Vibiemme Domobar nicht heiß genug

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  1. bhound

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    Liebe freunde des gepflegten Espressos!

    Ich habe bei meinem Domobar-Einkreiser (alte Version) den defekten alten Thermostaten gegen den der neuen Version getauscht. Funktioniert soweit auch grundsätzlich, nur habe ich das Gefühl, dass sie im normalen Betrieb nur auf voller Stufe ausreichend heizt (bzw selbst da nur knapp ausreichend).

    Konkret habe ich nur dann, wenn ich den Thermostat auf Anschlag aufdrehe, eine Bezugstemperatur von rund 90 grad am Duschsieb (bei durchgeheizter Maschine). Es sprotzt und dampf auch nicht am Anfang des Bezuges. Der Thermostat sollte bei der Stellung aber erst bei 110 Grad Kesseltemperatur schalten, da sollte das Wasser beim Bezug doch durchaus sprotzen und dampfen?

    Woran kann es liegen, dass das Wasser am Weg zum Sieb gut 20 Grad Temperatur verliert?

    Die Heizung selbst kann ich als Fehlerquelle eher ausschließen, weil die Kesseltemperatur im Dampfmodus dann doch deutlich höher geht (die wird über einen Anlegefühler gemessen).
    Wenn ich davor Dampf beziehe und nicht wieder ganz abkühlen lasse, bekomm ich auch (kurz) Bezüge deutlich über 90 Grad zustande.
    Auch eine Verkalkung des Thermosyphons halte ich für sehr unwahrscheinlich, da die Maschine generell fast keinen Kalk hat und auch gerade eben nochmal sicherheitshalber entkalkt wurde.

    Bleibt eigentlich nur, dass der Thermostat quasi falsch werkskalibriert wurde, oder?

    Liebe Grüße!
     
  2. #2 finsterling, 16.12.2020
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    Sicherheitshalber entkalkt.....

    Was sein kann, irgendwas kleines hat sich irgendwo an der Brühgruppe abgesetzt.
     
  3. #3 Espressojung, 16.12.2020
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    Die ECM Classika 2 hatte auch diesen Drehthermostaten eingebaut,
    der sollte laut ECM bei einem Service ausgebaut und gegen einen 104°C Thermoschalter
    ersetzt werden. Vielleicht ist das für deine Maschine auch eine Option.
    Das die Brühgruppe nicht richtig heiß wird, würde ich auf eine nicht
    richtig funktionierende Konvektion durch Verkalkung zurückführen.
    Check mal die beiden Leitungen die zur Brühgruppe führen.
     
  4. bhound

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    ad Entkalken: ja, das letzte mal hat der Vorbesitzer irgendwann 2019 gemacht, dachte das kann nichts schaden mal wieder einen Durchlauf zu machen. Das Problem ist aber nicht erst seit dem entkalken.

    ad Festsetzten: Gibt es da einen "klassische" Stelle, wo sich etwas festsetzten kann?

    ad ECM Thermostat: ich habe einen Tauchfühler der im Kessel sitzt, ich glaube nicht dass wir da dasselbe meinen (Link: https://www.espressoxxl.de/THERMOST...75-BIS-110C-EINSTELLBAR-FUeR-VIBIEMME-DOMOBAR)

    ad Brühgruppe checken: Alles klar, also mal Pilz aufschrauben und von oben ansehen wie Trompete und co aussehen und außerdem die beiden Leitungen abschrauben und ansehen? Bringt es in dem Zusammenhang irgendwas gleich alle Gruppenteile zu erneuern/schmieren oder kann das damit nicht zusammenhängen?

    Danke euch und LG!
     
  5. #5 Espressojung, 16.12.2020
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    Ja wir meinen den gleichen Drehthermostaten.
    ECM hat diesen gänzlich abgeschafft und durch einen 104°C Thermoschalter ersetzt.
    Kalk setzt sich am ehesten an Engstellen wie Krümmern u.s.w. fest.
     
  6. #6 Gandalph, 16.12.2020
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    evtl. liegt es am "neuen" Thermostaten ?!?
    es gibt bei avola 2 Thermostate für die Domobars - die neue Version, und die alte Version

    lg ....
     
  7. bhound

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    Dann kann ich die Temperatur ja gar nicht mehr regulieren, oder steh ich jetzt auf dem Schlauch? Ich wüsste auch nicht wo ich den montieren soll, das loch wo meiner eingeschraubt wird, ist ja bedeutend größer.

    Krümmer und co ist klar, aber gibt es direkt in der Brühgruppe noch einen Kandidaten? LG
     
  8. #8 mr.smith, 16.12.2020
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    Bin gespannt was da rauskommt.

    Ich hatte vor einiger Zeit das selbe Problem.
    Hab einen neuen Drehthermostaten eingebaut,
    und auch das Gefühl, das bei höchster Einstellung die Temp. zu niedrig ist.
     
  9. #9 Gandalph, 16.12.2020
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    Auf den Bildern, vergleicht man den Fühler des alten und neuen Thermostaten, meint man, der neuere sei etwas dünner.
    Das könnte evtl. in der Tauchhülse durch unterschiedlichem Abstand zu einer nicht genauen Erfassung der Temp. und somit einer fehlerhaften Steuerung führen - nur so mal als Vermutung geäußert?!?
     
  10. #10 Espressojung, 16.12.2020
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    Wenn ihr unbedingt mit den Drehthermostaten arbeiten wollt, sollte man für einen festen Sitz des Thermosensors im Tauchrohr achten.
    Dazu kann man (wie auch einige Hersteller es machen) einen zusätzlichen dünnen Messing-Blechstreifen mit dem Thermosensors in das Tauchrohr einführen,
    dass führt zu einer besseren Temperaturübertragung.
    Auch sollte man nicht vergessen, den Thermosensor mit einer Wärmeleitpaste einzusetzen
    Wenn an den Ein- und Aus- Gängen (dort wo die Leitungen angeschraubt sind)
    keine Kalkablagerungen zu erkennen sind, würde ich die Brühgruppe selbst ausschließen.
    Um aber ganz sicher zu gehen, solltest du die Trompete ausbauen und in die BG reinschauen.
     
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  11. bhound

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    Ich halte Euch auf dem Laufenden! Halte den Ansatz mit dem Thermosyphon mittlerweile für die wahrscheinlichste Variante, wenn nicht ausreichend Heißwasser zirkuliert, weil durch Kalk verengt, wird die Brühgruppe nicht heiß genug und kühlt das Wasser beim Bezug. Siehe auch BFC Ela - Brühgruppe E61 zu kalt - Entkalken
    Wenn es nichts in die Richtung ist, werde ich den Thermostaten noch einmal tauschen.

    Der neue Thermostat wird gegen die Tauchhülse getauscht. Es kommt die ganze Hülse raus und stattdessen der Fühler direkt ins Wasser, daran sollte es nicht liegen.

    LG!
     
  12. bhound

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    Danke! So mache ich es!
     
  13. bhound

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  14. Vito

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    Hi, habe das selbe Problem. Bei mir hat der alte Thermostat aber noch funktioniert, das Tauchrohr war undicht und das Wasser ist aus den Tauchrohr gespritzt und der FI ist raus geflogen weil die Maschine dann voller Wasser stand. Habe mir auch die neue Version geholt und hab den auch auf voll aufgedreht und der Espresso ist ein wenig zu kalt. Zwischen neuem und alten Thermostat liegen zwei Tage. Ich habe das Tauchrohr ausgebaut, Maschine so stehen lassen und als der neue Thermostat kam die Adaptermutter rein gebaut und den Thermostat eingebaut. Also an Kalk und so kann es bei mir nicht liegen, da sich ja in zwei Tagen nicht so viel Kalk bilden kann das die Temperatur so signifikant nach unten geht. Ich bin am Überlegen ob ich mir n PID Set von Pohltechnik bestelle, das kostet gerade mal n bisschen mehr als das Doppelte von nem neuen Thermostaten. Ich würde mir ein neues Tauchrohr holen und in den Boden vom Tauchrohr das Loch für den Fühler bohren und den Durchmesser der Schlüsselweite am Fühler auf 7mm abschleifen (Innendurchmesser vom Tauchrohr). So muss ich nicht in den Kessel bohren und kann die Maschine immer wieder komplett zurück rüsten. Es sei denn bhound hat schon eine Lösung gefunden.
     
  15. bhound

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    Ich habe den thermostat bei mir jetzt so eingestellt, dass die bezugstemperatur sobald die heizleuchte ausgeht bei circa 91 grad startet (gemessen am wasserstrom im wartungsrohr) und dann über den ganzen bezug um 2-3 grad sinkt, das ist nicht 100% perfekt aber für meinen blend gut geeignet. überlege aber für eine konstantere temperatur (vor allem auch über den gesamten bezug) auch eine PID Regelung.
     
  16. Vito

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    Habe mir jetzt die PID Regelung bestellt. Gestern kam sie an. Ich bin gerade dabei mir ein schmales Gehäuse aus einem alten Receiver zurecht zu flexen und zu biegen. Ich denke ich werde die PID Steuerung am Wochenende mal einbauen und bin gespannt ob es damit besser wird. Bin aber vom Bohren ins Tauchrohr erstmal weg und werde den Fühler erstmal an Stelle von Thermostat ins Tauchrohr schieben und schauen wie das geht. Wenn es nicht so gut ist hole ich mir glaube ich n Fühler zum kleben den ich dann mit Wärmeleitkleber irgendwo am Zulauf an den Kessel klebe.
     
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  17. #17 Gandalph, 07.01.2021
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    Das halte ich für eine weniger gute Idee. Ich befürchte, dann ist die Heizung zu träge, überschwingt stärker, und du bekommst größere Schwankungen. Eine möglichst direkte Art der Temperaturabnahme des Wassers wäre da sicherlich besser.
    - wenn du schon eine Adaptermuffe eingesetzt hast, würde ich schauen, ob es nicht eine passende Temperatursonde gibt, die dann direkt in den Kessel ragt. Etwa so, wie bei der rocket - klick! ( die ist aber teuer - ca. 40-50.-€ )

    Wenn du kleben willst, dann würde ich den Sensor an das Rohr zum Eingang der Gruppe legen, und das Ganze gut isolieren. Dann nimmst du immer die Temperatur ab, die die Gruppe erreicht ( Thermosiphon ), und regelst nach dieser.
    Nachteil - beim Zerlegen, etwa wegen Entkalkung etc. hängt immer der Sensor am Rohr.

    lg ...
     
  18. Vito

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    Das Problem ist dass ich keine Tauchsonde finde die das Gleiche Innengewinde wie der Kessel (M12x1) oder wie die Adaptermutter für den neuen Thermostat (1/4") finde. Die haben alle andere Gewinde. Habe schon zwei Stunden gesucht, vielleicht bin ich auch zu blöd da eins zu finden. Deswegen dachte ich mir ich Versuch es erstmal den Fühler an die Stelle vom Thermostat in das Tauchrohr zu Hängen, da muss ja schon ne Temperatur abzunehmen sein, sonst hätte der Thermostat ja auch nicht geschaltet. Eine weitere Methode wäre das alte kaputte Tauchrohr als Adapter umzufunktionieren. Also unter Gewinde absägen und oben ein M8 Gewinde rein zu schneiden. So ne Fühler habe ich schon gesehen, brauche dann halt nur einen der lang genug ist damit er dann halt auch im Wasser steht. Das sind so meine Überlegungen. Da so n neuer Fühler ja Rück zuck eingebaut ist, habe ich jetzt erstmal gedacht ich gucke mal was ich da mit dem Fühler der Im Set dabei war so hin bekomme. Den muss ich noch abschleifen, weil er wegen der 8er Schlüsselweite ja so nicht ins Tauchrohr passt.
     
  19. #19 Gandalph, 07.01.2021
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    schau mal hier - klick!
     
  20. bhound

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    Falls es nicht zu unverschämt ist: könntest du den Einbau dokumentieren in diesem oder einem anderen Thread? Welchen Regler hast du denn jetzt bestellt? hast du einen Link?
     
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Vibiemme Domobar nicht heiß genug

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