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  1. #101
    Andros1 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restauration einer Faema E 61: Fragen an die Profis

    Hallo Til,
    schön, daß es dich noch gibt.
    Ja, die Bilder brauche ich noch, am besten mit Maßen. Die oberen Ablagen sind eigentlich das einzige, was noch nicht fertig ist.

    Bezüglich Armaflex habe ich nicht ganz verstanden, wie du mit einem Rohr den Kessel dämmen willst. Wirst du den größeren Schlauch aufschneiden und dann aneinanderfügen?
    Ich habe 2 Stück 50x50 cm Platten benutzt, außerdem 1 m Rohrdämmung für sämtliche größeren Rohre und eine Rolle Klebeband. Das Armaflex-Klebeband dämmt auch ein wenig und man kann damit z.B. auch kleinere Rohre dämmen und außerdem klebt es ziemlich fest. Ich habe die Armaflex-Platten auf den Kessel mit Silikon geklebt - vollflächig, und dann die Stellen, wo die beiden einzelnen Platten zusammenstoßen mit dem Armaflex-Klebeband überklebt. Das wurde mir von Systermann empfohlen, der damit gewerblich seit Jahren jede Menge Maschinen dämmt und es geht ziemlich gut. Lediglich die beiden Seitenteile habe ich nur punktiert, damit sie sich nicht lösen (meine Kesselseiten sind gewölbt).
    Zusätzlich habe ich noch die seitlichen oberen Bereiche der Maschine um die Tassenablage herum und die Frontplatte von innen gedämmt, da diese doch noch heiß wurden. Jetzt kann man sie auch nach 2 Stunden laufen lassen noch anfassen (handwarm). Das einzige was an der Maschine außen noch richtig heiß wird sind die E 61 Gruppe und die Heißwasser- und Dampfarme.
    Bei Systermann kannst du dir das Zeug auch bestellen, falls es Schwierigkeiten damit in Frankreich gibt.

    Ich lasse die Maschine nicht 24 Stunden 7 Tage in der Woche durchlaufen, ich habe kein Kraftwerk im Keller
    Werktags läuft sie ca. 4-5 Stunden abends. Sie ist je nach Tag ab 16:00 oder 17:00 Uhr über Zeitschaltuhr eingeschaltet und gut vorgeheizt wenn ich dann nach hause komme, wird dann zwischendurch für ca.1 Stunde ausgeschaltet und läuft dann nochmal bis 22:30 . Am Sa und So läuft sie 6-10 Stunden, mindestens aber morgens, nachmittags und abends ca. jeweils 2 Stunden. Das Wiederaufheizen geht ziemlich schnell, nach einer Stunde Pause dauert es ca. 10-15 Minuten bis durchgeheizt. Die Dämmung machts.
    Nach bisherigen Messungen komme ich damit auf ca. 1,8 - 2,5 KW pro Tag.
    Ich müsste also mit 135-150 € Stromkosten im Jahr auskommen. Das wären dann ca. 50-60 % mehr Stromkosten als bei meiner ECM Giotto, ungedämmt, gleiche Einschaltzeit. Aber das sind nur erste Ergebnisse nach 1 Woche Benutzung und muss noch im Langzeittest untersucht werden.
    Die Kesseltemperatur habe ich auf 1,00 Bar Ausschaltpunkt gesetzt, Dampf ist genügend vorhanden und nach letzten Messungen ist die Überhitzung ca. 95-96 Grad für ca. 150 ml(1 Caputasse) und danach liegen dann ca. 92 Grad an.
    Ich habe aber auch schon gesehen, daß das bei den Faemas mehr sein kann. Ich hatte mal die Möglichkeit, die schöne Maschine von "Punch" ansehen zu können. Dort kamen eher 2 Tassen Wasser stark dampfend heraus, bis der Bezug möglich war.

    Ich bin also soweit zufrieden. Die Maschine scheint absolut alltagstauglich im Privathaushalt, sowohl von der Aufheizzeit (25 Minuten-30 Minuten bis durchgeheizt), der Wiederaufheizzeit als auch dem Stromverbrauch.
    WeitereOptimierungen sind nicht ausgeschlossen. Ob ein Thermostat für sinnvoll ist, weiß ich noch nicht. Beim Durchlaufen lassen sicher.
    Ich kann sie aber auch zwischendurch einfach ausschalten - das kommt meinen Trinkgewohnheiten mehr entgegen.

    Eine Option ist aber die Reduzierung des HX-Durchlaufs. Entweder über Düsen, wie von Achmed vorgeschlagen oder, noch lieber, über ein variabel einstellbaren Begrenzer, quasi ein Ventil, wie beim Faema-patentierten HX-Durchflußbegrenzer der neuen Faemas (adjustable thermal balance system), z.B. der Jubileè.
    Vielleicht kann man das auch über ein einfaches handelsübliches zwischengeschaltetes Ventil realisieren...
    Geändert von Andros1 (14.03.2010 um 22:36 Uhr) Grund: Nachtrag
    Beste Grüße,
    Andros

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  2. #102
    Titu ist offline Benutzer
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    Standard AW: Restauration einer Faema E 61: Fragen an die Profis

    Hallo zusammen!

    Nach längerer Abwesenheit aus beruflichen Gründen hier endlich die versprochenen Photos für Andros...













    Welche Masse brauchst du genau?
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  3. #103
    maggi*tm ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restauration einer Faema E 61: Fragen an die Profis

    Moin Til,

    wie kann man die isolierten Teile in ein paar Jahren eigentlich entkalken? Ein fach samt Armaflex ins Säurebad?

    Gruß, Patrick

  4. #104
    Titu ist offline Benutzer
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    Standard AW: Restauration einer Faema E 61: Fragen an die Profis

    Hallo!

    Ich werde die Isolierung nicht auf dem Kessel verkleben, sondern aussen mit Klebeband festmachen. So sollte sie sich relativ problemlos entfernen lassen damit ich die Maschine reinigen kann.

    Da ich keinen Originalkessle habe, habe ich mir fast den ganzen Nachmittag damit um die Ohren geschlagen, einen geeigneten Platz für den Quecksilberpressostaten zu finden. Gar nicht so leicht... Photos später.

    Wenn ich noch die Zeit finde, fange ich die Anpassung der Isolierung später am abend an.

    Gruss,
    til
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  5. #105
    Andros1 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restauration einer Faema E 61: Fragen an die Profis

    Titu:
    Danke für die Fotos!
    Ich hätte gerne Längen- und Breitenmaß von beiden Blechen und das Höhenmaß der Aufkantungen. Vielen Dank schon mal.

    Ich habe den Presso übrigens an einem Blumenkastenhalter aus dem Baumarkt, daß ist ein abgekanteter Edelstahlwinkel mit Löchern, befestigt. Dieser passet nach kleinen Veränderungen der Löcher auf die Vorhandenen 2 Schrauben der hinteren Füße.

    maggi*tm
    Ich habe das Armaflex aufgeklebt, weil es so am besten isoliert und auch einfacher zu verarbeiten ist.
    Zum vollständigen entkalken würde ich es wieder abnehmen und das Silikon vom Kessel mit Silikonentferner abmachen.
    Ich denke aber, daß ist wirklich erst in ein paar Jahren notwendig.
    Wir haben hier DH 7-8 und ich entnehme aus dem Kessel, der mit Mindestwasserstand läuft, kein Wasser. Wofür auch? Das schmeckt sowieso nicht und verbraucht nur zusätzliche Energie.
    Alle paar Tage werden mal ein paar Milliliter nachgefüllt. Was soll da verkalken?
    Der ganze Hype um angeblich schwierig zu entkalkenden Zweikreiser ist m.E. sowieso nur Werbe- oder Rechtfertigungslyrik für Ein- oder Dualboilersysteme. Aber das muss jeder selber wissen - es sei denn er wohnt irgendwo wo extrem hartes Wasser vorhanden ist, dann ist halt eine Entkalkungsanlage notwendig.
    Beste Grüße,
    Andros

    LMWDP309 /// Faema Faemina (1955), Faema E 61 eingr. (1965), Brasilia Minilady /// Mazzer SuperJolly, Isomac Cono /// Roaster Behmor 1600 /// no atomstrom ...

  6. #106
    Titu ist offline Benutzer
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    Standard AW: Restauration einer Faema E 61: Fragen an die Profis

    @Andros : Hast du ganz normalen Silikon benutzt (aus dem Baumarkt, mit dem man abdichtet)? Ich hätte nicht gedacht, dass das so gut hält....

    Wäre für mich vielleicht auch eine Überlegung wert, vor allem weil ich nicht eine Platte Armaflex habe, sondern ein Rohr so dass ich min. 2 Teile habe.

    Hier in Paris ist das Wasser leider ziemlich hart und ich habe einen Enthärter vor der Maschine.

    A propos Presso : da mein Kessel nicht der Original-Kessel ist, ist er insgesamt auf die linke Seite verschoben ist (von hinten aus gesehen), sodass ich leider nur unten rechts Platz hätte für den Presso. Deshalb habe ich mich entschlossen, ihn oben rechts am Rahmen anzubringen. Mit dem Rohr sollte das gerade so passen.

    Kann ich ansonsten das Rohr vom Gas-Pressostaten nehmen? Den werde ich sowieso nicht einbauen in nächster Zeit... Es ist allerdings nur halb so dick wie das Originalrohr. Da das Rohr aber kein Gewicht mehr trägt, sollte das doch möglich sein. Oder braucht das Rohr, an dem der Presso hängt einen spezifischen Durchmesser?

    Ich geh mal messen...
    Expobar Office Control/Rancilio L7 / Faema E61 / Rancilio L7 + Fiorenzato T69 (Unic) / La Cimbali MD Junior

  7. #107
    Andros1 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restauration einer Faema E 61: Fragen an die Profis

    Ja ich habe normales Silikon aus dem Baumarkt genommen, auf dem aufgedruckt war, daß es bis 150 C geeignet ist. Es gibt wohl auch noch spezielles hochhitzebeständiges für den Heizungsbau.
    Empfehlen kann ich noch die speziellen Armaflex-Klebebänder - die kleben verdammt gut und isolieren auch etwas (3mm).

    Ob du das Rohr vom Gaspresso für den Presso nehmen kannst weiß ich nicht.
    Das originale ist aber auch ziemlich dünn und trägt auch kein Gewicht, da der Quecksilberschalter am Kessel befestigt ist.

    Hast du eigentlich deine E 61 schon in Betrieb?
    Mich würden Verbrauchswerte der unisolierten Maschine interessieren. Ich habe nur sehr grob gemessen und leider keine wirklichen Vergleichswerte, weil ich irgendwann mal fertig sein wollte.
    Beste Grüße,
    Andros

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  8. #108
    mkraft59 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restauration einer Faema E 61: Fragen an die Profis

    Hallo Andros,

    wieviel m2 hast Du von dem Armaflex gebraucht?
    Danke
    Mk
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  9. #109
    Andros1 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Ich habe 50 x 100 cm in Plattenform, 2 m Schlauch und eine Rolle Klebeband verbraucht.
    Beste Grüße,
    Andros

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  10. #110
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    Standard AW: Restauration einer Faema E 61: Fragen an die Profis

    So, Verbrauch heute abgelesen:

    Endstand nach 4 Wochen täglichem Gebrauch: 57 KW/h oder 11,11 €.
    Beste Grüße,
    Andros

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