Vibiemme Domobar mit sehr hohem Druck laut Manometer

Diskutiere Vibiemme Domobar mit sehr hohem Druck laut Manometer im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo Leute, meine Vibiemme Domobar baut im Betrieb einen recht hohen Druck laut angebrachtem Manometer auf. Direkt nach Start des Bezugs geht...

  1. #1 matmike, 20.04.2006
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    Hallo Leute,

    meine Vibiemme Domobar baut im Betrieb einen recht hohen Druck laut angebrachtem Manometer auf. Direkt nach Start des Bezugs geht der Druck auf ca. 7bar und steigt dann schlagartig auf ca. 13bar an.
    Ist das i.O. oder sollte sich das anders verhalten? Mir kommt der Druck ein wenig hoch vor.

    Danke,
    MatMike
     
  2. #2 gunnar0815, 20.04.2006
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    Das ist viel zu viel. Sollte nicht über 10 Bar gehen.
    Wenn du ein Bypass hinter der Pumpe hast kannst du dort den Druck auf 9,5 oder10 Bar begrenzen.
    Gunnar
     
  3. #3 gunnar0815, 20.04.2006
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    Mein Puck war schon bei 11 Bar leicht zerschossen. Bei 13 Bar muß der übel aussehen.
    Gunnar
     
  4. #4 matmike, 20.04.2006
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    Also der Puck ist völlig in Ordnung, es bleibt nur Wasser drauf stehen. Aber das sollte ja kein Problem sein, oder?
    Ich habe keine Ahnung, ob ich einen Bypass habe. Wie kriege ich das denn raus? Und wie erfahr ich, was ich tun muss, um den Druck zu reduzieren?
    Da der Kaffe ziemlich anständig schmeckt, ergibt sich noch die Frage: Wie wirkt sich denn ein zu hoher Druck aus und kann es sein, dass einfach mein Manometer viel zu viel anzeigt?

    Danke,
    Matthias
     
  5. bella

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    Hallo Matthias...

    darf ich Dir meinen Bypass zeigen....... :p (klingt ja wie in der Reha.... :wink: )......

    [​IMG]

    Da geht dieser zweite Schlauch raus der in den Tank hängt, der dünnere........hab ich auch erst gestern gelernt....
     
  6. #6 gunnar0815, 20.04.2006
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    Meiner sieht bei der Relax so aus. Bei XXL kosten die so 9 EUR
    Vorne oben links mit Schlauch. Da wo der Schlauch drauf steckt ist die zu verstellende Schraube
    Gunnar
    [​IMG]
     
  7. #7 meepmeep, 20.04.2006
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    Meine Domobar brüht - nach der üblichen Anlaufphase, die zwischen 6 und 8 Sekunden dauert - mit 14 bar lt. Manometer. Die Ergebnisse sind, sofern man den richtigen Mahlgrad und Anpressdruck kennt, hervorragend. Deshalb ist mir der Brühdruck ziemlich wurscht.
     
  8. #8 Matt520, 20.04.2006
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    Hi an Alle!

    die entscheidende Frage ist wo das Manometer angeschlossen ist!

    Bei den meiste semi -prof. Maschinen die ich kenne (Isomac, Gem Futurema, ...) ist der Anschluß vom Manometer zwischen der Pumpe und
    dem Expansionsventil (bzw. Bypass). Dadurch zeigt das Manometer den Pumpendruck und NICHT den Brühdruck an.

    Bei einer Serie von der Isomac TEA war das Manometer nach dem Expansionsventil geschaltet und somit wurde der Brühdruck angezeigt.
    Typisches Erkennungszeichen dafür ist das der Zeiger vom Manometer beim erreichen vom Brühdruck zum flattern anfängt. (Kommt vom Expansionsventil).

    mit freundlichen Grüßen
    Matthias
     
  9. #9 gunnar0815, 20.04.2006
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    Meepmeep da wird dein Kaffee-Puck aber gut zerschossen sein oder?
    Meine Erfahrung ist das der Druck einiges an Geschmack ausmacht.
    Am Kaffee sollten 9 bis 9,5 Bar sein so das auf den meisten Anzeigen 9,5 bis 10 Bar einzustellen ist. 14 Bar ist viel zu viel.
    Gunnar
     
  10. #10 meepmeep, 20.04.2006
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    Nö, nicht die Bohne ;)

    Oder ist das "zerschossen"? (Leider bisschen unscharf)

    [​IMG]

    Bin mit meinen Ergebnissen wirklich zufrieden. Crema satt und schmecken tut's auch. So what?
     
  11. #11 gunnar0815, 20.04.2006
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    Ja sieht etwas zerschossen aus. Dürfte das Zweier Sieb sein oder? Mach mal ein Foto vom Einer mit 7 g Kaffee. Da ist das meisten noch schlimmer. Bekommst du den Puck als ein Stück heraus?
    Gunnar
     
  12. #12 meepmeep, 20.04.2006
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    Der Puck geht in einem Stück raus, allerdings bleiben Reste im Sieb, die ich anschließend ausspüle.

    Das Einersieb hab ich seit Wochen nicht mehr benutzt, weil ich morgens mittlerweile einen Doppio "brauche" und auch den Cappu immer mit einem Doppio mache.

    Aber wie gesagt, ich bin mit meinen Espressi rundum zufrieden. Außerdem scheint das Manometer wirklich den Pumpendruck und nicht den Brühdruck anzuzeigen.
     
  13. #13 gunnar0815, 20.04.2006
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    Normal soll der Brühdruck so ca. 0,5 bis 1 Bar unter dem Pumpendruck sein.
    Gunnar
     
  14. #14 matmike, 21.04.2006
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    Wenn ich es morgen in der Früh schaffe, kann ich ja auch mal ein Foto meines Siebträgers nach Bezug posten. Meine Pucks sehen eigentlich immer höchst ordentlich aus.
    Vielleicht zeigt die Domobar tatsächlich immer sehr hohe Werte an. Solange alles vom Geschmack stimmt, würde ich eher nix verändern. Und da meine Domobar nicht die Einzige mit gut Druck ist, kanns nicht so verkehrt sein ;-)
     
  15. #15 matmike, 21.04.2006
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    Sooo, den ersten Espresso intus und gleich mal Bilder gemacht. Das erste ist mal von der Maschine während des Bezugs:
    [​IMG]
    Und hier noch eines meines Siebträgers direkt nach Bezug:
    [​IMG]
    Vielleicht hilft es ja bei der Beurteilung ....

    Danke und einen schönen Tag,
    Matthias
     
  16. bella

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    Sorry, völlig off-topic.......

    Wie bekommt denn eine Domobar so hübsche Kippschalter? Selbstumbau oder gab/gibt es das mal irgendwo?
     
  17. #17 matmike, 21.04.2006
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    Hi,

    die habe ich bei caffe-milano gekauft, die hatten die so im Netz. Ich hätte mir keine Domobar gekauft, wenn es die Kippschalter nicht gegeben hätte :)
    Also ist es kein Selbstumbau sondern so ab Werk. Ich hatte das Teil aber so auch hier in München mal runstehen sehen. Also anscheinend hat Vibiemme da einige gebaut und möglicherweise haben mehr Händler die, als man denkt. Im Netz habe ich aber auch kein einziges Bild davon gefunden. Und auf eine Mail hat Vibiemme bis heute noch nicht geantwortet.

    Bei Fragen, meld Dich einfach.
    Matthias
     
  18. haemmi

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    Irgendwann vor langer Zeit habe ich mal im Physikunterricht gelernt, daß der Druck in einer Flüssigkeit überall gleich ist. Das würde aber nach dem oben Gesagten nur für geschlossene Behälter gelten und nicht für fließende Systeme. Wo wir doch hier im Board einige mit fundierten Chemiekenntnissen haben, findet sich vielleicht auch ein Boardmitglied, das mal für allle diesbezüglich Unterbelichteten den physikalischen Hintergrund erläutertern kann.

    @ Matthias
    In Deiner Signatur steht was von zwei Selbstbaumühlen. Hast Du hier schon mal etwas dazu geschrieben?

    Gruß, Andreas
     
  19. #19 matmike, 21.04.2006
    matmike

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    ??Also wenn Du mit Matthias mich meinst: Ich habe (noch) ein ganz normale Demoka 203, die mich nervt weil zu laut und zu dreckig.
    In meiner Signatur steht auch nix anderes drin. Ist da im Forum irgendwas durcheinander gekommen?
    Wenns nicht mich sondern einen anderen Matthias betraf: Ich habe nichts gesagt ;-)
     
  20. #20 Matt520, 21.04.2006
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    Hi haemmi!

    Ich bin nicht Matmike. Zu den Selbstbaumühlen habe ich noch nichts geschrieben (kommt noch).

    Bezüglich Differenz Pumpendruck und Brühdruck:
    Gehen wir von folgenden Ablauf aus: Optimaler Bezug (Espresso in ca 25 sec) bei einer E61.
    1.) Du startest den Bezug und die Pumpe läuft an.
    2.) Das Wasser fließt durch das Expansionsventil und den Durchlauferhitzer zum Brühkopf
    3.) Das Wasser trifft auf den Kaffepuck und kann nicht weiterfließen
    4.) Die Pumpe fördern weiter Wasser und somit beginnt der Druck zu steigen.
    5.) Ab ca 3-4 bar macht das Ventil vom Preinfusionszylinder auf.
    6.) Ein kleiner Teil vom Wasser sickert durch den Kaffepuck, benetzt ihn und die ersten Tropfen kommen. Der größere Teil vom Wasser fließt in den Preinfusionszylinder
    7.) Der Preinfusionszylinder füllt sich bis er voll ist
    8.) Wenn der Preinfusionszylinder voll ist ändert sich dadurch die Flußrate da das Wasser nur noch durch den Puck fließen kann.
    9.) Die Pumpe baut durch die geringere Flußrate noch mehr Druck auf. (Liegt bei dieser Flußrate bei ca. 12-14 bar)
    10.) ab ca. 9-10 bar beginnt das Expansionsventil zu arbeiten an.
    11.) Das Expansionsventil arbeitet und reduziert den Druck auf den eingestellten Wert. (ca. 9-10 bar).
    12.) Der überschüssige Druck (und Wasser) wird vom Expansionsventil abgeleitet und fließt über einen Schlauch ab. (Meistens in den Tank zurück)
    13.) Die gewünschte Menge ist erreicht und du betätigst den Hebel am Brühkopf
    14.) Das Einlaßventil im Brühkopf wird geschlossen. (Pumpe läuft noch)
    15.) Das Einlaßventil ist geschlossen und die Pumpe wird abgeschalten.
    16.) Da die Pumpe nicht mehr läuft beginnt sich das Rückschlagventil zu schließen und Der Restdruck von ca. 9 bar bleibt im System stehen.
    17.) Der Hebel wird in die Grundstellung bewegt
    18.) Es öffnet sich dadurch das Auslaßventil im Prefusionszylinder und der Restdruck im Brühkopf wird in die Tropfschale abgeleitet.
    19.) Der Siebträger ist drucklos und kann entnommen werden.

    Verhalten vom Manometer bei diesen Ablauf wenn es vor dem Expansionventil geschalten ist.
    1-4 Der Zeiger vom Manometer bewegt sich langsam von 0 Bar auf ca. 3-4 bar.
    5-7 Der Zeiger bleibt auf die 3-4 bar stehen.
    8-14 Der Zeiger bewegt sich schnell weiter und bleibt bei ca 12-14 bar stehen.
    15-19 Der Zeiger beginnt ganz langsam auf 0 bar zu sinken. (kann bis zu 15 min dauern)

    Verhalten vom Manometer bei diesen Ablauf wenn es nach dem Expansionventil geschalten ist.
    1-4 Der Zeiger vom Manometer bewegt sich langsam von 0 Bar auf ca. 3-4 bar.
    5-7 Der Zeiger bleibt auf die 3-4 bar stehen.
    8-14 Der Zeiger bewegt sich schnell weiter und bleibt bei ca 9-10 bar stehen. (Meistens fängt er zum zittern an)
    15-19 Der Zeiger beginnt ganz langsam auf 0 bar zu sinken. (kann bis zu 60 min dauern)

    Da das Expansionsventil als Druckminderer arbeitet kannst du vor dem Ventil einen anderen Druck als nach dem Ventil haben.

    PS.: Falls ich irgendwo geirrt habe bitte sagen.

    mit freundlichen Grüßen
    MAtthias (matt520)
     
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