Bazzar venus (isomac) - Manometeranzeige / siebträger

Diskutiere Bazzar venus (isomac) - Manometeranzeige / siebträger im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo Zusammen, bin froh ein Forum mit vielen versierten Kaffefreunden zu haben. Ich selber bin seit kurzem Besitzer einer Bazzar Venus...

  1. #1 77-1010742660, 11.01.2002
    77-1010742660

    77-1010742660 Gast

    Hallo Zusammen,
    bin froh ein Forum mit vielen versierten Kaffefreunden zu haben. Ich selber bin seit kurzem Besitzer einer Bazzar Venus (entspricht einer Isomac "?"). Zwei Dinge sind mir aufgefallen:
    Welchen Druck zeigt das Manometer am Gerät an? Pumpendruck (bis zu 15bar)? Oder den tatsächlichen Druck am Siebträger (Optimal ist ja angeblich 9 bar für einen optimalen Espresso!?)?
    Zudem habe ich Schwirigkeiten die Mahlmenge und den Anpreßdruck auf das Pulver gleichbleiben hinzubekommen. Habe eine Mühle mit Auswurf ohne Portionierer, muß also seblst die Mehlmenge abschätzen. Am Sieb gibt es da keinerlei Anhaltspunkte. Und so läuft es manchmal zu schnell bei 4 bar und manchmal fast tropfenweise bei 16 bar Anzeige durch. Hat jemand einen guten Rat ?

    Passend dazu gleich meine zweite Frage. Ist es normal das der Siebträger sehr viel Spiel nachdem Eindrehen in seine rechtwinkelige Lage hat? Erst bei Pumpenbetrieb sitzt erdurch den Druck fest. Man kann den Siebträger sogar bis weit über 90° eindrehen bis zur Dampfdüse hin. Beim Bazzar-Vertrieb ist man stolz auf den mitgelieferten professionellen Siebträger, in einem Espressoladen sagte man mir allerdings, daß sie aus Erfahrung der Venus einen leicht kleiner Siebträger beilegen, da es sonst zu leichten Undichtigkeiten bei Verwendung von professionellen Siebträgern kommt. Probleme mit Undichtigkeiten hatte ich allerdings bislang noch nicht.

    Vielen Dank im voraus für Ratschläge und Tipps.
    Gruß,

    Frank Landmesser
     
  2. #2 82-1010168498, 12.01.2002
    82-1010168498

    82-1010168498 Gast

    Hallo MC Landy,

    ich selbst habe eine Isomac Zaffiro.
    Der Manometer zeigt den Druck auf den Espresso an. Da anfangs noch kein Wasser im Siebträger ist, so ist der Druck gering ca. 3-4 bar. Nachdem Wasser in den Siebträger gelaufen ist, verbindet sich das Espressopulver mit dem Wasser und quillt etwas auf. Daraufhin steigt der Druck auf ca. 8-10 bar. Oder anders ausgedrückt: Der Druck muss sich erst aufbauen.
    Was die Mahlmenge/den Mahlgrad angeht, ja da ist leider ausprobieren angesagt. Das ist am Anfang nervig, macht aber mit der Zeit Spass. Wenn Du die Espressosorte wechselts, dann kannst Du mit dem Ausprobieren wieder von vorne beginnen...............
    Keine Bange, mit der Zeit bekommst Du voll die Routine....

    Ciao
     
  3. #3 66-1011313130, 18.01.2002
    66-1011313130

    66-1011313130 Gast

    [quote:post_uid0="Rexus"]Hallo MC Landy,

    ich selbst habe eine Isomac Zaffiro.
    Der Manometer zeigt den Druck auf den Espresso an. Da anfangs noch kein Wasser im Siebträger ist, so ist der Druck gering ca. 3-4 bar. Nachdem Wasser in den Siebträger gelaufen ist, verbindet sich das Espressopulver mit dem Wasser und quillt etwas auf. Daraufhin steigt der Druck auf ca. 8-10 bar. Oder anders ausgedrückt: Der Druck muss sich erst aufbauen.
    Was die Mahlmenge/den Mahlgrad angeht, ja da ist leider ausprobieren angesagt. Das ist am Anfang nervig, macht aber mit der Zeit Spass. Wenn Du die Espressosorte wechselts, dann kannst Du mit dem Ausprobieren wieder von vorne beginnen...............
    Keine Bange, mit der Zeit bekommst Du voll die Routine....

    Ciao[/quote:post_uid0]
    Grundsätzlich zeigt das Manometer den Druck im Boiler an !!
    Da beim Brühvorgang der Pumpendruck von bis zu 11,5 bar durch den Boiler zur Brühgruppe geführt wird, erhöht sich das
    Manometer erst mit einer gewissen Verzögerung, da der Messpunkt des Manometers nicht an der Brühgruppe sondern am Boiler befindet.
    Entsprechend baut sich die Scala des Manometers auf, nämlich wenn das Gerät von Caffé- auf Dampftemparatur aufheizt. Hier entsteht nun ein Ausdehnungsdruck von enthaltener Luft im Boiler, welcher bis zu 11,5 bar anzeigen kann. Sobald aber das Dampfventil geöffnet wird, fällt das Manometer auf den tatsächlich vorherschenden Druck zurück.
    Kleiner Tip noch beim Dampf:
    Da der Boiler grundsätzlich mit Wasser gefüllt sein sollte,
    ist beim Aufheizen Dampf kaum ausreichend Platz (also Luft) um einen trockenen Dampf zu entwickeln. Daher empfiehlt es sich, unmittelbar nach zuschlten Dampf das Ventil für ca. 10-15 Sekunden zu öffnen. Nun tritt ein leichter Wasserstral heraus und es bildet sich eine Luftblase am obersten Boilerpunkt. Die Aufheiz-Zeit wird entsprechend verkürzt und der Dampf ist schon anfangs trockener. (Es empfiehlt sich als Test ein Teeglas, in das man den Dampf ablässt, nun ist das Kondensat, welches auch die Milch verflüssigt sichtbar)
    Gruss
     
  4. #4 77-1010742660, 18.01.2002
    77-1010742660

    77-1010742660 Gast

    Hallo,

    erst einmal vielen Dank für die höchst informativen Beiträge. MIt der Mahlmenge, -grad und Anprssdruck habe ichmittlerweile tatsächlich raus.
    Das mit der Manometeranzeige kann ich bestätigen (habe mir die Maschine mittlerweile auch mal von innen angesehen).
    Den Trick für den trockenen Dampf werde ich mal ausprobieren. Habe allerdings ein wenig Angst vor Überhitzung des Kessels, da in der Bedienungsanleitung immer wieder auf das allzeit notwendige komplette Entlüften und den Verlust jeglichen Garantieanspruchs bei "Zuwiderhandlung" hingewiesen wird. Naja, für mein technisches Verständnis, kann so eine kleine Luftblase im Kessel beim Dampfhochheizen nicht schaden!?

    Zu den Siebträgern:Es gibt tatsächlich einen speziellen für die Venus, der ein wenig kleiner ist als die üblichen professionellen und (wg kleiner "Gewindesteg") nicht ganz so fest sitzt. Habe mit beiden bisher Espresso mit guter Crema hingekriegt. Sollte ich irgendwelche Unterschiede in zukunft feststellen, werde ich das hier im Forum selbstverständlich posten.

    Gruß,

    Frank Landmesser
     
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