Wie viele scheitern an der Zubereitung und geben auf ?

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  1. derjan

    derjan Gast

    Hallo

    Auf Grund von Beiträgen im Verkaufsforum, in denen verschiedene User ihre ST-Maschinen bereits nach mehreren Wochen bzw Monaten (mit Verlust) verkaufen, stellt sich mir folgende Frage...

    Wie viele von denen, die sich eine ST Maschine und die passende Mühle gekauft haben...
    - scheitern an den zahlreichen Einstellungen der einzelnen Parameter
    - oder geben auf, weil es doch zu aufwändig oder kompliziert ist einen "perfekten" Espresso zu bekommen ?
     
  2. #2 espressionistin, 07.04.2013
    espressionistin

    espressionistin Mitglied

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    AW: Wie viele scheitern an der Zubereitung und geben auf ?

    Echte Zahlen zu ermitteln dürfte schwierig werden, aber ich denke, es dürften -gemessen an der Zahl derer, die hier und abseits von hier täglich neue Gerätschaften kaufen - eher verschwindend gering sein.

    Um ehrlich zu sein, pack' ich mir innerlich oft genug an den Kopf. Da wird erst ein Schweinegeld in die Hand genommen, bestes Equipment incl allem sinnvollen und sinnfreiem Zubehör gekauft, um dann nach kurzer Zeit die Flinte ins Korn zu werfen, oder, noch besser, festzustellen, dass die Finanzen dann doch nicht mitspielen.
    Mein Eindruck: die Leute scheitern an ihren hohen Erwartungen, vielleicht auch geschürt durch manch hochtrabende Berichte hier. Getreu dem Motto "viel hilft viel" soll es gleich der große Wurf sein, insofern sind wir möglicherweise nicht ganz unschuldig und manch einer, der mahnt, erstmal klein einzusteigen und auszuprobieren, ob einem das Hobby taugt, liegt nicht ganz verkehrt mit der Mahnung.
    Zu gutem Espresso gehört dann doch ein bisschen Geduld und Liebe zum Thema :)
     
  3. #3 Herr Klein, 07.04.2013
    Herr Klein

    Herr Klein Mitglied

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    AW: Wie viele scheitern an der Zubereitung und geben auf ?

    Es ist eben ein ernstzunehmendes Hobby.
    Wenn sich jemand einen Siebträger kauft, nur um "Kaffee" zu kochen, sollte er es schlichtweg besser direkt bleiben lassen.
    Auch werden gerade Chrombomber wohl sehr gerne als Designobjekte gekauft, aber nicht benutzt, da sie "zu kompliziert" zu bedienen sind.
    Sieht man ja auch daran, dass in Film & Fernsehen öfter mal Chrombomber in der Küche rumstehen.
    Aber wie gesagt, es ist ein Hobby. Wer sich nicht wirklich mit dem Thema Espresso beschäftigen möchte, sollte sich auch kein hochwertiges Equipment zulegen.

    Aber das ist ja nicht nur bei unserem Hobby so.
     
  4. #4 MonikaD, 08.04.2013
    MonikaD

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    AW: Wie viele scheitern an der Zubereitung und geben auf ?

    Ich mutmaße, dass vielen der Aufwand zu hoch ist. Wenn man beispielsweise Morgens früh für 2 Personen zum Frühstück Cappuccino kocht, ist das schon aufwändiger als ein Vollautomat. Anfangs mag das geschmacklich auch nicht der grosse Unterschied sein, wenn man zudem die selben Bohnen verwendet. Bei jeder weitere Tasse muss man dann zudem den ganzen Aufwand von vorne betreiben. Da man hier den Dreck direkt sieht, ist man vermutlich auch mehr am reinigen.

    Da ich vorher mit der Hand gemahlen habe und mit Handfilter und Aeropress gearbeitet habe, war die Umstellung nicht so groß. Die geschmacklichen Unterschiede, die hier im Forum oft zu lesen sind, fange ich nach einem Jahr so langsam an zu schmecken.

    Letztlich gibt es Besuch, der den Kopf schüttelt und andere, die kaum dass sie durch die Tür kommen, nach einem Kaffe fragen.

    Auch Latte Art entsteht nicht an einem Tag - ich hab von der Variante: "chinesische Schriftzeichen/ Bleigießen" bis hin zu "man erkennt dass das ein Schwan sein soll" über ein Jahr bei 2-4 Tassen pro Tag benötigt.

    Dabei habe ich das Glück, dass mein Partner dem ganzen positiv gegenübersteht - wenn ich mir vorstelle, dass der Partner unglücklich über den Lärm und den Aufwand ist, kann das durchaus ein weiteres Verkaufsargument sein.

    Monika.
     
  5. #5 Espressojunkie, 08.04.2013
    Espressojunkie

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    AW: Wie viele scheitern an der Zubereitung und geben auf ?

    So sollte es doch auch eigentlich idealerweise sein, oder?
    Wenn mein Partner mein Hobby ständig torpediert bzw darüber absolute Uneinigkeit herrscht, dann habe ich doch tendenziell eher den falschen Parnter als das falsche Hobby, oder? Das ist nur meine persönlich Meinung. Und gerade wenn man mit so einem Hobby anfängt, sollte man bei derartigen Investitionen schon mal das ein oder andere Wort vorher darüber sprechen. Man kann ja auch Globen sammeln oder Videorekorder. Nimmt aber deutlich mehr Platz weg, schmeckt nicht und der praktische Wert tendiert auch stark gegen Null. Ob's unterm Strich preiswerter ist sei auch mal dahingestellt.

    Ok, zumindest keine laufenden Kosten für Bohnen, Wasserfilter und Strom :lol:
     
  6. #6 mr.bigwig, 08.04.2013
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    AW: Wie viele scheitern an der Zubereitung und geben auf ?

    Ob so ein Hobby bei nichtgefallen gleich ein Ausschlusskriterium für den Partner sein muss bezweifle ich und ist wohl am ehesten jedem selbst überlassen. Wenn ich allerdings überlege wie ich auf ein neues Hobby wie z.b. Nähen und die damit einhergehende Lärmbelästigung reagieren würde bin ich froh dass man wenigsten mit einem gutem Latte oder ähnlichem überzeugen kann ;-)
     
  7. #7 S.Bresseau, 08.04.2013
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    AW: Wie viele scheitern an der Zubereitung und geben auf ?

    ich glaube es gibt viele Gründe für einen Wechsel bzw. die Aufgabe des Hobbys, so wie bei vielen Hobbies. Der Reiz des Neuen geht verloren, man kann oder will keine Zeit mehr investieren und verwendet einen VA/Kapseln/Pads, kehrt vielleicht aus geschmacklichen Gründen zurück zu alten Gewohnheiten (Filterkaffee) oder, was aber glücklicheweise selten ist, muss aus gesundheitlichen Gründen auf Kaffee verzichten.

    Dass es mit etwas Lesen und dem richtigen Händchen auch schon zu Beginn und mit einem knappen Budget klappen kann, zeigt diese Beispiel. Wenn jemand technisch scheitert, dann wohl meistens deshalb, weil kein frischer Kaffee gekauft wird.

    Zahlenmäßig lässt sich beides überhaupt nicht ermittlen, weil die, die aufgeben, wohl selten noch im KN aktiv sind. Manche von denen verkaufen ihre Geräte hier, aber es ist unmöglich feststellbar, wie viele von denen, die sich vor dem Kauf ihres Equipments hier haben beraten lassen, aber nicht mehr aktiv posten, tatsächlich damit asrbeiten oder die Geräte eingelagert bzw. wieder abgestoßen haben.
     
  8. #8 Iskanda, 08.04.2013
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    AW: Wie viele scheitern an der Zubereitung und geben auf ?

    Ja, das ist auffällig und ein Trend. Es kommen jede Woche Neulinge, die gleich in der 2000 Eur Liga suchen und einige scheinen davon wieder schnell aufzugeben.

    Ich denke das liegt aber auch an den Diskussionen hier. Die Leute lesen flink quer, stoßen auf die Diskussionen über 'Temperaturstabilität' und machen einige Aussagen zur Messlatte, ohne zu differenzieren. Und wenn man dann mal kauft - dann richtig (was ja als Idee korrekt ist). Nur ein üblicher 2-Kreiser würde es auch tun.
     
  9. #9 Espressojunkie, 08.04.2013
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    AW: Wie viele scheitern an der Zubereitung und geben auf ?

    Genau, denn ein üblicher 2-Kreiser bietet für Einsteiger und die allermeisten Hobbybarista (die keine absoluten Espresso-Puristen sind und meist Cappu zubereiten anstelle jeden Tag einen anderen Single Origin) genug Potential für etlich Jahre zum üben und einfach nur damit zu arbeiten.
    Diese ganzen PID- und "Gradgenaugeschichten" stellen dann die Krönung da, dies muss man nicht haben!
    Wer wird denn gleich nen Maserati kaufen oder nen 12 Zylinder wenn er nur die 15tkm im Jahr zur Arbeit, zum Einkauf und in den Urlaub fährt? Da reicht ein ganz normales Auto völlig aus. Wirtschaftlicheit, Preis-Leistung und Praxistaugelichkeit sollten da für Otto-Normalverbraucher wichtiger sein als ein Phallusersatz um dem Nachbar zu zeigen wo der Hammer hängt und was man doch für'n toller Hecht ist.
    Alles hat da seine Daseinsberechtigung, nur wirklich klug gekauft ist das was man dann auch braucht und nutzt.

    P.S. Ich hatte nen PID Einkreiser, war nett und ist nicht schlecht (für mich als Ex-Puristen :lol:) aber anstelle eines Dualboilers reicht für zukünftige Cappus und ab und an auch mal ne anständigen Espress auch ein 2-Kreiser. Der wird dann auf die "Hausbohne" eingestellt und gut. Die Experiement sind bei mir vorbei... die Maschine muss jetzt ne Familie (mit Kindern und viel mehr Besuch) versorgen und keinen Singlehaushalt mehr.
     
  10. #10 Iskanda, 08.04.2013
    Iskanda

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    AW: Wie viele scheitern an der Zubereitung und geben auf ?

    Der Autovergleich passt sehr gut. Die 2. Aussage ist aber reine Spekulation und trifft auf die meisten Leute sicher nicht zu. Auf einige wenige möglicherweise aber schon. :)
     
  11. #11 Terranova, 08.04.2013
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    AW: Wie viele scheitern an der Zubereitung und geben auf ?

    Seine eigene Meinung darlegen ist ein Ding, andere Hobby Baristas für ihre "Leidenschaft" pauschal zu verurteilen, finde ich noch ärmlicher als den als den von Dir beschriebenen "Phallusersatz".
    Ich respektiere Leute, die mit viel Liebe ihre Gaggia pimpen und sich auch ausserordentlich mit dem Thema beschäftigen wie zb. Ranger Kevin oder S.Bresseau, lasse mich aber ungern abstempeln von jemanden, der ein anderes Budget zu Buche schlägt, sei es aus economischer Sicht, Platzmangel oder was auch immer.
    Ein Hobby zu relativieren macht in den wenigsten Fällen Sinn. Ob Modellautos, CB Funk, Oldtimer oder was auch immer.

    Es gibt viele Menschen und auch User hier, die vielleicht schon in einigen anderen Bereichen die Erfahrung gemacht haben, wer billig kauft, kauft 2 mal, oder "ich hab zuwenig Geld um mir Schrott zu kaufen".
    Manche User haben eine 50k€ Küche und wollen diese nicht unbedingt abwerten mit einer "unpassenden Maschine".
    Als ich meine knapp 2000€ Küche gekauft habe, gab es in dem Laden eine Abzugshaube die 8000€ gekostet hat und aussah wie Raumschiff Enterprise. Als ich den Verkäufer fragte ,wer sich soetwas kauft, meinte er, dass es meistens die Männer sind die sich begeistern lassen, aber jetzt wieder das Faß aufmachen mit "Phallusersatz" finde ich einfach far out. Sei mal etwas gönnerhaft, ich freu mich für denjenigen der sich eine fette Slayer in die Küche stellt, wenn er sie abgibt... PN an mich bitte :lol:

    Bei mir hat es Jahre gedauert, bis ich verstanden habe, dass es wirklich nicht viel Sinn macht, jedes Supermarktpulver auszuprobieren auf dem irgendetwas mit Crema draufsteht, um mit der Bialetti auf dem Herd oder später mit der La Pavoni wenigstens 0,1 - 0,5mm Crema in der Tasse zu haben.
    Egal, erst mal so weiter machen und auf Veränderung hoffen. (Natürlich der falsche Weg) Andere geben halt früher auf, da es nicht so weit verbreitet ist (zumindest kaum übers KN hinaus) dass frische Bohnen und eine dementsprechende Mühle essential sind.
     
  12. #12 Espressojunkie, 08.04.2013
    Espressojunkie

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    AW: Wie viele scheitern an der Zubereitung und geben auf ?

    Es ging hier ja auch ursprünglich nicht um Hobbybaristas oder gerechtfertige oder auch nicht gerechtfertigte Investitonshöhen, sondern um den allersten Schnellschuß von Einsteigern die mit dem Thema noch nicht sehr vertraut sind (daher auch der Titel). Und so ist der klassiche Weg - wie ihn die überwiegende Mehrheit ihn wohl auch beschritten hat (unterstell ich jetzt mal) - eigentlich der optimale: Erstmal recht klein und preiswert anfangen und dann weiterschauen. Man etwickelt sich halt mit der Zeit, oder eben auch nicht und verkauft das Zeug wieder. Das hat dann aber nicht mal eben 2-3 tausend Euro gekostet, muss es ja auch nicht.
    Wer hat sich den nach der bestanden Fahrprüfung gleich ein Neuwagen für 60 k Euro und mehr gekauft? Ich kenne keinen und diejenigen, die das können und machen werden damit sicher nicht unglücklich sein und die Karre gleich wieder verkaufen.
    Oder um bei der Küche zu bleiben, in welcher Erstwohnung (Student oder Azubi) steht die erwähnte Abzugshaube für 8k Euro? Auch dort freue ich mich wenn das jemand macht und es sich leisten kann, das hat absolut nichts mit Neid zu tun - ich gönn das Auto und die Küche jedem der es sich leisten kann. Nur ist das sinnvoll und wird das Potential genutzt?
     
  13. #13 Loopo, 08.04.2013
    Zuletzt bearbeitet: 08.04.2013
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    AW: Wie viele scheitern an der Zubereitung und geben auf ?

    Das Problem ist eigentlich recht klar: Einige, vielleicht sogar viele Siebträger-Einsteiger begreifen vermutlich nicht (rechtzeitig), dass es hier um eine grundlegend andere Art oder zumindest Herangehensweise bei der Kaffeezubereitung geht, als dem, was man vorher bislang kannte. Auch mir hat erst dieses Board hier abschließend die Augen geöffnet, nachdem ich allerdings zuvor schon diverseste Informationen und Beobachtungen zu dem Thema gesammelt hatte.

    Ich denke, meistens läuft es wohl in etwa so ab:

    • Üblicherweise kennt man vorher nur seinen gewohnten Filter- oder Vollautomatenkaffee
    • Dann trinkt man irgendwo ein oder mehrere male einen richtig guten traditionellen Espresso oder Cappucino und erhält irgendwoher die Idee, dass man so etwas nur mit Siebträgermaschinen hinbekommt
    • Man entscheidet sich, so etwas auch daheim installieren zu wollen
    • Dann sieht man: Wird ganz schön teuer. Oder sagen wir besser: Könnte ganz schön teuer werden ... ;)

    Hier entschiedet es sich denke ich. Jenachdem nämlich, welche Schlüsse jemand jetzt hieraus zieht. Und grad in unserem nicht grad armen Heimatland ist man da evtl. etwas anfällig.
    Falsche, aber nicht gerade fernliegende, weil der Intuition oder Erfahrung aus anderen Bereichen entsprechende Schlüsse wären z.B.:

    • Aha, der Espresso schmeckt deswegen so viel leckerer, weil die Maschinen so viel teurer und deswegen wohl besser sind
    • Ich kann beliebige Summen investieren, also ist das Geschmacksergebnis wohl proportional der Investition (könnte z.B. bei Vollautomaten sogar hinkommen)
    • Der Bedienungsaufwand ist indirekt proportional der Investition

    Die eigentlich richtige Erkenntnis wäre meiner Meinung nach hingegen:

    • Der einzig echte, aber leider sehr kriegsentschiedende Vorteil von Siebträgern liegt in der Tatsache, dass sie Zugriff auf verschiedenste Parameter des Brühvorganges eröffnen, den andere Verfahren so nicht bieten.
    • Jeder zusätzlich verfügbare Parameter erhöht zwar die Spielräume (und Preise :)), gleichzeitig aber auch enorm die Komplexität des Systems
    • Es gibt kaum Automatismen, die dem Bediener die Abstimmung dieser Parameter abnehmen. Grund ist die Nicht-Existenz zuverlässiger Geschmacks-Sensoren abseits der menschlichen Mundhöhle.
    • Es ist vor allem der technische Aufwand, den die möglichst präzise Einstellbarkeit der Parameter bedingt, welcher die Maschinen so teuer macht

    Und ergo natürlich, aber darüber herrscht hier ja eh Einigkeit: Macht also nur Sinn, wenn sich der Bediener dieser Komplexität auch stellen will :)

    Gruß, Markus
     
  14. #14 Silvaner, 08.04.2013
    Silvaner

    Silvaner Mitglied

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    AW: Wie viele scheitern an der Zubereitung und geben auf ?

    Solange keine zumindest halbwissenschaftliche Studie darüber gemacht wird, bleiben nur Vermutungen. Hier die meinen.
    Gleich beim ersten Kauf richtig Geld in die Hand genommen wird von Leuten, die
    -- eine solche Investition sich leisten können;
    -- von der Ausstrahlungskraft des "Designs" einer Kaffeemachine angetan sind;
    -- einer Art APPLE Faszination erlegen sind: Man will mit dem Trend und mit dem Schick gehen, also dabei sein. Espresso mit seinen Milchmixabwandlungen ist ja sehr in Mode gekommen;
    -- die meinen, dass die Gleichung Höhe der Investition = Güte des Kaffees stimmt.

    Verkauft wird die Maschine vielleicht dann, wenn man merkt, dass eine Nespresso Maschine auch schick und trendy ist, die Qualität des Kapselkaffees eigentlich so schlecht nicht ist, der Aufwand für eine Tasse Espresso dabei erheblich geringer ist (u.U. auch bzgl. Kosten) und kein Putzeifer nötig ist, um das Teil und seine Umgebung präsentabel zu halten bzw. damit es den eigenen ästhetischen Ansprüchen genügt.

    Aber es gibt sicher noch viele andere nachvollziehbare Gründe.

    Gruss, René
     
  15. apogee

    apogee Mitglied

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    AW: Wie viele scheitern an der Zubereitung und geben auf ?

    Zur eigentlichen Frage des TE:
    Schwer zu sagen, wieviele auf dem Weg aufgeben, sie werden nicht mehr hier mitlesen oder schreiben...

    Ich zumindest war - gewohnt an wirklich guten French Press - mit meinen Ansprüchen an meinen Espresso sehr hoch.
    Die Realität als blutiger Anfänger war dann bitter.
    Und sauer. Manchmal zugleich. Meine Freundin hat Magenschmerzen beklagt und dass sie nicht mehr gerne bei mir Kaffee tränke, wobei er doch früher so gut gewesen sei.
    Das Schlimmste: sie hatte Recht. Es war lange Monate einfach schlicht grauslich, was ich mit meiner doch schon ambitionierten Anfängerkombi so hinmurkste.
    Nach 2-3Monaten Stümperei war ich wirklich knapp davor, den ganzen Plunder zu verkaufen.
    Nach weiteren Wochen wurde es besser. Es war nicht mehr grauslich, aber weit entfernt von gutem Kaffee. Mit viel Milchschaum trinkbar, aber ohne großartigen Geschmack. Erkennbar Cappu oder Espresso, aber langweilig, ohne Charakter, ohne Nuancen, ohne Genuss. Ich glaubte, es würde nicht viel besser und wollte hier schon "Wider den Siebträgersnobismus" texten, FP war damals bei mir einfach viel nuancierter, geschmackvoller.
    Langsam, ganz langsam wurde Espresso - bei mir - besser.
    Mittlerweile ist der Morgencappu ein Highlight meines Tages, ein echter Genuss. Sorten haben eigenen Charakter, eigenen Geschmack. Guten Geschmack.
    Der Weg war mühsam. Ein Freund (toller Hobbykoch, kluger Kopf) ist mit einer gebrauchten Gaggia Classic ohne Kaffee Netz oder anderen Beistand grandios gescheitert. Komplett untrinkbar. Ich hätte ihm mehr helfen sollen, hatte aber selbst noch nicht wirklich die nötigen Kenntnisse. Nach 1-2Monaten Abbruch. Dort gibt es jetzt Nespresso.
    Ich bin noch weit vom Experten entfernt.
    Sortenwechsel und damit Neueinstellung aller Parameter ist immer noch eine Herausforderung.
    Aber es schmeckt mir & Göfreu inzwischen grandios.

    Ich finde, am Anfang verlangt dieses Hobby viel Hingabe, Begeisterung, Hartnäckigkeit und insbesondere Frustrationstoleranz ... und das Alles für ein schnödes Heißgetränk :)
    Die Gefahr des Scheiterns ist handfest.

    Ein Hobby kann es mE erst werden, wenn es schmeckt.
    Sonst wäre es Selbstzweck wie eine Spielzeugdampfmaschine.
    Die Gefahr, dass man unbenütztes "Spielzeug" kauft, ist natürlich da. Beim Rennrad, bei Stereoanlagen und vielem anderen. Aber auch eine Stereoanlage ist erst wirklich gut, wenn man die Augen schließt und sie vergisst, vergessen kann.
    Dito Espressomaschinen.

    Nicht nachvollziehen kann ich hier die alte "Dualboiler vs 2Kreiser" Debatte.
    Erstens: es gehört nicht in diesem Thread.
    Zweitens: diesen Parameter einfach ohne Gedöns konstant halten und auch noch kontrolliert und reproduzierbar steuern zu können, war gerade für mich als Anfänger viel Wert. Gute Geräte machen es mM einfach leichter.

    Am wichtigsten aber ist Enthusiasmus :)
     
  16. Tara

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    AW: Wie viele scheitern an der Zubereitung und geben auf ?

    warum wird das Verkaufen des Equipments unbedingt als Scheitern betrachtet?

    Vielleicht merkt jemand einfach, daß das nicht seine Welt ist, er keine Freude dran hat.

    Bei teuren Maschinen wundere ich mich auch jedesmal, andererseits, was für den einen (in dem Fall mich) teuer ist, ist für den anderen (einen möglichen Verkäufer) vielleicht grade mal im Monat mal übrig und das macht ihm nicht halb so viel aus, wie mir.
    Weiß man ja alles nicht.
    Ich hab mich in Fotoforen schon über komplette Systemwechsel gewundert und im MX-5 Forum schon darüber daß die soeben fertiggepimpte Karre verkauft wird um die nächste Baustelle zu erwerben (as die reingesteckt haben kriegen sie nicht mal anteilig raus)
    und mich über das "verbrannte" Geld gewundert.
    Vielleicht HAT derjenige einfach mehr. Macht ja nichts.
     
  17. Anderl

    Anderl Mitglied

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    AW: Wie viele scheitern an der Zubereitung und geben auf ?

    Also ich kenne persoenlich einen Fall der mit seiner Sylvia nicht zurecht gekommen ist und jetzt Nespresso kocht. Deshalb ist auch meiner Meinung nach die Sylvia keine gute Empfehlung fuer einen Einsteiger. Es gibt einfacher zu bedienende Maschinen.
    Andere wiederrum steigen denke ich ein und koennen eine Weile spaeter viel besser einschaetzen, was sie brauchen wollen, dann verkaufen sie ihren Fehlkauf wieder.
     
  18. #18 tschaka, 08.04.2013
    tschaka

    tschaka Mitglied

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    AW: Wie viele scheitern an der Zubereitung und geben auf ?

    Kann nur beipflichten: Viele Leute sind der Meinung, dass ein teurer ST per se tollen Kaffee macht. Dann wird sich, bei entsprechendem Budget, so ein Ding halt gekauft. Kommt Einsicht und Lust, dann wird daraus auch guter Kaffee, ansonsten wird das schicke Equipment wieder verkauft. Es sind auch Fälle bekannt, wo schöne ST-Maschinen mit vorgemahlenem, alten Pulver gefüttert werden und das entstandene Produkt dann in höchsten Tönen gelobt wird. MUSS an meiner tollen Maschine liegen, dass es SOOOO TOLL schmeckt, liebe Gäste. (Nein, das ist leider kein Scherz. Habe ich selbst erlebt.)

    Bei mir wars zuerst ein Hobby. Die ersten 3 kg waren mit ordentlich Milch und sonst mit Überwindung und Mut trinkbar. Da ich das KN aber nicht für eine Verschwörung von ST-Produzenten hielt, dachte ich stets an Besserung! ;-)
    Mittlerweile, wo das Einstellen einer neuen Bohne schnell geht und mit eigentlich fast alles schmeckt, was da so rauströppelt, ist es schon kein Hobby mehr. Eher die Befriedigung des grundlegendes Bedürfnisses nach gutem Kaffee. Mit dem Nebeneffekt, dass ich das Geld für Kaffee in Restaurants oder Cafés spare...
     
  19. xenos

    xenos Mitglied

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    AW: Wie viele scheitern an der Zubereitung und geben auf ?

    Weil hier die Kosten angesprochen wurden:

    Viele glauben, dass es unbedingt ein Neugerät sein muss (ja, glaubte ich auch, bin damals vom Vollautomaten auf die Lelit umgestiegen)
    Allerdings bin ich bei der Lelit am nicht gelingenden Milchschaum gescheitert - warum auch immer.
    Das Zeug aber einfach verkaufen kam mir nie in den Sinn, allerdings kamen Upgradegedanken.
    Das Upgrade habe ich dann in einer (sehr) gebrauchten Astoria um (sehr) wenig Geld gefunden, ergänzt durch eine mittlerweile auf Direktmaler umgebaute Gastromühle um ebenfalls kleines Geld.

    Was ich damit sagen will: IMHO wird nicht das Scheitern Grund für den Geräteverkauf sein, sondern mangelndes / nachlassendes Interesse an der Sache - oder unterschätzen des erforderlichen Aufwandes.

    Ach ja: Das Kaffeenetz kann Fluch und Segen in einem sein ;-)
     
  20. #20 Bonsai-Brummi, 08.04.2013
    Bonsai-Brummi

    Bonsai-Brummi Mitglied

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    AW: Wie viele scheitern an der Zubereitung und geben auf ?

    Da könntest Du recht haben: In diesem Rahmen hier ist halt sehr schwer abzuschätzen, ob eines Ratsuchenden Begeisterung nur ein Strohfeuer ist, das bei den ersten Fehlversuchen schnell wieder erlischt - oder ob die auch unter dem Stress einer Familienfeier o.ä. noch ungetrübt anhält. Bekannten hab ich mal aus gutem Grund vom ST ab-, gleichzeitig aber für den vorhandenen VA zu Bohnen vom lokalen Kleinröster geraten und gleich ein Päckchen mitgegeben: Die haben sie getestet, sind dabei geblieben und alle sind wunschlos glücklich :-D
     
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