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  1. #1
    Indigo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Totraum-arme Mühlen?

    Das Problem "Totraum" ist ja des öfteren mal Thema, also die Frage wieviel Gramm Kaffeemehl bleibt in einer (direktmahlenden) Mühle liegen und wird dann erst beim nächsten Mahlvorgang herausgeschoben?

    Ich habe mich nun gefragt: Welche Mühlen gibt es, die - gerne konstruktionsbedingt - einen sehr geringen solchen Totraum haben?

    Als erstes fallen mir natürlich Handmühlen ein. (Ggf. mit Akkubohrschrauber als Motor...) Da fällt das Mahlgut direkt aus dem konischen Mahlwerk herunter in den Auffangbehälter.

    Möglicherweise haben aber auch andere diese Frage und finden Handmühlen nicht ausreichend; eines von mehreren Selbstbauprojekten: Robur-Handmühle im Eigenbau?

    Nun sehe ich aber im Nachbarthread gerade eine Mahlkönig Vario.
    Und die sieht doch sehr verdächtig aus: Mahlwerk oben und Siebträger direkt senkrecht drunter.
    Ist die dann totraumfrei?
    Ist ein konisches Mahlwerk hilfreich?

    Gibt es noch andere, ähnliche Mühlen?

  2. #2
    ChristianK ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Totraum-arme Mühlen?

    Hi,
    guck dir mal die Versalab an.
    Gruß
    Christian
    Neues Expansionsventil der Oscar Warmwasser<-->Kaltwasser
    Restaurierung La San Marco 85-16
    LM GS/3 - Mazzer Kony-E - Compak K3

  3. #3
    alterschwede ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Totraum-arme Mühlen?

    So ist es wohl, dass die Vario wenig Totraum hat. Es gab etliche Threads dazu… Muss ehrlich sagen, dass ich mich für die Diskussionen nicht interessiert habe, obwohl ich eine Vario besitze…
    Faema Urania 1957
    Mazzer Super Jolly Manuale
    und eine klitzekleine Poccino Linea Uno mit einer Hario Skerton dazu

    LMWDP #317

  4. #4
    ergojuer ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Totraum-arme Mühlen?

    Bei der Gelegenheit nur mal so als Denkanstoß:
    Von "Totraum" ist hier des öfteren die Rede. Gemeint ist damit jenes Kaffeemehl, das gemahlen in der Mühle verbleibt und nicht vor dem nächsten Mahlvorgang ausgeworfen wird.

    Nimmt man es ganz genau müsste man aber wohl auch noch den "Sterberaum" oder "Crashraum" der Mühle in seine Qualitätsbeurteilung mit einbeziehen.
    Ich beantrage jetzt schon mal für diese Wortschöpfungen das Urheberrecht hier für mich.

    Was damit gemeint ist? Nun in jedem Mahlwerk werden die Bohnen erst gebrochen und dann mit zunehmender Enge im Mahlwerksraum erst am Mahlwerksausgang auf ihre Endgröße zerkleinert. Diese mehr oder weniger angebrochenen bis fast feinst zermahlenen Bohnenteile haben schon mal eine im Vergleich zur ganzen Bohne viel größere Oberfläche, dampfen dementsprechend leichter aus und bieten dem Sauerstoff eine größere Fläche zur Oxidation. Selbst wenn also unter dem Mahlwerk alles weggeschafft wird, bleiben im Mahlwerk teilgemahlene Bohnen liegen.*

    Will man dann noch eine möglichst schnell mahlende Mühle, so erhält man entweder eine Mühle mit großen Mahlscheiben und dementsprechend großem "Crashraum" und/oder eine besonders schnell drehende Mühle mit wahrscheinlich höherer Temperaturentwicklung im Mahlwerk.

    Wenn ich da mit meiner Theorie nun richtig liege, sollte man beim Mühlenkauf unabhängig vom Totraum auch eher zu kleinen Mahlwerken greifen.
    Nur mal so als Denkanstoss. Hatten wir hier so betrachtet noch nicht oder?



    *(Es sei denn man füllt immer nur ein, was man mahlen will. das dürfte aber auch nicht jedermanns Sache sein und endet irgendwie auch umständlich.)
    Carimali-Uno mit Gastroback advanced pro/ Graef ES90 mit Pavoni Jolly/ Graef CM90 und Casadio Istantaneo in Reserve
    "Gaggia-Powerentkalkung" und wie es funktioniert
    http://img172.imageshack.us/img172/8302/0634030on9.jpg

  5. #5
    asphalt ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Totraum-arme Mühlen?

    Praktisch das Bohnenhospiz ?

    Gruß Jens
    Astoria CKXE + Mazzer Mini manuale

    Kaffeecke Tassenschrank


  6. #6
    Indigo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Totraum-arme Mühlen?

    Zitat Zitat von alterschwede Beitrag anzeigen
    Muss ehrlich sagen, dass ich mich für die Diskussionen nicht interessiert habe, obwohl ich eine Vario besitze…
    So weit bin ich leider noch nicht.
    Aber das - Konzentration aufs Wesentliche - ist mein langfristiges Ziel.

  7. #7
    derkuhtreiber ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Totraum-arme Mühlen?

    Zitat Zitat von ergojuer Beitrag anzeigen

    Was damit gemeint ist? Nun in jedem Mahlwerk werden die Bohnen erst gebrochen und dann mit zunehmender Enge im Mahlwerksraum erst am Mahlwerksausgang auf ihre Endgröße zerkleinert. Diese mehr oder weniger angebrochenen bis fast feinst zermahlenen Bohnenteile haben schon mal eine im Vergleich zur ganzen Bohne viel größere Oberfläche, dampfen dementsprechend leichter aus und bieten dem Sauerstoff eine größere Fläche zur Oxidation. Selbst wenn also unter dem Mahlwerk alles weggeschafft wird, bleiben im Mahlwerk teilgemahlene Bohnen liegen.*

    Will man dann noch eine möglichst schnell mahlende Mühle, so erhält man entweder eine Mühle mit großen Mahlscheiben und dementsprechend großem "Crashraum" und/oder eine besonders schnell drehende Mühle mit wahrscheinlich höherer Temperaturentwicklung im Mahlwerk.
    Das liese sich damit umgehen, nur die jeweils benötigte Menge an Bohnen einzufüllen und dann die Mühle "leerzumahlen" - siehe Handmühlen oder Versalab.

  8. #8
    pefro ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Totraum-arme Mühlen?

    Hallo,

    das hat der gute ergojeur doch bereits in seiner allumfänglichen Definition des "Crashraums" beschrieben

    Du hast ja - weitergedacht - ohnehin nur die Wahl zwischen Pest und Cholera: Entscheidest Du Dich, jede Bohnenportion einzeln abzuwiegen und separat zu mahlen, ist das Deine Eintrittskarte für die Diskussionrunde "unhomogenes Mahlgut aufgrund fehlender ausreichender Anzahl an Nachrückbohnen"...

    Die Frage ist doch: Wozu mache ich das Ganze? Es gibt auch Leute, die stundenlang ihre Küchenmesser schleifen und nicht kochen können...

    Ich bin einer der Panausen die Espresso machen, um Espresso zu trinken. Noch dazu mit einer schönden Mazzer. Ich fülle meinen Bohnenbehälter sicher nicht randvoll, sondern mit Augenmaß, was heute so durchlaufen könnte - aber auch dabei kommt es oft vor, dass gesunde Böhnchen, inkl. dem bösen Todmehl und der üblen Crashambulanz die ganze Nacht in der Mühle ausharren müssen - und ich müsste wirklich hart überlegen, ob der erste Shot des Folgetages schlechter schmeckt, als der zweite...

    In diesem Sinne, Grüße aus dem Bohnenproletariat
    Peter

  9. #9
    S.Bresseau ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Totraum-arme Mühlen?

    Alle Scheibenmühlen mit vertikal eingebauten Scheiben (z.B. KitchenAid, Mahlkönig Brasilia) sollten prinzipiell einen sehr geringeren Totraum haben, weil das Mehl wie bei den konischen Handmühlen oder der Versalab ganz ohne Mechanik einfach durch die Schwerkraft aus dem Mahlwerk befördert wird.

    Beide haben aber wohl das Problem, dass Ersatz-Mahlscheiben nur schwer zu bekommen sind.

  10. #10
    S.Bresseau ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Totraum-arme Mühlen?

    Zitat Zitat von ergojuer Beitrag anzeigen
    Selbst wenn also unter dem Mahlwerk alles weggeschafft wird, bleiben im Mahlwerk teilgemahlene Bohnen liegen.*
    ...
    Wenn ich da mit meiner Theorie nun richtig liege, sollte man beim Mühlenkauf unabhängig vom Totraum auch eher zu kleinen Mahlwerken greifen.
    Nur mal so als Denkanstoss. Hatten wir hier so betrachtet noch nicht oder?


    *(Es sei denn man füllt immer nur ein, was man mahlen will. das dürfte aber auch nicht jedermanns Sache sein und endet irgendwie auch umständlich.)
    Ja, die Argumentation habe ich bisher noch nicht gehört. Wobei das Volumen zwischen den Scheiben wohl nicht nur vom Durchmesser abhängen könnte, sondern auch von deren "Steilheit" (dazu habe ich aber zu wenig Vergleichsmöglichkeiten). Hinzu kommt, dass das Tot-Volumen unterhalb und "neben" den Scheiben mit zunehmendem Scheibendurchmesser tendenziell wohl zunimmt.

    Das Single-Dose-Verfahren ist in der Tat umständlicher, aber es loht sich meiner Meinung nach: In einem geschlossenen Gefäß im Kühlschrank bleiben die Bohnen immer auf der selben Temperatur, bei nahezu gleichbleibender Luftfeuchte. Das Abwiegen der Bohnen vor dem Mahlen ist relativ einfach.

    Die Versalab macht hier wieder mal ziemlich viel richtig, wenngleich nicht das Gewicht der Bohnen von Bezug zu Bezug gleich bleibt, sondern "nur" das Volumen der ungemahlenen Bohnen.

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