Welche Siebträgermaschine mit eingebautem Mahlwerk bis 800,-

Diskutiere Welche Siebträgermaschine mit eingebautem Mahlwerk bis 800,- im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo zusammen, nachdem ich am Wochenende bei nem Freund die Jura Impressa F50 sah und auch mit dem Espresso/Kaffee dort recht zufrieden war,...

  1. #1 matze81479, 05.07.2006
    matze81479

    matze81479 Mitglied

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    Hallo zusammen,

    nachdem ich am Wochenende bei nem Freund die Jura Impressa F50 sah und auch mit dem Espresso/Kaffee dort recht zufrieden war, habe ich gestern einfach kurzentschlossen dieselbe Maschine im Web bestellt ...

    Dann sah ich heute dieses Forum und las, dass sehr viele schlechte Erfahrungen mit den Juras bzgl. Wartungskosten, mangelnden manuellen Reinigungsmöglichkeiten, etc. gemacht haben, und dass auch der Espresso nur durchschnittlich sein soll. Und deswegen habe ich jetzt gerade die Bestellung von gestern wieder storniert und suche hier um Rat, welche Maschine denn eher für uns geeignet sein dürfte.

    I.d.R. trinken wir morgens je eine große Tasse Kaffe, um wach zu werden. Das darf auch gerne so bleiben und kann entweder mit der alten Kaffeemaschine oder mit diesem "Runterdrück-Dingens" vonstatten gehen. Am Abend oder am Wochenende würden wir aber schon gerne einen gepflegten Cappuccino, Milchkaffee oder auch Espresso trinken. Und eigentlich macht's da auch nix wenn's länger dauern würde. Er soll relativ gut schmecken, nicht allzu kompliziert in der Handhabung, gut und leicht zu reinigen, und auch wenig reparaturanfällig sein. Ach so, und in Abwesenheit einer separaten Mühle wäre auch ein integriertes Mahlwerk von Vorteil, auch weil wir nicht lauter einzelne Geräte rumstehen haben möchten.

    Was käme denn da so in Frage? Beim ersten Suchen bin ich z.B. mal auf die QuickMill 03035 Superiore für ca. 850,- gestoßen, welche hier angeboten wird: https://www.internetto.de/cgi-bin/i...ternetto-de/work/rubrik_espressomaschinen.tam.

    Auf was müssen wir denn achten? Habt ihr konkrete Tipps? Oder geht sowas gar nicht sinnvoll mit max. 800,-?

    Schon mal tausend Dank im Voraus,
    Matthias
     
  2. #2 mcblubb, 05.07.2006
    mcblubb

    mcblubb Mitglied

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    In der dargestellten Preisklasse gehts schon fast los mit der klassischen Kombination Mühle + Zweikreisige Espressomaschine.

    Dazu solltest Du mal die Suche bemühen bzgl. Bezzera bzw. BZ99 oder BZ 02 (das sind 2Kreisige Espressomaschinen) und Demoka 203 (das wäre eine passende Mühle)

    Mit dem Equipment (dürfte so zwischen 800 und 1.000€) liegst Du technisch in einem Bereich espressobasierte Getränke (Espresso, Latte, Cappu) in einer Qualität zu produzieren, die in der deutschen Gastronomie fast nie zu finden ist. Limitierend ist nur noch der Mensch vor der Maschine.

    Suchtgefahr: extrem hoch :wink:

    Guck Dich mal um - Infos gibts hier in rauhen engen, bei Detailfragen auch viele Antworten...

    Je nach dem, wo Du wohnst, gibt es auch u.U. die Möglichkeit mal bei einem Boardie reinzuschnuppern und mal einen oder mehrere Kaffees zu probieren oder Maschine anzugucken.

    Gruß
    Gerd
     
  3. tim_11

    tim_11 Mitglied

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    also ich habe für meine vibiemme domobar nero mit demoka 203-mühle 818,- € incl. versand bei www.caffee-milano.de bezahlt. meiner meinung die bessere wahl als kombimaschine...

    gruß tim
     
  4. #4 langbein, 06.07.2006
    langbein

    langbein Mitglied

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    Also, ganz klar ist, dass eine Kombination aus einzelnen Geräten wohl insgesamt die besseren Ergebnisse liefert. Die Nachteile eines Kombigeräts sind zum einen die Erwärmung des Mahlguts, zum anderen aber auch, dass man bei einem späteren Upgrade eines Teils immer auch den anderen mit auswechseln muss.

    Ich habe mir jedoch auch - aus optischen Gründen - eine Kombimaschine gekauft und bin damit nach einem Jahr immer noch wirklich äußerst zufrieden. Den systematischen Nachteil der Erwärmung der Bohnen muss man halt dadurch ausgleichen, dass man einfach weniger Bohnen in die Mühle gibt.

    Ansonsten ist die Rancilio Miss Lucy qualitativ ein wirklich tolles Gerät, vereint in sich die Eigenschaften der Silvia und der Rocky SD, ist dabei aber wirklich schwer, so dass beim Einspannen des Siebträgers wirklich nix wackelt. Gegen der hier im Board empfohlenen Einsteiger-Mühle, der Demoka, hat die Mühle der Lucy sicher einen großen Vorsprung in Bezug auf Haptik und Qualität.

    Ich habe für die Lucy ca. 850€ mit zweitem Siebträger bezahlt.

    Von der Beschreibung her finde ich die Quickmill jedoch auch interessant. Die meisten Besiter von QM-Maschinen sind ja vom schnellen Aufheizen ganz angetan. Allerdings meine ich hier im Board schon mal von Problemen mit der Mühle gelesen zu haben (mahlte wohl nicht fein genug). Vielleicht bemühst Du einfach mal die Board-Suche.

    **********
    EDIT: Um vielleicht nochmal auf Deine Frage nach der Sinnhaftigkeit der Anschaffung zurückzukommen. Gegenüber einem Vollautomaten hast Du bei der Produktion von Espresso einen gigantischen Vorteil. Außerdem ist die Dampfmenge zu Aufschäumen wesentlich höher, da macht Aufschäumen einfach Spaß.

    Die gängigen ST-Maschinen sind in JEDEM FALL wesentlich robuster als alle Haushalts-VA. Die Reinigung eines ST ist einfach, wenn auch aufwändiger als beim VA. Dafür weißt Du dann aber auch, DASS die Maschine sauber ist. Beim VA schmeißt Du zwar nur die Tabletten rein, eine gründliche Reinigung ist jedoch nicht zu erwarten.

    Mir fallen eigentlich nur zwei "Nachteile" der Siebträger-Maschinen ein: Zum einen braucht es zur Herstellung eines köstlichen Getränks ein Mindestmaß an Passion und Geduld. Die Herstellung guten Espressos ist mit Übung verbunden (die ersten VA-Espressi sind meist besser als die aus der ST-Maschine eines Anfängers). Und man muss wirklich Spaß daran haben, sich diesem Hobby zu widmen.

    Zum anderen schmeckt ein "normaler Kaffee", also eine große Tasse, vergleichbar mit dem Filterkaffee, der in Deutschland viel getrunken wird, aus dem Vollautomaten meist besser.

    Dafür will man, wenn man es mal mit dem Espresso aus dem ST drauf hat, gar nichts anderes als Espresso-basierte Getränke mehr trinken. Das ist einfach - gegenüber einem Vollautomaten und gegenüber dem, was man zumeist in der deutschen Gastronomie angeboten bekommt, ein himmelweiter Unterschied.

    Lass Dir am besten mal eine Espressomaschine im Fachhandel vorführen, dann merkst Du ganz schnell, ob das etwas für Dich ist.
     
  5. #5 Swenny79, 06.07.2006
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    Quick Mill 3035 ist doch eine Alternative

    ... und schon bist du mitten drin in den munteren Diskussionen und diversen Meinungen. Also hier meine Meinung, natürlich als Vorbelasteter, da seit März 2006 zufriedener Besitzer eine Quick Mill - Kombi mit Mühle. Siehe auch die diversen Postings hierzu, und meine ausführliche Beschreibung der Maschine in den "persönlichen Berichten der Boardnutzer". Für mich ist die Kombination ziemlich optimal und seit ich sie habe gibt es ohne viel Aufwand einen leckeren Cappuccino jeden Morgen zum Frühstück und abends Espressi. Den VA (Jura S95) benutze ich nicht mehr. Für mich zählen die Vorteile :D :

    - Wenig Stellfläche in der Küche
    - Schnelles Aufheizen
    - Problemlose Reinigung
    - Große Verkalkungs-Unempfindlichkeit
    - Gute Mühle
    - Robust und zuverlässig im täglichen Gebrauch
    - Kein Entlüften, Rückspülen, Temperatur-Surfen, Warten auf Abkühlen
    - Auch bei Festen problemloses Erstellen mehrerer Cappus und Espressi, auch im Wechsel
    - Qualität der Ergebnisse übertrifft 90 % der deutschen Gastronomie
    - Milchaufschäumen nach üblicher Einlernphase mit feinporigem Fließschaum möglich

    Die oft zitierten Nachteile :( der eingebauten Mühle sehe ich nicht so: Erwärmung des Kaffees vernachlässigbar, bzw. durch kleine Füllmengen beherrschbar. Und wenn ein Teil defekt ist, nutzt mir der andere eh nichts. Der zu kleine eingebaute Tamper kann problemlos durch einen separaten umgangen werden.

    Wenn du Kaffee zum kreativen Hobby mit Kontrolle aller Parameter und/oder zur chrom-blitzenden Show in der Küche machen willst, würde ich die Quickmill nicht empfehlen. Für den gehobenen Espresso- und Capputrinker, der den Manipulations-Aufwand überschaubar halten will, jederzeit. Ich persönlich finde, dass die QM-Kombi hier im Forum einen deutlich schlechteren Ruf hat, als es der Realität entspricht.

    Beste Grüße, Wolfgang
     
  6. #6 Stephen25, 06.07.2006
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    Kann da Wolfgang nur beipflichten. Er hat alle wesentlichen Merkmale der QM treffend beschrieben. Und da ich seit längerer Zeit die gleiche Maschine im Einsatz habe kann ich ihm voll zustimmen. Auch ich sehe kein Problem in einer Überhitzung der Bohnen, ist mir bis jetzt noch nicht negativ aufgefallen. Abgesehen davon packe ich sowieso nur den Tagesbadarf in den Bohnenbehälter.

    Gruss Stephen
     
  7. g111

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    Ist die Quickmill (0)2835 (heißt sie, meine ich) nicht deutlich billiger, leistet aber das gleiche wie die 03035? Wenn also die Optik nicht so wichtig ist... dann gibt es sogar die noch günstigere (war das die 0835?).

    Ich habe selber seit kurzem eine QM 2820 (ohne eingebaute Mühle). Bisher bin ich ganz zufrieden mit dem Gerät. Allerdings kann ich mir schon vorstellen, dass es bessere gibt. Bspw. könnte eine bspw. Bezerra BZ99s besser sein, die aber auch ~500 DM (klingt deutlicher als 250 EUR) teurer gewesen wäre.

    Zur eingebauten Mühle würde ich Dir auch nur raten, wenn Du kein Platz für eine separate hast. Ich habe auch schwer überlegt. Allerdings fand ich die genannten Vorteile doch wichtiger als die Platzersparnis. Bei Hifi-Geräten tendiere ich auch immer zu Einzelgeräten zwecks besserer Austauschbarkeit. Allerdings glaube ich auch, dass man mit der eingebauten QM-Mühle gut zurecht kommen dürfte, habe da aber keine Erfahrung zu.

    Was ich nicht so gut finde an der QM:
    * Das Aufschäumen ist wirklich nicht so gut, der Dampf doch sehr schlapp. Seltsamerweise dampft mein alter QM-5000A Vollautomat deutlich stärker. Kann man da was justieren lassen? Ich habe den Eindruck, dass die Pumpe schneller taktet und das Dampfdüsenloch könnte vielleicht größer sein, was ich mal durch Tausch der Düse testen will.

    * Manchmal bleibt das Sieb in der Siebträgereinspannvorrichtung der Maschine kleben, wenn man den ST abnimmt. Guckt man sich das dann eine Weile an, springt/sprengt (vermutlich durch Federdruck) das Sieb dann plötzlich ab und saut alles ein. Vorteil: Danach ist man deutlich wacher. Momentan handhabe ich das so, dass ich direkt nach dem Bezug den ST etwas löse, aber dann dennoch eingespannt lasse. Mal sehen, ob das so dann nicht mehr passiert.

    * Bisher störte es noch nicht, aber es wundert mich schon: In die Siebe passen nur exakt ein gestrichener Löffel (der mitgelieferte), also vermutlich 7g ins Einer- und zwei Löffel (14g?) ins Doppelsieb. Mehr geht nicht, weil man sonst den ST nicht mehr einspannen kann. Tampen muss man da dann tatsächlich nicht mehr oder nur ganz wenig, da das Pulver zwischen den Sieben zusammengedrückt (getampt) wird, spätestens nach den ersten Tropfen Wasser, die durchgelaufen sind. Da ich immer wieder gelesen habe, dass das Pulver während des Bezugs quellen können muss, denke ich, dass mit einer anderen Maschine mit höheren Sieben, bessere Ergebnisse erzielen kann. Aber wie gesagt: Momentan bin ich sehr zufrieden.

    Das Ergebnis ist deutlich besser als bei meiner alten QM-5000 und da war es schon noch deutlicher besser als bei einem Jura-VA, den wir auf der Arbeit haben. Bspw. habe ich in allen 3 Maschinen einen Kaffee einer Rösterei (Hogrebe? auf der Kalker Hauptstraße) in Köln Kalk probiert. Aus dem Jura-VA schmeckte das nur schrecklich und bitter. Aus dem QM-5000 schmeckte es schon recht nett. Nicht sehr bitter, wenn auch stark, und schon mit deutlichen Geschmacksnuancen. Irgendwie interessant. So richtig lecker war es aber dann erst mit der QM-2820. So einen Kaffee habe ich noch nie getrunken. Schmeckte eigentlich gar nicht nach Kaffee, sondern mehr nach tja, nach ... Lakritze? Karamell? Hmm, ich kann es nicht beschreiben.

    Also, wie gesagt: Ich kann die QM bisher trotz der genannten Nachteile empfehlen. Die Handhabung ist einfach (die Maschine verhält sich quasi wie eine 2-Kreis-Maschine, hat keine Überhitzungsprobleme, etc.), die Maschine scheint robust, der Preis war zwar schon deutlich höher, als ich vor 2 Jahren ausgeben wollte, aber im Vergleich zu anderen Lösungen noch recht günstig. Für mich persönlich zählt auch, dass ich in Bonn und Köln direkt mindestens 3 Händler habe, die die Maschine reparieren können, falls mal was dran ist.

    Aber mal eine andere Idee: Wenn Ihr *nur* am Wochenende 2-4 Espresso/Capuccino ziehen wollt, würde ich überlegen, eine Nespresso-Maschine (oder eine E.S.E-Pads-Maschine) zu nehmen. Da die Pads einzeln verpackt sind, verlieren sie nicht so viel Aroma, wenn man nur wenig trinkt. Die Handhabung ist extrem einfach. Der höhere Preis des Kaffees fällt bei so geringen Mengen kaum ins Gewicht. Man muss schon eine Menge trinken, um den Preis einer guten Mühle rauszuhaben. Wie einfach die ESE-Pads in der Handhabung sind, weiß ich nicht, stelle ich mir aber auch leicht vor.

    Allerdings vermute ich, dass Ihr auch in der Woche auf die Espressomaschine (egal welche) umsteigen werdet, da der Filterkaffe im Vergleich dazu nicht mehr schmeckt. So ging es mir jedenfalls und einigen anderen auch.

    Gruß,
    Gert
     
  8. g111

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    Ach so, eine gute Übersicht über die QM-Produkte findet man bspw bei www.bonnerespressostudio.de ... Ich habe aber bei Cimbali in Köln (Erftstr.) gekauft, da die auch Eureka-Mühlen führen.

    Gruß,
    Gert
     
  9. #9 matze81479, 07.07.2006
    matze81479

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    Vielen Dank für die interessanten Antworten. Ich habe mit diesen Tipps dann einfach mal bei Händlern für z.B. Bezzera und Quick Mill angerufen und mir ein wenig erzählen lassen.

    Interessanterweise wurde mir von der Bezzera BZ99 eher abgeraten, weil diese in letzter Zeit qualitativ nicht mehr so zuverlässig produziert würde wie das früher der Fall gewesen sei. Ich kann das nicht beurteilen, doch der Händler riet mir davon ab, weil er konkret einige Reparaturfälle habe.

    Bei all den Gesprächen wurde mir auch immer klarer, dass ich als Anfänger evtl. mit einer Siebträgermaschine auch schnell die Lust an dem ganzen verlieren könnte. Denn es soll nicht allzu umständlich sein, auch mal für mehrere Gäste nahezu gleichzeitig 5-6 Cappuccinos zu machen. Wenn ich da nur schon dran denke, dass ich 5-6 mal den Siebträger leeren und neu befüllen müsste, vergeht mir eigentlich momentan schon die Lust. Ich weiß, das ist sicherlich anders, wenn einen die Faszination wirklich gepackt hat. Doch soweit ist es halt noch nicht. Die vorgenannten Nespresso Sachen möchte ich zwar nicht, sondern schon direkt gemahlenen Kaffee/Espresso. Doch ich denke halt mittlerweile - und danke eurer Hilfe und den Tipps der Händler - dass ich für die ersten Einstiegsjahre mit einem guten Vollautomaten besser bedient sein dürfte. Und vielleicht packt mich dann ja doch schnell der Virus :wink:

    Nächste Woche möchte ich mir nun mal die Quick Mill 05000 Professional genauer anschauen. Diese wurde mir von einigen Händlern als "bester" Vollautomat in der <1000,- Klasse empfohlen. Nahezu keine Reparaturen, und besserer Espresso als mit den anderen Vollautomaten. Das angeblich schlechte/nasse/lasche Milchaufschäumen habe ich auch stets als Frage erwähnt. Doch hier wurde mir immer gesagt, das sei nun wirklich nicht so schlimm bzw. im Gegensatz zu anderen Maschinen einfach nicht schlechter. Ich kann es nicht beurteilen. Doch glaube ich meinem bisher bevorzugten Münchner Händler (ein 4-köpfiges italienisches Familienunternehmen mit über 30 Jahren Geschäftstätigkeit) halt einfach mal, dass sich damit auch ein guter Cappuccino zaubern lässt. Naja, jedenfalls für meine derzeitigen Ansprüche, welche eine Mischung aus Komfort und Genuss darstellen.

    Viele Grüße
    Matthias
     
  10. #10 matze81479, 07.07.2006
    matze81479

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    Ach so, der auf der o.g. Webseite genannte UVP von 1349,- ist eher utopisch. Es darf wohl durchaus mit 950,- bis 980,- gerechnet werden :D

    Viele Grüße
    Matthias
     
  11. g111

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    Schön zu hören, da ich mir die ja nicht gekauft habe, inzwischen aber schon überlegte, ob sie nicht die bessere/interessantere Wahl gewesen wäre.

    Man muss es ja nur n/2 oft bei n Kaffee machen. Dafür gibt es ja den Siebträger mit 2er Sieb und Doppelauslauf ;) Aber stimmt schon. Für größere Mengen ist ein VA deutlich bequemer. Noch gemütlicher in größerer Runde ist eine Kaffeekanne, die auf dem Tisch steht, während die zweite schon von der Kaffeemaschine gefüllt wird. Bei der Kaffeezubereitung sind anscheinend Bequemlichkeit und guter Geschmack gegenläufig.

    Das stimmt, denke ich, schon alles. Aber ich möchte die m.E. nötige Reinung nicht unerwähnt lassen, wie ich sie in einem Text beschrieben habe: http://www.whatis.mynetcologne.de/quickmill/index.html Da ist die ST-Maschine deutlich bequemer.

    Vielleicht liest hier ein QM5000 Besitzer mit, der seinen VA nur durch Leerbezüge und Abpinseln der Kaffeereste säubert? Gibt es solche hier?

    Ich denke, dass es mit "richtigen" ST-Maschinen deutlich besser gehen wird. Vorteil der QM ist hier lediglich, dass sie Dampf liefert, bis der Tank leer ist. Das gleicht schon vieles wieder aus. Für einen normalen Cappuccino für "Normalsterbliche" reicht es aber aus. Nach meiner Einschätzung wird man aber keinen Latte-Arte geeigneten Schaum hinbekommen, kenne mich aber in dieser Richtung nicht aus.

    Gruß,
    Gert
     
  12. g111

    g111 Mitglied

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    Das ist die Edelstahlversion. Die ist so teuer. (Das Bild ist lediglich falsch). Die mit Plastikgehäuse kostet 990 EUR, wobei man mit etwas Glück mit bis zu 10% weniger rechnen darf.
     
  13. MaPfDe

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    Dem kann ich nur zustimmen. Auch der Quickmill Vollautomat mag gepflegt sein - er saut ziemlich.

    Neben dem täglich notwendigen Wischen des Innenraums fülle ich ungefähr einmal die Woche einen halben Teelöffel Geschirrspül-Pulver in den Brühkolben und spüle dann lange durch. Alle zwei Monate wird zerlegt, geputzt und entkalkt.

    Und wie man mit dem Dampfrohr ordentlichen Milchschaum machen soll, ist mir bislang ein Rätsel. Da ich am liebsten Espresso pur ohne alles trinke, ist mir das nicht so wichtig...

    Bevor Du dich nun aufmachst, ein ~1000€ Gerät zu kaufen:

    * Den QM 5000 unbedingt im Laden selbst ausprobieren. An den Knöpfen drehen, den Mahlgrad mal richtig fein einstellen, damit der Bezug auch wirklich 20-25 Sekunden dauert, den Kaffee genießen und den Zustand im Inneren des Geräts nach 4 Tassen anschauen.

    * Beim Händler des Vertrauens nach gewarteten Gebrauchtgeräten fragen und nicht mehr als 500€ ausgeben

    * Für die Mutigen: Auf EBay oder in den Kleinanzeigen ein Gebrauchtgerät schießen - nicht mehr als 200€ für eine funktionierende Maschine in gutem optischen Zustand. Dann selber reinigen und die Verschleißteile wechseln (Dichtungen, Mahlscheiben, Kaffeeauslauf)


    Grüße,

    Magnus
     
  14. #14 danielp, 07.07.2006
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    Moin,

    was das Thema "5-6 Gäste schnell bewirten" angeht, geht das u.U. mit einem guten Siebträger schneller als mit einem VA. Im Zweifel sagt der VA nach dem ersten Kaffee "Tresterschale leeren", nach dem 2. "Bohnen füllen" und nach dem 3. hast Du Dich mit dem Scrollrad und den bunt blinkenden Knöpfen verklickt und es kommt Spülwasser oder das Reinigungsprogramm geht an ;-).

    Ich hatte neulich auch 4 Gäste und alle haben gleichzeitig und nacheinander immer wieder nach Cappuccino gelechzt. Das ging mit meiner BZ99 zusammen mit der Mazzer Mühle dermaßen schnell! Echt eine eingespielte Combo... :)

    - Grundzustand: Gäste kommen, Maschine mit Siebträger (ST) ist schon heiß
    - jetzt gehts los, alle schreien nach Cappu :)

    - heißen Doppel-ST entnehmen, rein in die Faulenzer-Mühle legen, Knopf zum Mahlen drücken
    - Mühle mahlt in den ST
    - währenddessen Untertassen und Löffel rausholen
    - Mühle ist fertig: ST nehmen, Kaffee kurz und kraftvoll stopfen ("tampen"), in die Maschine einspannen, auf den Bezugsknopf hauen *brummm* los gehts!
    - bevor der Kaffee anfängt rauszukommen: schnell 2 Tassen von der Vorwärmplatte runterangeln und elegant drunterstellen
    - Kaffee quält sich raus und in die Tassen
    - jetzt zum Kühlschrank umdrehen, Kännchen und Milch holen, eingießen
    - Kaffee stoppen, Tassen wegnehmen
    - Dampf aufdrehen... zudrehen... Milch drunter und los
    - 10 (!) Sekunden später den perfekten Schaum in die Kaffees gießen
    - fertig

    Die ganze Prozedur dauert mit einer gescheiten Mühle und einer robusten Maschine im Zweifel eine (!) Minute, danach kann sofort weitergemacht werden. Es gibt keine Aufheiz- oder Abkühlphasen, die Geschwindigkeit hängt nur von Deiner Übung und der benötigten Eile ab ;-). Wenn man ein wenig "drin" ist, macht man automatisch Dinge gleichzeitig und nutzt die Pausen während die Mühle mahlt (sofern mit "Ablage" für den ST) oder während der Espresso läuft.

    Auf keinen Fall hat man "Probleme" mit zu langem Herumstehen in der Küche wenn man mehrere Getränke mit einem ST hintereinander machen möchte. Bei vielen Cappus oder Lattes aber auf jeden Fall einen Zweikreiser benutzen!

    Koffeinhaltige Grüße
    Danielp
     
  15. #15 matze81479, 08.07.2006
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    Also doch wieder lieber eine ST-Maschine?!

    Hallo danielp,

    tja ... :? :wink: ... Nun bin ich doch tatsächlich schon wieder hin und her gerissen. Denn ich war heute mal persönlich bei nem Händler, der u.a. auch Quick Mill führt. Er bestätigte genau, was du geschrieben hast und meinte, er würde im Jahr nur ganz wenige VAs verkaufen und auch eher davon abraten, weil man mit den STs bald genau so schnell sei und diese besser warten und reinigen könne. Er bot an, bei Kauf die ST-Maschine gleich im Laden auszupacken und unter seiner Anleitung den ersten Cappuccino zu machen. Dann nimmt man das Gerät mit nach Hause. Und nach 2 Monaten kommt man wieder zu ihm in den Laden und zerlegt und reinigt das eigene Gerät ebenfalls unter seiner Anleitung. Das nenne ich mal Kundenservice. Leider war der Händler aber in Karlsruhe (Waldstraße), und ich wohne ja in München und war nur mal wieder übers Wochenende zu Besuch in Karlsruhe. Aber vielleicht kann ich die (ausgenützte) Beratung heute ja wenigstens durch diese Werbung hier wieder gut machen. Toller kleiner Laden, super freundliche Fachkraft/Inhaber, und v.a. das Serviceangebot war wie beschrieben vorbildlich.

    Von den VAs riet er also auch eher ab und meinte, dass man diese halt nahezu unmöglich selbst zerlegen könne und zum Auslesen der Platine sogar ein extra Messgerät bräuchte, was eigentlich nur die Werkstatt hat. Ein ST-Gerät könne man aber mit nur wenig Übung selbst einfach zerlegen und hätte es in 10 Minuten gereinigt.

    Tja, also doch wieder die Bekehrung zum ST-Gerät!

    Aber welches ST-Gerät??? Und welche Mühle dazu???

    Weil du gerade deine Bezzera 99 genannt hattest - wie zufrieden bist du denn damit? Hattest du schon mal Probleme? Und da ich viel Latte und Cappuccino machen möchte, wie ist die Milchschaum-Zubereitung? Ach so, und hat die BZ99 denn eine wie von dir genannte Tassenvorwärmplatte oben drauf?

    Viele Grüße
    Matthias
     
  16. wopa

    wopa Gast

    Sorry meine Herren,

    hatte vorher 8 Jahre eine VA von Saeco. 1x im Monat eine Reinigungstablette wegen Kaffeeöle , 2x im Jahr entkalken und einmal in der Woche die Brüheinheit rausziehen und unter warm Wasser ausspülen und Dichtung alle 3 Wochen leicht einfetten.

    So schnell reinigst man keinen ST. Bis der ST aufheizt hat, hatte ich schon die ersten 8 Tassen gezapt. Die Saeco hat noch nie eine Werkstatt gesehen und steht sauber verpackt im Schrank als Reserve wenn die ST wegen Verschleißteile etc. in die Werkstatt muß.

    Der Händler war aber gut einen Laufkunden gleich eine ST plus Mühle aufs Auge drücken zu wollen - Kompliment, hätte es auch nicht besser machen können.
     
  17. MaPfDe

    MaPfDe Mitglied

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    Naja...

    Hallo wopa,

    es war hier konkret nach dem Quickmill 5000 gefragt worden, der sich doch deutlich von den "üblichen" Plastik-VAs unterscheidet.

    Dessen Messingbrühgruppe ist fest mit dem Heizblock verbunden und sollte regelmäßig gepflegt werden, was entsprechend Arbeit macht. Dafür ist sie extrem haltbar, einfach zu warten und macht tollen Espresso.

    Grüße,

    Magnus
     
  18. #18 old harry, 09.07.2006
    old harry

    old harry Mitglied

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    wie heisst es so schön: der appetit kommt mit dem essen...

    ich kann zum thema VA - egal welcher marke - nix sagen, ich hatte niemals einen und werde niemals einen haben. das folgende aber ist unbestreitbar: noch nicht ein einziges mal habe ich aus einem haushalts-VA einen espresso* getrunken, der auch nur annähernd so gut gewesen wäre, wie der aus einer richtig bedienten kombi aus ST/mühle.

    *(dies unter der voraussetzung, dass wir mit "espresso" das meinen, was in italien und portugal konsumiert wird)

    wem das argument der bequemlichkeit bedeutender erscheint, als jenes des guten und authentischen geschmackes, der werde mit einem VA und seinem pseudoespresso glücklich - so glücklich, wie er's dann wohl auch ist, wenn er statt einer frisch gemachten, selbst belegten und gebackenen pizza eine aus dem tiefkühlregal des supermarktes in den ofen schiebt.

    andererseits ist mir kaum ein fall eines in diesem forum mit wechselgelüsten gestrandeten users bekannt, der den vollzogenen wechsel vom VA auf ST bereut hätte.
    natürlich verlangt die bedienung eines siebträgers und einer mühle mehr geduld und fleiss, als die standartisierte knöpchendrückerei beim VA mit seinem bestenfalls mediokren ergebnis. aber sind es nicht gerade die dinge, die wir uns aneignen und mit denen wir uns ernsthaft auseinandersetzen müssen jene, die sich durch leidenschaft und freude am gelungenen ergebnis von dem ganzen functional-industrial-conveniance-knöpchen-drück-und-fertig-unsinn unterscheiden?

    in diesem sinne: nur mut!

    wünsche einen schönen sonntag...
     
  19. wopa

    wopa Gast

    Dies kann ich leider nicht bestätigen, da ich in den letzten 5 Jahren nur etwa 2-3 Espresso getrunken habe. Aber tauscht man Espresso mit der normalen Tasse Kaffee aus, so kann ich es aus Erfahrung bestätigen.

    Habe den Umstieg von VA zum ST bisher nicht bereut. Trotzdem: lieber eine sehr gute VA als eine billige ST - meine persönliche Erfahrung

    Trinke nebenbei bemerkt den Kaffee und auch evtl. den Espresso schwarz und ungesüßt und nicht mit Milch etc. verwässert. :oops:

    Auch die Art der Brühgruppe trägt dazu bei ob es bei 7g Pulver ein guter Kaffee (200 ccm) wird oder eine Plörre.
     
  20. #20 old harry, 09.07.2006
    old harry

    old harry Mitglied

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    ich schrieb ja explizit: aus einer richtig bedienten ST/mühlen-kombi. und dass ich damit keine fünfzig-euro-geräte meine, sollte sich dem geneigten leser doch wohl erschliessen, oder?

    zumal matthias ja von einem budget von rund 800 euro spricht. dafür - oder ein klein wenig mehr - dürfte eine kombi erhältlich sein, die jeden haushalts-VA locker in den schatten zu stellen im stande ist.
     
Thema:

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