Von der Asche in die Säure

Diskutiere Von der Asche in die Säure im Bohnen und Kaffee Forum im Bereich Rund um die Bohne; „Von der Asche in die Säure“ Auslöser für diesen Beitrag ist der Thread von RadS (Roger_aus_der_Schweiz)...

  1. #1 manzenberg, 07.11.2011
    Zuletzt bearbeitet: 07.11.2011
    manzenberg

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    „Von der Asche in die Säure“
    Auslöser für diesen Beitrag ist der Thread von RadS (Roger_aus_der_Schweiz)
    http://www.kaffee-netz.de/bohnen-und-kaffee/54713-helle-r-stung-vs-dunkle-r-stung.html
    Einer der seltenen Höhepunkte, in der sich immer wiederholenden Masse, der immer rasanter einströmenden Beitrage.
    Natürlich war die provokante Fragestellung der eigentliche Grund für die sich daraus entwickelnde fesselnde Diskussion.

    Aber leider hat sich daraus eine Dualität entwickelt, die mir nicht so behagt:
    Hell : Dunkel
    Gut : Schlecht
    Junge Wilde : Alte Säcke
    Diese Gegensätzlichkeiten sehe ich nicht so ausgeprägt.
    Denn wie immer gibt es nicht nur Schwarz Weiß, sondern fließende Übergänge mittels Grautönen.

    Beim Durchpflügen aller Beiträge über diese Thematik musste ich mit Erstaunen feststellen:
    Es gibt deutlich mehr „moderne Röster“ als ich bisher vermutet habe.
    Auch in den Ecken wo ich das gar nicht vermutet hatte.
    Selbst einer meiner Leib und Magen Lieblingsröster Machhörndl ist ja ein Junger Wilder. Ich habe nur bisher die falschen Sorten aus der dunklen Ecke bestellt.

    Außerdem bin ich, neben meinen Maschinen Kaffees, auch noch Liebhaber des guten alten Brühkaffees.

    Bilder Kanne und Filter
    [​IMG]



    Und dafür habe ich mir schon seit langem öfter helle Sorten von der dunkel Röster Fraktion beschafft.
    Also die Dark Vaders können auch hell rösten. Das schmeckt auch ausgezeichnet.

    Weil eben zur entsprechenden Röstung auch die dazu passende Zubereitungsart gehört.
    Schwierig wird es wenn man da die falschen Genstämme kreuzt.
    Dunkle Röstungen als Brühkaffee und helle Röstungen als Espresso.
    Da habe ich mit meinen Versuchen oft Schiffbruch erlitten. Oder nur mittels Verrenkungen nicht wirklich überzeugende Ergebnisse erzielt.

    Die Threads die ich über die hellen Röstungen fand können grob in zwei Gruppen eingeordnet werden.
    Gruppe1: Absolute genial. Von frischen Frucht Aromen schwelgend.
    Gruppe2. Absolut für die Tonne. Batteriesäure Sauer. Nur zum Wegschütten.
    Das ist jetzt auch nicht weiterführend. Also wie gewohnt:

    „Was man nicht Selber macht ist Nixx.“

    Also habe ich mich jetzt wie angekündig auf den Weg gemacht
    „Von der Asche in die Säure“
    Den Ersten Punkt habe ich schon erledigt. Mehrere Kilo Sauerampfer bestellen.
    Meine Wahl fiel auf den Phönix der aus der Asche des Sachsenlandes in dem Himmel der Fruchtaromen gestiegen ist.
    Bestellt habe ich:
    1 Kg RED leider noch Version 6, da leider genau am Tage der Umstellung auf 7 bestellt wurde.
    1Kg BLUE Versionsnummer 7
    500 g GATINA Sonderröstung

    Die Phoenix Homepage ist unerwartet unprätentiös, was man nach manchen schnöselhaften Vernissagen Marketing Aktion schon erwarten könnte.
    Klappern gehört eben zum Geschäft. Und jedes neue Produkt muss eben mit einer durchschlagenden Geschichte verkauft werden.

    Es gibt viel handfestes Informatives. Phoenix ziert auch nicht rum und gibt hilfreiche Angaben zum Brühen.
    Bei neuen Produkten finde ich das wirklich hilfreich für den unerfahrenen Anwender. Die zögerliche Haltung von RadS kann ich bei diesem Punkt nicht nachvollziehen.
    Weiterhin wird mir ja bei den Produktbeschreibungen auch schon schön ausführlich beschrieben, wie das zu schmecken hat.

    Hilfreich, wenn ich beim Brühen Mist baue. Dann muss eben die Phantasie nachhelfen.
    Der Glaube versetzt Berge. Vielleicht macht er auch aus Sauer Frucht.
    Also die Frucht ist auf dem Weg von Sachsen nach Bayern.
    Fortsetzung folgt
    Karl
     
  2. emdee

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    AW: Von der Asche in die Säure

    Ich lausche schon mal gespannt ;-)
     
  3. #3 manzenberg, 08.11.2011
    Zuletzt bearbeitet: 08.11.2011
    manzenberg

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    AW: Von der Asche in die Säure

    Episode II „Der Klonkampf Dualbolier mit PID gegen die Ureinwohner des Planeten die Zweikreiser mit Brain“

    Zur Einleitung eine paar kurze Sätze zum gewählten Thema.
    Bei der bereits erwähnten Diskussion Hell gegen Dunkel musste ich leider ziemliche Tiefschläge bei der Bewertung eines meiner Lieblingsmarken einstecken.
    Faustos Malabar wäre muffig, holzig gar aschig.

    Also das ist mein Startpunkt, die Asche die ich bisher als nussig schokoladig eingeordnet hatte.

    Weiterhin mag ich den Malabar immer noch weil es einer der Kaffees war mit denen ich als blutiger Anfänger meine ersten Espresso Highlights erzielen konnte.
    Der ist so fehlerverzeihend, gutmütig und schmeckt mir immer noch. Dem bin ich einfach treu bis an das Ende meiner Kaffetrinker Laufbahn.
    Na gut vielleicht schmeckt er manchmal etwas flach.

    „Monsooned Malabar“ . Der Name ist doch fast ein japanisches Haiku.

    Da fühle ich mich als Malbar Fan schon etwas angesäuert. Dem Röster wird das auch nicht gefallen.
    Da wo ich hin will wird viel von Säure gesprochen. Ob das jetzt mit Beeren behängte Fruchtsäuren sind (,macht mich neugierig).
    Oder vielleicht doch die Aromen mehr Richtung Batteriesäure tendieren (, was ich nicht erwarte), will ich wissen.

    Noch ein kurzer Satz zum Ergebnis auf welches dieser Thread irgendwann hinausläuft.
    Bei einem negativen Ergebnis halt ich gar nichts von öffentlichen Hinrichtungen, wie ich das hier schon ab und zu lesen musste.
    Ein negatives Ergebnis wird in etwa so formuliert „ Interessant, aber leider nicht meine Geschmacksrichtung.“
    Bei einem positiven Erfolg werde ich keinen Leser mit Beerenfrüchten bewerfen. „Frisch und fruchtig, das schmeckt mir“ reicht schon.

    Im Übrigen teste ich keinen Röster, meine Intension ist das Kennenlernen der neuen Röstungen.
    Für ein abschließendes Urteil muss ich sicher noch manche Unze Elbgold schürfen, den Pingo ein paar mal rocken lassen.
    Und am Ende will ich natürlich wissen. Ist der Machhörndl ein junger Wilder oder nicht?

    Die Apparaturen mit denen getestet wird.
    Espressomaschine Wega Airy

    Bild Espressomaschine
    [​IMG]

    Traditionelle Gastromaschine, eingruppig. 5 L Kessel. Brühgruppe E61 Klon mit Magnetventil. PI mit ca. 4 Bar Leitungswasserdruck getrennt schaltbar.
    Rotationspumpe. Im Wärmetauscher warten knapp 1 L heißes Brühwasser.


    Nix Pid nix Paddel, obwohl das relativ einfach nachzurüsten wäre, halt dann nicht Paddel sondern nur Rad.
    Aber von PP hat mich noch nichts so endgültig überzeugt, dass ich deswegen das Schrauben anfangen würde.

    Die Kaffee Mühlen Brasilia Rossi RR45 Reneka gelabelt oder Fiorenzato T 80

    Bild Mühlen
    [​IMG]

    Klassische Gastromühlen, Scheiben Mahlwerk 64 mm. Relativ neue Scheiben und Mühlen extra vor Testbeginn gesaugt und gesäubert, aber nicht extra gewienert.
    Diese Gastro Arbeitstiere mit den 64 mm Scheiben ähneln sich ziemlich. Wer meint wenn da Mazzer drauf steht, wäre das in der Tasse zu schmecken. Auch Ok.

    Der nächste Punkt meiner ursprünglichen Aufstellung war glaube ich den Pressostat hochdrehen.

    Temperatur rauf oder runter, da konnten sich wie gewöhnlich die Spezialisten nicht entscheiden.
    Das werde ich jetzt selber festlegen. Phoenix schreibt von ca. 92 Grad. Gefühlsmäßig würde ich sagen es geht um empfindliche Fruchtaromen, also eher runter.
    Noch eine Bemerkung zum Dual Boiler PID Hipe der einem fast zwingend vorgeschlagen wird für die Thematik „Ich will in Frucht Aromen schwelgen“.
    Wenn ich als Profi hinter der Theke stehe und in der Stunde mehrere Hundert Kaffee raushauen müsste, würde ich schon gerne etwas Slayer oder Synesso Ähnliches vor mir haben.
    Aber für den Hobby Barista, der seine 2 Espressi ohne Zeitdruck zelebriert, muss das nicht sein.


    Die Brühtemperatur:
    Da wir gerade über Temperatur reden, muss ich unbedingt eine Ehrenrettung des armen alten Zweikreisers vorbringen.
    Mein Zweikreiser ist sehr temperaturstabil auf ca. 92-93 Grad eingestellt. Selbst ohne Flush sprazzelt da nichts.
    Also nicht Flushen Temperatur ca. 93-94 Grad. Kleiner Flush Tempertur 92 -93 Grad. Starker Flush 91-92 Grad.
    So einfach geht das, und ohne Wartezeit bis ein PID die satturierte Brühgruppe irgendwann hoch oder runter gejuckelt hat.

    Druck:
    Lt. Phoenix 8,6 bis 8,9. Ergo etwas runterdrehen. Das deckt sich auch mit meinen früheren Experimenten bei den hellen Brüh Kaffeesorten.

    Mahlgrad:
    Wie gewohnt die Spezialisten sind sich uneins. feiner oder grober ist die Frage.
    Das werde ich jetzt auch selber entscheiden. Die doppelte Menge meiner gewöhnlichen Einwaage und gleiche Durchlaufzeit.
    Physik und Logik sagen mir, das geht nur mit Gröber.


    Menge in der Tasse:
    Doppelristretto ist das Zauberwort. Das werde ich jetzt auch nicht googeln sondern selber entscheiden.
    Ristretto ist das, was ich bei feinem Mahlen und Überfüllen kriege. So ein halber Espresso etwa, manchmal weniger.
    Also 6-12 ml. Verdoppelt ergibt das wieder einen Espresso (ca. 20 ml), eben nur dickflüssiger.

    Wird fortgesetzt
    Karl
     
  4. #4 Maximun, 08.11.2011
    Maximun

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    AW: Von der Asche in die Säure

    Ich genieße jetzt schon jedes Wort.

    Besonders das "nicht zerreissen" am Ende des Tests begrüße ich sehr.;-)

    Weiter so! :-D
     
  5. #5 mr.peterbuilt, 08.11.2011
    mr.peterbuilt

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    AW: Von der Asche in die Säure

    +1

    Ich guck hier bei jeder Gelegenheit rein, ob es weitergeht.
     
  6. #6 manzenberg, 09.11.2011
    Zuletzt bearbeitet: 09.11.2011
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    AW: Von der Asche in die Säure

    Episode III „Das Imperium greift die Rebellen an, und wird mit Zigarettenschachteln beschmissen“

    Das Sieb und die Einwaage
    Tja, die geforderte Einwaage von >= 20 Gramm grämt mich etwas.
    30 € Durchschnittspreis/kg inclusive Versand gehen schon in Ordnung.
    Aber beim Berechnen des Preis/Shot Verhältnisses werden da schnell gefühlte 60 € draus.
    Nur bei meinen ESE Forschungen brühe ich mit 8 Gramm. Aber nur weil das bei den ESE Pads ähnlich einer DIN Norm vorgeschrieben ist.
    Man kann schon mit 8 Gramm guten Kaffee brühen.

    Meine Standarteinwaage ist 10 bis 12 Gramm. Damit kann man dann schon vorzüglichen Kaffee brühen.
    Jetzt muss ich das verdoppeln. Freut den Pflanzer, freut den Röster, grämt den Brüher.
    Mir wurde doch so viel erzählt über das artgerechte Aussuchen der Bohne, das artgerechte Rösten der Bohne.
    Ist das jetzt noch ein artgerechtes Behandeln des Kaffee beim Brühen?

    Viel hilft Viel.
    Was soll der Geiz.
    Das Dreier Sieb ist so ein Low Budget Sieb. War eine Dreingabe beim Bodenlosen.
    Hab es aber mal vorsorglich per Hand nachpoliert.

    Bild Tamping Tom und Sieb

    [​IMG]

    Das Wasser:

    In der Regel nicht erwähnenswert. Kommt ja aus der Leitung.
    Jeder Besuch bei den lieben Verwandten verliert deutlich an Schrecken, wenn man seine eigenen Lieblingskaffee zum Brühen mitbringt.
    Ersten entgeht man so dem üblichen Blümchen Zichorie Kaffee Heißgetränk. Zweitens stellt man erstaunt fest, mein gewohnter Kaffee schmeckt ja auf einmal ganz anders.

    Also mein Brühwasser hat einen teutschen Härte Grad von 7-8. Der Anteil der Carbonathärte ist leider etwas hoch.
    Der Brunnen der in meinem Stadtteil das Wasser liefert, bezieht unglücklicherweise aus einem Aquifer mit der geologischen Bezeichnung „Wunsiedler Marmor Zug“ .
    Normaler Weise ist das Wasser in den Granit Mittelgebirgen eher ziemlich weich.

    Die Wassergüte ist keine statische Größe. Die Wasserwerke mischen aus verschiedenen Quellen nach Bedarf zusammen.
    Das kann in jedem Stadtteil anders sein, und kann sich auch zeitlich ändern.

    Bild Wasserglas
    [​IMG]

    Das wichtigste Instrument mein Gaumen
    Da sich das Geschmacksempfinden mit dem Alter deutlich ändern kann, will ich mein Alter nicht verheimlichen.
    Mein Alter findet sich eher am rechten unteren Rand der Gauß- Glocke.
    Ein alter Sack, einfacher gesagt.
    Natürlich weiß ich, ich hechle mal wieder dem hippen Zeitgeist hinterher.
    Aber so ist das mit den alten Säcken, die warten erst mal ab, bis der erste Überschwang,
    bei dem die jungen Wilden jede helle Bohne wild entschlossen für die hippe Espressomaschine geröstet haben, vorbei geschwappt ist.

    Wenn dann die Röster an Erfahrung gewonnen haben, und neben der Achtung für die Bohne, auch wieder an die Achtung meines Gaumen denken.
    Dann steigen die alten Säcke schon gemütlich auf ihr Steh Surfboard mit dem Stechpaddel und suchen die dritte Welle .


    Ich bin seit 30 Jahren Nichtraucher. Allerdings habe ich damals Schwarzer Krauser gedreht, und die Gauloises waren aus der gelben Schachtel, nicht aus der blauen Verpackung.
    Also mein Gaumen ist kampferprobt und kann schon was ab, ist aber nicht nikotinbetäubt.
    Deswegen bitte nicht mit Zigarettenschachteln schmeißen, falls doch das Wort Sauer als Adjektiv verwendet wird.

    Und bitte auch nicht mit Zucker überschütten. Mein Hausarzt hat kürzlich irgendwas gemurmelt von zu hohen Blutzuckerwerten.
    Also die paar Zuckerkristalle die mir noch täglich zugestanden werden, kann ich nicht schon im Frühstückskaffee verschwenden.

    Gestern Abend hat der Postmann zweimal geklingelt. Die Edelware aus Dresden ist eingetroffen.

    Bild Paket
    [​IMG]

    Wird fortgesetzt

    Kann aber etwas dauern. Muss zwischendurch auch mal ein Paar Kreutzer verdienen, damit ich die hellen Edelsorten bezahlen kann.
    Karl
     
  7. #7 manzenberg, 09.11.2011
    manzenberg

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    AW: Von der Asche in die Säure

    Eilmeldung-Sondermeldung von der Front.
    Natürlich hab ich´s nicht ausgehalten. Natürlich hat mir das keine Ruhe gelassen.
    Also sobald wie möglich den Griffel weg geschmissen und heim an die Machina.


    Den Pressostat hab ich runter geschraubt, damit ich nicht so viel flushen muss.
    Momentan brühe ich so um die 91-92 Grad
    .
    Den Druck musste ich auf >= 8,5 Bar hochstellen. Sollte man öfter überprüfen, der war nämlich bei 8 Bar verstellt.


    Der BLUE stand vorne, also musste er als erste Bohne dran glauben.


    Grau ist alle Theorie. Das Dreiersieb habe ich gleich verworfen. Unerprobt zeigte es bei Testläufen mit Bohnen aus der dunklen Ecke undefiniertes Verhalten.
    Deshalb habe ich beim ersten Brühen auf das Zweier Standartsieb, das bei der Wega vom Hersteller mitgeliefert wurde, zurückgegriffen. Die Wega Standartsiebe sind relativ groß. (Einer >= 10g und Zweier locker >=18g). Das Verhalten dieser Siebe kenne ich. Deshalb habe ich den Mahlgrad nicht verändert (die Rossi war gerade frei).
    Einwaage so >= 18g.


    Störend ist, dass man seine gewohnte Routine verlassen muss, mit der man sonst schon früh im Halbschlaf hirnlos perfekt zapfen kann.


    Erster Versuch: Irgendwas zwischen Ristretto und normalem Espresso
    .
    Die offene Tüte riecht verlockend.
    Das Mahlgut riecht verlockend.
    Der erste Kaffee riecht verlockend.
    Absolut verlockend nach Frucht Aromen riecht das was am Schluss übrig bleibt im Sieb.


    Eigentlich wollte ich meinen ersten Versuch als Cappuccino trinken.
    Getrunken habe ich ihn dann als Espresso ohne Zucker.


    Der erste vorsichtige Schluck erzeugt Erstaunen.
    Natürlich fällt einem als erstes der Begriff Sauer ein.
    Aber es ist kein adstringierendes Sauer.
    Es ist ein Neugierde erzeugendes Sauer.
    Es ist ein Fruchtsauer.
    Dafür muss man seinen Gaumen erst einüben.
    Es ist überhaupt kein Sauer aus den vielen Schauermärchen die ich so lesen konnte.
    Es ist ein frisches Sauer.


    Den zweiten Kaffee habe ich dann als Cappuccino getrunken.
    Lecker. Irgendwas zwischen Schokolade und Erdbeere. (Ja ich wollte keine Beeren werfen)


    Den dritten Kaffee habe ich dann als Espresso getrunken, mit etwas Zucker wie gewohnt.
    Damit ist Schluss für heute sonst kann ich nicht schlafen und träume noch von Beeren.


    Also lasst euch nicht von Gruselmärchen ins Bockshorn jagen. Das was die jungen Wilden da machen, macht Neugierde auf mehr.


    Natürlich muss ich noch viel perfektionieren. Aber das war anfangs bei den Dunkel Röstungen genau so.
    Karl
     
  8. #8 Roger / KAFISCHMITTE, 09.11.2011
    Roger / KAFISCHMITTE

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    AW: Von der Asche in die Säure

    Karl, ich find's super was Du da machst.
    Und noch besser ist, wie Du's beschreibst.
    Auch wenn das Ergebnis Dir nicht geschmeckt hätte, hätte ich deine Beiträge hier sehr genossen. Wenn's schmeckt umso mehr.

    :-D

    Liebe Grüsse aus der Schweiz

    Roger aka RadS (so heisst jetzt der junge Wilde in mir)
     
  9. #9 orangette, 09.11.2011
    Zuletzt bearbeitet: 09.11.2011
    orangette

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    AW: Von der Asche in die Säure

    Hallo Karl!
    Deinen threat finde ich super!Ich hatte mir fast ähnliches Überlegt aber meine Ausstattung ist mehr intuitiv zu bedienen,denn "professionell". Auch ich habe wie viele andere den hell / dunkel threat gelesen. Das lustige an dieser ganzen Geschichte war,daß ich mir gerade square miles "red brick " (HELL)bestellt hatte. Obwohl ich den ganzen Sommer über Schwarzmahler(DUNKEL) getrunken hatte. Mir war so danach...schlichtweg! nix alt gegen jung....
    Den Absolutismus in der Diskussion konnte nicht wirklich nachvollziehen und war gespannt wie die helle Röstung jetzt bei mir so ankommt.(auch lekker !) Mein Ausstattung läßt nun nicht viel Spielraum für Temperatur- und Siebchenspielereien,aber Geschmacksunterschiede kommen hier auch durch. Für Angaben der Röster bin ich auch sehr dankbar,als Leitfaden - da sprichst Du mir fast aus der Seele. Letztlich mag ich beides gute helle und gute dunkle Bohnen. Die bewußt provokante Fragestellung von RadS fand ich gut,aber die Motivation der Frage blieb mir ein bißchen schleierhaft. Das soll Dich aber nicht stören mit deiner Versuchsreihe weiter zu machen und davon zu berichten. Ließt sich super und macht Lust auf eigene Experimente. DANKE dafür :) orangette
     
  10. emdee

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    AW: Von der Asche in die Säure

    Karl,


    bisher schön zu sehen und zu lesen - mach bloß weiter und bring es als Buch heraus :idea:
    Das wäre auch tolle Lektüre, wenn man von seiner "macchina" aus im Exil weilt.
    Mir bringts ne Menge, auch wenn ich ähnlich orangette weniger Spielraum zum Verstellen habe. Macht nix.

    Spannend.

    Danke
     
  11. #11 manzenberg, 10.11.2011
    Zuletzt bearbeitet: 17.11.2011
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    AW: Von der Asche in die Säure

    Schlussepisode IV „Viel Licht und ein kleiner Schatten“

    Kleiner Nachtrag: PI war ca. 8 sec bei ca. 3. Bar.
    Noch ein kleiner Nachtrag: Natürlich war meine erste geworfene Beere falsch. Hab jetzt nachgeschaut. Bergamotte hätte ich schmeißen müssen.

    Nachdem die ersten Versuche doch überraschend erfolgreich waren, denke ich, ich bin auf dem richtigen Weg.
    Das Thema fruchtsäurereiche helle moderne Röstungen wird ein Bestandteil meiner Kaffee Welt werden.
    Der alten Welt mit ihren dunklen traditionellen Röstungen werde ich deswegen nicht untreu werden.

    Aber eine kleine bittere Pille gibt es noch.


    Das Coffein
    Leider hat mein murmelnder Doktor noch weitergemurmelt.
    Dachte anfangs verblüfft, der will mit mir über den Brühdruck beim Brühen diskutieren. War aber leider mein Blutdruck , der kein Gefallen bei ihm fand.
    Werde kurz zu Vereinfachung eine neu Einheit einführen. Ein EE (Espresseinheit) entspricht dem Coffein aus 8g Einwaage.
    Ich will bei Leibe keine Diskussion los treten, ob Kaffee jetzt gesund oder ungesund ist.
    Aber leider erhöht Coffein, vor allem hochdosiert, den Blutdruck. Jedenfalls bei mir.
    Dem habe ich bisher Rechnung getragen indem ich meinen Kaffee Konsum bewusst eingeschränkt habe.


    Früh beim Frühstück zwingend 2 Cappuccino.
    Nachmittags manchmal nichts, oder manchmal 1 Cappuccino oder Espresso.


    Kleiner Einschub: Was für ein irrsinniger Aufwand an Maschinen und Manpower für die paar Milliliter Essenz. Noch dazu bin ich der einzige Kaffeetrinker im Haushalt.


    Das war keine feste Regel. Konnte durchaus durchbrochen werden. Etwa wenn jemand vorbeigeschau hat, oder mich die Kaffeelust übermannt hat.
    Also das wären so maximal 5 EE, über den Tag verteilt.
    Damit bin ich gut klargekommen und auch mein Blutdruck.
    Einschlafen war auch kein Problem. Öfter trinke ich abends eine Kanne schwarzen Tee als Schlaftrunk, ein absolutes NO GO für viele Zeitgenossen.
    Aber die 7,5 EE, aus Gesamt ca. 60 g Einwaage meiner gestrigen Test Aktion am späten Abend, dazu noch in kurzer Zeit eingeschüttet, habe ich deutlich gemerkt.

    Erstens mittels Blutdruckmesser am Arm. (so was Ähnliches wie das Brückdruck Manometer am Siebträger)
    Zweitens konnte ich schlecht einschlafen. Aber vielleicht war´s nur die Aufregung wegen des neuen Kaffee.


    Wie geht’s weiter:
    Mein Ziel wird sicher nicht der Fruchtbomber Doppelristretto aus dem 25 g Dreiersieb sein.
    Ich werde versuchen ob es in Richtung <=14 Gramm einen Kompromiss gibt, der bei vermindertem Coffein noch ausreichend Fruchtaromen liefert.
    Das hätte auch den Vorteil dass die verschiedenen Röstungen ähnlicher dosiert und gebrüht werden können.
    Dann könnte ich das besser in meine Routinen ein trainieren, und früh wie gewohnt im Halbschlaf, so ohne Brain vor mich hin zapfen.


    Das wird dann beim ersten Kaffee mein geliebter holziger Malabar. Bei der zweiten Tasse gibt es die BLUE oder RED Fruchtaromen.
    Na jetzt beim Schreiben kommen schon Bedenken auf ob die beiden sich vertragen

    Mit dieser Mischkalkulation 4-5 EE kann ich vielleicht auch meinen murmelnden Doktor ruhig stellen.


    Zum Schluss noch etwas OT
    Grüße an meine namentlichen Follower. Sind ja glaub ich schon mehr als Finger an einer Hand.


    Grüße an das KN. Eine tolle Plattform für alle Kaffee Verrückten.


    Dank an RadS, der hat mich mit seinem Thread dazu gebracht ausgetretene Pfade zu verlassen, und neu Geschmacks Welten zu erkunden.


    Danke auch an die Ikone des KN VKY. Dieser Kaffee besessene Rad fahrende Angler, aus dem Land der Preussen.
    Die Pseudo Theatralik „Junge Wilde versus Alte Säcke“ stammt natürlich aus seiner Feder.
    Wie so viele treffende griffige Formulierungen. Schade dass er sich etwas zurückgezogen hat. Das KN ist seitdem deutlich langweiliger.


    Verspätete Geburtstagsgrüße an Galgo. Dieses Phantom, das wie ein fliegender Holländer durch das KN irrlichtert.
    Er hat es immerhin geschafft, dass sein geheimnisvoller Thread vollständig aus dem KN eliminiert wurde.


    Dank auch an die Moderatoren, die das KN mit ruhiger Hand steuern.
    Besonderen Dank an meinen Lieblings Scharfrichter Mod, der mich irgendwann mal für ein paar Monate aus dem KN gekegelt hat.
    Nettes Remake meiner Schulzeit. Da bin auch ab und zu aus dem Klassenzimmer geflogen.
    Natürlich war ich da immer unschuldig wie ein neugeborenes Lamm. Ehrlich !


    Bilder gibt es heute keine. Da fällt mir spontan nur mein Blutdruckmesser ein.


    Wird leider nicht fortgesetzt
    Karl(nach Diktat verreist)
     
  12. #12 manzenberg, 11.11.2011
    Zuletzt bearbeitet: 11.11.2011
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    AW: Von der Asche in die Säure

    Eine kleine Nachlese
    Natürlich bin ich nicht verreist. Das war nur als kleiner Abschlussgäg ein Zitat aus dem Kickthread.
    Aber am Ziel meines angekündeten Weges bin ich jetzt angekommen.

    Heute Früh habe ich endlich meinen Respekt vor der Wunderbohne sausen lassen und bin vorgegangen wie gewohnt.
    12+ g ins Einersieb gepackt. Feinerer Malgrad bewirkt wie bei jedem Kaffee das nur ein Tröpfchen Ristretto raus tröpfelt.
    Wegen der deswegen notwendigen langen Überextraktion gab es dann deutliche Bittertöne.
    So was ist als Espresso grenzwertig, geht aber als Cappuccino oft noch durch.
    Ich will aber nicht verhehlen, der Milchanteil meines Cappuccino, so wie die Uhrzeiten wo ich ihn trinke, dürften grenzwertig sein .
    Auf jeden Fall so grenzwertig, dass die Puristen hier sicher die Stirne runzeln.
    Die Lactose (Milch Zucker) und die Fettanteile der Milch wirken wie ein Hochpass Filter.
    Die störende Bitter und auch Sauer Aromen werden homöopathisch so verdünnt, dass unerwarteter Weise ein wohlschmeckender Gesamt Eindruck auf der Zunge zurückbleibt.

    Die Wuchtigkeit der Frucht Aromen geht wegen der „Unterdosierung“ deutlich zurück.
    Auch der bezaubernde Geruch lässt spürbar nach. Selbst der Filterkuchen ist nicht mehr so betörend.

    In diese Richtung werde ich weiter forschen. Welche Auswirkungen Temperatur und Druckänderungen bewirken.
    Wie die anderen Sorten schmecken. Bei welcher Einwaage ist das alles im Lot.
    Das dauert seine Zeit. Das zeitaktuell zu berichten würde eher in Langeweile ausarten.

    Ich will ja nicht das Cupping mit Spucknapf anfangen. Könnte ich auch gar nicht.

    Weil mich meine Frau schon seit Tagen argwöhnisch mustert.
    Dauernd lungere ich vor der Machina herum, bewaffnet mit Siebträger Manometer, Schraubenzieher, Thermometer und Waage.
    Die restliche Zeit hocke ich dann vor dem Computer, statt den schon ewig tropfenden Wasserhahn endlich zu reparieren.
    Wenn ich jetzt auch noch anfange die mühsam hergestellten Essenzen aus zu spucken, ruft sie wirklich nach den Jungs mit der Gummijacke.

    Heute gab es zum Cappuccino eine Frühstücks Semmel mit frischer selbstgemachter Himbeeren Marmelade.
    Damit hatte ich endlich etwas zum Vergleichen. So wie die Parfümkästchen an denen die Röster zur Schulung ihres Gaumens schnuppern.

    Also die Erdbeere ist doch eher eine Himbeere. Ich kaufe mir aber eine Bergamotte damit ich auch an der schnuppern kann. Versprochen!

    Und jetzt bin ich wirklich weg, Wasserhahn reparieren.
    Karl
     
  13. #13 dergitarrist, 11.11.2011
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    AW: Von der Asche in die Säure

    Schöner Thread... ich hab einen ähnlichen Weg hinter mir, mit allerdings ein paar wesentlichen Unterschieden, die mich etwas wundern und unterhalten. Hier also ein paar Anmerkungen von mir:

    1. Der Weg zurück zum Malabar war für mich nach einem der ersten erfolgreichen Bezüge der PHOENIX-Sorten unwiederbringlich verbaut. Ich konnte das Holz nicht mehr leiden, die Asche nicht ignorieren und habe nur noch Moder und Rauch geschmeckt. Letztens gab's einen Islay-Whisky, bei dem ich an Malabar denken musste. Das blieb übrig.

    Das liegt nicht am Fausto, wenn du ihn schon namentlich nennst, und muss ihn nicht grämen. Der gute Mann röstet sehr gut und erfolgreich, also halt das, was sich verkauft. Und in einer Welt, in deren breiter Gesellschaft keiner weiß, wie Kaffee so schmecken kann, richtet sich der Käufer eben nach bekannten Signifikanten von Qualität, namentlich: der Crema.

    Diesem abstrusesten aller Qualitätsmerkmale von Kaffee. Wenn man so durch die Threads aus 2008-2009 und früher hier liest, geht's immer nur darum, wie man schöne Crema hinbekommt. Guter Kaffee ist Kaffee, auf dem der Zucker 13,5 Sekunden liegen bleibt und so weiter und so fort. Ich hab schon Malabarse (Malabaren?) gezogen, die ein komplettes Schnapsglas dogmatisch haselnussbrauner Crema mit vielleicht einem Millimeter Schwarz darunter ergaben. Der Malabar kann das eben sehr gut. Und wenn man nicht weiß, wie etwas schmecken soll, richtet man sich natürlich danach, wie es aussieht. Geschmack kann man hier ja auch schlecht posten, Bilder von schönen Kaffees dagegen gibt's täglich. Wenn der Kaffee so hübsch aussieht, ist er sicherlich auch lecker und daran kalibriert man dann folglich seinen Gaumen...

    2. Dein so schneller Weg zum Erfolg und die quasi nichtexistente Umgewöhnungszeit beeindrucken mich wirklich. Die ersten PHOENIXE(N?) aus meiner alten Pavoni haben tatsächlich nach Batteriesäure geschmeckt, und noch dazu viel hässlicher ausgesehen als der tolle Malabar, konnten also nichts sein. Dass er dir sofort gelingt und schmeckt... Respekt. Als ich's dann hinbekommen habe und mich drauf eingelassen habe, war die Brücke für mich wie gesagt abgebrannt.

    3. Das mit dem Koffein ist natürlich blöd... zumal bei einer helleren Röstung mehr davon erhalten bleibt, wenn mich nicht alles täuscht. Andererseits habe ich lieber ein, oder zwei derartige Geschmackserlebnisse am Tag als fünf oder sechsmal muffigen Kaffee. Die verhältnismäßig geringe Dosierung sehe ich unproblematisch. Für meine Cremina gibt's gar kein Dreiersieb. In das Elektra-Sieb passen zwar 20g, meistens nehm' ich aber das Olympia-Sieb mit ca. 17g, manchmal gar das Pavoni-Sieb mit läppischen 14g. Das funkt wunderbar. Nur aus dem 7-9-g-Sieb kommt da nichts angemessenes raus, finde ich. Nimm, wenn du mich fragst, also ruhig das Zweier und spiel ein bisschen rum.

    Abschließend würde mich interessieren, wie du das hier in ein paar Wochen oder Monaten siehst... vor allem, wenn du tatsächlich weiter Malabar und PHOENIX/pingo/RadS-Äthiopier, -Kenianer, -Brasilianer etc. parallel trinkst. Ob das auf Dauer gut geht? Vielleicht findet sich für dich ja auch ein Kompromiss in den eher dunkleren Röstungen dieser Röster. Pingos Black App ist für mich mittlerweile die Dunkelgrenze, die ich dir mal ans Herz legen würde. :)
     
  14. #14 Vincent Kluwe-Yorck, 12.11.2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 12.11.2011
    Vincent Kluwe-Yorck

    Vincent Kluwe-Yorck Gast

    AW: Von der Asche in die Säure

    Gut, dass es die Moderation abgelehnt hat, meinen Account zu löschen, wie ich es nach dem letzten unangenehmen Vorfall erbeten hatte. (Stinker gibt es nicht nur bei Bohnen: Foren scheinen für das periodische Auftreten solcher unsympathischen Tröpfe besonders anfällig zu sein. Und die Auseinandersetzung mit dieser Unerfreulichkeit wird mir immer widerlicher und unerträglicher.) Aber weil mir das Thema besonders wichtig ist und damit die Diskussion nicht zu einseitig wird, muss ich mich hier doch noch einmal zu Wort melden! ;)

    Nachdem wir in den letzten Jahren alle wesentlichen Fragen zur Technik und zum allgemeinen Prozedere kollektiv herausgearbeitet haben und die meisten Fragen auf diesem Gebiet offensichtlich geklärt und mit Hilfe der Suchfunktion nachzulesen sind, bleibt für die Zukunft ein großes Thema für unsere kollektiven Anstrengungen, bzw. Debatten übrig: die Bohnen mit ihrer unterschiedlichen Herkunft und Qualität und ihre angemessene Röstung. Und das spiegelt sich konsequenter Weise auch in den aktuellen Themen wider. Da dies seit einiger Zeit (seit ich die technischen Fragen für mich persönlich geklärt habe) das einzige Thema ist, das mich am Kaffee noch interessiert, lese ich natürlich hier in dieser Abteilung "Bohnen und Kaffee" eifrig mit. Soviel zum Hintergrund.

    Deinen ausführlichen Befindlichkeitsrapport finde ich mehr als wertvoll und wunderschön zu lesen, Karl! Und ich finde es bemerkenswert, mit wieviel Hingabe sich junge Röster um die Qualität ihrer Bohnen und Röstungen bemühen und dabei neue Impulse entwickeln, nachdem das Thema Espresso in den letzten Jahren am Fixpunkt "Italienische Röstung" mehr oder weniger zum Erliegen gekommen ist. Selbst ich, der ich gerne die dunkleren italienischen Mischungen und Röstungen trinke, sehe nicht ein, warum sich daneben nicht mit den betont helleren Röstungen ein weiteres - neues - Geschmacksspektrum entwickeln sollte. Zumal einige Unterschiede deutlich - im wahrsten Sinne des Wortes - auf der Hand liegen. Man schütte einmal irgendeine italienische Röstung auf die Hand und betrachte das Bohnenbild: viele sehr kleine Bohnen und dazwischen jede Menge Bruch und Fehlbohnen. Betrachtet man das Bohnenbild der Röstungen der Stellvertreter der "modernen" Röstweisen, sieht man unschwer die deutlich bessere Qualität der Bohnen: große, sorgfältig ausgewählte Bohnen ohne Fehler und der Bruch hält sich in Grenzen (ganz vermeiden lässt er sich aus technischen Gründen kaum).

    Das lässt darauf schließen, dass sich diese Röster auch um erstklassige Qualität ihrer Bohnen bemühen - nicht nur um die technischen Aspekte der Röstung. Was konsequenter Weise dazu führt, dass diese Röster häufig engen Kontakt zu ihren Lieferanten, bzw. den Plantagenbesitzern halten. Und sie auch anständig bezahlen. Die Früchte dieser Entwicklung können wir bereits sehen: Die Qualität der Bohnen und ihre Zubereitung hat sich durch die direkte Rückkoppelung in den letzten Jahren in vielen Anbaugebieten erheblich verbessert (Stichwort Speciality Coffee). Das allein muss uns ja schon für diese "alternativen" Röstereien, die nicht einzig an Profitmaximierung interessiert sind, einnehmen.

    Aber bei aller Begeisterung, die ich durchaus nachvollziehen kann, sollte man nicht im Überschwang über das Ziel hinausschießen und alle Tradition auf den Müllplatz der Geschichte werfen. (Wobei darin nicht der geringste Vorwurf stecken soll - neige ja selbst zu dieser Art von rempelnder Begeisterung, wie die meisten hier wissen dürften!) :) Wenn jemand in seiner traditionell-italienischen Röstung Geschmack nach Holz und Asche, Moder und Rauch entdeckt, würde ich auf massive Bezugsfehler tippen, aber nicht auf Eigenschaften seines Caffès. Ein gut gezogener Sweet-Shot (dazu später mehr) schmeckt weder nach Holz und Asche, noch nach Moder und Rauch (na gut - nach Rauch vielleicht ein büschel)! Ganz im Gegenteil: Er schmeckt nach Schokolade, Marzipan, Vanille, dunklen Waldfrüchten und verschiedenen Gewürzen. Und bei ehrlicher Betrachtung sollte uns klar sein, dass unzählbaren Millionen Liebhabern über einen Zeitraum von rund 100 Jahren solche schwerwiegenden Geschmacksbeeinträchtigungen kaum entgangen sein dürften. Wie wäre sonst der unglaubliche Siegeszug des Espresso rund um die Welt zu erklären, der nur mit dem internationalen Siegeszug der Pizza zu vergleichen ist?

    Die Beobachtung, dass sich einige Jahre lang unsere Forumsdebatten um die Produktion einer schönen Crema als heiligem Gral der Espressoproduktion gedreht haben, ist richtig. Aber zu unrecht? Ich meine nicht! Mir ist nicht erinnerlich, jemals einen wohlschmeckenden Espresso ohne Crema getrunken zu haben. Hintergrund dafür: Die Crema bindet als Konzentrat einen Großteil der durch die Extraktion gelösten Aromen, die beim Verrühren des Zuckers untergerührt werden und so in erheblichem Maß zur Aromenvielfalt des Shots beitragen. Man kann also sagen, die Crema ist ein Indikator dafür, dass die Extraktion in optimaler Weise gelungen ist. Am besten sind daher die Shots, die von einer starken und standfesten Crema gekrönt werden. Und hier sind wir wieder bei meinem Sweet-Shot: Als Sweet-Shot bezeichne ich das, was die Amis God-Shot nennen. Ich würde nur den alten Herrn gerne aus dem Spiel lassen, da der herzlich wenig mit dem Zustandekommen eines solchen zu tun hat. Und die Bezeichnung Sweet-Shot trifft meiner Meinung nach das gewünschte Ergebnis wesentlich besser: Ein Sweet-Shot schmeckt ausgewogen und nahezu süß, ohne dominante Bitterkeit - fast wie ein flüssiges Praliné, wie ein Freund von mir einmal sagte. Und er wird von einer ausgeprägten Crema geziert. Deshalb behaupte ich, dass die Crema ein wichtiger Indikator ist. Ein Indikator dafür, dass der Shot darunter gut geworden ist!

    Reduzieren wir die neue Entwicklung der fruchtigen Röstungen also auf das, was es ist: Nach einem Jahrhundert der Dominanz italienischer Kaffeetradition und mit der Entwicklung neuer Techniken und Gerätschaften (neue Pflanzenzüchtungen, effektiverer Kaffeeanbau, verfeinerte Aufbereitung, Maschinen mit Pressure Profiling und differenzierte Zubereitung) ist die Zeit reif für neue Entwicklungen und eine Erweiterung des Spektrums. Punkt. Dass vielen Espressoliebhabern die aktuellen Früchte dieser Bemühungen schlichtweg nicht schmecken, wird zu einem guten Teil auch daran liegen, dass wir es hier mit den Anfängen einer neuen Entwicklung zu tun haben. Und es liegt in der Natur der Sache, dass hier noch einige Zeit der Entwicklung und Anstrengung vieler Köpfe nötig ist. Und ich sehe nicht, was dagegen sprechen sollte. Im Gegenteil: Ich bin sehr gespannt!
     
  15. #15 manzenberg, 12.11.2011
    Zuletzt bearbeitet: 12.11.2011
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    AW: Von der Asche in die Säure

    Hallo,
    Zustimmung, wie immer perfekt formuliert, da muss man nichts ergänzen.
    Ein gelungenes Schlusswort, was will man mehr am Ende eines Beitrages, der einem auch selber richtig Spaß gemacht hat.
    Meine Intension war, den Nimbus der um die hellen Röstungen gemacht wird, etwas zu erschüttern.
    Dieser Nimbus hat mich lange zögern lassen die hellen Röstungen in die Mühle zu schütten.
    Dieser Nimbus bestand aus:

    Zu teuer.
    Nur mit der absoluten High Tech Equipment erfolgreich zu brühen.
    Unglaublich zickig, beim kleinsten Fehler gibt´s üble Säure.
    Wahrscheinlich mal wieder einer dieser typischen hippen Marketing Wellen.

    Also für mich gibt es diesen Nimbus nicht mehr. Ich hoffe auch bei dem Einen oder Anderen die Neugierde geweckt zu haben für die hellen Röstungen.

    Gemacht habe ich das auch, weil ich weiß, dass viele Röster brennen für ihre Produkte.
    Natürlich brennen nicht nur die modernen Röster, die ihre Bohnen nicht verbrennen wollen.
    Das gilt auch genauso für die traditionellen Röster, die näher an die „Brandgrenze“ gehen.

    Für meinen Cappuccino habe ich jetzt auch die ultimative Beschreibung gefunden:

    „Von dem Cappuccino umweht mich eine Ahnung an fruchtige Beeren. Das erinnert mich an sonnige fruchtschwere Spätsommertage.“

    Damit gibt es keine Fehlgriffe mehr aus dem Beerenkorb.
    Zumindest zeitlich nahe wäre dann:

    „Durch das offene Fenster zieht der Geruch des frühherbstlichen Laubfeuers, der mit meinem rauchigen Malabar harmoniert.“

    Ist mir schon klar: „Der Dichter, der Dichter der kriegt was auf die Lichter“
    Karl
     
  16. #16 manzenberg, 20.12.2011
    Zuletzt bearbeitet: 20.12.2011
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    AW: Von der Asche in die Säure

    Hallo,
    nach mehreren Wochen meiner Reise in die Säure möchte ich ein kurzes Résumé ziehen.
    Getestet habe ich in den letzten Wochen:
    BLUE K6
    RED K7
    Machhoerndl Sidamo sundried Cherry Red
    Gatina Sonderröstung
    Gefunden habe ich die volle Bandbreite von gemäßigt, fast an dunkel Röster erinnernd, bis persönlich für mich ungenießbare Säure.

    Brühtemperatur:
    Generell haben mir bei höherer Temperatur (94-96 Grad) die Shots besser geschmeckt.
    Niedrige Temperatur (92-94 Grad) hat immer mehr die Säure betont. Bei manchen Sorten bis ins Unangenehme.
    Das ist schon oft ein Ritt auf der Rasierklinge, beim finden der geeigneten Brühtemperatur.
    Manche Röstungen sind geduldiger, manche Röstungen schon ziemlich zickig.

    Mahlgrad:
    Keine generelle Aussage möglich. Abhängig von der Einwaage und Siebgeometrie.
    Aber in der Regel wie gewohnt. Eventuell etwas feiner.

    Einwaage:
    Normaler Weise 12 Gramm im Einer. Testweise in 2er Gramm Schritten bis 20 Gramm im Zweier.
    Bei den weicheren Sorten brachte die höhere Dosierung die Fruchtsäuren klarer heraus. Bei den harten Röstungen wurde das dann nur unangenehmer.

    Manche Sorten haben vom Geruch in der Mühle bis in die Tasse ein vordergründiges, aufdringliches Beeren Aroma. Erinnert mich an Blaubeeren.
    Schwarzbeeren heißen die hier.
    Mich hat das gestört.
    Ob es da einen Zusammenhang mit der gewählten Fermentierung der Bohnen gibt ?

    Manchmal war ich schon heilfroh, eine Dunkel Röster Bohne in der Zweitmühle zur Erholung zu finden.

    Eine grobe, sehr persönliche Einteilung der getesteten Bohnen in weich und hart.
    Eher weiche Röstung (harmonisch, Säure eher zurückhaltend, Cappu eher schokoladig)
    Red K7
    Guter Kompromiss ( Säure etwas betonter. Cappu eher beerig als schokoladig)
    Blue K6
    Gatina Sonderröstung
    Harte Röstung ( Säure sehr im Vordergrund. Nicht als Cappu trinkbar)
    Sidamo Sundried

    Meine nächste Bohnen Bestellung wir eher konventionell ausfallen. Die geht in die Stadt, wo auch mein altes Käfer Cabrio herstammt.
    Aber ich freue mich auch auf meinen jährlichen Urlaub in Bern. Dieses Mal mit Reise Pavoni, Handmühle und Aeropress.
    Da ist es ja nicht weit ins Emmental zum Kaffee Kaufen.
    Und übrigens der Machhörndl ist wirklich ein junger Wilder, wenigsten mit seinem Cherry Red. Mir persönlich aber schon zu wild.

    Saure Grüße Karl
     
  17. #17 StefanW, 20.12.2011
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    AW: Von der Asche in die Säure

    hallo Karl,
    ich habe deinen Thread mit Vergnügen gelesen. Dabei bin ich immer wieder über dein gesundheitliches Problem gestolpert. Dieses deshalb, weil mir der Zusammenhang Kaffee und Bluthochdruck für Gewohnheitstrinker als eher unzutreffend erinnerlich war. Ich habe die beiden Stichworte einer Suchmaschine als Denkanstoß gegeben. Hier sind die beiden erstplazierten Ergebnisse:

    Welche Wirkung hat Kaffee auf unseren Blutdruck?
    Bluthochdruck: Kein Verbot für Kaffee - News - FOCUS Online - Nachrichten

    Das erlaubt zumindest die Hoffnung auf weitere fundierte und unterhaltsame Extraktionsversuchsberichte.
     
  18. #18 manzenberg, 21.12.2011
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    AW: Von der Asche in die Säure

    Hallo Stefan,
    ursächlich für die Erwähnung Bluthochdruck und Coffein war meine Testsitzung mit 7-8 Espressi in weniger als 10 Minuten Inhalationszeit.
    Ich glaube so ein Coffein Schock dürfte auch nicht Vorbelastete leicht ins Zittern bringen.
    Laut Statistik dürfte ich mit meiner Problematik viele Leidensgenossen haben, auch hier im KN.
    Die Entscheidung deswegen auf Kaffee Genuss zu verzichten, die manche Zeitgenossen fällen, halte ich für übertrieben.
    Auch deswegen habe ich das angesprochen.
    Aber wie in den angesprochenen Artikeln erwähnt.

    Alles mit Maß.

    Da ich über Säure betonte Röstungen gesprochen habe, sollte aber auch die Randbedingung Coffein nicht unerwähnt bleiben.
    1. Coffein ist so ein leichtflüchtiges Reh wie die Frucht Aromen. Ergo meine geliebten sizilianischen Holzkohlen kann ich unbesorgter konsumieren.
    2. Die geforderte Hardcore Überdosierung mit zusätzlichem Coffein Eintrag sollte man nicht aus den Augen verlieren. Deswegen versuche ich es ohne Überdosierung und Doppel Ristretto.

    Auf Kaffee werde ich sicher nicht verzichten. Dazu stehen hier viel zu viele Bohnen herum, und viel zu viel Equipment.
    Das muss alles noch weg getrunken werden und betriebswirtschaftlich abgeschrieben werden bevor ich den Löffel abgebe, was mir mein murmelnder Doktor immer wieder mal prophezeit.
    Weiterhin brauch ich den Löffel noch um ab und zu ein paar Zucker Kristalle in meine Sauerampfer Shots zu rühren.
    Karl
     
  19. #19 StefanW, 21.12.2011
    StefanW

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    AW: Von der Asche in die Säure

    Dann ist ja alles im grünen Bereich. 8Espressi/10min ist Hardcore. Die hätte ich nicht alle getrunken. Hab ich natürlich anfangs auch schon getan. Aber das eher unangehme Schwebegefühl danch war mir eine Lehre. Seit dem probiere ich bei Testreihen nur noch.
     
  20. #20 manzenberg, 22.12.2011
    Zuletzt bearbeitet: 22.12.2011
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    AW: Von der Asche in die Säure

    Hallo,
    bei meiner Reise in die Fruchtsäuren, habe ich am Wegesrand unverhofft, ein kleines Schmuckstück gefunden.
    Kenia Gatina Factory Sonderröstung von Phoenix.

    Jeder Kaffee Enthusiast ist auf der Suche nach dem Gral.
    Natürlich weiß Jeder: Den Gral gibt es nicht. Und wenn es ihn gäbe , wäre er unauffindbar.
    Aber jetzt weiß ich wenigstens wo ich suchen müsste.

    Filigrane Säure. Bezaubernde Komposition aus leichten Früchten und zurückhaltender, nussiger Schokolade.
    Vom Espresso bin ich restlos begeistert. Den Cappuccino könnte ich literweise genießen.
    Sonderröstung, also wenn meine 500 Gramm weg sind, ist es aus und vorbei.
    Eigentlich ist der Gatina kein typischer Vertreter der hellen Röster Fraktion. Viel zu wenig Säure !
    Schon die Farbe der Bohne und des Mahlgutes sind irgendwas zwischen hell Dunkel oder dunkel Hell.

    Genau so wenig wie das Gatina Schätzchen, geht mir meine Hassliebe Cherry Red von Machhoerndl aus dem Sinn.
    Bei ein oder zwei Shots habe ich eine ferne Ahnung erahnt von einer schweren sauren Honig Süße. Aber die Ahnung war wirklich nur schemenhaft am Horizont irrlichternd.
    Der Cherry ist der einzige Kaffee, bei dem ich irgendwann aufgegeben musste. Das letzte Drittel der Packung habe ich als Brühkaffee gebrüht.
    Warum wir keine Freunde geworden sind ? War ich so stocksauer weil der Cherry Red so säuerlich rüber kam ?
    Oder war es nur das falsche Wasser, oder der falsche Luftdruck . Oder hätte ich zur Vorbehandlung mit Zitronensaft gurgeln müssen ?
    Auf jeden Fall werde ich da weiter forschen müssen. Kann ich ja, ist ja keine Sonderröstung.
    „BRRR, war die Rote Kirsche Sauer!“
    Grüße Karl
     
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Von der Asche in die Säure

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