Von der Innova I.1 zur Eureka Mignon Specialita

Diskutiere Von der Innova I.1 zur Eureka Mignon Specialita im Mühlen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hi, nach Jahren der Abwesenheit möchte ich heute mal ein paar Zeilen zu meinem Mühlen wechsel schreiben. Vorgeschichte Vor lang, langer Zeit...

  1. afx

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    Hi,
    nach Jahren der Abwesenheit möchte ich heute mal ein paar Zeilen zu meinem Mühlen wechsel schreiben.

    Vorgeschichte
    Vor lang, langer Zeit hatte ich eine Oscar, die brauchte eine Mühle, was dann eine Innova I.1 wurde, damals (~2002) noch deutlich unter 200€
    Die I.1 tat mir auch ab 2004 mit meiner M30 Bistro (WMF Espresso) gute Dienste.
    All die Jahre versorgte sie mich mit fein gemahlenem Monsooned Malabar von Fausto.
    (Zu den Anfangszeiten kam Hari bei uns zum Testen vorbei, da wir auf seinem Heimweg waren)

    Der GAU
    Pfingstmontag 2019, nach der ersten Cappu Runde war die Innova der Meinung die FI Sicherung der Küche auslösen zu müssen,
    und zwar immer dann wenn ich die Mahltaste drückte. Oh Shit...
    Ok, erstmal fertig Frühstücken und dann Mühle putzen und testen.
    In halboffenem, umgedrehten Zustand ließ sich der Mahlvorgang auslösen ohne dass die Sicherung flog.
    Flugs zusammengebaut und wieder mit Kaffee gestartet.
    Poff machte es, diesmal nicht nur Fi sondern auch die reguläre Sicherung und das war's dann mit Kaffee ;-(
    Zudem war auch noch meine Handmühle in der Firma.
    PANIK!!!
    Am nächsten Tag habe ich die Handmühle (Porlex) aus dem Büro geholt und mit einem Bosch Ixo angetrieben, 16g dauern auch mit dem Akkuschrauber verdammt lange...
    Zumindest war damit eine eine Basisversorgung sichergestellt.

    Die Suche
    Ok, ich wollte schon immer eine Mahlkönig Vario, also mal schauen was die kostet und wie sie zur Zeit so bewertet wird.
    Im Laufe der Suche gewann ich den Eindruck, dass es Mühlen in dieser Preisgegend mit weniger Totraum gibt die auch noch leiser sind und auch noch optisch ansprechender.
    Die Wiederholbarkeit der Einstellung ist für mich irrelevant, da ich seit dem ich mich auf den Monsooned Malabar eingeschossen habe und zu hause nicht mehr experimentiere, dazu ist der für mich einfach zu perfekt (wird dann auch noch von Gästen bestätigt ;-) ).
    Unser Nachbarn haben die klassische Mignon MCI, die hat mich nie wirklich interessiert, da Hochglanz Chrom und nicht gerade leise.
    Deswegen war Eureka initial überhaupt nicht auf meiner Kandidatenliste.
    Aber nach vielem lesen (auch dem +70 Seiten Thread zu den neuen Mignons hier im Kaffee Netz) viel die Entscheidung:

    Es soll also die neue Eureka Mignon Specialita werden. Warum genau die?
    LEISE!
    Zwei einstellbare Zeiten (es gibt gelegentlich Leute, die echt nur was au9s dem Einer wollen, Standard bei uns ist das 16g Sieb, Doppio Ristretto).
    WAF 100% (Ferrrari Rot mit Chrom Front).
    Die Einstellung der Perfetto passt nicht zu meiner Nutzung und in der Magnifico sehe ich keinen Vorteil gegenüber der Specialita.

    Dummerweise kam dann am Samstag die erste mit einem Motor der deutliche Geräusche von sich gab (nur bei Motorlauf, nicht bei Leerlauf).
    Ok, sofort ab in den Laden in München. Leider gab es weder dort, noch im Zentrallager diese Farbkombi und ich wollte keine andere.
    Also musste ich am Montag stornieren und habe dann sofort in Freising bestellt.
    Am Dienstag den 18.6. kam sie dann und nach ein paar Mahlungen waren auch die Basisparameter eingestellt.

    Das Ergebnis
    Die ersten Tassen waren OK, kein merkbarer Unterschied zur Innova.
    Aber nach einigen Feinanpassungen glaube ich, dass das Ergebniss im Vergleich zur Innova runder, weicher ist.
    Mit einer Woche Abstand dazwischen könnte das aber auch Einbildung sein.
    Aber die beste Gattin von Allen, die jede Fremdbohne raus schmeckt, sowie unsere Gäste sind auch der Meinung.
    Im Gegensatz zur Innova produziert die Eureka keine Klumpen, stattdessen rieselt ein schöner Berg in den Siebträger.
    Da rutschen dann auch ein paar Brösel daneben, aber insgesamt macht sie weniger Sauerei als die Innova.
    Die Halterung des Siebträgers funktioniert, so dass ich während des Mahlens schon mal Löffel und Unterteller organisieren kann.
    Und man kann sich auch noch mit Gästen unterhalten während die Mühle läuft, das war mit der Innova unmöglich.
    Unter dem Strich also ein sehr gelungenes Ergebnis.

    cheers
    afx

    PS: Hat jemand den Schaltplan der Innova I.1?
     
    bastiano und cbr-ps gefällt das.
  2. #2 quick-lu, 23.06.2019
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    Ich hätte mich auch für die Specialita anstatt der Vario entschieden.
    Nur beim Totraum denke ich nicht, dass die beiden so weit auseinander liegen, da war die Vario schon immer mit die Beste. Und besonders laut ist sie auch nicht.
    Aber für Espresso kaufen würde ich sie nicht (auch wenn sie bei mir mittlerweile klaglos meine seltenen Ausflüge in die Klassik mitmacht).
    Von daher, viel Spass mit der neuen.
     
  3. #3 Anthony79, 27.06.2019
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    Hallo, ich habe mir nach 1 Jahr mit der Graef CM 800 , die mich irgendwann zur Weißglut brachte für die Specialita entschieden, weil die Maschine für Preis Leistung echt super ist. Außerdem mag ich die Digitalanzeige und sie ist super schnell.
    Einziges Manko ist die Feineinstellung. Ich habe ne Woche gebraucht um den richtigen Mahlgrad zu finden.
     
  4. afx

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    Holla, ich hatte nach ein paar Tassen was vernünftiges und nach 5 Tagen war das Feintuning durch.

    Auf 0 Punkt gedreht, dann ein Viertel auf, aufgrund dessen was ich so im Forum gelesen hatte.
    Habe zuerst einfach mal immer im Daueretrieb die Mühle für ein paar Sekunden angeschmissen und mit der Hand geprüft wie sich das anfühlt.
    Als das Ok war, ein Einer gefüllt und geschaut wie es raus kommt, und entsprechend angepasst.
    Da ich sowieso generell mit einem bodenlosen Siebträger arbeite, war da recht schnell zu sehen ob es taugt oder nicht.
    Die erste Tasse die OK war probiert, für sehr trinkbar gefunden und dann noch die Timer eingestellt.
    Im Laufe der nächsten Tage wurde es dann nochmal eher in Richtung fein minimal korrigiert.

    Was mir inzwischen auch noch aufgefallen ist:
    Der Tresterpuck weist praktisch nie Löcher auf, etwas das ich bei der Innova immer wieder mal hatte.
    D.H. das Mahlgut ist nicht nur optisch homogener, sondern auch im Puck und es gibt keine Kanalneigung.

    cheers
    afx
     
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