitet: 25.11.2021
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    Was soll ich sagen, heute war Bergfest! Da die Muttern und Schrauben endlich ansehnlich waren, konnten die ersten Teile wieder zueinander finden. Und die ersten bestellten Sachen waren auch in der Post, so konnte ich die Hitzematten zuschneiden und den ersten Teil auch schon verbauen. (heute war es mir auch ehrlich gesagt nicht nach putzen und reinigen und polieren...muss auch erst mal Nachschub kaufen!

    Hier mal Bilder vom Zustand des Gehäuses auf der Innenseite. Man kann schon sehen, dass da ein Gasbrenner gearbeitet hat, alle Rückstände lassen sich auch nicht mehr beseitigen, aber es ist sauber und am Ende eben Teil der Geschichte.
    Zu beachten, die 2 Unterlegscheiben am Rand der Verschraubung für die Seitendeckelführung. Da die Schiene auf einer Seite einen zu großen Spalt hatte, wurden von der Fussverschraubung zwei Unterlegscheiben abgezweigt und diese für die Führung etwas zugefeilt und dann an der Schiene verbaut.
    Das Blech zur Beleuchtung hin ist eingeschoben und kann bei abgebauten Seitenrahmen herausgezogen werden.
    Da das Gehäuse ohne der Seitenrahmen sehr labil wird, habe ich erst eine Seite abgebaut und gereinigt, dann wieder zusammengebaut und den Schritt auf der anderen Seite wiederholt. So bleibt alles schön formstabil.
    20211125_143016.jpg 20211125_143023.jpg 20211125_143026.jpg 20211125_143051.jpg 20211125_143103.jpg 20211125_143145.jpg
     
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  2. #122 Universal, 25.11.2021
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    Hab noch 3 Bilder vergessen anzuhängen...will es aber hiermit nachholen. Die Luftzufuhr / Entlüftung hat wohl auch über die beiden Öffnungen der Füße geführt. Man beachte den Zustand der Maschine im unteren Bereich.
    20211125_145123.jpg 20211125_145140.jpg 20211125_145146.jpg
     
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  3. #123 Universal, 26.11.2021
    Zuletzt bearbeitet: 26.11.2021
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    EIGENTLICH wollte ich Heute mal NICHTS machen, aber dann treibt es mich doch immer wieder in die Werkstatt zur Espressomaschine. Wetter ist ja eh shit und so ist die Werkstatt doch noch der angenehmere Platz.

    Und dann ist da ja auch noch dieser Kessel, der mich schon mehrmals zur Verzweiflung getrieben hat, so verdreckt wie der war. Und was das da Innen ist, "bohhh", wie mein lieber Nachbar Sauro auf solche Fragen immer antworten mag.
    Jetzt hab ich nochmals den Tipp mit der Stahlwolle aufgenommen, Typ 0000 extrafein. Zur Chemiekeule wollte ich nicht mehr greifen, meine Hände sind trotz Handschuhe vom Backofenreiniger doch sehr in Anspruch genommen geworden. Und was soll ich sagen, es hat funktioniert und es ging auch noch relativ schnell.
    Der Kessel hat die Maschinennummer gestempelt, also "matching numbers" wie man bei Autos so schön zu sagen vermag. Dann ist da noch eine 25 darunter und eine 1 daneben. An der Seite X XX auf den Kopf stehend.
    20211126_141228.jpg
    Innen, ist der Kessel verzinnt. Und zwar sehr dick verzinnt. An der Brennerseite gibt es sichtbare Beulen im Kupfermantel zu sehen, im Innenraum sind die nicht zu sehen oder zu erfühlen. An den Anschraubmuffen sieht man auch noch Zinnrückstände.
    20211126_141116.jpg 20211126_141432.jpg 20211126_144838.jpg
    Der Flansch mit seiner Nut ist von Hand gefeilt worden!!!:eek:
    20211126_141156.jpg 20211126_145142.jpg

    Außen ist der Kessel für mich fertig, Innen?!?!

    FRAGE: Wie mit dem Kesselinnenraum weiter vorgehen oder ist der jetzt so schon OK?
     
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  4. #124 mechanist, 26.11.2021
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    Das ist schon seltsam, bei der bereits erwähnten Eleva ist ja der Kessel komplett, also aussen und innen beschichtet.
    Ich würde den Kessel innen so lassen und nach Fertigstellung die Maschine eine Zeit lang mit kalkhaltigem Wasser
    beheizen, damit sich wieder eine dünne Kalkschicht über das Zinn legen kann.

    Diese Bläschen auf der Kesselaussenseite habe ich so noch nie gesehen, da bleibt nur die Hoffnung, dass da keine
    Korrosion des Kupfers druntersitzt, sonst wird der Kessel da irgendwann undicht.
     
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  5. #125 Universal, 26.11.2021
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    Wo siehst du Bläschen?
     
  6. #126 mechanist, 26.11.2021
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    Diese vielen kleinen Beulen - sind die von Innen auch zu sehen?
     
  7. #127 Universal, 26.11.2021
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    Nein, das sind m.E. Ausbeulungen mechanischer Art, innen liegt da ganz dick Zinn darüber. Die beiden nachfolgenden Fotos zeigen diesen Bereich im Innenraum.
     
  8. #128 mechanist, 26.11.2021
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    Dann also harmlos, vielleicht hat der Kesselschmied da beim Löten Spannung wegnehmen müssen, passt ja zu der auch ansonsten noch sichtbar handwerklichen Fertigung der Maschine, die ich immer wieder faszinierend finde.
     
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  9. #129 Universal, 26.11.2021
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    Stimme dir zu, da waren wirklich noch Handwerker am Werk...deine Anmerkung bezüglich der Spannung vor dem Löten ist interessant!
     
  10. ezlbaak

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    Hab ich so bei einem Pavoni-Kessel aus etwa derselben Zeit auch schon gesehen. Spräche für mich für die oben formulierte These: Handarbeit i. S. von Einzelanfertigung.
     
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  11. turriga

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    Ich würde (wie auch schon ezlbaak geschrieben hat) diese ebenfalls versuchen zu erhalten, zunächst entrosten und dann Oberfächenbehandeln, wenn noch genug Substanz da ist. Vorsicht ist ja oft auch beim Gewinde geboten, zu der Zeit öfter mal nicht metrisch. Aber du hast dies mit deiner Backpulver- Methode ja inzwischen eh so gemacht.
    Wie schützt du die entrosteten Schrauben dann dauerhaft vor neuem Rost?
    Das hatte einen anderen Hintergrund, es ging darum, den Schwerpunkt nach unten zu bekommen, dass die Maschine beim Hebeln nicht nach vorne kippt.
    In der Regel sind diese in dem Alter leider nicht mehr funktionsfähig, weil das Gas im Inneren der Röhre meist längst entwichen ist (selbst wenn sie nicht gebrochen sind), aber einfach mal testen.
    Wahrscheinlich eher Gummiteller. Typisch war zu der Zeit oft ein zähes, recht weiches, rotes Gummimatetial.
     
  12. #132 Universal, 27.11.2021
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    Ich habe die Schrauben nach dem Ultraschallbad getrocknet (mit Druckluft) und dann über Nacht in Ballistol Öl eingelegt. Könnte mann auch darin "kochen", würde sicherlich noch mehr bringen, aber da die Maschine zukünftig ein schönes und trockenes Plätzchen bekommen wird, m.E. nicht notwendig. Die Vernickelung ist ja auch wieder recht gut zum Vorschein getreten und zu 80% erhalten.
     
  13. turriga

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    Interessant gerade bei der Maschine ist, dass es sie in unterschiedlichen Ausführungen des Beleuchtungseinsatzes und Sockels gab. Sicherlich nicht parallel, sondern zeitlich hintereinander, die Frage ist nur, welche zuerst und in welcher Reihenfolge?
    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]
     
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  14. #134 Universal, 27.11.2021
    Zuletzt bearbeitet: 27.11.2021
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    Wenn ich dem Sagen eines gewissen Herrn M. glauben schenken soll, dann ist die Erste im Bild (letztendlich auch sein Museumsstück) Baujahr 1952.
    Dann soll es meine gegeben haben, ab 1953 bis ca. 1960. Wenn die Markung auf dem Kessel mit der 56 das Baujahr bedeutet, dann würde dies auch wieder passen, aber letztendlich nur eine reine Vermutung.
    Andererseits könnten die Seriennummern eventuell Aufschluss geben. Meine hat die Nummer 5129. @gismo könnte ja mal bei seiner nach der Seriennummer schauen und sehen, ob die Seriennummer über der von mir liegt. Dann wären wir schon mal auf dem richtigen Pfad. Wenn er dann auch noch den Seitendeckel abschraubt und nach der Stempelung des Kessels schaut, vielleicht sogar die Lösung des Rätsels.
    Andererseits für mich sieht das ovale Gitter irgendwie älter aus...und der Schriftzug der 1. Maschine ist vom Schrifttyp des UNIVERSAL Schriftzuges auch gleich, der Schriftzug auf der mittleren Maschine ist massiver im Auftreten.

    Aber ich habe auch Veränderungen im Gehäuse bemerkt.

    Diese typischen Öffnungen oben im Gehäuse haben sich von jeweils 2 links und rechts von der Plexiglaskuppel hin zu keiner Öffnung (Entfall) weiterentwickelt. Dein Bild der Maschine mit dem durchgängigen Fuß hat oben bereits überhaupt keine Öffnungen mehr. Die Maschine von @gismo hat eine Öffnung links und rechts.
    Die Maschine von Herrn M. hat zwischen den Füßen 3 Öffnungen, bei meiner sind es 4 Öffnungen.
    Und dann natürlich die Veränderung des Plexiglases ist ganz auffällig. Der Chromrahmen um das Plexiglas herum hat sich auch mit der Zeit etwas verändert und wurde schlichter und glatter.
    Und irgendwann war da am Handhebel der rote Knebel. Mir ist auch aufgefallen, dass die Maschine von M. und auch meine eine kleine Rille am Ende des Handhebels haben, bei anderen ist nicht vorhanden.
     
  15. turriga

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    In der Bildbeschreibung war „aus Sammlung in Australien“ angeben, das Regal darunter ist auch ein anderes, aber das Modell könnte tatsächlich dennoch das sein, welches auch auf der Sammlungsübersicht (und inzwischen restauriert) von Maltoni zu sehen ist:
    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]
    Oder wohl doch nicht, da diese unten nur drei Löcher hat.
     
  16. #136 Universal, 27.11.2021
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    Vielleicht kann ja auch die optische Entwicklung der Konkurrenz Aufschluss zu den Zeiten bei Universal geben?
     
  17. #137 Universal, 27.11.2021
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    Genau die Bilder hatte er mir geschickt, mit dem Angebot...seitlich am Fuss erkennst Du auch noch eine Schraube, die Funktion ist mir gänzlich unklar und bei meiner so auch nicht vorhanden und macht auch eigentlich keinen Sinn. Leider ist die Seriennummer versteckt.
     
  18. turriga

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    Das ist meine ich keine Schraube, sondern nur die Spiegelung des goldenen Zierrahmen.
     
  19. #139 Universal, 27.11.2021
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    @turriga ...Du quälst mich mit den Fotos wenn die Maschinen eine Plexiglaskuppel haben...:mad:
     
  20. #140 Universal, 27.11.2021
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    Letzte, schräg hintere Ansicht, Rechter Fuss direkt unter dem Goldrahmen sieht für mich nach einem Schraubenkopf aus.
     
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