Batteriebetriebene Füllstands-Warner

Diskutiere Batteriebetriebene Füllstands-Warner im Reparatur und Wartung Forum im Bereich Fragen und Tipps; Hallo zusammen, mich hat es an meiner Profitec Pro 300 etwas genervt, dass man den Füllstand des Wassertakes nicht sehen kann. Zwar läuft der...

  1. snippy

    snippy Mitglied

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    Hallo zusammen,

    mich hat es an meiner Profitec Pro 300 etwas genervt, dass man den Füllstand des Wassertakes nicht sehen kann. Zwar läuft der letzte Shot noch zu Ende, aber zumindest der Shot-Timer ist dann weg und der Service-Boiler wird in dem Fall auch nicht mehr nachgeheizt, was doof ist, wenn man gerade schäumt.

    Ich habe mir daher aus (fast ausschließlich) ein paar Standard-Komponenten einen batteriebetriebenen Füllstandswarner auf Basis eines günstigen berührungslosen Füllstandssensors vom großen A gebastelt.
    Der Sensor selbst frisst 5mA, was für Batteriebetrieb natürlich suboptimal ist.
    Ich habe daher eine kleine Schaltung auf Basis eines TLC555 gebaut, die den Sensor alle ca. 10 Sekunden für ca. eine halbe Sekunde bestromt und eine kleine LED aufblinken lässt (im gleichen Takt, in dem der Sensor bestromt wird), falls der Wasserpegel zu niedrig ist. Die LED habe dann in einen der Lüftungsschlitze der Maschine gehängt. So hat man rechtzeitig Vorwarnung, bevor die Maschine wegen Wassermangel abschaltet.
    Das Ganze verbraucht jetzt noch ca. 0,6 mA im Schnitt, kann also z.B. an zwei 18650 in Reihe fast ein Jahr betrieben werden (Sensor braucht > 5V).

    Falls jemand das Ganze nachbauen möchte, kann ich den Schaltplan gerne einstellen. Ist allerdings quick and dirty, es geht also mit Sicherheit auch einfacher und mit weniger Komponenten.

    Die GIF zeigt das Verhalten, wenn der Wasserpegel zu niedrig ist. Sonst bleibt die LED dauerhaft aus.

    Beste Grüße
    Finn
     

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  2. #2 Espressojung, 06.03.2021
    Espressojung

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    Wieviel Wasser verbrauchst du denn den Tag über ?
    Kommst du mit der max. Füllmenge (ca. 3L) nicht aus?
     
  3. snippy

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    Was heißt nicht auskommen?

    Ich habe ausreichend viel Krempel auf der Maschine inkl. Deckel des Wassertankes liegen, als dass ich keine Lust habe, auf gut Glück nachzuschauen, ob ich mal wieder nachfüllen müsste ;)

    Beste Grüße
    Finn
     
  4. #4 Espressojung, 06.03.2021
    Zuletzt bearbeitet: 06.03.2021
    Espressojung

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    Ich frage deshalb, weil ich aus hygienischen Gründen das Wasser täglich (morgens) wechsle und
    bisher immer mit einer Tankfüllung ausgekommen bin.
     
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  5. 'Ingo

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    Also gerne mehr Input - Schaltung usw.!
    Ich habe mir als Kind schon einen akustischen, transistorgesteuerten Alarm für die Badewanne und deren Füllstand gebastelt.
    Mit 14 war ich in der Familie der "King", mir lief die Wanne nie über :D

    Die Idee mit dem NE555 bzw. dem CMOS TLC555 finde ich echt goil.
     
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  6. #6 Gerwolf, 06.03.2021
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    Das gefällt mir, so entwickelt sich Spezialistentum!
    Den anderen aber vermutlich auch nicht:)
     
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  7. FRAC42

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    Sehr cool!

    Ich werd immer mal wieder kalt überrascht, wenn die Maschine mangels Wasser abschaltet und beide Boiler ausgehen. Das könnte man am Display erkennen, was dann ja dunkel ist. Nur sehe ich das Display gar nicht, wenn ich vor direkt der Maschine stehe.

    An Schaltplan & Stücklisten wäre ich sehr interessiert.

    Smart finde ich die Ideen, den Sensor seitlich in den Tank schauen und die LED durch die Lüftungsschlitze leuchten zu lassen.
     
  8. snippy

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    Na dann mal los :)

    Mit einer Teileliste kann ich nicht dienen, da ich die meisten Teile aus der Grabbelkiste genommen habe.

    Q1 ist bei mir ein BC337.
    S1 soll den Füllstandssensor darstellen, ich habe einen XKC-Y25-NPN von Amazon hergenommen. Der kommt ohne Probleme durch den Kunststoff des Tankes hindurch. Vorher hatte ich einen anderen getestet, für den war selbst das bisshen Plastik zu viel.

    Wegen der Batterielaufzeit ist es sinnvoll, nicht den NE555 zu nehmen, sondern wie gesagt einen TLC555 (CMOS, weniger als 10% Ruhestrom des NE555).

    Über R2 und C1 ist die Zeit zwischen den Bestromungen des Sensors bestimmt. Mit R1 und C1 die Zeit wie lange bestromt wird (jeweils 0,7 * R * C).
    Der Basiswidertand R3 ist wahrscheinlich etwas zu hart dimensioniert, da könnte man sicherlich auch einen Größeren hernehmen.
    C2 kann ein einfacher Keramik-Kondensator sein.

    Auf Q1 kann man natürlich auch verzichten. Bei mir lief die Schaltung allerdings nicht stabil, wenn ich den Sensor direkt am Ausgang des 555 hängen hatte.

    Da meine Maschine noch innerhalb der Garantiezeit ist, wollte ich das Ganze komplett zerstörungsfrei lösen. Wenn sie mehr in die Jahre gekommen ist, werde ich mir die LED dann eventuell auch mit einer passenden Fassung nach außen legen.

    Viel Spaß beim Basteln und sagt Bescheid, wenn ihr Fragen habt.

    Beste Grüße
    Finn
     

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  9. #9 ThisAmplifierIsLoud, 06.03.2021
    ThisAmplifierIsLoud

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    Das finde ich sehr interessant, erst heute morgen ist meine Bezzi
    mitten im Shot stehengeblieben.

    Danke fürs Teilen !
     
  10. FRAC42

    FRAC42 Mitglied

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    Vielen Dank!

    Da alle Bauteilwerte im Schaltplan stehen ist die ja auch nicht nötig.
     
  11. ccce4

    ccce4 Mitglied

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    Also der XKC-Y25-NPN, den es in mehreren Shops ab 4,50€ gibt?

    Das Datenblatt hat noch nen paar Fragen offen gelassen: Wie zuverlässig ist der denn? Merkt sich der Sensor die Sensibilität oder muss man das bei jedem Strom-weg erneut eintippen? Bewertung der Qualität?

    Und vor allem: mein Tank ist abnehmbar und und steckt in einem Einschub, kann also nicht an den Tank geklebt werden, sondern ich würde das in 1-2cm Entfernung von der Tankwand platzieren müssen. Meinst du das geht?
     
  12. #12 ThisAmplifierIsLoud, 07.03.2021
    ThisAmplifierIsLoud

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    Versuch macht kluch.
    Die Herstellerangaben sich da nicht so eindeutig.
    Der eine schreibt 0-20mm, woanders las ich 1-13mm.
     
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  13. #13 snippy, 07.03.2021
    Zuletzt bearbeitet: 07.03.2021
    snippy

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    Ja, aber frag mich nicht nach den Unteschieden, oder ob das in allen Quellen der exakt gleiche ist.

    Ich habe ihn seit gestern im Einsatz, von daher kann ich dir zur Zuverlässigkeit wenig sagen. Macht aber für den Preis einen sehr vernünftigen Eindruck.
    Bei mir hat er Out-Of-The-Box funktioniert, da gab es nichts einzustellen. Das könnte höchtens kritisch werden, wenn man wie du die meiste Messdistanz herausholen will, ohne Fehldetektionen zu haben. Bei mir ist das nicht der Fall. Und wie kommst du darauf, dass sich der Sensor deine Einstellung nicht merken würde? Das wäre ja totaler Quatsch :) Ich habe ihn nicht aufgemacht, aber ich nehme an da wird ein kleiner Poti oder Stellkondensator oder so drin sein. Da wird deine Einstellung nicht verloren gehen.
    Und der Sensor detektiert ja auch keinen Füllstand, sondern Wasser vorm Sensor oder kein Wasser vorm Sensor. Da wirst du im Normalfall nichts einstellen müssen - du möchtest ja nicht die Distanz des Wassers zum Sensor messen.

    Nein, das ist denke ich zu weit weg. Selbst 1cm scheint mir schon optimistisch, und dan musst du auch noch durch den Tank durch. Es mag Sensoren geben, die das können, aber der wohl eher nicht.
     
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  14. ccce4

    ccce4 Mitglied

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    Ok Danke für deine Einschätzung, also nochmals überlegen für den herausnehmbaren Tank, auch wenn da 0,5cm machbar sein sollten. Ich kann ja mal die 5+€ investieren, nicht allzuviel kaputt wenns dann doch nicht geht :)
     
  15. FRAC42

    FRAC42 Mitglied

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    In den Beschreibungen lese ich etwas von 13 mm "Induktionsabstand" / Empfindlichkeit. Falls damit der Abstand zur Flüssigkeit gemeint ist sehe ich nicht viel Spielraum.

    Ich würde eher das Kabel zur LED sehr lang lassen und das Teil eher abnehmbar montierten, mit Klett z. B. Nehme den Tank aber auch nur selten raus, nachgefüllt wird mit einer Kanne.
     
  16. FRAC42

    FRAC42 Mitglied

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    Nein, du kannst am einen der 4 Kontakte einen Taster anschließen. Bei jedem Tastendruck verändert der dann die Empfindlichkeit.
     
  17. snippy

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    Hmm, gibt es da dann doch eventuell Unterschiede? Die Info, die ich zur Empfindlichkeit hatte:

    Sensitivity Adjustment:
    1. Open the back cover of the sensor head, use small screwdriver to adjust the sensitivity knob
    2. If counter clockwise rotate the knob, it will increase sensitivity, otherwise, it will decrease the sensitivity.

    Der Mode-Pin ist laut der Angabe, die ich gefunden hatte, nur dazu da, um die Logik des Ausgangs zu invertieren. Von Einstellung der Empfindlichkeit über einen Taster war da nicht die Rede.

    Zur Info: ich habe nicht die Version mit externer Platine! Lediglich der Sensor mit 4-Pin Stecker.

    Beste Grüße
    Finn
     
  18. #18 Cappu_Tom, 07.03.2021
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    Reden wir da wirklich vom gleichen Teil?
    Ich lese hier zum XKC-Y25-NPN:

    Sensitivity Adjustment:
    1. Open the back cover of the sensor head, use small screwdriver to adjust the sensitivity knob
    2. If counter clockwise rotate the knob, it will increase sensitivity, otherwise, it will decrease the sensitivity.


    Wenn man unabhängig von der Reichweite (Tank!) sein will, kann man den Sensor auch im an einer separaten 'Steigleitung' an passender Stelle im Geräteinneren montieren, ähnlich dem klassischen Schauglas. Das ist auch im obigen Link beschrieben.

    Das führt mich zu einem anderen Vorschlag, wenn genau genommen auch OT:
    Warum muss es unbedingt Elektronik sein?
    Ein klassisches Schauglas dezent an einer Geräteseite montiert und innen über ein T.Stück an der Tankzuleitung angeschlossen - fertig!

    Edit: @snippy war schneller ;)
     
  19. #19 ThisAmplifierIsLoud, 07.03.2021
    ThisAmplifierIsLoud

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    Der Trick war ja, wg. Garantie minimalinvasiv vorzugehen.
     
  20. #20 Cappu_Tom, 07.03.2021
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    Falls das auf meinen Vorschlag bezogen war:
    Ein T-Stück + ein wenig Schlauch + ein Röhrchen (oder einfach den Schlauch) + zwei Saugnäpfe sollten zum Ausprobieren reichen. Ist alles spurlos rückbaubar, falls das die Forderung sein sollte.
    Irgendwie muss man halt raus aus dem Inneren, ist aber egal wo - wie schaut's im Boden aus?

    Mir gefallen halt klassische mechanische Lösungen bei solchen Geräten besser als vergänglicher El-Schrott (jaja - andere Baustelle, ich weiß)
     
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