What's the most freaky espresso roast?

Diskutiere What's the most freaky espresso roast? im Vom Rohkaffee zum Selbströster Forum im Bereich Rund um die Bohne; Seit November 2019 röste ich eigenen Espresso mit meinem kleinen Hottop 2K+. Ich mag es dunkel und vollmundig, manchmal aber auch richtig...

  1. #1 brasilio, 17.02.2020
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    Seit November 2019 röste ich eigenen Espresso mit meinem kleinen Hottop 2K+. Ich mag es dunkel und vollmundig, manchmal aber auch richtig fruchtig. Meine bisher ausgefallenste Röstung war die einer Guji Highland Bohne aus Äthiopien (geschätzter Röstgrad: City+). Als Single Origin im kleinen Flat White hat die schon klasse geschmeckt.
    Aktuell stelle ich mir diese Frage: Geht da noch was an Frucht & Exotik? Also als Single Origin mit noch ausreichend viel Körper in der Tasse? Helle Röstungen trinke ich am liebsten mit etwas Milch. Der Guji schmeckte mir mit ca. 13g Bohnen für 25ml bei ca. 35 Sekunden Laufzeit in 120ml Milch als Flat White schon sehr, sehr gut und ausgefallen :)
    Kann man einen Geisha als Espresso rösten? Vielleicht auf City+ mit etwas verlängertem Browning um nicht zu wenig Körper zu erhalten? Der Preis rät mir nicht damit zu experimentieren, aber die Suche nach der ausgeflipptesten Tasse treibt mich schon um. Irrsinn, den man einmal im Leben von der Leine lassen sollte oder beißt der Quatsch dann in der Tasse o_O?
     
  2. #2 domimü, 18.02.2020
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    Magst du erklären, was du mit freaky, ausgeflippt, ausgefallen, Exotik meinst? Dann kommen vielleicht mehr Antworten.
     
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  3. #3 brasilio, 18.02.2020
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    Klar. Alles fing an mit einer kleinen Tasse Flat White in einer Berliner Rösterei, die so gar nicht nach dem schmeckte was ich erwartet hatte. Kraftvoll und gleichzeitig ein unglaublicher Aroma-Cocktail. Ich bin noch recht unerfahren und habe mich erst in den letzten 4 Monaten viel mit Kaffeerösten beschäftigt. Als Norm sehe ich noch immer die dunklen Espresso Röstungen, wie ich sie im Supermarkt aus dem Regal ziehen könnte. Röstaromen dominieren und Säuren wurden bereits zerlegt oder sind kaum noch wahrzunehmen. Auf der anderen Seite sehe ich die heller gerösteten Specialty Coffees. In denen finde ich ganz andere Aromen. Ich mag es, wenn ein Espresso Noten von exotischer Frucht hat.

    Je größer die Abweichung zu einer klassischen italienischen Röstung, desto "ausgeflippter". Allerdings muss es noch schmecken und zwischendurch brauche ich Robusta!

    Ich habe erst 26 Batches auf meinem Hottop geröstet, bin aber schon total begeistert was man alles machen kann. Für einen ausgeflippten Kaffee würde ich möglichst dichte Bohnen SHB/SHG probieren, da ich darin viel Inhalt vermuten würde. Beim Guji (2100m) dachte ich nach 5 Tagen Maracuja gefunden zu haben. Es fällt mir schwer das zu beschreiben. Ich möchte hell genug rösten um die spannenden Fruchtsäuren zu erhalten, brauche aber noch ausreichend Körper und Textur um ein ausreichendes Mundgefühl zu erreichen (und das als SO und ohne Robusta). Der eingangs erwähnte Flat White war so und jetzt steht bei mir ein Siebträger in der Küche und ein kleiner Röster im Schrank. Es scheint mir ein schmaler Grad zu sein und nicht mit jeder Bohne zu funktionieren. Vor allem mit Espresso als Ziel. Ich habe Rob Hoos Buch gelesen und alle Videos der Mill City Roasters mit Joe,... gesehen. Nun suche ich in Frage kommende Bohnen für meine Experimente.
     
  4. #4 shameless_nerd, 18.02.2020
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    Total ausgeflippt was du das so schreibst. :cool:
     
  5. #5 silverhour, 18.02.2020
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    @brasilio ,
    mit Deinen Beschreibungen kann ich auch mit den ausführlicheren Umschreibungen wenig anfangen. Aber da Du am Anfang Deiner Röstkarriere stehst kann ich Dir einen einfachen Tip geben: Suche nicht nach und versuche nicht mit zu vielen unterschiedlichen Bohnen rum! Konzentriere Dich lieber erst auf eine Bohnensorte und experimentiere mit Röstprofilen: Nicht nur unterschiedliche Röstgrade, sondern auch unterschiedliche Temperaturverläufe, lange und kurz Trockenphasen, unterschiedlich lange Developmentphasen, usw usw usw.... Du wirst überrascht sein wie viele freakige Variationen Du aus ein und der selben Bohne rausholen kannst! Mit den daraus errösteten Erkenntnissen kannst Du dann die Beschreibungen von verschiedenen Rohnohnen auch gleich viel besser einordnen und gezielter nach dem Suchen, wonach Dir ist.
     
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  6. #6 brasilio, 18.02.2020
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    @silverhour Bestimmt hast du recht. Ich habe in den Einführungen im Netz auch immer mitbekommen, dass man nur eine Variable zu gegebener Zeit ändern soll. Das sollte ich auch tun. Da ich bis auf Besuche nur für mich röste, wollte ich vermutlich etwas abkürzen und direkt ins geschmackliche Ziel einlaufen. Dann probiere ich mal mein Ziel mit einem Weg zu erreichen, was irgendwie plausibel erscheint. Und ja, ohne Referenzpunkte kein Lernen.
     
  7. hecke

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  8. #8 brasilio, 18.02.2020
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    Anerob fermentiert habe ich noch nie gehört. Ohne Sauerstoff - wie das? Der Guji, den ich derzeit im Schrank habe, ist ein sonnengetrockneter Natural. Die Länge der Fermentation wird ja leider nicht angegeben. Das fände ich im persönlich auch spannend zu wissen.
     
  9. #9 jazzadelic, 18.02.2020
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  10. #10 brasilio, 18.02.2020
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    @jazzadelic Danke für den Tipp. Ich habe ein paar grüne Bohnen bestellt.
     
  11. #11 jazzadelic, 18.02.2020
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    Gerne, es gibt noch ein zweiten Pacamara bei Has Bean, der beim Trocknen in der Sonne etwas öfter gewendet wird und daher etwas weniger „funky“ sondern eleganter schmeckt

    Beim Rösten musst Du beachten, dass die Pacamara wahrscheinlich die größten existierenden Kaffeebohnen sind.
    E3524933-2230-408A-AC05-FF1E3E35E294.jpeg

    Zitat Steven Leighton:

    Roasting Pacamara

    Whilst Pacamara beans are not fundamentally different to roast than other beans, their larger size means that there are a couple of roasting problems that they are particularly susceptible to. Firstly, there is the issue of drying the beans. The first 80% or so of the roasting process reduces water content in the bean from about 10 or 12 percent, down to a nearly zero. Due to the large size of the Pacamara beans, if the roast is too quick, the water content in the centre of the bean will not have been reduced to the same degree as in the outer parts of the bean. This can lead to an under-roasted centre and over roasted outside to beans.

    Secondly, Pacamaras tend to roast at slightly lower temperatures than other bean types. This is a trend they share with the other large bean varietal, Maragogype. They go through the same processes as other beans, but typically the beans will be a few degrees Celsius cooler when they reach the key roasting points of 1st Crack and 2nd Crack. Additionally, 1st and 2nd Crack are exothermic - meaning that the chemical reactions that are occurring inside the beans, give out more heat than they absorb. For Pacamaras, there is an increased risk that this extra heat will cause the roast to accelerate beyond the roasters planned profile, and the beans can quickly become over-roasted.

    As a general rule, sight tends to be the least useful of our senses when judging the roasting process. The third issue with Pacamaras, is that this is doubly true when roasting them. Often, Pacamaras will appear very uneven, and to be at a lighter stage of roast than they actually are.

    Finally, the larger size of Pacamaras mean they take up more space in a roaster than smaller beans. As a rule of thumb, if you weigh out the same mass of unroasted Pacamara beans and of a smaller varietal of bean, the Pacamara will take up about 10% more space than the smaller beans. This is something a roaster has to be aware of, to avoid inconsistencies in the roast from an under or over-filled roasting drum.
     
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  12. #12 brasilio, 18.02.2020
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    Danke! Ich schaue mir das morgen mal näher an. Eine konkrete Profilsteuerung habe ich noch nicht vor Augen. Werde aber etwas in dieser Richtung probieren
    • die Trocknung ausdehnen und mit sehr wenig bis kein Airflow starten
    • 200g oder 225g statt 250g einwerfen
    • ein Auge auf zu viel Energie haben
    • die Aussage zur Röstfarbe vs realem Röstgrad versuchen mit einzurechnen
    • im Post-First-Development das stark exotherme Verhalten zu kontrollieren versuchen. Also noch mehr auf Energie und Airflow achten. Weiß nicht, ob ich das exotherme Verhalten an der RoR erkennen kann.
    Hat vielleicht jemand einen konkreteren Pacamara-Profilvorschlag für einen Hottop 2K+ :)
     
  13. Blubb

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    Ja, trinke ich fast täglich. Aber was soll daran freaky sein :eek:
    Lecker reicht mir.:)
     
  14. #14 shameless_nerd, 19.02.2020
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    Bodenständig ist mir auch lieber.
     
  15. #15 brasilio, 19.02.2020
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    @Blubb Ein Geisha existiert bisher nur in meiner Phantasie und von dem was ich bisher gelesen habe soll er sich aromatisch stark absetzen, von den "gewöhnlichen" Bohnen. Daher war das ein Kandidat für mich. Täglich wäre bei mir preislich nicht drin. Aber einmal rösten und probieren würde ich schon sehr gerne :)
     
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What's the most freaky espresso roast?

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