Wassertausch im Einkreiser bei Gelegenheitsgebrauch der Maschine

Diskutiere Wassertausch im Einkreiser bei Gelegenheitsgebrauch der Maschine im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Liebe Kaffee-Netz Community, seit ein paar Wochen bin ich nun stiller Mitleser in den Foren und sage an dieser Stelle danke für die vielen...

  1. #1 leanwitit, 12.01.2017
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    Liebe Kaffee-Netz Community,

    seit ein paar Wochen bin ich nun stiller Mitleser in den Foren und sage an dieser Stelle danke für die vielen interessanten Beiträge!

    Bei der Recherche habe ich im Vorfeld zwar viele Diskussionen über Ein- und Zweikreiser gelesen, das Problem, welches mich aktuell noch vom Kauf abhält, scheint bisher aber nicht diskutiert worden zu sein:

    Als reiner Espresso-Trinker möchte ich mir eine Einkreiser-Maschine zulegen, hier schwebt mir eine Bezzera Unica vor. Da ich viel unterwegs bin, wäre ich jedoch eher nur Wochenend-Nutzer, die Maschine hätte also stets längere Standzeiten.
    Darum stellt sich mir nun die Frage, ob auch unter dem Umstand "Gelegenheitsnutzer" ein Einkreiser die richtige Wahl wäre. Grund meiner Überlegung ist, dass ein Einkreiser ja keinen kompletten Wassertausch im Boiler erlaubt, sondern lediglich eine Vermischung von Frisch- und Altwasser. Oder wäre das in einem solchen Szenario gar kein Problem?

    Ansonsten stellt sich mir die Frage, ob ich meine Espressi künftig daher weiter in Cafe-Bars trinke oder einzig und allein aus diesem Umstand auf einen Zweikreiser gehe, der dieses Problem ja gänzlich beheben würde (dann wohl eine Bezzera BZ07 oder eine Rocket Appartamento). Da stimmt dann wohl aber das Verhältnis zum Aufwand ja auch nicht mehr, oder?!

    Vielleicht gibt es ja auch einen Trick für einen tatsächlichen Wasserwechsel bei solch einem Einkreiser? Ich dachte hier z.B. daran, direkt nach Einschalten den Wassertank zu entfernen und den 0,5 L Tank über die Brühgruppe zu entleeren, ehe die Heizung heiss wird, damit keine Überhitzungsgefahr besteht.

    Zufällig habe ich auch auf dem youtube-Kanal von whole latte love ein Video gesehen (hier dual-Boiler von Profitec), in dem die E61-Brühgruppe geöffnet wird und die Maschine einfach auf den Kopf gestellt wird, um den Boiler zu entleeren (dies jedoch widerspricht dem Gebot des Fachhändlers, die Maschine keinesfalls auf den Kopf zu stellen, sowie den Herstellerangaben):



    Bei eben diesem Punkt hing ich zuvor bereits in Sachen Entkalkung, hier könnte ich mich dann allerdings darauf arrangieren, entsprechendes Wasser (Reverse-Osmose mit anteilig Leitungswasser oder einfach Volvic) zu verwenden, die leichte Reinigung selbst vorzunehmen und die Entkalkung dann einfach im 3-4 Jahresrhythmus vom Fachhändler vornehmen zu lassen.

    Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir hier mit Rat und Euren Erfahrungen diesbezüglich helfen könntet!


    Danke schon jetzt! Viele Grüße, Johannes
     
  2. #2 Aeropress, 12.01.2017
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    mehr oder weniger, wenn Du etwas mehr als den Kesselinhalt in einem Rutsch abläßt dürfte aber schon der überwiegende Teil raus sein. Hygiene ist jedenfalls nicht das Problem, der Kessel ist erst mal aufgeheizt steril durch die Hitze. Es könnte sich natürlich geschmacklich was tun bei einer Woche Stanzeit, da wäre gerade in Deinem Fall ein Kessel aus Edelstahl sicher die cleverere Lösung statt Kupfer der Unica. Welche Maschine da alternativ in Frage kommt wissen ja alle, deshalb sag ich den Namen mal nicht bevor einer Pickel bekommt. :D Kommst Du selber drauf fängt mit 3 Großbuchstaben an und hört mit 3 Großbuchstaben auf. Ansonsten ist manchmal die Sig auch ganz interessant. ;)

    Andere Variante wäre ein Thermoblock, da steht kein Wasser drin.

    Auf den Kopf stellen ist sicher kein mach ich ständig Lösung, das kann man mal machen bei versand oder Einlagerung der Maschine aber nicht dauernd. Und noch ein Rat wegen Verkalkung, bei einer Woche Standzeit nimm ja kein zuu weiches Wasser in falschem Eifer(unter 2-3kH (meist ca. 4-6 dH)), denn das säuert in Deiner Abwesenheit nach und frißt dir mit der Zeit alles weg zumindest im Kupferkessel.
     
  3. #3 cremofix, 12.01.2017
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    Ich habe einen DB, was ja bzgl. der Kaffeeextraktion einem EK entspricht. Da ich häufiger mal einige Tage auf Geschäftsreise bin, steht das Wasser auch schon mal. Konnte bisher keine negativen Auswirkungen auf den Geschmack meines Kaffees feststellen. Ich lasse beim Aufheizen schon mal einige Leerbezüge durch die Maschine laufen, um die Brühgruppe schneller durchzuwärmen . Außerdem reinige ich die ST immer unter der ST-Dusche. Das reicht an Austausch offensichtlich aus.
    Nach einem Mehrwöchigen Urlaub spüle ich den Festwasserfilter mit ca. 5 l ordentlich durch und lasse auch die Brühgruppe einige male durchlaufen.
    Mehr Wassertausch sollte nicht nötig sein.
     
  4. #4 Aeropress, 12.01.2017
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    Was man dann auch noch beachten sollte ist während der Abwesenheit kein Wasser im Tank, denn der würde dann ganz sicher anfangen zu blühen, spätestens im Sommer. :)
     
  5. #5 markus1302, 12.01.2017
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    Ich habe mir vor gut 3 Monaten eine Silvia zugelegt, als Espresso-Neueinsteiger. Bei mir ist es ähnlich wie bei dir, ich nutze die Maschine fast nur am Wochenende. Ich fülle i.d.R. Samstags frisches Wasser in den Tank, schalte dann die Maschine ein und mache gleichzeitig erstmal einen Heißwasserbezug für ca.10 Sek. Ist das WE dann vorbei, leere ich Tank restlos und lasse das Wasser aus dem Boiler pumpen. Mit der Methode klappt das ganz gut und ich glaube, das hier im Forum auch irgendwo gelesen zu haben.

    Kurze Nebenbemerkung: obwohl ich zu der Gruppe der "Wenigtrinker" gehöre aber doch eher der Freund von Milchaufschäumgetränken bin, "bereue" ich fast ein bissl den Kauf eines Einkreisers und liebäugele bei passender Gelegenheit mit einem Upgrade auf einen (gebrauchten) 2er.
     
  6. NiTo

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    Das bedeutet, dass die Pumpe Luft zieht und diese in den Boiler drückt, wodurch das Wasser aus dem Boiler befördert wird?
     
  7. #7 leanwitit, 12.01.2017
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    Aeropress:
    Man hat mir eine Mischung von 75% Reverse-Osmose mit 25% Leitungswasser (das liegt bei 8 dH) empfohlen - käme das in etwa hin?

    Die Classika II PID kenne ich natürlich (tolle Maschine, gefällt mir nur optisch nicht), aber da bleibt ja das Problem mit dem Altwasser. Vielleicht sollte ich tatsächlich mit einem Zweikreiser vorliebnehmen... preislich nimmt sich das ja auch nicht viel, aber bei der Trinkgewohnheit ist das dann eigentlich halt wirklich overkill...! Wenn der Einkreiser auf mein Anwendungsfeld einfach nicht passt, will ich es aber ja auch nicht krampfhaft erzwingen. Beim Zweikreiser wäre der Boiler ja ganz gemütlich in ein paar Sekunden entleert, das gefiele mir in dem Fall dann wahrscheinlich schon besser, dann hat man auch seine Ruhe... das wäre mir unter dem Strich wahrscheinlich mehr wert als die Steuerung des Brühkessels.

    cremofix:
    Danke für das feedback! Die Praxis an sich würde mich jetzt auch nicht stören, nur weiss ich nicht, ob mich das bei wöchentlichem "Zwang" dann doch irgendwann aufregen würde. Wenn man schon die Perfektion in der Tasse sucht, wirkt vermutlich allein der Gedanke daran sicherlich ab einem gewissen Zeitpunkt störend (das muss ich aber natürlich für mich entscheiden!). Vielleicht sollte ich einfach mal den abnormalen Lebensstil beenden :)
     
  8. #8 markus1302, 12.01.2017
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    Keine Ahnung ob die Pumpe Luft zieht, kann schon sein? Zumindest kommt irgendwann kaum noch oder kein Wasser mehr aus der Dampflanze bzw. sobald die Pumpe ihr Geräuch verändert, schalte ich die Bezugstaste aus.

    Bei der Erstinbetriebnahme der Silvia soll man ja auch die Bezugstaste gleichzeitig mit dem Netzschalter drücken, damit erstmal Waaser in den Kreislauf kommt.
     
  9. #9 leanwitit, 12.01.2017
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    Die whole latte love Leute werfen irgendwie alle Maschinen immer um:
    Aber das würde ich mich jetzt ohne Rücksprache mit Fachhandel bzw, Hersteller auch nicht trauen.

    Ich hatte wie oben erwähnt gehofft, dass man da vielleicht irgendwie tricksen kann. So eine Silvia kam mir auch schon in den Sinn, als günstigeres Testobjekt, wenn man so will. Aber die Abschaltung nach 30 Minuten geht einfach nicht für mich :)
     
  10. #10 markus1302, 12.01.2017
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    Diesen "Zirkus" mit Maschine umdrehen würde ich auch nicht jedesmal veranstalten. Wie gesagt, mein o.g. Methode habe ich auch hier irgendwo aus dem Forum. Ansonsten: mit der Abschaltung nach 30 Min. habe ich keinerlei Probleme, ich trinke meist nur zum Frühstück Kaffee. Die Maschine ist ja an sich auch nach dem Einschalten in etwa 10 Minuten betriebsbereit, nur ist dann die Brühgruppe noch nicht ganz auf Temperatur und die Tassenablage leicht beheizt. Ich mache dann einfach 1 bis 2 Leerbezüge in die Tasse und schon ist alles gut. Für meine Zwecke und Bedürfnisse völlig ausreichend. Am Ende gehts mir schlichtweg um gepflegtes (Milch-)Kaffeetrinken und nicht um eine Wissenschaft
     
  11. NiTo

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    Was soll sie sonst ziehen, wenn kein Wasser mehr im Tank ist? Und sobald sie Luft zieht, ändert sie auch sofort das Geräusch - das hat nix damit zu tun ob alles Wasser aus dem Boiler gefördert wurde.
     
  12. #12 Aeropress, 12.01.2017
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    Ist 8 dh danach oder davor? Wenn das das Leitungswasser ist, dann passt das schon fast so, da würde ich wenn genau umgelehrt mischen nämlich 25% Osmosewasser (oder weniger), 75% wäre dann zu weich. Es gibt Formeln das Schnittverhältnis auf einen Wunschwert genau zu berechnen, such mal im Netz danach. Ist wirklich nicht schwer. Dann mischt Du so daß Du bei 5-7dh landest, das hängt auch etwas vom eigentlich interessanteren kH Wert ab.
     
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  13. #13 G. Kappen, 28.12.2017
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    Ich habe eine ähnliche Fragenstellung. Unsere Nutzung sieht so aus: pro Sitzung 3..4 Doppio-Bezüge, das Verhältnis Espresso-Capucino schwankt zwischen 0 und 100%. Die Sitzungen finden meistens an Wochenendtagen statt, so dazwischen fünf Tage oder ein mehrfaches davon liegen können. Dazwischen wartet der Tank geleert und gereinigt auf seinen Einsatz. Beim Aufheizen lasse ich etwa einen Kesselinhalt (bei der Gaggia sind es ja nur zwei Tassen) durchlaufen, bevor es ans Kochen geht.

    Ich würde gerne auf einen E61-Chrombomber-Zweikreiser umsteigen. Die erste Frage ist, wäre das eine artgerechte Haltung für so eine Maschine? Zweite Frage, wie würde bei so einer Maschine ein sinnvolles Vorgehen beim Kurzzeit-Ein- und Entmotten aussehen? Oder anders gefragt, wäre ein besonderes Vorgehen (vom Tankentleeren mal abgesehen) überhaupt angesagt?
     
  14. #14 G. Kappen, 30.12.2017
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    Bin ich denn hier der einzige Wochenend-Espressosäufer?
    ;-)
     
  15. #15 Aeropress, 30.12.2017
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    Die Antwort kennst Du doch sicher, suchst halt jemanden der dir die Zweifel nimmt? So ein Zweikreiser ist ja nun eher für höheren Bedarf ausgelegt. Ein Dampfkessel lässt sich auch nicht so einfach "leeren" wie ein reiner Brühkessel, andererseits der HX selber aus dem der Kaffee gezogen wird hat meist eine sehr kleine Kapazität. Da sehe ich von Espressoseite gar kein Problem, ob das auch für den Dampf gilt?, ich würde gerade in so einem Fall auf Edelstahlkessel setzen. Vieleicht würde gerade hier auch sowas wie die Pro 300 viel besser passen mit ihren kleineren Kesseln von denen der für Dampf auch aus Edelstahl ist.
     
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  16. ghaffy

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    Ich benutze meine Maschine zwar nicht in so intermittierend wie du, aber ich bin beruflich häufig mal einige Tage am Stück weg, im Gegenzug dann wieder etliche Tage zuhause im "home office", wie man so so sagt.

    1. Ich habe meinen Tank nach außen gelegt, weil der Zugang zum Tank bei der Cuadra unter der Tassenablage ist. "Füllen und Entleeren = abräumen" war mir zu blöd. Sind ja nur 2 Schläuche zu verlängern. Das könnte man noch in Betracht ziehen, tut aber eigentlich nichts zur Sache.
    2. Der Zweikreiser ist eh besser beim "Trink-Wasser-Tausch". Das Boilerwasser dient bei mir ja nur zum Tassen temperieren und zum Dampf Ablassen, falls jemand geschäumte Milch im Kaffee haben muss. Daher wird im Bedarfsfall das HX-Wasser getauscht, mehr oder weniger. Bei der Cuadra sind das 250 ml (mit Abstand zwischen Wert und Einheit! ;)). Während sie aufheizt, lasse ich das in die Milchkanne laufen.
    3. Das Boiler-Wasser wird bei mir nicht explizit getauscht, das ist eher ein kontinuierlicher Prozess. Aber wie gesagt: Den Geschmack der aufgeschäumten Milch hat noch keiner bemängelt, und Tee machen wir nicht mit der Espressomaschine.

    Daher meine ich, dass bezüglich der Wasserfrage nichts gegen den Gelegenheitsbetrieb eines Zweikreisers spricht. Wie weiter oben besprochen ist der Wassertausch im Einkreiser mengenmäßig eine größere Herausforderung. (Thermokopf-Maschinen, oder wie diese Durchlauferhitzer genannt werden, scheiden für mich aus weltanschaulichen Gründen aus. :rolleyes: )
     
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  17. #17 G. Kappen, 30.12.2017
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    Danke für die Meinungen.
    Die Pro 300 habe ich schon mal in Betracht gezogen, aber des Aussehens wegen (und weil mit PID-Regelung) verworfen. Die Brewtus IV ist noch in der engen Auswahl, aber eben wegen PID (noch) auf hinteren Plätzen. Vorne liegen zur Zeit die üblichen Verdächtigen Magica/Appartamento & Co. Das Auge kocht ja mit und der WAF hat ja nicht nur bei der Hi-Fi-Ausstattung eine Bedeutung.

    Die Idee mit Tank auslagern finde ich gut und zielführend. Danke dafür.
     
  18. #18 lecomte, 01.01.2018
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    Ich würde als erstes mal nicht in der Maschine anfangen zu fragen, sondern in der örtlichen Wasserleitung.

    Denn wenn man mal eine Woche oder zwei auf Urlaub ist, steht das Wasser in der Erdleitung (die möglicher Weise mehrere hundert Meter lange ist) auch und das hat noch nie jemanden gestört. Da müsste man ja dann quasi ständig die Leitung fluten.

    Ebenso befindet sich in einem Brauchwasserboiler entsprechende Wassermenge (bei mir z.B. 300 Liter) die auch stehen und immer nur nachgefüllt werden.

    In der Maschine wird das Wasser auf 100 °C (durch den Druck auch etwas mehr, Seehöheabhängig aber auch weniger) erhitzt und damit sterilisiert, sofern nicht irgendwelche Stoffe im Wasser sind. Solange da weder Licht noch Sauerstoff dazu kommt ist das kein Problem. Wie bereits richtig gesagt sieht es im Vorratstank ganz anders aus, da dieser ständig mit Luft in Kontakt ist und möglicherweise auch mit Sonnenlicht in Kontakt kommt (spätestens beim Nachfüllen). In Verbindung mit Wärme resultiert daher ein Bakterienwachstum.

    Ich würde den Vorratstank wöchentlich mit Spüli sehr sauber auswaschen, gründlich ausspülen und am Samstag vor Bezug die Maschine durchspülen. Mehr ist glaube ich nicht sinnvoll, da es neben der Maschine noch andere Faktoren gibt die man nicht alle ausschalten kann.

    Es gibt ja auch Leute die stilles Mineralwasser aus Plastikflaschen in die Maschine einfüllen. Das ist zum Teil schon mehrere Wochen, Monate alt. Da würde ich mir schon eher sorgen machen, wobei das regional natürlich unterschiedlich ist, da bei uns in den Bergen eine hervorragende Wasserqualität herrscht, das aber leider nicht überall der Fall ist. (gechlort z.B.)
     
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  19. ghaffy

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    Ich denke, das sind unterschiedliche Baustellen:
    Da gibt es einerseits die Hygiene-Frage. Ich halte die für nicht besonders relevant. da idR - wie du ja auch sagst - das Wasser deutlich über 100° erreicht (1,2 bar entspricht knapp 105 °C). Das, was wahrscheinlicher Weise an Verkeimung auftritt (selbst beim offenen Tank), ist mit "Abkochen" zu erledigen.
    Aber da ist dann andererseits die Geschmacksfrage. Die dabei relevanten Faktoren sind meinem Dafürhalten nach Material, Oberflächen und Temperatur.

    Die Ortswasserleitung halte ich für irrelevant. Das Wasser dort ist in ständigem Austausch, die Rohre sind groß, der Oberflächenkontakt zwischen Wasser und Rohr vergleichsweise gering.
    Die individuelle Zuleitung zu Haus oder Wohnung ist schon ein anderes Thema. Ich weiß nicht, wie andere das halten, aber wenn ich länger nicht zuhause war, dann lasse ich erst mal länger das Wasser laufen, bis ich ein Glas aus der Leitung trinke. (Bei uns sind es überschlagsmäßig vom "Straßenabzweiger" zur Küchenwasserleitung 15 Meter, ausgeführt in 3/4" - lichte Weite daher 20 mm bzw. Volumen 0,314 l/m. Entspricht also weniger als 5 Liter Leitungsinhalt.)
    Der Vergleich mit dem Wasser in der Leitung ist daher meines Erachtens nicht passend.

    Im Kessel aus Messing oder Kupfer wird eine vergleichsweise geringe Menge Wasser von einer vergleichsweise großen Blechoberfläche umgeben. Ich möchte nicht weiter auf die teils esoterischen und chemisch falschen "du sollst aus einem Kupferbecher trinken, weil das ist gesund"-Blogs eingehen, auch nicht auf die Frage, wen in welcher Form ab welcher Menge das Biozid Kupfer gesundheitlich zu schädigen vermag.

    Aber eines ist chemisch unwiderlegbar: Das Wasser im Boiler oder im HX wird mit Kupferionen angereichert. Das hat bei kurzen Kontaktzeiten kaum schmeckbare Auswirkungen. Wasser, das eine Woche in einem Kupfer-, Messing- oder zB auch Silbergefäß steht, "schmeckt metallisch". Und jedenfalls deswegen wechsle ich das Wasser im HX, wenn die Maschine länger stillsteht.

    Zusammengefasst gilt für mich: Es ist eine Geschmacks- und keine Hygiene- oder Gesundheitsfrage.

    Prosit 2018! :)
     
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  20. #20 Aeropress, 01.01.2018
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    Die größten Kessel (mehr al 1l Brühkessel) zudem aus Kupfer für kleinen Bedarf einmal die Woche, so ziemlich die am wenigsten gute Wahl. ;)
     
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