Wie abdichten - Welche materialien nimmt man

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  1. #21 knippskasper, 02.01.2014
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    AW: Wie abdichten - Welche materialien nimmt man

    Hm, ich habe eine Packung hier.steht nix drauf von Lebensmittelecht. Wäre auch eigentlich falsch, weil hier die DVGW Richtlinien, bzw. die Trinkwasserverordnung zutreffend wären. Steht aber nix von drauf. Hylomar ist ein Flächendichtmittel mit Aceton als Lösemittel. Lässt man es wie vorgeschrieben ablüften, bekommt man die meisten Gewinde nicht mehr verschraubt. Benutzt man es nass, baut man sich Aceton in die Maschine, und begeht also groben Pfusch. Das Zeug ist top bei Autos etc., aber für Trinkwasser und Dampf einfach das ungeeignete Mittel, leider aber das bekannteste. Leute, benutzt einfach Teflonband 100%, Gewindedichtfaden, Hanf mit Fermit, oder wenn es unbedingt geklebt sein muss , einen Anaeroben Dichtstoff wie Weiconlock, Locktite, oder wie sie alle heissen. Achtet dabei aber auf die Trinkwassereignung, die Temperatur-beständigkeit und die Festigkeitsklasse. Hochfest heisst hier nicht, das es besser dichtet, sondern nur, das man es extrem schlecht wieder außeinander bekommt.Hersteller benutzen so was gerne, um einem Reparaturversuche zu vermiesen....
     
  2. Lenin

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    AW: Wie abdichten - Welche materialien nimmt man

    Dem gibt es es nichts hinzuzufügen. Zudem ist härtet dieses Zeug nicht ganz aus, so dass sich unter hohem Druck (wie z.B. im Boiler) immer wieder Bestandteile lösen können. Bei mir scheint jetzt alles raus zu sein, ich habe seit heute keine kleinen Hylomarrückstände im Dampf bzw. Wasser. Wie man das in der Getränkeindurtei einsetzen kann, ist mir schleierhaft. Das kann nur auf Maschinenteile zutreffen, die nie aber auch sowas von nie mit den Getränken in Berührung kommen.
     
  3. #23 OandreO, 04.01.2014
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    Hylomar oder Hydromar?
    Hylomar kenne ich vom Modellbau, ist ein Hochtemperatursilikon bis +250 Grad, härtet unter Abgabe von Essigsäure aus. Wird bei 2-Taktern für die Gehäuseabdichtung benutzt. Wenn es hart ist ist das geschmak- und geruchslos.
     
  4. #24 knippskasper, 05.01.2014
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    AW: Wie abdichten - Welche materialien nimmt man

    Kein Silikon, sondern polyurethanbasis. Keine Essigsäure, sondern Aceton. Kein aushärten, sondern dauerplastisch. Mensch, wofür gibt es bloss Google...
     
  5. #25 OandreO, 05.01.2014
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  6. Lenin

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    AW: Wie abdichten - Welche materialien nimmt man

    Also ich hatte die M Version und die ist definitiv nicht geeignet.
     
  7. #27 knippskasper, 05.01.2014
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    AW: Wie abdichten - Welche materialien nimmt man

    Die normale, ohne alles, einfach nur Hylomar und Hylomar M , sind auch die gängigen, die es beim Autoschrauber uä. gibt. Die anderen Sorten gibt es höchstens im Industrie Handel, oder für Professionals only. Finde da aber auch nix sinnvolles. Meine Angaben erheben ja aber auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Ich komme halt mit den genannten Sachen aus, und ich habe noch nen Vorteil, denn die zt. riesigen (für Heimanwender) Tuben trocknen auch gerne mal aus , klumpen, oä. Hat denn eins der genannten Hylomare die Zulassungen, von denen ich schrieb?
     
  8. #28 Toastman, 05.01.2014
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    AW: Wie abdichten - Welche materialien nimmt man

    Hylomar heißt es natürlich richtig ;-)

    Auf deren Webseite wird auch die Lebensmittelindustrie als Anwender gegannt.
    Wegen der Essigsäure weiß ich nur nich so recht ..
     
  9. #29 knippskasper, 05.01.2014
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    AW: Wie abdichten - Welche materialien nimmt man

    Weiss ich, Hylomare schrieb ich scherzhaft für die Mehrzahl, weil oben weiter mehrere aufgelistet waren. Und Essigsäure ist nicht schädlich, tu ich in verdünnter Form gerade auf meinen Salat. Aber Essigsäure vernetzend sind wirklich nur Silikon, aber auch da nicht alle. Und oft sind bei Silikon ja auch Funghizide und andere Leckereien drin. Und die Aussage, wird in der Lebensmittelindustrie eingesetzt, ist in sofern irrelevant, solange da nicht steht,wofür. Auch da gibt es zB. Getriebemotoren, deren Gehäuse Deckel ich prima mit dem Zeugs abdichten kann. Bedeutet aber nicht, das ich das Öl aus dem gleichen Motor auch zu mir nehmen könnte. Es gibt ein paar relevante Bezeichnungen, das Lebensmittelsymbol, Dvgw Zeichen, Trinkwasserverordnungszulassung sind so die , die mir so einfallen. Wenn ein Produkt die hat, wird der Hersteller sicher nicht damit hinterm Berg halten. Und von allem anderen würde ich persönlich die Finger lassen.
     
  10. #30 Toastman, 05.01.2014
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    AW: Wie abdichten - Welche materialien nimmt man

    Auf Silikonfett für Vollautomaten steht auch drauf "Kann Wasserorganismen schädigen"
    Aber nehmt was ihr wollt wollte auch keinen Streit übern Zaun brechen.

    Es ist Hylomar M.
     
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  11. #31 joeytheflyer, 31.01.2015
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    Wenn ich die folgenden Sätze aus dem Sicherheitsdatenblatt richtig interpretiere ist Hylomar M an einer Kaffeemaschine nicht zu verwenden, wenn es mit Wasser direkt in Kontakt kommen kann. Abschnitt 14 sagt aus, dass es als Gefahrgut eingestuft ist! Folgendes steht im Sicherheitsdatenblatt des Herstellers:

    "Verschlucken:
    Gesundheitsschädlich bei Verschlucken. Verschlucken kann Reizung und Unwohlsein verursachen.

    Angaben zu toxikologischen Wirkungen
    Akute Toxizität Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

    ABSCHNITT 14: Angaben zum Transport (ADR)
    14.1. UN-Nummer
    UN2810
    Giftiger organischer flüssiger Stoff, n.a.g. (Dichlormethane) "

    Abschnitt 14 sagt aus, dass es als Gefahrgut eingestuft ist!
     
  12. #32 joeytheflyer, 31.01.2015
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    Teflonband scheint meiner Meinung nach, teilweise, geeignet zu sein. Zu beachten ist immer das Datenblatt in dem die Lebensmittelechtheit/ Lebensmittelzulässigkeit und der Temperaturbereich genannt sein sollte.
     
  13. #33 Elektroniksupport, 25.01.2020
    Zuletzt bearbeitet: 26.01.2020
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    Hallo liebes Forum,

    auch wenn der Thread schon etwas älter ist, möchte ich mich gerne zu dem Thema äußern.
    Ich habe vor ein paar Tagen eine sehr verkalkte Caffè Bazzar A3 repariert, bei der Pumpe sowie
    Magnetschalter verrostet waren, weil sie jemand offensichtlich falsch befüllt und über Jahre
    bedenkenlos genutzt hat.
    Als ich die beiden defekten Teile getauscht und alle Verbindungselemente ultraschallgereinigt,
    entkalkt und desinfiziert habe, musste ich mir um neue Dichtungen Gedanken machen.

    Entgegen der Meinung, Hylomar M sei nicht zu verwenden, muss ich entgegnen,
    dass die Substanz ungefährlich ist, sobald sich das oben genannte Aceton in seiner
    Funktion als Lösungsmittel verflüchtigt hat. Nicht ohne Grund ist es nach wenigen Stunden
    völlig geruchlos (und theoretisch auch geschmacklos - habe ich allerdings noch nicht getestet).

    Zur Verarbeitung: wichtig ist, es nicht zu dick aufzutragen, damit es nicht zu Rückständen kommt,
    die man allgemein nicht in seiner Maschine haben möchte (egal bei welchem Dichtmittel) und
    rund 10 Minuten bis zum Verbinden der Teile zu warten, bis es zäh und geruchlos ist.
    Will man also ein Gewinde mit Hylomar abdichten, sollte man es gerade so dick auftragen,
    dass die Gewindegänge gefüllt sind und es nicht bis ans Gewindeende verteilen.
    Beim Hineindrehen schiebt sich die (idealerweise etwas gesetzte/zähe) Substanz dann
    definitiv nicht in Form von Rückständen hinter das Gewinde.

    In meiner abgebildeten Maschine gab und gibt es keine der beschriebenen bläulichen Partikel
    und der Geschmack des Kaffees ist definitiv unbeeinträchtigt gut.
     
  14. 'Ingo

    'Ingo Mitglied

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    Von welchem Hylomar wird denn hier gesprochen?
    Hylomar M enthält kein Dichlormethan

    Welches (z.B. aerobe) Produkt eignet sich gut für Kessel und Pumpenfittings und ist NSF zert.?
     
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  15. #35 Elektroniksupport, 26.01.2020
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    Absolut - ich habe versehentlich das (ebenfalls "oben genannte") Dichlormethan in meinen Text eingebunden und den Aufmerksamkeitsfehler soeben korrigiert.
    Für Aceton gilt allerdings dasselbe - ist die aufgetragene Dichtmasse geruchlos, kann es in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden. Nur wie gesagt sparsam, damit keine Rückstände entstehen.
     
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