Welchen Coffee Syphon/Siphon?

Diskutiere Welchen Coffee Syphon/Siphon? im Brühkaffee Forum im Bereich Maschinen und Technik; Nachdem ich in letzter Zeit mit meinem Miniphon von Hario unerwartet gute Ergebnisse erzielt habe, spiele ich nun mit der Idee, mir einen etwas...

  1. #1 Mr. Crumble, 20.10.2017
    Zuletzt bearbeitet: 20.10.2017
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    Nachdem ich in letzter Zeit mit meinem Miniphon von Hario unerwartet gute Ergebnisse erzielt habe, spiele ich nun mit der Idee, mir einen etwas größeren Syphon zuzulegen. Da ich nicht wirklich entscheidungsfreudig bin und gerne eure Eindrücke mit einbinden möchte, wäre ich für konstruktive Ideen, Erfahrungen und Vorschläge dankbar.
    Es gibt ja einige gute Produzenten auf dem Gebiet; Yama, Cona und Hario sind m.E. am häufigsten vertreten. Ich hätte nichts dagegen, wenn man noch weitere Exoten "in den Ring wirft.

    Bisher ist der Hario Sommelier mein Favorit die Bewertungen gehen hier aber leider sehr weit auseinander. Und bei einem Reinfall wäre der Preis bei ü200 Euro natürlich auch etwas stramm.

    Vielen Dank vorab
    Mr. Crumble
     
  2. #2 Mr. Crumble, 10.11.2017
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    hat sich erledigt..Ich hatte mich nun für den Hario NXA-5 Cup (NEXT) entschieden.
     
  3. Pappi

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    Wäre prima wenn du später mal dein Lieblingsrezept veröffentlichst. Ich bin immer noch am "rumdoktern"...welcher Filter, Mahlgrad, Ziehzeit etc.....?
    Danke
     
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  4. #4 Mr. Crumble, 10.11.2017
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    Ja @Pappi bisher gibt es diesbezüglich einfach zu wenig Erfahrungswerte, die hier ausgetauscht wurden. Aber vielleicht wird das noch?!
    Und wie du es selbst beschreibst, kann man viel variieren und testen. Der Hario DA-1SV (Miniphon) ist im Gegensatz zum Hario Next ein wenig leichter und angenehmer in der Handhabung. Hier ist die Zubereitung irgendwie besser. Leider hat man dann nur 1 Tasse, so dass ich mit dem NXA nun am Experimentieren bin.

    Ein richtiges Lieblingsrezept habe ich allerdings nicht. Den Mahlgrad wähle ich eher gröber als medium grind (aber noch erkennbar unter FP-Niveau). Insgesamt dosiere ich den Kaffee aber höher als bei den anderen Bereitern; eher so 70g/l. Brühzeit des Kaffees liegt bei mir bei ca. 75s, bevor ich die Hitzequelle entferne. Temperatur liegt bei mir bei ca. 90-92 Grad Celsius. [3x Rühren insgesamt, einmal direkt nach dem Hinzufügen des Kaffees, dann nach 30s (gently) und nach ca. 70s (gently). Anhand des Kaffeebettes kann man dann gut erkennen, wie gut der Kaffee extrahiert wurde. Am liebsten verwende ich helle Bohnen aus Äthiopien.
    Aktuell nehme ich bei der o. g. Methode beim Miniphon 8g und bei dem Next 28-30g (auf 450ml) und erziele damit wirklich gute Ergebnisse.

    Die Filterfrage ist immer spannend. Im Gegensatz zu anderen Bereitern nimmt m.E. die Nutzung von Metall-, Papier- oder Clothfiltern bei dem vom Syphon produzierten Kaffee keinen so starken Einfluss auf den Geschmack. Ich bevorzuge hier aber die Clothvariante. Der Metallfilter ist zwar in der Säuberung leichter aber teilweise ein wenig groblöchig, so dass da schon mal einige Fines-Anteile durchkommen und im Kaffee landen. Der Clothfilter hat lediglich den Nachteil, dass man ihn nach dem Saubermachen im Wasser aufbewahren soll. Mein Filter steht demnach in einem Glas Wasser neben dem Kühlschrank und sieht jetzt nicht so prickelnd aus ;)

    Aktuell teste ich im Bereich des ersten Rührens mit einer "dip/Swimming" Variante..hier wird das Kaffeepulver beim ersten Kontakt nicht komplett verrührt, sondern lediglich unter die obere Wasserschicht gedrückt..

    Mr. Crumble
     
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  5. Pappi

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    Danke dir für die ausführliche Antwort. Anbei meine zur Zeit favorisierte Zubereitung =
    Mühle : Kenia K22
    Mahlgrad : zwischen Filter und FP
    30 Gramm für 360 ml Getränk
    Filter : Baumwolle
    Pulver untermischen und nach 90 Sekunden Ziehzeit einmal umrühren. Auslauf sollte so nach 45 Sekunden erledigt sein.

    LG Thomas
     
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  6. #6 Mr. Crumble, 10.11.2017
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    Naja, wir scheinen da schon eine gewisse Ähnlichkeit in der Zubereitung zu haben. Jedoch ist das "brewing ratio" doch weit auseinander. Also habe ich eben zuhause meine Zubereitungsmethode angepasst und mehr Kaffee (nen Wendelboe) verwendet.

    Verwendet habe ich 22g auf 300ml, gemahlen mit der Comandante nach alten Prinzip. Ich habe nunmehr aber nur noch nach 30s die Kruste gebrochen und nach 70s die Hitzequelle entfernt. Zweimal beim Abfließen gerührt und fertsch war ein leckerer -wenn auch kräftiger- Kaffee, clean cup und wirklich lecker. Die Temperatur lag bei diesem Versuch etwas höher (93 Grad). Das Ergebnis stimmte aber.
    Da mein "Kaffeebett" aber nicht ideal aussah (zu flach) habe ich auf ein Beispielbild verzichtet. Die Blöße wollte ich mir dann nicht geben.

    Nach dem aktuellem Ergebnis werde ich nun wohl zukünftig die Kaffeemenge anpassen; eher 75g/l. Also danke nochmal für den Tipp!

    Mr. Crumble
     
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  7. Pappi

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    Moin, @Mr. Crumble,
    Lass uns mal hin und wieder Neuigkeiten austauschen bzgl. diesem Thema. Würde mich freuen
     
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  8. #8 Mr. Crumble, 11.11.2017
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    Ich bin auf jeden Fall dabei. Aktuell komme ich jedoch lediglich 1-2 mal die Woche zur aktiven Nutzung. Aber wenn ich einen WOW-Effekt erhalte, werde ich def. berichten. Heute Abend werde ich mich (wieder) an nem OneTake versuchen. Wollen wir uns auf Eckdaten, was die Wassermenge angeht irgendwie festlegen? Wäre vielleicht zum Abgleichen besser.

    Welchen Syphon nutzt du aktuell? Welche Bohnen werden verwendet (vom Röstgrad her)? Welche Hitzequelle wird dabei verwendet? Aktuell nutze ich noch die Spiritusbrenner, aber nächsten Monat kommt dann ein kleiner Gasbrenner. Entweder der von Coffee Gear (identisch zum Yama) oder den Spirit. Mal sehen..

    Mr. Crumble
     
  9. #9 Mr. Crumble, 11.11.2017
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    Okay, wie gesagt..neuer Tag, neuer Versuch. Ähnliche Voraussetzungen -nebst Kaffee aus Hamburg- wie beim ersten Test mit dem NXA-5 gem
    3rd Wave Röster und Röstungen -Post #1392
    <-jedoch habe ich die Kaffeemenge auf 34g bei 450ml angepasst. Mahlgrad etc blieb. Ergebnis weiterhin gut; ggf. auch besser! Noch kein rechtger Wow-Effekt, aber sehr lecker. Aber auch deutlich kräftiger, dominanter in den Noten. Ggf mit 94 Grad aber etwas heiß?! Normalerweise bin ich da deutlich kälter unterwegs. Dafür war das Kaffeebett annehmbar. 3x gently stiring..Brühzeit mit Hitzequelle lag bei ca. 70s, dann wurde die Hitzequelle entfernt..
    20171110_155100.jpg 20171111_155210.jpg 20171111_155149.jpg
    Vielleicht noch als Anmerkung..normalerweise gebe ich das Kaffeemehl erst hinzu, wenn das Wasser komplett im oberen Behälter ist, aber heute wollten meine Kiddies es so *hüstel* Das ist ihr "Zauberkaffee" ^^

    Mr. Crumble
     
  10. Pappi

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    Hey... Komm gerade aus Köln ;)
    Ich nutze den Yama Syphon... Ist baugleich mit dem Hario. Ich bin eigentlich immer bei 360 ml Wasser. Als Hitzequelle nutze ich den dazugehörigen Gasbrenner.
    Bohnen meistens eine mittlere Röstung. Zur Zeit von meinem Haus und Hofroester Duncans aus Essen. Ich fülle den Kaffee bisher immer schon ein und warte auf den Wow Effekt wenn das Wasser noch oben kommt. Rühre kurz um um das Mehl zu vermischen. Kurz vor Ende wird noch mal kurz ungerührt damit der Wirbel beim Auslaufen das Mehl zu einem schönen Berg formt. Ach ja die Hitzequelle drehe ich für die Ziehzeit bis auf das maximale nach unten.
     
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  11. #11 Mr. Crumble, 20.12.2017
    Zuletzt bearbeitet: 20.12.2017
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    @mslawomir sofern irgendwelche Erkenntnisse zur Bereitung vorliegen, dann bitte auch posten. Gerade im Bereich Syphon/Siphon ist der Erfahrungsaustausch eher Mangelware.

    Ich kann lediglich noch ergänzen, dass ich ein wenig mit dieser Zubereitungsmethode und Naturals (Bright/Light Roasts) herumexperimentiert habe. Im Ergebnis sollte ein fruchtig und vor allem süßer Kaffee bereitet werden; bei klarer Tasse. Und ich habe es wirklich geschafft. Diese Methode habe ich "vorsichtshalber" mal die "Crumble-Swim-and-Drip-Methode" *oder so* getauft.
    Im Gegensatz zur normalen Bereitung wird mit einer geringeren Temperatur gearbeitet (unter 90 Grad), das Kaffeemehl wird in die upper bowl erst dann gegeben, wenn die Temperatur bei konstanten 86-88 Grad liegt und nicht sofort ge- bzw. verrührt. Bei dieser Methode schwimmt das Kaffeemehl oben und wird lediglich unter die Wasseroberfläche gestuppst (gently dip). Erst nach ca. 50-55s wird kräftig und kurz gerührt und sofort die Wärmequelle entfernt. Im Ergebnis erhält man einen sehr hellen (rötlichen) Kaffee, der wirklich süßer und fruchtiger als andere Brühmethoden daherkommt. Sehr komplex erscheint der Kaffee dann nicht mehr, aber voluminös und wirklich lecker.
    Ob diese Variante mit Medium Roasts ebenso gut funktioniert, habe ich noch nicht getestet. Aber dem Grunde nach sollte es gehen. Hauptsache ein Natural, da hier die natürliche Süße genutzt werden sollte/kann. Sofern ich etwas mehr Zeit habe, werde ich der o. g. Methode dann weiter nachgehen.

    Mr. Crumble

    Edit der vorangegangene Post von mslawomir wurde gelöscht, wodurch nun der Bezug fehlt :(
     
  12. #12 Mr. Crumble, 04.01.2018
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    20180104_092442.jpg
    20180104_092631.jpg

    Der Hermetic eignet sich hervorragend als Kaffee für den Syphon! ;)
    <-heller Roast, aber leider kein Natural

    Mr. Crumble
     
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  13. #13 christobal1987, 04.01.2018
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    Im großen und ganzen bereits ich den Kaffee im syphon ähnlich wie Mr. Crumble zu.
    Habe den Bodum Santos/ Pebo und den hario TCA 5.
    benutze für beide Siphons aber den Hario Papier Filter.
    Der Plastik Filter von der Bodum verstopft ganz gerne mal.

    1) Fülle dass Wasser mit 85 Grad unten rein.
    2) Bau das Siphon zusammen und pack den Deckel oben drauf.
    3) Warte, bis das Wasser komplett oben ist. (Temperatur oben 89- 92grad)
    4) Fülle das Kaffeepulver ein und rühre vorsichtig einmal um. ( Mahlgrad Zirka wie bei der Chemex-> gröber als Filter, feiner als French Press. 70 gramm/Liter)

    5) Nach 60- 75 Sekunden kommt das syphon vom Gasherd, dabei rühre ich noch einmal kurz um, so entsteht ein kleiner Hügel auf dem Filter. Sieht bei größeren Mengen in der Bodum aus wie ein muffin.

    An für sich bin ich mit den Ergebnissen sehr zufrieden, vllt gibts noch ein paar Sachen bei der Zubereitung, die noch geschmackliche Veränderungen bringen.

    Bereite seit knapp vier Jahren im syphon Kaffee zu. Die Brühmethode sieht nach wie vor am spektakulärsten aus. Jedoch ist der Reinigungsaufwand, vor allem bei der Bodum ziemlich groß, sodass ich nur noch 2-3 mal im Monat Kaffee im Siphon zubereite.


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