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  1. #1
    Zäbäschn ist offline Benutzer
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    Standard Elektra Microcasa a Leva will noch nicht so recht...

    Hallo Zusammen,

    nachdem ich das Forum schon eine weile passiv verfolge, habe ich mich entschieden mir auch ein Maschinchen zuzulegen. Es ist eine gebrauchte Elektra Microcasa a Leva geworden. Wegen der Optik und weil mich die Zubereitung mit Hanhebel reizt.

    Wie zu erwarten war geab es einige Probleme mit Mahlgrad, Sorte, Anpressdruck und doofen Sprüchen meiner Familie.

    Alle bis auf das Letzte sind auch behoben,

    ABER:

    Der Espresso läuft extrem ungleichmäßig durch den Sibträger. Bis zu einem Drittel des Hebelwegs ist der Fluss gleichmäßig, danach kommen nur noch vereinzelte Tröpfchen und es dauert mehrere Minuten, bis die Ausgangsstellung erreicht ist. Das scheint unabhängig vom Mahlgrad zu sein.Wenn ich die Tasse vorher wegnehme schmeckt der Espresso schon ganz gut, aber will ich mal zwei Espressi ist der erste schon kalt, bevor ich den Siebträger wieder füllen kann. Nehme ich den Siebträger vorher ab, gibt’s Kaffeematsch und eine ziemliche Sauerei.

    Das zweite Problem ist die Crema, die sich schon nach wenigen Sekunden verflüchtigt.
    Könnte beides mit einer „ausgeleierten“ Feder zu tun haben und sollte ich der Maschine eine neue spendieren?
    Kann mir jemand helfen? Meine Freundin lacht mich schon aus und ich trinke aus Solidarität immer den ersten, kalten Espresso…
    +++Elektra Microcasa a Leva S1C+++Mazzer Mini Electronic B+++


  2. #2
    Gianni ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Elektra Microcasa a Leva will noch nicht so recht...

    Hallo, da scheinen schon einige Baustellen zu sein.
    Aber: es gibt nichts Schwierigeres als Handhebel, bis alles passt, dauert es etwas....
    Die Elektra kenne ich nicht, ist eine wunderschöne Maschine, habe aber die Gaggia Achille (ohne Feder) und Erfahrung mit der Microcimbali (mit Feder).
    Zunächst mal eine Frage: machst du auch eine Präinfusion?
    D.h., du presst nur soviel Wasser durch, dass der Puck angefeuchtet ist, und wartest dann 6-12 Sekunden, bevor du komplett durchdrückst. Damit könnte Problem 1 behoben sei. Eventuell musst du den Mahlgrad anpassen.
    Crema: Handhebel mit Feder haben wohl die Tendenz, weniger Crema zu produzieren, da die Federn in den kleinen Handhebeln nicht die geforderten 9 Bar Druck erreichen (wie die Microcimbali). Wie das bei der Elektra ist, weiß ich nicht.
    Hoffe das hilft weiter.
    Saluti
    Gianni
    Vibiemme Domobar DB mit PID +Cimbali Max Automatic;
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  3. #3
    Zäbäschn ist offline Benutzer
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    Standard AW: Elektra Microcasa a Leva will noch nicht so recht...

    Hi,

    danke für die Tipps, aber wirklich weiter hilft es mir leider nicht. Präinfusion mache ich schon (hab von 6-20s alles ausprobiert), und das mit der schwachen Crema bei Handhebelmaschinen hab ich auch schon gelesen.

    Was mich am meister stört ist halt der extrem langsame Durchfluss zum Ende hin...da machen zwei Espressi echt keinen spaß. Geschmacklich passt es schon, wobei auch dabestimmt noch was zu holen ist.

    An der Feder liegt es also nicht, meinst Du?

    Gruß,

    Sebastian.
    +++Elektra Microcasa a Leva S1C+++Mazzer Mini Electronic B+++


  4. #4
    13thfloorelevators ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Elektra Microcasa a Leva will noch nicht so recht...

    hallo,

    ich habe vor ner weile mal eine mcal restoriert ([Restoration] Elektra Micro Casa A Leva (S1)). vermutlich hast du auch noch die kurze feder, die hat wenn der hebel oben ist fast keine vorspannkraft mehr (und kann ev. auch schon etwas schlaff sein).
    wenn du es dir zutraust würde ich die neue feder besorgen und austauschen (vorsicht dabei!)...
    cheers
    stefan

  5. #5
    Zäbäschn ist offline Benutzer
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    Standard AW: Elektra Microcasa a Leva will noch nicht so recht...

    Danke,

    was meinst Du mit Vorsicht? Ich werd die Feder dann wohl mal wechseln. Dann brauche ich auch neue Dichtungen, oder? Und der Kolben wird ja wohl geeölt sein, das kann ich bei der Gelegenheit auch erneuern. Welches Öl würdest Du da nehmen?

    Irgendwelche Stolpersteine, auf die ich achten sollte?

    Gruß,

    Sebastian.
    +++Elektra Microcasa a Leva S1C+++Mazzer Mini Electronic B+++


  6. #6
    13thfloorelevators ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Elektra Microcasa a Leva will noch nicht so recht...

    Zitat Zitat von Zäbäschn Beitrag anzeigen
    Danke,

    was meinst Du mit Vorsicht? Ich werd die Feder dann wohl mal wechseln. Dann brauche ich auch neue Dichtungen, oder? Und der Kolben wird ja wohl geeölt sein, das kann ich bei der Gelegenheit auch erneuern. Welches Öl würdest Du da nehmen?

    Irgendwelche Stolpersteine, auf die ich achten sollte?

    Gruß,

    Sebastian.
    vorsicht beim einbau: die lange feder bringt eine ziemliche vorspannung mit. da ist einiges an energie drinnen. wenn du da mal abplatzt kanns schon weh tun. ich würde das vorsichtig in einem schraubstock machen und aufpassen, dass man nie in der "schussrichtung" steht. sonst ist der einbau aber unproblematisch: die beiden schrauben am kopf der brühgruppe aufmachen, dann kannst du den ganzen kolben rausziehen. die segeringe entfernen und (im schraubstock) die beiden bolzen oben raus. dann kannst du die federn wechseln, beim zusammenbauen halt aufpassen.
    dichtungen kannst du dann auch gleich erneuern, ich habe zum "schmieren" kein öl verwendet sondern hahnfett. vielleicht gibts da was idealeres, aber bei mir hats problemlos funktioniert.

    cheers
    stefan

  7. #7
    Zäbäschn ist offline Benutzer
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    Standard AW: Elektra Microcasa a Leva will noch nicht so recht...

    So, das Teil ist zerlegt, neue Feder wird bestellt. Nur eine Frage: wie bekomme ich das Verteilersieb (Dusche) ab und welche Dichtungen sollten denn gewechselt werden, wenn einmal alles zerlegt ist. Bisher hatte ich im Bezug auf Dichtigkeit keine Probleme...

    Da wären die W- und die V-Dichtung am Kolben, sowie die Siebträgerdichtung...Oder empfiehlt es sich pauschal mal alles zu wechseln. (Die Gute ist Baujahr 1995 und scheint noch die Originaldichtungen zu haben)

    Lediglich die Dichtung der Gruppe sieht etwas brüchig aus. Die werd ich wohl wechseln. Da gibts bei espressoxxl aber zwei Ausführungen (Bestellnummer: 529170 und Bestellnummer: 529171), die schich schon ganz schön unterscheiden...Einfach die neue nehmen?

    Ach und eine Frage fällt mir noch ein: Wie und womit sollte ich den Kessel am besten entkalken?

    Ich hoffe das sind nicht zu blöde Fregen-ist halt meine erste Maschine...

    Danke schon mal für die Hilfe,

    Sebastian.
    +++Elektra Microcasa a Leva S1C+++Mazzer Mini Electronic B+++


  8. #8
    13thfloorelevators ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Elektra Microcasa a Leva will noch nicht so recht...

    hallo,

    das duschsieb einfach nach unten abziehen, das wird durch die siebträgerdichtung gehalten. wenn du den kolben schon heraussen hast kannst du es auch gleich von oben herausdrücken.
    ich würde (hab ich bei meiner auch gemacht) gleichmal alle dichtungen wechseln wenn du sie schonmal offen hast. die beiden kolben dichtungen, die dichtung zwischen brühgruppe und kessen (da gibt es 2 verschiedene...einfach die die bei deiner drinnen ist) und die kesseldichtung unten (hab ich was vergessen?).

    entkalken würde ich mit zitronensäure, geht in zusammengebautem zustand wunderbar. das einzige: das rohr zum pressostat vielleicht extra entkalken (wenn sie offen ist), das war bei mir komplett zugekalkt.

    falls noch der original pressostat drinnen ist würde ich den auch gleich ersetzen (muss aber nicth sein solange er noch funktioniert).

    cheers
    stefan

  9. #9
    S_Helmke ist offline Benutzer
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    Standard AW: Elektra Microcasa a Leva will noch nicht so recht...

    Hallo,

    schön, dass sich noch mehr Leute mit der Elektra S1 beschäftigen! Ich hatte am Anfang die gleichen Probleme wie Zäbäschn. Meine Maschine ist auch von 1995 (aus der eBucht) und ich habe mir letzte Woche ein Herz gefasst und mal alles gewechselt, sprich alle Dichtungen an der Brühgruppe und auch die Feder. Dichtungen hab ich bei meinem Händler hier gekauft (war billiger), Feder bei EspressoXXL. Bei der Brühgruppendichtung (die zum Kessel) muss man bei der Maschine von 1995 denke ich die alte Version der Dichtung nehmen (bin mir nicht sicher, ob die neue passt - die ist ja nur ein O-Ring glaube ich). Hab ich auch gemacht und das hat gepasst. Die alte dichtung ist eine große Gummischeibe mit 5 Löchern (4x Schraube und einmal für das Röhrchen zur Gruppe). Die ganze Instandsetzung war allerdings etwas langwieriger als gedacht..
    Zunächst war bei mir die Brühgruppendichtung total fest! Also Schrauben ab und man konnte die ganze Maschine daran hochheben und gewackelt hat nix Ich musste die Gruppe (vorsichtig) mit nem Hammer abschlagen.
    War das bei dir auch so Zäbäschn? Die Reste der Dichtung musste man mit Schraubenzieher und Spachtel abkratzen (uuuhh..).
    Dann gings an die anderen Dichtungen. Duschsieb war ganz einfach, nachdem ich mal gemerkt hatte, dass man das Teil einfach durch Raushebeln abkriegt. Die Kolbendichtungen waren da schon ein anderes Kaliber...
    Nach dem Einlegen der Dichtungen in kochendes Wasser (aua) waren die so weich, dass ich sie über den Kolben gekriegt habe. Mit einiger Kraftanstrengung und Tricks mit Imbusschlüssel und Schraubenzieher (Vorsicht Kratzer) hatte ich dann irgendwann (gefühlte 2 Stunden )die Dichtungen drauf. Puh geschafft. Blieb nur noch der größte Gegner : Die Feder
    Zunächst muss man die Sprengringe oben am Heben abmachen, dann geht alles leicht auseinander. Alte Feder raus, neue drauf. Die neue Fender ist ja etwas länger als die alte. Mit Muskelkraft bekommt man die nicht zusammengedrückt und gleichzeitig den Bolzen wieder in den Hebel. Ich habe das ganze mit 2 großen Schraubzwingen (und irgendwas stabiles was man zwischen die Feder steckt (hier: Rohrzange ) heruntergeschraubt. Dann kann man einfach den Bolzen wieder durchstecken. Fertig.
    Gefettet hab ich die Dichtungen mit O-Ring Silikonfett, für den Hebel oben kann man das denke ich auch nehmen, oder ein bisschen Vaseline (aber nicht für die Dichtungen).
    Entkalten tue ich immer mit Zitronensäurepulver, das ist billig und klappt prima. Man merkt ich bin kein Profi, aber geklappt hatts doch irgendwie...
    Achso, hätte ich ja fast vergessen: Die neue Feder funktioniert prima, der Hebel geht jetzt gleichmäßig bis oben durch. Der Geschmack ist dadurch doch besser geworden. Das erhoffte Cremawunder blieb leider aus.

    So, ich hoffe ich habe euch nicht allzusehr gelangweilt mit meinem Text. Das war meine Erfahrung mit der Elektra S1!

    Noch eine Frage an die Experten:
    Ich habe im Internet den Fendern Shop von Alb Federn gefunden (Alb Federn Shop). Dort kann man die Parameter der Feder, die man gerne hätte eingeben und man bekommt die passenden angezeigt. Könnte man sich dort auch eine (sehr viel stärkere) Feder für die S1 bestellen? Worauf müsste man achten?

    So - das wars jetzt aber erstmal

    Liebe Grüße aus München,

    Sebastian

  10. #10
    Zäbäschn ist offline Benutzer
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    Standard AW: Elektra Microcasa a Leva will noch nicht so recht...

    Puh...eigentlich wollte ich nur die Feder wechseln und mich gar nicht an den Kessel wagen...Werde jetzt aber lieber alles auf einmal wechseln!

    Nachdem die Dusche jetzt raus ist, fällt mir auf, dass die Fläche mit den Löchern ziemlich verbeult (nach oben gewölbt) ist...Die Löcher sind aber frei und auch sonst sieht alles stabil aus. Sollte ich sie wechseln oder wär das übertrieben?

    PS: Schön, dass es doch noch ein paar Leute mit der Elektra gibt. Sonst lese ich im Forum fast nur von La Pavoni (ohne jetzt einen Glaubenskroeg anzetteln zu wollen )

    Gruß,

    Sebastian.
    +++Elektra Microcasa a Leva S1C+++Mazzer Mini Electronic B+++


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