Brennende Häutchen im Behmor!

Diskutiere Brennende Häutchen im Behmor! im Vom Rohkaffee zum Selbströster Forum im Bereich Rund um die Bohne; Hallo zusammen, So, der Anfilo Waldkaffee von Pingo ist schon eingetroffen - vielen Dank für die schnelle Lieferung - und die erste Ladung ist...

  1. Sanug

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    Hallo zusammen,

    So, der Anfilo Waldkaffee von Pingo ist schon eingetroffen - vielen Dank für die schnelle Lieferung - und die erste Ladung ist gleich in den Behmor gegangen.

    Beim ersten Knistern des 2. Cracks habe ich sofort auf Kühlung geschaltet. Es hat ordentlich noch nachgeknistert, dabei wollte ich ihn gar nicht so dunkel, ich dachte noch, gerade noch mal gutgegangen. Aber jetzt kommts: mein Rauchmelder schlägt an, ich denke mir nichts dabei, bis ich den Brandgeruch vernehme: Im Behmor haben ein paar Häutchen Feuer gefangen, entsprechend qualmt es! Glücklicherweise behalte ich die Nerven und lasse die Türe des Behmor zu und beobachte argwöhnisch das Glutnest im Inneren, das sich glücklicherweise wieder beruhigt. Pffffft! Schwein gehabt!

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    Die Röstung sieht sogar noch halbwegs gut aus. Ich befürchte nur, dass sie die Brandaromen aufgenommen hat und nach Asche schmecken wird.

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    Das Problem beim Behmor scheint mir zu sein, dass sich die Häutchen gerne im Gitternetz der Trommel verfangen. Wenn so eine kleine Häutchensammlung bei der Vorbeifahrt an der Heizung Feuer fängt, kann sie bei der nächsten halben Umdrehung die im Sammelbehälter befindlichen Häutchen ebenfalls entzünden. Ich habe noch keine Idee, wie man das vermeiden kann. Jedenfalls hat der Anfilo nicht mehr Häutchen produziert als andere afrikanische Rohkaffees auch, deshalb möchte ich die "Schuld" eher dem Behmor als dem Anfilo geben.

    Was meint ihr dazu? Wie kann man so was künftig vermeiden? Worin genau seht ihr die Ursache?
     
  2. Herb

    Herb Mitglied

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    AW: Brennende Häutchen im Behmor!

    Sehe ich das richtig, dass da auch mehrere Bohnen durchs Gitter gefallen sind, also recht kleine Bohnen? Die machen mir auch immer Kummer weil die halb verbrannt im Gitter stecken und wenn sie dann doch rausfallen versauen sie einem die Roestung so das ein einzelner Bezug oder eine ganze Kanne gleich hin ist.

    Ansonsten faellt mir nur ein, bei viel Chaff die Chargengroesse zu reduzieren. Die Bohnen bewegen sich mehr und der Chaff faellt eher runter.

    Verbrannten Chaff hatte ich gelegentlich auch schon mal, aber geschmacklich hab ich da nie was bemerkt, was aber nichts heissen muss bei mir :D
     
  3. Sanug

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    AW: Brennende Häutchen im Behmor!

    Immerhin riecht die Röstung nicht übel, vielleicht ist sie sogar trinkbar, ich probiere es auf jeden Fall aus. Der Anfilo hat recht kleine Bohnen, aber auch bei anderen Sorten missfällt mir, dass gerne welche steckenbleiben.

    Es soll für den Behmor als Zubehörteil eine engmaschigere Trommel geben. Vielleicht sollte ich diese kaufen, zumal bei meiner Trommel schon eine Schweißnaht an der Öffnung gebrochen ist und ich diese mit Draht geflickt habe.
     
  4. #4 pressoman, 02.09.2011
    pressoman

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    AW: Brennende Häutchen im Behmor!

    Ich benuetze seit anderthalb Jahren den Behmor.
    Grosse und kleine Bonen.Etwa 150 kg gebrannt jetzt.Das Problem habe Ich noch nie gehabt.
    Aber Ich bleibe IMMER bei den Behmor stehen und beobachte den Brandvorgang.Oren,Augen und Nase informieren mich ueber den Zeitpunkt in dem Ich die Cooling taste betaetigen muss.
     
  5. Sanug

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    AW: Brennende Häutchen im Behmor!

    Ja, die zwingende Anwesenheit, auf die in der Anleitung mehrmals deutlich hingewiesen wird, ist ernstzunehmen. Ich war aber dabei, als es passierte, und habe beim ersten Knistern des 2. Cracks sofort abgebrochen!

    Gerade habe ich eine Anfrage an Ongebrand in Holland gestellt wegen einer engmaschigeren Trommel für den Behmor. Ich habe postwendend Antwort bekommen, demnach wird der Behmor für den europäischen Markt generell sowieso schon mit der engmaschigen Trommel ausgeliefert.
     
  6. Herb

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    AW: Brennende Häutchen im Behmor!

    Wow 150kg in 1,5 Jahren.... Respekt, ich schaff nur 60kg/Jahr.

    Immerhin ein ganz gutes Anzeichen dafuer dass der Behmor doch ganz gut durchhaelt.

    Ich hab mal irgendwo aufgeschnappt, dass die neuen Behmor gleich mit der engmaschigeren Trommel geliefert werden, weiss leider nicht mehr woher ich das habe.

    Edith sagt: Cross posting, dann hab ich es wohl von Ivo
     
  7. #7 pressoman, 02.09.2011
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    AW: Brennende Häutchen im Behmor!

    Od dan noch die hauetchen durch passen?

    Vielleicht ueberfluessige Frage aber wie oft gibts Du die Machine ein Cleaning durchgang?
    Und hast Du schon mahl den Ventilator gereinigt.fette schweinerei da drinne.
     
  8. #8 silverhour, 02.09.2011
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    AW: Brennende Häutchen im Behmor!

    Ich habe keinen Behmor, sondern "nur" einen Gene. Aber auch beim Gene kann es passieren, daß Funken schlagen und Häutchen abbrennen.

    Nerven behalten und die Temperatur runterfahren bzw. in den Kühlmodus gehen war sicher genau die richtige Realktion. Beim Gene gibt es noch den Vorteil, daß brennende Häutchen recht früh gesehen und gerochen werden können.

    Nach meinen Erfahrungen hängt der Feuerfang maßgeblich von den Bohnen ab - je nachdem wieviel und wie groß die Häutchen sind kann der Abflug verstopft werden = Brandgefahr. Danach kommen dann Temperatur und Füllmenge als Faktor.
    Im Gene lassen sich "burning beans" am Besten in Griff bekommen durch Reduzierung der Füllmenge - einfach kleinere Chargen - und etwas niedrigere Temperatur.

    Sanug, was Deine Asche-Bohnen angeht: Ich würde einfach etwaige Kohle-Bohnen raussortieren und dann probieren ...

    Grüße, Olli
     
  9. Sanug

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    AW: Brennende Häutchen im Behmor!

    Die Röstung sieht wesentlich besser aus als auf dem Foto, auf dem es den Anschein hat, da wäre Steinkohle drunter. Sie riecht auch nicht verbrannt. Übermorgen wird sie probiert!

    Reinigungszyklen fahre ich regelmäßig, ein Zerlegen steht aber mal wieder an. ich weiß, dass sich das lohnt :roll:
     
  10. #10 Espresso_Fr, 02.09.2011
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    AW: Brennende Häutchen im Behmor!

    Hatte ich beim Quest auch, dass Häutchen unter den Heizstäben Feuer gefangen haben, aber der Chaff wird woanders gesammelt, also ist das Brandpotential sehr gering.

    Ich dachte auch, dass der Rauch meine Bohnen versaut hat, war aber nicht so. Die Bohnen haben ja noch ein CO2 Überdruck durch die Röstung, denke mal das deswegen nichts in die Bohne eindringt.

    Grüssle
    Kai
     
  11. Sanug

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    AW: Brennende Häutchen im Behmor!

    Die Bohnen waren übrigens absolut in Ordnung und ohne Brandgeschmack trinkbar!

    Ich hole das Thema aus aktuellem Anlass mal hoch. Vorhin hatte ich wieder das Problem, und ich habe es sogar genau kommen sehen. Beim Start der Kühlung haben sich Häutchen am Heizstab entzündet und sind brennend von der Trommel in den Chaff-Behälter transportiert worden, wo sie dann ein nettes Glutnest entfacht haben. Ich habe aber richtig reagiert und konnte das Feuer schnell wieder ausbekommen und die Kühlung erfolgreich abschließen. Hier meine Methode, wie ich das gemacht habe (ohne Gewähr, dass das immer funktioniert! Ich übernehme keine Haftung!)

    Bei Bohnen mit reichlich Häutchen, wie das bei Afrikanern oft der Fall ist, aber auch beim Bob-o-Link, sollte man unbedingt beim Start des Kühlvorgangs das Licht im Behmor ausmachen und genau beobachten. Wenn glühende Häutchen außen an der Trommel nach vorne laufen, besteht Gefahr, und die Kühlung muss unbedingt weiter beaufsichtigt werden.

    Sobald sich vorne im Chaff-Behälter ein sichtbares Glutnest gebildet hat, habe ich den Behmor kurzerhand ausgeschaltet (Taste OFF).

    NERVEN BEWAHREN! TÜR UNBEDINGT GESCHLOSSEN LASSEN!!!

    Ich habe gewartet, bis das Glutnest erloschen ist. Das hat nicht lange gedauert (etwa 10-20 Sekunden), denn bei ausgeschaltetem Behmor kommt nicht genügend Sauerstoff in den Chaff-Behälter. Für den Notfall habe ich noch eine Löschdecke parat, um ein eventuelles Feuer zu ersticken. Die habe ich nicht gebraucht, ich würde sie aber einsetzen, wenn das Glutnest nicht innerhalb kurzer Zeit von alleine erlöscht.

    Nach ein paar Sekunden Sicherheit habe ich die Kühlung mit den Tasten 1 > Cool neu gestartet und genau beobachtet, ob sich das Glutnest wieder entzündet, was aber nicht der Fall war. Wichtig ist, dass die Raumbeleuchtung nicht zu hell ist und natürlich muss das Licht im Behmor aus sein!

    Ganz, ganz wichtig ist, dass ein Feuer im Heimröster nur durch Sauerstoffentzug gelöscht werden kann! Deshalb unter keinen Umständen die Tür öffnen, denn es würde dadurch erst richtig angefacht. Eine Löschdecke sollte sowieso in keiner Küche und an keinem Röster fehlen.

    Unbedingt zu beachten ist, dass nicht nur die Röstung, sondern auch die ersten Minuten des Kühlvorgangs zwingend zu beaufsichtigen sind!
     
  12. Herb

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    AW: Brennende Häutchen im Behmor!

    Ich denke das hatte ich dann auch schon mehrfach unbemerkt, da ich etliche Verfährbungs-spots auf dem Chaffblech in den Ecken habe, die eindeutig auf lokale Hitze hinweisen.

    Werd ich jetzt mal genauer beobachten.
     
  13. hade

    hade Mitglied

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    AW: Brennende Häutchen im Behmor!

    Ist bei mir auch gelegentlich schon mal passiert... ich hab's einfach weiterlaufen lassen. Es sieht erst schlimmer aus als es ist, doch in der Schublade ist nicht SO viel "Brennmaterial" und die Glut ging bald wieder aus.
     
  14. Sanug

    Sanug Mitglied

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    AW: Brennende Häutchen im Behmor!

    Bei Bohnen mit sehr viel Häutchenentwicklung würde ich mich nicht darauf verlassen, dass die Glut immer von alleine aus geht. Ich kann nur dringend empfehlen, auch den Kühlvorgang zumindest in den ersten Minuten zu beaufsichtigen!
     
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