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Der richtige Tamperdruck? Zwei "Philosophien" - beide getestet

Dieses Thema im Forum "Grundsätzliches" wurde erstellt von Vincent Kluwe-Yorck, 3. September 2012.

  1. Vincent Kluwe-Yorck Mitglied

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    Viele von uns haben sich in den letzten Jahren gefragt, welcher Anpressdruck beim Tampern richtig sei. Die Antworten dazu fallen regelmäßig sehr kontrovers aus von "leichtes Tampern reicht" über "gib alles - Maximaldruck ist richtig" bis hin zum etwas fragwürdigen "Tampern wird völlig überbewertet!".

    Ich selbst gehöre seit vielen Jahren der Fraktion an, die ihre Tamper als Hochleistungswerkzeuge für harte Einsätze betrachtet - ich presse etwa mit 15 kg Druck. Ich begründe dies damit, dass sich meiner Meinung nach dadurch die Gefahr des Channeling reduzieren lässt. Channeling kommt bei mir daher tatsächlich äußerst selten vor - eigentlich nur, wenn ich beim WDT vor dem Tampern etwas nachlässig war. (Meine Maschine reagiert auf diese Nachlässigkeit ziemlich sensibel und deutlich mit Spratzeln in alle denkbaren Himmelsrichtungen. Ich weiß aber, dass dies bei anderen Maschinen nicht so ist: Der Ela von VolkerS mit ihrer E61-Brühgruppe z.B. ist das Rühren völlig Wurst - er kann auf das WDT komplett verzichten!)

    Dem gegenüber steht die Fraktion der Softies: Sie mahlen etwas feiner und tampern nur mit ganz leichtem Druck. Ich vermute aber, dass sie ebenfalls die Oberfläche des Pucks durch ein Tamperdrehen sorgfältig polieren, um Ausbrüche, bzw. Durchschüsse beim Bezug zu vermeiden.

    Letztens hatte ich Lust, einmal auszuprobieren, ob sich geschmacklich ein Unterschied zwischen den beiden konträren Techniken feststellen lässt. Ich habe also meine Super Jolly eine Raster feiner gestellt und das Pulver nach dem sorgfältigen WDT mit meinem dreigepiekserten Atomizer entsprechend leicht getampert. Und siehe da: Die Bezüge (habe es mehrmals exerziert) waren qualitativ ebenso gut wie mit meiner üblichen Technik des harten Drucks!

    Und nun kömmt's: Erstaunlicher Weise meine ich eine - wenn auch feine - Geschmacksänderung festgestellt zu haben. Ich habe den Eindruck, die Bezüge würden mit der leichten Tampertechnik etwas luftiger / fruchtiger schmecken. Kann das sein? Gibt es dazu Erkenntnisse hier im Forum? Hat jemand von Euch auch schon die Beobachtung gemacht? Oder schmecke ich hustende Flöhe* und bilde mir das nur ein? Bin gespannt auf Eure Antworten.


    * Frage jetzt niemand, wie hustende Flöhe schmecken. Die Antwort wäre: "Probier es selber aus!" ;)
    Zuletzt bearbeitet: 3. September 2012
  2. espresso-addict Mitglied

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    AW: Der richtige Tamperdruck? Zwei "Philosophien" - beide getestet

    Persönlich glaube ich, dass es unter der Voraussetzung, dass die Dosis gleichmäßig im Filtersieb verteilt ist und fest genug angepresst wurde, um ein Channeling zu vermeiden, der tatsächliche Kraftaufwand beim Tampern unerheblich ist: Wenn das Kaffeemehl so stark gepresst wurde, dass der Puck spürbar nicht mehr nachgibt (egal ob das bei 12, 15, 18 oder 20 kg oder wann auch immer ist), dann bringt ein zusätzlicher Kraftaufwand wenig bis gar nichts. Ich glaube aber schon, dass sich unterschiedliche Mahlgrade sich bei gleicher Dosis, Bezugszeit und Volumen auf den Geschmack auswirken können, weil sich die Kontakoberfläche zwischen Wasser und Kaffeepulver ändert. Die Frage ist nur, wie fest ist letztlich leichtes Tampern?

    Das Drehen des Tampers zum Polieren der Oberfläche dient IMHO nur der Optik.
  3. mr.smith Mitglied

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    AW: Der richtige Tamperdruck? Zwei "Philosophien" - beide getestet

    Ich beforzuge eher den sensibleren stil (passt besser zur maschine)
    habe auch beides ausprobiert und meine auch Geschmacklich Unterschiede feststellen zu können.
    Glaube aber das Diese sich im Plazebobereich bewegen und genauso gut
    veränderte Magnetstrahlung, Sonnenwinde, oder vorbeifliegende Ufos verantwortlich sein könnten.

    Wohl aber bin ich überzeugt das der Tamperstil der maschine angepasst werden sollte.

    Guß
    Jürgen
  4. Vincent Kluwe-Yorck Mitglied

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    AW: Der richtige Tamperdruck? Zwei "Philosophien" - beide getestet

    Da ich es sinnvoll fand, Extreme gegeneinander zu stellen, habe ich wirklich nur ganz leicht getampert - fast ohne Druck. Habe es eben an der Küchenwaage überprüft: ungefähr 1.5 kg, inkl. Tampergewicht.

    Das Polieren der Oberfläche schätze ich anders ein:
    1. sorgt es für eine gleichmäßigere Verteilung der Wasseroberfläche beim Starten des Bezugs und dadurch das gleichmäßige Eindringen des Wassers über die ganze Oberfläche des Pucks
    2. verhindert es, dass zu viele Körner nach dem Abschalten der Pumpe in das MV gesaugt werden
    Meine Meinung - muss nicht stimmen. Schließlich bewegen wir uns hier auf dem dünnen Eis der Spekulation.

    Da könnte was dran sein - halte ich sehr gut für möglich, Jürgen. Aber schwerstens beeindruckt hat mich Deine Beobachtung der Sonnenwinde und ihre Auswirkung auf den Tampergeschmack. Hast Du da eine Langzeitbeobachtung, über die Du uns berichten kannst?
  5. Leon71 Mitglied

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    AW: Der richtige Tamperdruck? Zwei "Philosophien" - beide getestet


    Hallo,

    also ich tampere schon lange nicht mehr so fest, ausser es kommt tatsächlich mal das Einersieb zum Einsatz...das ist aber mitlerweile bei mir selten der Fall. Ich persönlich muss sagen, dass ich lieber 1-2 Gramm Kaffeemehl mehr nehme und dieses dann leichter tampere und das Ergebniss in der Tasse ist wirklich prima, also besser als wenn ich fester tampere. Nach unglaublich vielen Tests finde auch ich, dass der Espresso so am besten mundet...aber es ist ja auch immer eine Frage des Geschmacks...der eine mag es so..der andere wieder anders...ob es dadurch nun fruchtiger schmeckt oder luftiger mag ich so nicht sagen...ich würde mal eher die Beschreibung harmonischer angeben. Mir persönlich schmeckt es mit der leichten Tampertechnik definitiv am besten, die ich mir von diversen Italienern auch abgeguckt habe.
  6. BeMaXX Mitglied

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    AW: Der richtige Tamperdruck? Zwei "Philosophien" - beide getestet

    Man könnte die Diskussion ja noch dahingehend erweitern, ob ein konvexer Tamper beim "leichten" Tampen mehr Vorteile bietet und der plane Tamper eher beim festen. Das ist zumindest meine Erfahrung, dass der plane Tamper beim feinen Mehl und leichtem Druck das Channeling eher begünstigt als beim konvexen Tamper. Wenn ich bei einer Mischung eher zum göberen Mehl und festeren Tampen übergehe benutze ich ausschließlich den planen Tamper, einfach weil ich den Druck besser kontrollieren kann.
  7. espresso-addict Mitglied

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    AW: Der richtige Tamperdruck? Zwei "Philosophien" - beide getestet

    Nun, um ehrlich zu sein, mache ich es auch, einfach weil es für mich zum Ritual der Espressozubereitung seit Jahren dazu gehört und der polierte Puck einfach schön aussieht. Nach meiner Aussage von eben herrlich inkonsequent, nicht wahr? Aber ich habe auch schon bewusst darauf verzichtet und konnte weder ein vermehrtes Channeling noch geschmackliche Unterschiede feststellen.
  8. Vincent Kluwe-Yorck Mitglied

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    AW: Der richtige Tamperdruck? Zwei "Philosophien" - beide getestet

    Ich denke, Jürgens Hinweis, dass man die Tampertechnik der Maschine (ich erweitere: plus Mühle - s.u.) und ihrem Charakter anpassen sollte, trifft es schon ganz gut.

    Mir ist nämlich eben etwas wiedereingefallen. Ich glaube, Walter war der erste, der vor Jahren darauf aufmerksam gemacht hat, und andere haben es danach bestätigt: Die Super Jolly soll von allen Flachscheibenmühlen die "konischste", sprich fruchtigste sein. Und dann wäre meine Beobachtung kein Placeboeffekt, sondern darauf zurück zu führen, dass die leichte Tampertechnik dem Charakter meiner Mühle entspricht und ihre fruchtigen Nuancen am ehesten zum Vorschein bringt. Das klingt für mich ziemlich schlüssig. Sollte das tatsächlich so sein, könnte es dazu führen, dass ich nach Jahren meine Technik ändere. Sage also niemand, einem alten Bock könne man nicht noch neue Tänze beibringen! :)

    P.S. Die Dosis bei leichterem Tampern zu erhöhen, statt den Mahlgrad anzupassen, bedeutet, einen zweiten Parameter zu ändern, der eigentlich eine eigene Betrachtung erfordert. Zur Veränderung des Tamperdrucks gehört die Änderung des Mahlgrads: leichter Tampern = feiner mahlen. Härter Tampern = gröber mahlen. Mit der Dosierung ändere ich die Bezugsdichte. Und die sollte man gesondert der jeweiligen Bohne anpassen - natürlich ebenfalls entsprechend dem Charakter der jeweiligen Sorte. Und natürlich nach individuellem Geschmack. Womit also nichts dagegen gesagt sein soll, mit der Dosierung zu experimentieren - ganz im Gegenteil: Ich tue das grundsätzlich bei jeder neuen Bohnensorte auch! Wollte nur anmerken, dass es sich dabei um die Variation zweier getrennt zu betrachtender Parameter handelt, die nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben müssen! ;)
    Zuletzt bearbeitet: 3. September 2012
  9. dunkelbier Mitglied

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    AW: Der richtige Tamperdruck? Zwei "Philosophien" - beide getestet

    Alles kann, nichts muss.
    Solange kein channeling auftritt, ,und die Parameter im Rahmen sind, ist es reine Geschmackssache.
    Damit meine ich nicht nur den Geschmack des Espresso, sondern auch die Vorlieben bei der Espressozubereitung.

    Der eine freut sich, seine 200,- Tamperstation vorzuführen, der andere Tampert locker in der Hand, weil halt keiner zuschaut, und diese Art des Tamperns zu seiner Lebensphilosophie und seinem Ritual passt.

    Jedem so, wie es ihm gefällt.

    Ich persönlich möchte gar nicht, dass ein Espreasso genau so schmeckt wie der andere.
    Deshalb habe ich auch keine Feinwaage, kein PID, analysiere mein Wasser nicht und mache halt vieles aus dem Bauch heraus.
    Ergebnis: die letzten shots hatten weniger Crema als sonst, aber der Geschmack war eine Nuance vollmundiger.

    Also macht es so, wie ihr denkt, dass es gut ist. (Wobei manche Ratschläge für Anfänger eventuell interessant sein könnten)
  10. espresso-addict Mitglied

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    AW: Der richtige Tamperdruck? Zwei "Philosophien" - beide getestet

    Am Ende zählt natürlich der Geschmack des Kaffees in der eigenen Tasse, wobei wohl keine Zweifel daran bestehen, dass bestimmte Grundvoraussetzungen einfach stimmen müssen, damit der Espresso gelingt. Ansonsten führen aber sicherlich viele Wege nach Rom.
  11. domimü Mitglied

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    AW: Der richtige Tamperdruck? Zwei "Philosophien" - beide getestet

    Dem möchte ich nicht so pauschal zustimmen. Bei Veränderung des Mahlgrads habe ich durchaus mehr Geschmacksänderung als beim Verändern der Dosis (bei letzterem vorausgesetzt, bei gleicher Bezugszeit ist die Bezugsmenge proportional zur Kaffeemehlmenge).
    Das ist also wahrscheinlich ein anderer Ansatz als bei dir, da du schreibst, dass du mit anderer Dosis die Beugsdichte veränderst.
    Auch habe ich kaum einen Unterschied zwischen fest tampern und sehr fest tampern festgestellt. Das heißt nicht, dass es egal ist, wie fest man draufdrückt. Zwischen "nur Tamper draufstellen" und leicht tampern, aber auch zwischen leicht und fest tampern, habe ich durchaus Unterschiede im Ergebnis.
  12. silverhour Mitglied

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    AW: Der richtige Tamperdruck? Zwei "Philosophien" - beide getestet

    Ach, Vincent, Danke für diesen Thread.
    Er ist spät, aber ich fürchtete schon, wir müssen ganz ohne Sommerlochsdiskussion in den Herbst gehen :wink:

    Ich bekenne mich gerne öffentlich zu der fragwürdigen "Tampern wird völlig überbewertet!"-Fraktion! Aufgrund meiner häuslichen Versuchsreihen bin ich davon überzeugt, daß das sorgfältige und gewissenhafte Befüllen des ST das A und O ist und das Tampern nur noch die Nacharbeit. Auch das Mit-dem-Tamper-Gegen-den-ST-Klopfen nach dem Tampern will mir nicht einleuchten - es sollte vor dem Tampern passieren, um etwaige Channels einstürzen zu lassen statt sie einfach nur platt zu drücken.

    Grüße, Olli
  13. Baristozopp Mitglied

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    AW: Der richtige Tamperdruck? Zwei "Philosophien" - beide getestet

    So, wenn’s um’s Testen geht, steh ich natürlich auch gleich wieder bereit in meinen Startlöchern. :) Ich hab also sofort den halben Tag herumexperimentiert - habe viele, sowohl männliche wie auch weibliche, dicke und dünne, große und kleine Flöhe mit verschiedensten Erkältungskrankheiten angeknabbert: Flöhe mit chronischer Bronchitis, Flöhe mit Raucherhusten, Flöhe mit Asthma, Flöhe mit Keuchhusten, Flöhe mit Lungenentzündung... Soll ich noch weiter aufzählen?
    Ich finde, sie schmecken einfach alle gleich – nicht besonders fruchtig und luftig, eher holzig oder erdig und zäh. ;-)

    Vincent, dieses Thema ist hochkompliziert, darauf wird es nimmer und nie so einfach eine Antwort geben können. Du schmeckst Fruchtaromen, wenn Du feiner tamperst? Das glaube ich Dir gut und gerne! Nur, wo ist der Unterschied wirklich zu finden? Das festzustellen, müsste sogar ein gewöhnlicher wissenschaftlicher Diplomfloh mehrere hundert Jahre herumexperientieren. Wie Du ja selbst schriebst, muss man, sobald man weniger fest tampert, unweigerlich an einem anderen Parameter etwas verändern, was natürlich wieder zu einem anderen Geschmacksergebnis führen wird. So, da haben wir aber auch schon das Schlamassel!!! Ist der Geschmacksunterschied in Wirklichkeit nun durch das leichtere Tampern oder doch durch den angepassten feineren Mahlgrad entstanden? Wäre aber eigentlich egal! Denn, wenn das, was beim feineren Andrücken rauskommt, wirklich besser schmeckt und es nicht einfach nur daran liegt, dass Du langsam zu schwach zum ordentlich kraftvollen Tampern wirst :mrgreen::razz:, dann solltest Du Dich auf Deine alten Tage hin halt einfach als lieblicher Softie-Tamperer outen. :)

    Achtung! Dies alles wurde geschrieben von einer überhaupt keine Unterschiede zwischen irgendetwas schmeckenden Espressoschlürferin, die nur aus reiner Gewohnheit mit voller Körperkraft fröhlich vor sich hin tampert. :):oops:
    Zuletzt bearbeitet: 3. September 2012
  14. Vincent Kluwe-Yorck Mitglied

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    AW: Der richtige Tamperdruck? Zwei "Philosophien" - beide getestet

    Viele unterschiedliche Ansätze und erstaunlicher Weise funktionieren sie alle gut, wie ich aus eigener langer Erfahrung weiß! :) Stimmt schon: Wenn das, was hinten rauskommt, geschmacklich in Ordnung ist, passt es. (Wobei ich das mit dem "hinten Rauskommen" im Kohl'schen Sinne meine und nicht in meinem!!!)

    Mir gefällt auch die Bemerkung, dass die kleine Reglementierung für Anfänger hilfreich ist, damit er ein Gefühl für die Einflüsse der einzelnen Parameter zu bekommt, um zu einem trinkbaren Ergebnis zu kommen.

    Und gut, dass Du mal die Flöhe mit ihren unterschiedlichen Gebresten untersucht hast, Zoppi. Dann haben wir das auch ein für alle mal geklärt. Nicht, dass ein Anfänger womöglich noch in die Flohfalle tappt.
  15. espresso-addict Mitglied

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    AW: Der richtige Tamperdruck? Zwei "Philosophien" - beide getestet

    Das Klopfen nach dem Tampern ist sogar kontraproduktiv, da es zu Rissen im Puck und Lösen des Puck von der Filtersiebwand führen kann, welches Channeling erst erzeugt.
  16. Largomops Mitglied

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    AW: Der richtige Tamperdruck? Zwei "Philosophien" - beide getestet

    manchmal, mach ich minimal mehr Pulver in den Siebträger und tampe(re) gar nicht. Wird genauso gut.
  17. badalucchino Mitglied

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    AW: Der richtige Tamperdruck? Zwei "Philosophien" - beide getestet

    @Vincent K.-Y.:
    Danke für diesen Thread, der zum ersten Mal in diesem Forum das heiße Eisen "Tamperdruck-ja oder nein, und wenn nicht, warum?" mutig aufgreift! Popcorn und ein guter Bordeaux liegen bzw. stehen bereit!
  18. pieceofcheese Mitglied

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    AW: Der richtige Tamperdruck? Zwei "Philosophien" - beide getestet

    Also wer in einem ordentlichen Versuch die Unterschiede zwischen polierten und nicht polierten Pucks, konkaven und nicht konkaven Tampern, 5 oder 15 Kilo Tampern sowie fruchtig-fröhlichen Kegelmühlen und erdig-muffigen Scheibenmahlwerken schmeckt, aus floral schmeckenden, konkav-nach unten dicker werdenden, zulaufenden Tassen getrunken, dem verleihe ich die KN-Espressonadel in Gold. Bis dahin halte ich weiterhin die Augen offen nach köstlichen Böhchen, die ich mir zur Not mit einem alten Besenstiel in meine Siebträger stopfe.
  19. Vincent Kluwe-Yorck Mitglied

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    AW: Der richtige Tamperdruck? Zwei "Philosophien" - beide getestet

    Na dann stopf mal schön. Und kräftig ziehen beim Rauchen - dann zeckt es am besten in der Birne! :)

    Zu früh gefreut, Badalucchino! Alle alt geworden hier im Forum. Da lässt es keiner mehr scheppern! :mrgreen:

    Hab den Thread auch nicht wg. Grabenkrieg aufgemacht, sondern weil gerade in der letzten Zeit viele Neulinge immer wieder danach gefragt haben. Und ich hatte nicht den Eindruck, die würden die SuFu besonders eifrig nutzen - dann hätten sie ja nicht gefragt! Allerdings hatten wir das Thema auch erst gefühlte 30.000 Mal. Scheint aber nix genutzt zu haben. Muss man immer wieder aufwärmen offensichtlich.
  20. face Mitglied

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    AW: Der richtige Tamperdruck? Zwei "Philosophien" - beide getestet

    Ich hab in der Hinsicht bei der Pavoni auch viel rumexperimentiert. Gerade hier ist der Tamperdruck ganz und garnicht unerheblich, sie reagiert da irgendwie sehr empfindlich drauf; man merkt das auch während des Bezugs am dem Hebelweg den es braucht bis der erste Tropfen kommt und am Hebelwiderstand beim restlichen Bezug. Dabei habe ich festgestellt, dass das feste Tampen nicht so ideal ist, ich hatte da bei den Bezügen immer weniger Körper und der Kaffee schmeckte teilweise scharfkantig, auch wenn die Extraktion besser aussah; das ganz leichte Tampern war aber auch nichts, das hat häufig in Channeling und anderen ungewollten Effekten resultiert.

    Inzwischen tampe ich einfach so fest, bis sich der Puck nicht mehr merklich verdichtet, damit scheine ich die besten Ergebnisse zu bekommen - der Kaffee hat wie gesagt mehr Körper und ist runder. Also quasi so die goldene Mitte, von der Theorie her macht das ja auch Sinn. Es lohnt sich auf jeden Fall, das mal auszuprobieren...

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