wieviel bar sind optimal?

Diskutiere wieviel bar sind optimal? im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; tja, wieder mal so ne blöde frage! aber gestern hatte ich die möglichkeit, etwas mit einer ecm mechanika rumzuspielen und hatte "nur" 12 bar....

  1. #1 jens-berlin, 03.05.2006
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    tja, wieder mal so ne blöde frage!

    aber gestern hatte ich die möglichkeit, etwas mit einer ecm mechanika rumzuspielen und hatte "nur" 12 bar. d.h. der zeiger ist bei 12 stehengeblieben und anschließend ist immer etwas durch das überdruckventil weggelaufen.

    bei meiner bazzar a3 komme ich je nach bohne, mahlgrad etc. normalerweise auf 13-15 bar, ohne dass das überdruckventil auch nur tropft.

    die erste frage: ist eine der beiden maschinen kaputt oder falsch eingestellt?

    die zweite frage: wieviel druck ist okay? muss ich z.b. bei höherer temperatur auch mit einem höheren druck arbeiten (habe 1,5 bar kesseldruck, die ecm hatte nur knapp über 1 bar)?
     
  2. #2 Röstaroma, 03.05.2006
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    1.5 bar Kesseldruck sind aus meiner Sicht viel zu hoch, da das Wasser dann viel zu heiß wird und ellenlange Leerbezüge notwendig sind, um auf Brühtemperatur runterzukommen. Meine Isomac Millennium pendelt zwischen 1.0 und 1.25 bar.

    Empfohlener Brühdruck ist eigentlich 9 bar. Mehr Druck bringt mehr Crema soll aber den differenzierten Geschmack etwas erschlagen. Ob das stimmt kann ich nicht sagen, da meine Millennium leider ein nicht verstellbares Überdruckventil mit 11.5 bar Fixpunkt hat.

    Grüße

    Röstaroma
     
  3. #3 gunnar0815, 03.05.2006
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    Ja beide sind zu hoch eingestellt. 9 Bar am Kaffee das sind dann meistens so 9,5 bis 10 Bar an der Anzeige. Mit mehr Druck wird der Puck "Zerschossen".
    1,5 Bar Kesseldruck ist die obere Grenze. Ab da öffnet das Überdruckventil. Normal sind 1-1.2 oder 1.1-1.3 Bar. Unter 0,9 Bar reicht der Druck zum Schäumen nicht mehr. Kommt auf den Kaffee an. Bei normalen Kaffee sollte man im normalen Bereich liegen um noch Spiel zu haben. Wenn die Temperatur nicht passt mußt du dann das Einspritzrohr kürzen.(Temperatur sinkt dann) So ca. 92 °C am Siebträger sind ein guter Wert
    Gunnar
     
  4. #4 koffeinschock, 03.05.2006
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    ...aber nicht alle maschinen haben solch ein einspritzrohr, wie es die uno hat ;)
     
  5. #5 gunnar0815, 03.05.2006
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    Dachte alle Zweikreiser hatten eins. Meine Astoria AEP 2 hatte auch eins.
    Wie stellt man sonst die Grundtemperatur ein koffeinschock?
    Gunnar
     
  6. bamf

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    am kesseldruck? :shock:
     
  7. #7 jens-berlin, 04.05.2006
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    woran merkt man das?

    es gibt ja auch sorten, die mit einer höheren temperatur gebrüht werden müssen, zumindest hat man mir das in einem esso-laden gesagt. so gesehen habe ich mit meiner einstellung etwas mehr spielraum, wenn das stimmt...

    wie wirkt sich das "zerschießen des pucks" geschmacklich und optisch aus, channelling habe ich bis auf sehr wenige ausnahmen bisher nicht gehabt? ich glaube, dass die meisten leute über 10 bar brühen, oder liege ich da falsch?

    und nochmal eine meiner ausgangsfragen: gibt es ein zusammenspielen/abhängigkeit von brühdruck und temperatur?
     
  8. #8 ergojuer, 04.05.2006
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    Re: woran merkt man das?

    Du hast einen Zweikreiser und dementsprechend zwei in ihrem Druckverhalten/ -aufbau voneinander unabhängige Wasserwege.

    Über den Kesseldruck wird geregelt bei welchem Druck das Wasser im Dampfkessel steht. Je höher der Druck im Dampfkessel (=Boiler) ist, um so höher ist auch die Temperatur des Wasser/Dampfgemisches im Dampfkesel. Über den Pressostaten wird erkannt, ab welchem Kesseldruck die Heizung aus und angeschaltet werden muss.

    Das Wasser für die Kaffeezubereitung wird über ein Rohrsystem durch den Dampfkesel geführt und erhitzt sich dann dort. Ist die Kesseltemperatur hoch erhitzt sich das Wasser im Kaffeekreislauf auch dementsprechend höher.
    Ergo: Je höher der Druck im Dampfkessel desto höher die dortige Temperatur und desto höher die Temperatur im Kaffeewasser. Letzteres wird das Kaffeewasser ja indirekt durch den Kessel erwärmt. das Ganze nennt man dann Wärmetauscher...
    Um die Brühtemperatur zu erhöhen erhöht man also den Kesseldruck.


    Der Druck im Kaffeewasserkreislauf wird jedoch durch die Einstellung des Pumpenbypasses und den Kaffeepuck und seine Festigkeit/ Dichte bestimmt. Ist der Puck zu klein, zu locker zu grob gemahlen rauscht das Wasser durch, bevor der am Bypass als Maximaldruck eingestellte Wert erreicht ist.
    Der Brühdruck wird somit unabhängig von der Brühtemperatur geregelt.

    Und über 10 bar brühen die Wenigsten. 10 bar mögen zwar noch mit nem Siebträgermanometer gemessen werden. Dieses Siebträgermanometer ist jedoch ein komplett geschlossener Siebträger aus dem kein Wasser rinnt. Bei der Kaffeezubereitung wird der Druck dann ca ein halbes bar darunter liegen, da der Puck ja einen Teil des Druckes stetig ablässt. Sonst würd ja kein Tropfen rauskommen. ;-)
    Im allgemeinen wird hier ein Brühdruck um die 9 bar (+- 0,5bar) empfohlen. Man möge mich korrigieren, falls dies nötig oder zu ergänzen sei...
     
  9. #9 jens-berlin, 04.05.2006
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    gute erläuterung

    ich hatte mich etwas unglücklich ausgedrückt, hatte aber den kesseldruck als synonym für die temperatur verstanden.

    naja, vielleicht machen sich manometer-besitzer auch zu viele gedanken...
     
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