Verliebt in eine Zacconi Riviera Espresso

Diskutiere Verliebt in eine Zacconi Riviera Espresso im Restaurierungen und Raritäten Forum im Bereich Maschinen und Technik; Der Wasserfluss muss sich auch in kaltem Zustand beobachten lassen. Bei der Pavoni wird das Wasser durch Überdruck ein Steigrohr hoch gedrückt....

  1. Jova

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    Bei der Pavoni wird das Wasser durch Überdruck ein Steigrohr hoch gedrückt. Das geht also nur, wenn die Maschine aufgeheizt ist.
    Wie ist die Zacconi da konstuiert?

    VG
    Jo
     
  2. vectis

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    Hallo,
    Die Zacconi Riviera hat nur ein auf den inneren Flansch der Brühgruppe gedrücktes Duschsieb. Das kann man mit einem Spatel oder notfalls mit dem Griff eines Teelöffels heraushebeln. Zuvor sollte aber die Siebträgerdichtung vorsichtig entnommen werden, sonst ist gleich eine neue fällig.
    Siehe:
    ZACCONI
    und
    [​IMG]

    und
    [​IMG]

    unten links (oder direkt hier drüber) sieht man das Duschsieb unter dem Kolben liegen.

    Gruß
    Vectis
     
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  3. vectis

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    Genauso, sie ist ebenfalls ein sogenannten Dipper, also mit Steigrohr.
    Nur hier wird wegen der Federgruppe nach Herabdrücken des Hebels der Kolben angehoben, so dass das Wasser durch das Steigrohr bzw. die Bohrung in der Brühgruppe in den dann zugänglichen Bereich über dem gefüllten Sieb einströmen kann. Nach Loslassen des Hebels bewirkt die Federkraft dann eben das druckvolle Absenken des Kolbens und der Espressobezug startet.
    Die Komponenten sind auf dem Foto von Francesco Ceccarelli sehr gut zu sehen.
     
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  4. #44 Wolfram1, 06.10.2019
    Wolfram1

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    OK
    bei meiner ist das Duschsieb nur eingesetzt/draufgedrückt.
    Das werde ich morgen mal genauer anschauen.
    Ich spüle das Sieb aber auch jedes mal durch um darüber die Tassen vorzuwärmen.

    Ich hab da auch noch eine Beobachtung gemacht.
    Die Temp wird ja über den Druck gesteuert.
    Wenn meine Maschine abschaltet und die Temp. erreicht sein sollte sinkt der Druck sofort um 1Bar ab wenn ich nur kurz die Dampfdüse aufmache.
    Dadurch schaltet sich die Heizung sofort wieder ein und man kann deutlich hören wie das Wasser zu kochen anfängt.
    Beim aufheizen ist dieses Kochen nicht zu hören.
    Ich vermute, das wenn man diesen Druckablass nicht macht die Temp. um einiges geringer ist.
    Ist sie wieder aufgeheizt bricht der Druck bei erneutem aufrehen des Dampfventils nicht zusammen.

    Das habe ich jetzt mehrfach beobachtet und es ist auch jedes mal das selbe.
    Ergo
    Aufheizen - Druck über Dampfdüse kurz ablassen - wenn wieder warm kann es losgehen ohne zusammenbruch des Drucks.
    Ohne diese vorgehen ist z.B. kein Milchaufschäumen möglich.

    Gruß
    Wolfram
     
  5. joost

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    Vollkommen normal, das ist komprimierte Luft. Du entlüftest damit Deine Maschine nach Befüllen bzw. dem Abkühlen & Aufheizen. Vollkommen normal, das gehört zum Arbeitsablauf. Möglicherweise gibts für die Zacconi auch ein Zwei-Wegeventil zum Nachrüsten, das den Unterdruck- und Entlüftungsausgleich automatisch vornimmt (wie bei den aktuellen Pavonis).
     
  6. vectis

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    Entscheidend ist vielmehr ob Du bereits beim ersten Hochheizen den sogenannten Fehldruck über die Dampflanze ablässt.
    Diese alten Zacconis haben kein entsprechendes Ventil, so dass man das Erwähnte wie bei vielen Maschinen aus dieser Ära durchführen muss.
    Macht man es nicht, schaltet der Pressostat zwar ab, aber wegen des Fehldrucks stimmt das Druckverhältnis im Boiler anfangs nicht wirklich, so dass die Temperatur auch nicht richtig hin haut.
    Wenn sie also beim Öffnen der Dampflanze gleich um ein Bar absinkt, dann wurde vorher der Fehldruck nicht abgelassen. Deswegen hast Du zuvor auch das Kochen nicht gehört.
    Siehe vielleicht dazu diesen Thread:

    La Pavoni Professional kein Druck mehr bei Hebelbetätigung

    oder unter der Eingabe "Fehldruck" oben rechts im Suchfeld mal die vorhandenen Threads zum Thema Fehldruck lesen.
    Die Zacconi unterscheidet sich diesbezüglich nicht von der La Pavoni oder anderen Handhebel-Maschinen dieser Bauart.

    Viel Erfolg
     
  7. #47 Wolfram1, 06.10.2019
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    Och man.
    Jetzt habe ich gedach ich könnte auch mal was neues sagen ......:(
    Dafür klappt der Milchschaum schon echt super.
    werde immer besser.
    Meine Frau ist richtig begeistet.:)
     
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  8. joost

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    Kopf hoch, da gibt Dir die Zacconi sicher noch die Gelegenheit, sowas zu finden :)
    Pavoni ist halt schon ausgelutscht, seit Jahrzehnten, aber wenn Du Dich auf die Gruppe Deiner Diva konzentrierst, gibts sicher das Eine oder Andere zu entdecken.
    Mir fällt da eh die Ähnlichkeit zur Elektra MCal auf...
     
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  9. vectis

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    Es steht schon alles geschrieben, und wenn nicht im Kaffee-Netz, dann am besten in der Bedienungsanleitung des Herstellers:

    http://www.zacconi.net/de/riviera_de.pdf

    ". wenn das grüne Licht gelöscht ist...." ,das wäre bei Deinem Umbau der Fall wenn es zu leuchten beginnt.

    ;)
     
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  10. #50 S.Bresseau, 06.10.2019
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    Wieder was gelernt. Es gibt gar keine Duschplatte, der Kolben wird nach unten nur durch das Duschsieb verschlossen? Ist das denn bei allen kleinen Handheblern ähnlich? Dann drückt man sich ja ggfs das Duschsieb beim Leerbezug ohne ST raus, oder?
     
  11. #51 S.Bresseau, 06.10.2019
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    Wird jetzt speziell bzw OT: ich dachte vor allem an den Wasserdruck
     
  12. vectis

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    Ja so ist es bei vielen dieser Maschinen.
    Nur Herausdrücken wird man es nur wenn der Kolben nicht richtig positioniert ist.

    Deswegen gibts bei den Pavonis und der Cremina diese Einstellmuttern oben an der Kolbenstange.
    Bei Zacconi, Sama bzw. Pontevecchio ist es ab Werk so dimensioniert, dass es genau passt, vorausgesetzt der Kolben ist richtig auf die Kolbenstange geschraubt.
     
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  13. vectis

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    Die Duschsiebe sitzen recht stramm, sofern nicht zig Male unsanft herausgewurschtelt.
    Bei nicht eingesetztem Siebträger rauscht das Wasser auch unter Druck locker durch, ohne das das Duschsieb deswegen herausfallen würde.
     
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  14. joost

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    genau. Sie werden mitsamt der Dichtung unter ordentlich Druck via Eindrehen des Siebträgers geradezu nach oben in die Gruppe verpresst.
     
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  15. vectis

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    @joost , das aber nur wegen der optischen Ähnlichkeit des Messing-Blink-Blink (oder auch ggf. Kupfer).:D

    Die Zacconi Riviera hat eine Brühgruppe, die weitestgehend identisch mit der der Sama bzw. Pontevecchio Export oder Lusso ist.
    Nur die ganz alte Sama Club weist eine ähnliche (an sich nur kürzere) Brühgruppe wie die Elektra MCL auf.

    Sorry fürs OT, aber der Sama-Fan in mir konnte nicht anders;)
     
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  16. #56 Wolfram1, 06.10.2019
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    Schön euch zuzuhören!

    Der Kolben geht bis Ende des Zylinders. er ist nicht einstellbar.
    Das Sieb sitzt direkt darunter.
    Es drückt auch nicht raus wenn man ohne Siebträger Wasser durchdrückt.
    So befülle ich die Tassen mit heiß wasser.
     
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  17. #57 vectis, 07.10.2019
    Zuletzt bearbeitet: 07.10.2019
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    Ja, so mache ich das auch mit eingespanntem Siebträger ohne Sieb drin. Vor allem wird dabei auch die Brühgruppe und auch der Siebträger durch das durchlaufende Heißwasser auf die erforderliche Temperatur gebracht, denn wenn diese Komponenten noch kühl sind, dann kann der Espresso eine etwas zu geringe Temperatur aufweisen und schmeckt ggf. tendenziell säuerlich.
    Du hast mit der Riviera eine ausgewogene und recht temperaturstabile Maschine, die sehr gute Espressi kredenzt wenn man sich erst einmal mit der ganzen Sache eingespielt hat.
    Viel Freude damit nochmals
     
  18. #58 Wolfram1, 07.10.2019
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    Hallo,
    unsere erste Bohne (Starker Tobak Hannover) ist alle und wir suchen jetzt was anderes.
    Ich vermute mal das wir eine sehr helle Bohne erwischt hatten.
    Aber das ist erstmal nicht so schlimm.
    Wir wollen ja durchprobieren.

    Da wir jetzt wieder die Reste des gemahlenen aufbrauchen beobachte ich jetzt viel genauer und mach mir jetzt gedanken wie der Kolben funktioniert.
    Der Kolben hat ja drei Dichtungen.
    Von unten nach oben:
    Nach unten abdichtend
    Nach oben abdichtend
    Nach unten abdichtend

    Der zulauf liegt vermutlich zwischen den beiden oberen Dichtungen und dichtet so nach oben und unten ab.
    Das würde heissen das das Wasser am ganzen Kolben unterhalb der oberen Dichtung vorbei läuft bzw. ihn flutet oder umspült wärend des Bezugs.
    Hebe ich jetzt den Kolben an, wandert die mittlere Dichtung am Einlauf vorbei und gibt im grunde den Weg für das Wasser an der unteren Dichtung frei.
    Die untere Dichtung dichtet aber so stark ab das der Kesseldruck nicht ausreicht das Wasser an dieser vorbei ins Sieb zu drücken.
    Erst wenn der Kolben höher wandert und die untere Dichtung am Einlauf vorbeiwandert gelangt das Wasser auf das Sieb und flutet dieses.
    Der freigegebene Raum sollte sich in dieser Position mit Wasser füllen und anschliessend (abgesehen vom Kesseldruck) durch den Kaffee drücken wenn der Kolben wieder zurückwandert.

    Warum schreibe ich das.
    Ich habe beobachtet das wenn ich den Hebel loslasse eine geringe menge an Kaffee strömt und anschliessend diese etwas verebbt obwohl der Kolben noch nicjht unten angekommen ist.
    Meine Vermutung ist, das die untere Dichtung Wasser durchlässt das dann wieder in den Kessel zurückgedrückt wird.
    Kaffeemehl ist aber im Kessel nicht vorhanden.

    Die neuen Dichtungen sind noch nicht da.
    Deshalb ist es eigentlich uninteressant aber für die Zukunft kann das wissen vom Ablauf einem bei der Fehlersuche helfen.

    Hab ich einen Denkfehler in meiner Beschreibung?

    Der auf Dichtungen wartende
    Wolfram
     
  19. Wolfram1

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    Moin Moin,
    das beim hebeln so wenig Kaffee kommt lässt mich nicht los.
    Ich habe folgende Theorie.

    Der Kessel steht unter Druck so das das Wasser ein höhere Temp. (110°C) erreicht.
    Wenn ich jetzt den Kolben nach oben ziehe und den Weg für das Wasser frei gebe entsteht eine Kavitation in dem Rohr und dem Raum über dem Kaffee.
    Dadurch entsteht Dampf der sich auf das Kaffeepulver legt und den Raum für Wasser verkleinert.
    Das würde bedeuten das ich erst die volle Menge an Wasser auf das Pulver bekomme wenn da eine Art Druckausgleich erfolgt ist.
    Das wiederum würde bedeuten das ich für eine korrekte Füllung min. so viel Gegendruck über das Pulver aufbauen muss das die
    Kavitation in dem Rohr nicht stattfindet.
    Beim zweiten mal hebeln kommt mehr Kaffee. Also vermute ich das das Kaffeemehl einen höheren wiederstand hat und so mehr Wasser einfließen kann oder der Druck so weit gesunken ist, das es nicht zu einer Kavitation kommt.

    Das ganze wirft natürlich die Frage auf ob ich das nicht minimieren könnte in dem ich die Brühgruppe nicht so stark aufheize.
    Der Dampf würde in einer kühleren Brühgruppe eher zusammenbrechen und wieder Raum für Wasser frei geben.

    Mir hilft das schreiben über die Vorgänge/Gedanken besser zu verstehen und auch evtl. Fehler zu vermeiden.
    Ist natürlich sehr technisch und wir wollen ja nur lecker Espresso aber der Weg ist schon lang. :)

    Gruß
    Wolfram
     
  20. honsl

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    Beim zweiten Hebeln ist der Puck gesättigt, also komplett feucht und du bekommst die Hubmenge quasi 1:1 in die Tasse. Beim ersten Hebeln saugt sich der Puck erst einen Teil der begrenzten Wassermenge weg. Das kannst du zum Teil durch die Länge der Preinfusion und/oder diverse Hebeltechniken (bspw. Preinfusion mit leichtem Druck, sodass der Puck schneller durchfeuchtet) umgehen.
     
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Verliebt in eine Zacconi Riviera Espresso

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