Hallo Til,
schön, daß es dich noch gibt.
Ja, die Bilder brauche ich noch, am besten mit Maßen. Die oberen Ablagen sind eigentlich das einzige, was noch nicht fertig ist.
Bezüglich Armaflex habe ich nicht ganz verstanden, wie du mit einem Rohr den Kessel dämmen willst. Wirst du den größeren Schlauch aufschneiden und dann aneinanderfügen?
Ich habe 2 Stück 50x50 cm Platten benutzt, außerdem 1 m Rohrdämmung für sämtliche größeren Rohre und eine Rolle Klebeband. Das Armaflex-Klebeband dämmt auch ein wenig und man kann damit z.B. auch kleinere Rohre dämmen und außerdem klebt es ziemlich fest. Ich habe die Armaflex-Platten auf den Kessel mit Silikon geklebt - vollflächig, und dann die Stellen, wo die beiden einzelnen Platten zusammenstoßen mit dem Armaflex-Klebeband überklebt. Das wurde mir von Systermann empfohlen, der damit gewerblich seit Jahren jede Menge Maschinen dämmt und es geht ziemlich gut. Lediglich die beiden Seitenteile habe ich nur punktiert, damit sie sich nicht lösen (meine Kesselseiten sind gewölbt).
Zusätzlich habe ich noch die seitlichen oberen Bereiche der Maschine um die Tassenablage herum und die Frontplatte von innen gedämmt, da diese doch noch heiß wurden. Jetzt kann man sie auch nach 2 Stunden laufen lassen noch anfassen (handwarm). Das einzige was an der Maschine außen noch richtig heiß wird sind die E 61 Gruppe und die Heißwasser- und Dampfarme.
Bei Systermann kannst du dir das Zeug auch bestellen, falls es Schwierigkeiten damit in Frankreich gibt.
Ich lasse die Maschine nicht 24 Stunden 7 Tage in der Woche durchlaufen, ich habe kein Kraftwerk im Keller
Werktags läuft sie ca. 4-5 Stunden abends. Sie ist je nach Tag ab 16:00 oder 17:00 Uhr über Zeitschaltuhr eingeschaltet und gut vorgeheizt wenn ich dann nach hause komme, wird dann zwischendurch für ca.1 Stunde ausgeschaltet und läuft dann nochmal bis 22:30 . Am Sa und So läuft sie 6-10 Stunden, mindestens aber morgens, nachmittags und abends ca. jeweils 2 Stunden. Das Wiederaufheizen geht ziemlich schnell, nach einer Stunde Pause dauert es ca. 10-15 Minuten bis durchgeheizt. Die Dämmung machts.
Nach bisherigen Messungen komme ich damit auf ca. 1,8 - 2,5 KW pro Tag.
Ich müsste also mit 135-150 € Stromkosten im Jahr auskommen. Das wären dann ca. 50-60 % mehr Stromkosten als bei meiner ECM Giotto, ungedämmt, gleiche Einschaltzeit. Aber das sind nur erste Ergebnisse nach 1 Woche Benutzung und muss noch im Langzeittest untersucht werden.
Die Kesseltemperatur habe ich auf 1,00 Bar Ausschaltpunkt gesetzt, Dampf ist genügend vorhanden und nach letzten Messungen ist die Überhitzung ca. 95-96 Grad für ca. 150 ml(1 Caputasse) und danach liegen dann ca. 92 Grad an.
Ich habe aber auch schon gesehen, daß das bei den Faemas mehr sein kann. Ich hatte mal die Möglichkeit, die schöne Maschine von "Punch" ansehen zu können. Dort kamen eher 2 Tassen Wasser stark dampfend heraus, bis der Bezug möglich war.
Ich bin also soweit zufrieden. Die Maschine scheint absolut alltagstauglich im Privathaushalt, sowohl von der Aufheizzeit (25 Minuten-30 Minuten bis durchgeheizt), der Wiederaufheizzeit als auch dem Stromverbrauch.
WeitereOptimierungen sind nicht ausgeschlossen. Ob ein Thermostat für sinnvoll ist, weiß ich noch nicht. Beim Durchlaufen lassen sicher.
Ich kann sie aber auch zwischendurch einfach ausschalten - das kommt meinen Trinkgewohnheiten mehr entgegen.
Eine Option ist aber die Reduzierung des HX-Durchlaufs. Entweder über Düsen, wie von Achmed vorgeschlagen oder, noch lieber, über ein variabel einstellbaren Begrenzer, quasi ein Ventil, wie beim Faema-patentierten HX-Durchflußbegrenzer der neuen Faemas (adjustable thermal balance system), z.B. der Jubileè.
Vielleicht kann man das auch über ein einfaches handelsübliches zwischengeschaltetes Ventil realisieren...


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