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Restaurierung Rancilio S20 midi MD (230V Anschluss)

Dieses Thema im Forum "Reparatur und Wartung" wurde erstellt von bianchifan, 30. Oktober 2010.

  1. bianchifan

    bianchifan Mitglied

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    Wuppertal
    Zunächst möchte ich erst einmal sämtliche bastelbegeisterten Forumsmitglieder grüßen, weil ohne die bislang entdeckten Berichte und Hinweise hätte ich mich an dieses Projekt nicht herangetraut.
    Vielen Dank auch an den/die Betreiber dees Kaffeewiki, so dass ich mir die grundsaätzliche Funktionsweise eines Zweikreisers zu Gemüte führen konnte.

    Es geht um diese Maschine, bei deren Typermittlung mir hier schon so trefflich geholfen wurde.

    Das Gerät wurde von einem guten Freund für ein Restaurant erworben, er hatte scheinbar keine glückliche Hand, nach Anschluss hatte es zwar gefunzt, der Kaffee schmeckte aber grauenvoll. Warum er den Kauf nicht rückgängig machte, hab ich nicht verstanden. Jedenfalls hat er sich kürzlich einen KVA bzgl. einer Instandsetzung eingeholt, da hat er dann doch dankend verzichtet..Komplettentkalkung, neue Pumpe, neue Sensoren, Neue Brühgruppenventile, neuer Pressostat, neue Tastaturen, sämtliche Dichtungen erneuern, e.t...auf Deutsch: da kann man auch gleich eine neue Maschine kaufen.

    Zu guter Letzt hat der KVA-Ersteller noch die Tastaturen versucht zu zerlegen, dabei wurden sie endgültig zerstört, eine Folie ist unbrauchbar, die andere verschwunden. Außerdem ist bei der Zerlegeung noch eine einzelne Stahlkugel (ca. 4mm) rausgekullert.., k.A., wo die herkommt.

    Pressostaten und die Brühgruppen habe ich mit nach Hause genommen, um zu schaeun, inwieweit ich die demontieren und reinnigen kann, An Pumpe und Kessel habe ich die fetten Anschlüsse (23 mm?) bislang noch nicht gelöst bekommen, fast sämtliche 18mm-Muttern erst nach reichlich Einwirkzeit von WD40.

    Ich fang einfach mal mit ein paar Bildchen an..

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    1. Ich benötige moralischen Beistand
    2. Kann man den Pressostaten reparieren ohne Spezialwerkzeug (Druckmesser..) reparieren?
    Die Feder erzeugt einen ordentlichen Druck, kann man das gefahrlos demontieren und entrosten?
    Die Schaltkontakte haben fette Schmauchspuren, sind aber relativ leichtgängig, die exakte Funktionsweise ist mir aber noch nicht klar.
    3. Hat hier schon mal jemand eine solche Brühgruppe demontiert?

    Weitere Fotos folgen...
     
  2. Micha293

    Micha293 Mitglied

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    AW: Restaurierung Rancilio S20 midi MD (230V Anschluss)

    Mein lieber Scholli, das glaube ich aufs Wort, dass der Espresso aus dieser Maschine gruselig geschmeckt hat :shock: Ist ja eklig, wie die Brühgruppe aussieht.
    Aber: was man so auf den ersten Blick sehen kann, alles machbar.

    Wie du vorgehen solltest: Zunächst von alles Seiten und allen Ecken möglichst viele und scharfe Fotos machen. Wichtig für den späteren Zusammenbau. Dann komplett zerlegen. Kessel und Rohre werden in Zitronensäure entkalkt, die Brühgruppe weitesgehend zerlegt und zunächst in Kaffeefettlöser, dann ebenfalls in Zitronensäure entkalkt. Dabei darauf achten, dass du sortenrein entkalkst, also Kupfer zu Kupfer, Messing zu Messing usw. (soweit möglich). Die verchromte Brühgruppe nicht zu lange in der Säure lassen, da es dir sonst das Chrom angreift.
    Den Pressostaten würde ich ehrlich gesagt komplett tauschen. Es gibt zwar solche Revisionskits, bestehend aus einer Dichtung und einer neuen Membran, aber dein Presso sieht mir doch schon ziemlich rostig aus, sodass ich da keine Kompromisse eingehen würde. So teuer sind die Dinger nun auch nicht.
    Zu den Tastaturen: guck mal bei den bekannten Händlern (espresso-xxl.de z.B.) Da gibt es neue Folien für verschiedene Tastaturen, das wäre denke ich das kleinere Problem.
    Weiterhin solltest du sämtliche Dichtungen tauschen (nicht dramatisch) sowie Sicherheits- und Entlüftungsventil.
    Das Magnetventil an der Brühgruppe sieht mir ziemlich fertig aus. Erstmal zerlegen und in Kaffefettlöser, aber nicht die Spule. Die würd ich versuchen, so sauber zu kriegen und dann mal durchmessen, ob sie noch geht. Wenn nicht: tauschen, kostet auch nicht die Welt.

    Viel Spaß, kriegst du schon hin!

    Gruß Micha
     
  3. Micha293

    Micha293 Mitglied

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    AW: Restaurierung Rancilio S20 midi MD (230V Anschluss)

    Ach ja, zur Funktionsweise des Pressostaten:

    Durch die Erhitzung des Kessels durch die Heizung entsteht im Kessel ein Überdruck. Dieser drückt durch das Kupferrohr, welches unten in den Pressostaten führt, gegen eine Membran und diese gegen die Feder. Wenn der
    eingestellte Druck, welcher durch die Feder definiert wird, erreicht ist, gibt diese nach und über einen Metalllstift werden die Kontakte des Pressostaten geöffnet, die wiederum den Stromkreis der Heizung unterbrechen. Der Druck im Kessel beginnt nun langsam zu singen und irgendwann schaltet der Pressostat die Heizung wieder ein und immer so weiter.
     
  4. Ski_Andi

    Ski_Andi Mitglied

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    AW: Restaurierung Rancilio S20 midi MD (230V Anschluss)

    zum Pressostaten:

    Überholen kann man schon probieren.
    Rost stört erst mal nicht, die Mechanik an den beweglichen Stellen ölen sollte erst mal reichen.
    Die Dichtung ist undicht und da musst Du was tun. Erst mal die Bodenplatte abschrauben (Die mit dem Gewinde fürs Rohr). Dann die Gummimembran herausziehen. Unter der Membrane ist nochmal eine Folie. Diese Folie übernimmt die Dichtung. Wenn Du die Bodenplatte entkalkst, wirf diese Folie auch mit ins Bad. Danach mit Wasserhanfett den Rand der Folie unten und oben schön einschmieren, dann dichtet das wieder. Alles wieder zusammenschrauben und gut is fürs erste.

    Zu den Schaltkontakten: oft ist einer nicht belegt, darauf kann man den Kontakt umklemmen, der am meisten verschmaucht ist.
     
  5. bianchifan

    bianchifan Mitglied

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    AW: Restaurierung Rancilio S20 midi MD (230V Anschluss)

    Recht herzlichen Dank für die zahlreichen Tips, den Pressostaten hatte ich bereits weiter demontiert, da der Rost nur so rieselte, und es so aussah, dass mir die Feder nicht um die Ohren fliegt.

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    Nach der Demontage konnte ich dann die Mechanik begutachten und feststellen, dass diese noch funktionsfähig zu sein scheint, die Kontakte werden sauber getrennt. Es sind übrigens alle drei Schaltkontakte belegt, für drei Heizkreise a' 900 W.
    REvisionkits habe ich gesucht, bislang aber keine gefunden, nur komplette Pressostaten, d.h. ich werde wohl mal Anfragen verschicken müssen.

    Bzgl. der Folien hatte ich vor ca. 10 Tagen bei zwei Firmen, welche San Marco Folien im Angebot haben, angefragt, bislang aber keine Antwort erhalten.
    Eigentlich wird eine konvex vorgespannte und kohlebeschichtete Folie benötigt (idealerweise selbstklebend), da auf der Platine ineinander verschlungene Leitebahnen kontaktiert werden sollen, könnten vielleicht auch Knackfrösche mit so einer SanMarco-Folie (5 Eur) zum gewünschten Erfolg führen. Hat das schon mal wer gemacht?

    Wie kann ich die Brühgruppen weiter demontieren? Duschsieb + Dichtung ist entfernt, es lässt sich nur noch eine mit Tefonband gesicherte Inbusschraube rausdrehen, oben am Kopf ist noch was sechseckiges sichtbar, solange ich nicht weiß, worum es sich handelt, lasse ich lieber die Finger davon.
    z. Zt. lagern die Köpfe in einer ziemlich starkem Geschirrspülreiniger (hatte ich für meine Saeco auch so gehandhabt), die Magnetschalter übrigens nicht ;)
    Die sind übrigens ein Problem, die Teile sind jeweils nur mit zwei diagonal platzierten Schrauben montiert, obwohl vier Bohrungen vorgesehen sind. Abschrauben lassen sie sich nicht, die Gehäuse sind im Weg. Die ganz außen liegenden Befestigungsmuttern sind durchkorridiert und zerfallen bei dem Versuch einer Betätigung -> die Teile sind fix und fertig.

    Nachtrag:
    Inzwischen habe ich den Presso komplett zerlegt:

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    Nun wird erst einmal entrostet, und dann ein Wartungsset gesucht ..:)
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Oktober 2010
  6. bianchifan

    bianchifan Mitglied

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    AW: Restaurierung Rancilio S20 midi MD (230V Anschluss)

    Weiter mit den Fottosss..

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  7. bianchifan

    bianchifan Mitglied

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    AW: Restaurierung Rancilio S20 midi MD (230V Anschluss)

    Wozu dient diese Kugel (bei Demontage rausgekullert, klemmte irgendwo in Pumpennähe?
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    Dieses sechseckige Grünspanteil ist aus dem Anschlussstück des Dampfrohres gepurzelt, ich weiß aber nicht, wo es hingehört..
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    Der Draht in der Bildmitte scheint der Füllstandsensor zu sein?
    Ist der noch nutzbar?

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  8. Fritzz

    Fritzz Mitglied

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    AW: Restaurierung Rancilio S20 midi MD (230V Anschluss)

    Teile #20 und 21

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  9. bianchifan

    bianchifan Mitglied

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    AW: Restaurierung Rancilio S20 midi MD (230V Anschluss)

    Vielen Dank für deine Hilfe, die Zeichnung liegt mir, auch dank Deiner Hilfe bei meiner Nachfrage bzgl. einer BDA, vor, leider gibt es diese Baugruppe nicht in der midi MD, ich bin nach wie vor am rätseln..
     
  10. Fritzz

    Fritzz Mitglied

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    AW: Restaurierung Rancilio S20 midi MD (230V Anschluss)

    Hi

    "Inhalt" des Dampfhahns meiner RANCILIO L7:
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    Zeichnung Dampfhahn RANCILIO S10 (#30 + 31)
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    "Fritzz"
     
  11. bianchifan

    bianchifan Mitglied

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    AW: Restaurierung Rancilio S20 midi MD (230V Anschluss)

    Vielen Dank, das wird's sein :)
    Ich hatte bislang ausschließlich bei S20 gesucht und nur dies hier gefunden..
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    Der "Hahnteil" stimmt zumindest mit meinen Einzelteilen überein..

    Ansonsten hab ich meine Unfallpause dazu benutzt, alle Teile zu reinigen und zu entkalken, das Brühsieb ist immer noch nicht sauber, auch wenn man zwischenzeitlich endlich hindurchschauen kann, ich denke, die Kiste ist nie gereinigt worden, jedenfalls nicht im letzten Betriebsjahr...
     
  12. bianchifan

    bianchifan Mitglied

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    AW: Restaurierung Rancilio S20 midi MD (230V Anschluss)

    So, weiter geht's...

    grundgereinigt, auch der Brühkopf ist wieder brauchbar, der Restrost am Gestell kann mir gestohlen bleiben

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    Nach einigen h in heißer Zitronensäure ist der Kesseldeckel recht ordentlich, beim Rest geht noch was

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  13. Fritzz

    Fritzz Mitglied

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    AW: Restaurierung Rancilio S20 midi MD (230V Anschluss)

    Das sieht doch schon mal ganz gut aus!
    Weiter so...

    "Fritzz"
     
  14. bianchifan

    bianchifan Mitglied

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    AW: Restaurierung Rancilio S20 midi MD (230V Anschluss)

    Nach einem weiteren ausgiebigen Bad

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    Was mir nicht gefällt, unten in der Mitte hats wohl mal nen ordentlichen Stoß gegeben, scharfkantige Scharte außen, und innen ist was abgeblättert..hoffentlich hält das

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    Ansonsten hat alles eine schöne Kupferpatina bekommen, trotz anschließender Stahlwollentherapie

    Womit bekomme ich die Gewinde dicht?
    Ein lokaler Spezialist (bei dem ich Tastaturfolien bestellt habe) meinte: konische Kupferverbindungen einfach nur ordentlich anziehen, bei den anderen evtl. einige Windungen Loctite 55 Dichtungsfäden einbringen

    Mit welchem Drehmoment werden die Schrauben für den Heizkörper angezogen?
    1. Ich fürchte, ich habe den Kesseldeckel bereits zu fest angezogen und das Teil hat sich bereits verzogen, jedenfalls sind die Teflonschichten in Schraubennähe dünner als dazwischen.
    2. Die Heizung bebzw. die zugehörige Verschlussplatte sieht bereits verzogen aus, da hat schon vorher jemand reichlich überschüssige Kraft abgelassen.
     
  15. moep

    moep Mitglied

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    AW: Restaurierung Rancilio S20 midi MD (230V Anschluss)

    Ja, aber man kann auch teflonband anstatt Dichtungsfäden nehmen, wie man mag.

    Nicht sooooo fest, besser nochmal nachziehen wenns undicht ist, als zu feste zu ballern. Ist ja auch relativ weiches Metall.

    Gruß
     
  16. bianchifan

    bianchifan Mitglied

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    AW: Restaurierung Rancilio S20 midi MD (230V Anschluss)

    So nach einer kleinen Pause gehts weiter, und leider habe ich nun ein Problem..aber der Reihe nach...
    Ein Gastrokaffeemaschinen (mit vorzüglichem Espresso, handgepresst) hat mir die Ersatzteile aus Italien besorgt, wie z.B. die tastaturen oder auch die Pressostatenmembran, so dass dieser nun deutlich vertrauenserweckender ausschaut ;)
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    Die Gacars bekamen ebenfalls neue O-Ringe, die Grundfläche sieht nach sehr gründlicher Reinigung recht ramponiert aus:cry:
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    Die Brühgruppe sollte nun wieder nutzbar sein, auch hier gabs ein neues Gummi, nachdem das alte (es war hart wie Bakelit) mittels speziell zugerichtetem Werkzeug ausgestemmt wurde (uff, uff..puhh)
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    (Fast) alles wieder drin (bis auf Manometer und ein Flussmeter), irgendwie habe ich den Eindruck, dass der Verdrehwinkel der Ableitungsrohre zum Kesselkreislauf sich noch vergrößert hat..:roll:..ob das hält?
    Ob die Lötkrücke des Bezugsrohres linke Gruppe hält?
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    Und genau das ist mein Problem: Der Pumpenmotor löppt net!:twisted:
    Frust pur!

    1. Die Pumpe scheint zu funzen, sie läßt sich drehen, sie spuckt bei manueller Betätigung Wasser aus, intern gibt es einen Rückfluss, sie scheint dicht zu sein - soweit bislang i.O.
    2. Der zwischenzeitlich abgekoppelte und erneut ausgebaute Motor surrt direkt am Stromnetz wie eine 1, über die interne Geräteverkabelung mit kurzgeschlossener Steuerung ebenfalls wie eine 1.

    Der Fehler liegt an der Steuerung - Triac durchgemessen, sah nicht wirklich gut aus, ausgetauscht (BT 137, da Orig. TIC226 nicht bekommen), sieht besser aus, aber nicht wirklich gut:
    Motor löppt net: Spannung (Älteres Analog MM) bricht ein auf 0 V.
    Testweise den Ausgang unterschiedlich belastet:
    60 W Glühbirne: Spannung bricht zusammen, 0V
    25 W Glühbirne: Spannung wird angezeigt (218V), Birne bleibt dunkel
    9 W Energiesparlampe: Spannung wird angezeigt (ca. 50 V), Lampe zündet nach ca. 3 sec, Spannunganzeige 230 V
    Vielleicht sollte ich mir mal ein Oszi-Interface besorgen...

    Nu mach ich erst mal ne Denkpause:-|
    Und währenddessen?
    Kennt jemand universell einsetzbare MC-Platinen zur automatischen Bezugesteuerung, evtl mit PID :?:
     
  17. bianchifan

    bianchifan Mitglied

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    AW: Restaurierung Rancilio S20 midi MD (230V Anschluss)

    Manchmal sollte man vielleicht erst denken...und dann arbeiten..:eek:

    NAchdem das Verhalten am Triac zur Motorversorgung klar war (auf der Steuerplatine sitzt ein Z80 und der möchte seine FW auch erst einmal laden, die Pumpe setzt sicherst nach ca. 5 sec in Betrieb;) ) ging es dann los..zunächst wurde die Wasserver- und -entsorgung über Gartenschläuche und Wassereimer realisiert.
    Wie erwartet hat das Versorgungsrohr für die linke Brühgruppe nicht standgehalten, der relativ schlecht gelötete Rohrbogen war unter Druck wie erwartet undicht, also wieder zu Moretti, Rohr + Nippel besorgt und neues Rohr angefertigt. Uff, 135° kalt biegen ist auch nicht so ohne, wenn mans halt nicht täglich macht, mir hat ein zähes Starkstromkabel geholfen, welches ich ins Rohr geschoben hatte, das wollte nach verrichteter ARbeit aber nicht mehr so einfach hinaus. Und weils so schön war donnerte mir dann auch noch die Befestigungsmutter auf die noch heiße Lötstelle und..und..und
    Jedenfalls war es irgendwann soweit, der Kessel befüllt, die Maschine heizte auf und der Pressi tat seine ARbeit, schön.
    Was nicht schön war: Bei der Kesselerwärmung gab es aufgrund der Erwärmung im Wärmetauscher einen Rückfluss in den versorgenden Eimer - au Backe, was kommt da für ein Dreck raus - spätestens hier hätte ich schalten müssen...wieso Rückflusss? Ist in der Pumpe kein Rückflussverhinderer?

    Statt dessen habe ich das Kesselwasser abgelassen und die Kesselbefüllung gestartet, die Pumpe lief nur einen Sekundenbruchteil, dann summte nur noch der Motor..
    Ausgebaut, die Pumpe saß fest, bewegen ließ sie sich nur noch einspannt mit großem Hebel. Ich habe versucht sie zu zerlegen - no chance.
    Mit allen physikalischen Tricks (Hitze/Kälte, Spüle) habe ich sie wieder gängig bekommen und danach intensiv entkalkt, diesmal nicht mit Zitronensäure, so wie vorher ist sie nicht mehr.
    Nach Weihnachten gehts weiter, wahrscheinlich muss ne neue Pumpe her:cry:
    Wie um alles in der Welt schafft es eine Rotationspumpe, Druck aufzubauen, wenn kein Rückschlagventil eingebaut ist?
    Selbst meine Waschmaschine hat sowas...
     
  18. bianchifan

    bianchifan Mitglied

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    AW: Restaurierung Rancilio S20 midi MD (230V Anschluss)

    So, es ist geschafft, seit dem 02.01.2011 versieht das Maschinchen nun seinen Dienst in einem Restaurant!
    Adieu, Faema Due...

    Bis dahin gab's aber noch einiges zu tun..
    Bei einer Kesselentleerung (ich habe das Kesselwasser mehrere Male ohne montierte Frontplatte/Seitenteile getauscht) gab es einen Knall infolge eines Kurzschlusses durch Spritzwasser.
    Wie dieses allerdings zur Heizung gelangt ist...ist mir trotzdem rätselhaft.
    Nun ja, nun heizt das Teil nur noch mit 2000W statt mit 3000w, einen Heizkreis musste ich tot legen, da der Nullleiteranschluss gegen Masse weg geschmolzen ist, bzw. umgekehrt, jedenfalls gibt es schöne neue Leiterbahn aus Kupfer :)

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    Nachdem die Maschine dann erstmals aus dem vorgesehenen Wasseranschluss anstelle aus Eimern gespeist wurde, füllte sich der Kessel, ohne das der Pumpenmotor eingeschaltet war..ui,ui.
    da war doch plötzlich das vollständig zerlegte und sorgsamst entkalkte Magnetventil (Lucifer) hinüber: der Kolben(Anker) hing fest und wurde nicht mehr in seine Verschlussposition gedrückt.
    Wahrscheinlich ist das Spiel zu groß geworden und der Anker verkantet, wie auch immer, irgendwo in einer Bastelkiste lag eine passende Feder rum, eingesetzt, und das Ventil tat's wieder.

    Seltsamerweise tat's die Rota auch immer noch, ein wenig geräuschvoller zwar als vorher, aber sie tat.
    Und wurde deshalb bislang noch nicht getauscht :)

    Aus Bauhausmanometer und einem Siebträger wurde ein Druckmessinstrument gebastelt, so dass der Brühdruck bei der Einstellung des Bypasses überwacht werden konnte.
    Trotz 9 Bar kommt der Kaffee bereits nach ca. 1,5 sec aus dem Sieb geschossen, um dann erst allmählich seine erwünschte Flussgeschwindigkeit anzunehmen.
    Ich fürchte, der Anfangsdruck ist viel zu hoch, da muss wohl ein Druckminderer zwischen.

    Außer bei der Heißwassermenge klappt die Programmierung der Dosierautomatik nicht, die LEDs in den Flussmetern blinken wie wild oder gar nicht, die Elektronik hat wie befürchtet das Entkalkungsbad nicht überlebt.
    Immerhin kann man ja manuell beziehen.

    Am Bezugsende knallt das Dreiwegeventil eine ordentliche Portion Wasser ins Abtropfbecken, ist zwar von der Frontblende verdeckt, aber hör- und anhand der Spuren im Inneren auch sichtbar.
    Nee - das war sicherlich nicht im Sinne des Erfinders, das gibt über kurz oder lang den nächsten kurzen :(
    Nach nochmaligem Studium der Doku sowie anderer zeitgleicher Berichte hier (L7 mit blauen LED) kam ich zu dem Schluss, das die Maschine wohl unvollständig ist und auf die Ventilgewinde jeweils noch ein Schnorchel gehört.
    Bei Moretti Caffee konnte ich nur 2 sogenannte "Plastik-Spritzschutz"-Teile ordern, die gehören wohl eigentlich zum Fundus der Silvia, sollten aber auch passen, Gewinde ist Gewinde.
    Die eigentlich dort vorhanden sein müssenden heißen offiziell wohl "Abflussstrahlbrecher Gruppe S20".
    Mal schauen was kommt..

    Zum Ende dieser Etappe noch ein paar Fotos

    Das neue Versorgungsrohr für die linke Brühgruppe
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    Ein Lötstelle im Detail, nicht schön, aber sie hält
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    Alles wieder zusammen, nun kann weiter getestet werden
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    Zusammengebaut an ihrem Einsatzort
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  19. Helmuth1986

    Helmuth1986 Mitglied

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    AW: Restaurierung Rancilio S20 midi MD (230V Anschluss)

    Hallo, woher weist du nach dem säurebad noch wo welche kupferleitung war?? hab meine beschriftet aber das geht ja ab. (bin neuling ;-))

    Achja sieht jetzt echt geil aus!!!!!!!!!!!
     

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