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Restauration Gaggia E90 Bj. '91

Dieses Thema im Forum "Reparatur und Wartung" wurde erstellt von mr.peterbuilt, 14. November 2010.

  1. mr.peterbuilt Mitglied

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    So, nachdem ich mir die Maschine im August dieses Jahres zugelegt habe, bekomme ich nun wohl endlich Zeit mich hin und wieder der Restaurierung zu widmen. Die ganze Prozedur wird sich wohl noch etwas hinziehen. Die Zahlreichen Restaurationsthreads sind mir auf jeden Fall eine riesen Hilfe.
    Was ich bisher gemacht habe:

    1. Probelauf bei offener Maschine. Dabei kam zum Vorschein, dass die Dichtung der Tassenheizung nicht mehr i.O. ist und die Maschine insgesamt nicht auf Temperatur kommt. Also Heizung durchgemessen - Eine der 3 Heizschlangen ist kaputt. Mehr scheint auf den 1. Blick nicht kaputt zu sein.
    Kesselfüllung funktioniert. Pumpe läuft und baut Druck auf - alles wunderbar.

    2. Komplette Maschine zerlegt. Verschiedene Teile schon mal Zitronensäure gelegt.
    Noch mehr(5kg) Säure bestellt - da warte ich momentan drauf.

    3. Dichtungen, Heizung, Wasserstandsglasabdeckung.... bei espressomaschinen-ersatzteile bestellt.

    4. Farbe ausgesucht und bei Lackspray24 bestellt.

    Mal ne Frage: Die Kupferrohre soll man ja nach dem Zitronensäurebad mit Stahlwolle schön polieren damit sie nicht wieder anlaufen. Wie macht man das in den Rohren drin? Gibts da so ne Art Pfeifenreiniger oder lässt man es einfach bleiben?

    Noch was: Auf den Fotos sieht man, dass die Leitung vom HX schnurstracks übers 3-Wege-Ventil in den Duschverteiler geht. Ist das normal? Wofür sind denn dann die Kanäle (5. Bild) seitlich in der BG. Die sind bei dieser Maschine ungenutzt.

    Die Bilder:
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    Bis alles so aussieht ist noch ein langer Weg
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    Gruß
    Sascha
  2. mr.peterbuilt Mitglied

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    AW: Restauration Gaggia E90 Bj. '91

    Da ich technischem Firlefanz nicht abgeneigt bin, habe ich mir überlegt den Sirai durch ein Druckaufnehmer zu ersetzen und den Kesseldruck mittels PID zu regeln.
    Vielleicht macht das nicht viel Sinn außer die einfache Verstellbarkeit. Gibt es Gründe, die absolut dagegen sprechen?
    Und hat vielleicht doch jemand Antworten auf meine Fragen aus dem Eingangsbeitrag?

    Gruß
    Sascha
  3. Fritzz Mitglied

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    AW: Restauration Gaggia E90 Bj. '91

    Hi

    nach dem Entkalken die Rohre polieren sieht ein paar Tage schön aus - aber dann werden sie wieder dunkel: die Mühe kannst Du dir schenken.
    Innen-Reinigung der Rohre ist auch nicht erforderlich - sollte ein Rohr komplett "zu" gewesen sein, genügt durchblasen als Test.

    "Fritzz"
  4. mr.peterbuilt Mitglied

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    AW: Restauration Gaggia E90 Bj. '91

    Achso, ich dachte mit dem Polieren beugt man einer erneuten Oxidation in gewissem Maße vor. So hab ich es jedenfalls in einem anderen Restaurationsthread gelesen. Wenns aber nur dazu dient, schöne Renovierungsbildchen zu machen, dann geb ich mir nicht so viel Mühe.

    Hat keiner Antworten auf meine übrigen Fragen?

    Gruß
    Sascha
  5. mr.peterbuilt Mitglied

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    AW: Restauration Gaggia E90 Bj. '91

    Immer noch keiner ne Idee zu meinen übrigen Fragen?

    push:oops:
  6. bohnenschorsch Mitglied

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    AW: Restauration Gaggia E90 Bj. '91

    Gaggia hat bei vielen Modellen - evtl. auch bei Deiner - eine BG verbaut, die mittels einer Einsteck-Patrone elektrisch beheizt wird. Vielleicht kommt die da rein.

    Hattest Du noch mehr Fragen? Ich finde sie vor lauter Bildern nicht.


    edit: Beispiel für Heizpatrone bei eXXL :
    [​IMG]
  7. mr.peterbuilt Mitglied

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    AW: Restauration Gaggia E90 Bj. '91

    Die Kanäle sind mit 1/4'' Gewinde versehen - also denke ich, dass dort evtl. mit Wasser werden könnte. -Ist vielleicht nicht bei allen Maschinen sinnvoll.

    Die Frage, die noch übrig bleibt steht in meinem 2. Beitrag:
    Ich meine also einen PID-Regler, der den Kesseldruck, somit indirekt die Temperatur, regelt.
  8. mr.peterbuilt Mitglied

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    AW: Restauration Gaggia E90 Bj. '91

    Habs mittlerweile herausgefunden: Bei mehrgruppigen Maschinen sitzt der HX jeweils direkt hinter der Gruppe und nicht wie bei meiner 1-gruppigen seitlich im Kesselflansch. Da wäre auch nicht genügend Platz für mehrere HXse. Die Beiden Kanäle sind Vor- und Rücklauf des Wärmetauschers - so einfach ist das.

    Noch was seltsames: Der Kesselflansch sowie der HX hatten keine Dichtungen. Nur so eine schwarze Schicht. Möglicherweise sone Art flüssiges Dichtmittel. Kommt sowas häufiger vor? Beim Zusammenbau werde ich Teflondichtungen verwenden. Kann es da evtl. zu Problemen kommen, da diese ja dicker (ca. 0,5-1mm) als das Dichtmittel (so gut wie gar kein Spalt) sind?
    Gruß
    Sascha
  9. xkrisx Gast

    AW: Restauration Gaggia E90 Bj. '91

    Die Italiener haben sich halt nicht viel Arbeit gemacht und immer zwei
    Löcher mehr in die Bg gebohrt :lol: egal ob ein oder zwei Gruppen.

    *Danke für die Antwort Sascha.

    Teflon kannst zum abdichten von Kesselflansch & Hx nehmen,
    macht der Gaggia Kundendienst auch so.;-)
  10. mr.peterbuilt Mitglied

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    AW: Restauration Gaggia E90 Bj. '91

    Jetzt zitiere ich mich mal selbst:
    Also, hat keiner eine Meinung dazu? Und wenn ich mich dazu entschließe einen Regler einzubauen, was ist sinnvoller? - Regelung auf Druck oder Kesseltemperatur?
    Die Rohre/Kessel liegen übrigens mittlerweile in Zitronensäure - es geht also weiter.

    Gruß
    Sascha
  11. Barista Mitglied

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    AW: Restauration Gaggia E90 Bj. '91

    Ich würde hier keinen PID einbauen.
    Die E90 ist eine schlichte klassische Espressomaschine (im vorliegenden Fall wohl sogar ein Halbautomat ohne Dosierautomatik). Rein subjektiv empfände ich den PID hier als "zuviel Elektronik", die letztlich wohl auch fast nichts bringt, außer einer etwas bequemeren Einstellung des Kesseldrucks. Ich würde den PID an der Maschine als Fremdkörper empfinden und die alte Technik dort belassen.
  12. mr.peterbuilt Mitglied

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    AW: Restauration Gaggia E90 Bj. '91

    So, ich hab mich jetzt festgelegt. Es kommt ein PID-Regler rein.(Punkt)
    Hab lange mit mir gerungen, weil es eigentlich eine klassische Maschine ist und es auf der einen Seite doch etwas schmerzt in solchem Maße daran rum zubasteln. Aber die Neugier hat gesiegt: Kann man durch diese Bastelei die Ergebnisse noch etwas konstanter, wiederholbarer machen? Und die Bedienung bequemer?
    Das "Gehirn" der Maschine wird eine Kleinsteuerung von Panasonic. Die FP-e ist wie geschaffen für mein Vorhaben: 6 digitale Eingänge, 2 analoge Eingänge und 6 digitale Ausgänge. Außerdem ein konfigurierbares 2-Zeilen/Farben-Display und sehr kompakt. Also genug Möglichkeiten. Wie es aussieht werde ich die Steuerung so programmieren, dass man zwischen Kesseldruck und -temperatur-Regelung wählen kann. Außerdem baue ich noch ein Flowmeter ein. Mal sehen, wie ich das verwende. Die Zeitschaltuhr wird auch intern programmiert. PI, Energiesparmodus... alles möglich. Das alles geht natürlich auch kostengünstiger, z. B. mit dem Arduino und einem passenden Display aber damit kenne ich mich zu wenig aus. Fachidiot halt.

    Beim Rest der Maschine wirds auch so langsam. Alle Teile werden nacheinander gereinigt und poliert. Hab festgestellt, dass die Kupfer/Messingteile nach einem Finish mit 00-Stahlwolle wesentlich resistenter gegen Anlaufen oder oxidieren sind als ohne.

    Eine Frage: Herkömmliche O-Ringe aus Nitrilkautschuk sind meines Wissens spezifiziert bis ca. 120°C. Reicht das oder soll ich doch auf Nummer sicher gehen und alles in Viton ausführen. Ich meine z. B. Die O-Ringe in den Dampf/Wasserventilen, Elektroventilen oder in der Wasserstandanzeige.

    Gruß
    Sascha
    Zuletzt bearbeitet: 12. Februar 2011
  13. sek Mitglied

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    AW: Restauration Gaggia E90 Bj. '91

    Hi,

    120°C sind natürlich gerade an der Grenze. Falls Du den Kessel nicht sehr häufig unter Druck setzten möchtest, kannst Du sicher eine Weile damit auskommen. Falls aber häufiger Milchschaum bereitet werden soll (was sich mit einer solchen Regelung natürlich anbietet), hätte ich Bedenken. Viton, Silikon oder PTFE (wo geeignet) würde ich dann in allen Bereichen vorziehen, die direkt mit dem Kesselwasser in Berührung kommen. Nicht umsonst sind die Kesseldichtungen selbst eigentlich alle komplett aus Silikon. Leider kann sowas manchmal auch zu einem nervigen Beschaffungsproblem führen...

    Wie würdest Du denn die Druckregelung realisieren? Die FP-e haben ja keinen Analogeingang für einen Drucksensor...

    Grüße,
    Sebastian.
  14. mr.peterbuilt Mitglied

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    AW: Restauration Gaggia E90 Bj. '91

    Hast wahrscheinlich Recht, ich werde alles in Viton ausführen.

    Wie ich schon oben geschrieben habe gibt es die FP-e auch mit 2 Analogeingängen. Das reicht, um Temperatur und Druck aufzunehmen.

    Gruß
    Sascha
  15. sek Mitglied

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    Laut Datenblatt sind das beim Modell mit Analogeingängen zwei Eingänge für Thermoelemente (ausschließlich Typ K). Alle anderen sind digitale Schalteingänge.

    Schau' mal im Datenblatt auf Seite 6 in die beiden Tabellen unten sowie auf Seite 7 in das Schaltbild unten rechts.

    Diese Eingänge sind geeignet für's Flowmeter, Schalter zur Positions- und Füllstandserkennung sowie für Bedientaster. Für einen Drucksensor müsste noch eine Auswerteschaltung davor, die dann nur als Schwellwertschalter verwendet werden könnte (da man die Digitaleingänge wohl kaum als Datenleitungen in die SPS einbinden kann).

    Oder verfügst Du über einen Drucksensor-nach-Thermospannung-Umformer? ;)
  16. mr.peterbuilt Mitglied

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    Ausser den von Dir genannten Typen gibts noch jenen hier (ist im Datenblatt noch nicht drin):
    [​IMG]
    Gruß
    Sascha
  17. sek Mitglied

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    Na dann kann ich ja lange suchen. :)

    Aber ganz schön teuer, das Ding, oder?
  18. mr.peterbuilt Mitglied

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    Das Ding kostet zwar schon ne Ecke mehr als ein PID-Regler, kann dafür aber auch mehr und man ist sehr flexibel. Zum Vergleich: Die Zentraleiheit einer Epoca kostet als Ersatzteil etwa das Doppelte.
    Gruß
    Sascha

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