brewing ratio - Verständnisfrage die vermutlich xte

Diskutiere brewing ratio - Verständnisfrage die vermutlich xte im Brühkaffee Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo miteinander, meine Frage zielt eher auf die Wassermenge ab bzw. darauf, wie diese denn nun zu verstehen ist. Konkret: a) Brühe ich 60g mit...

  1. Alias

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    Hallo miteinander,

    meine Frage zielt eher auf die Wassermenge ab bzw. darauf, wie diese denn nun zu verstehen ist.
    Konkret:
    a) Brühe ich 60g mit einem Liter Wasser auf, so dass ich im Ergebnis natürlich weniger als einen Liter erhalte?
    oder
    b) Brühe ich 60 g mit mehr als einem Liter Wasser auf, dass ich dann im Ergebnis einen Liter erhalte?

    Vermutlich ist a) richtig, denn 1000ml/16 (ratio 15-17) = 62,5g Kaffeemehl. Insofern müsst ich 62,5g nehmen wenn ich in der Kanne - also nach dem Brühen - dann einen vollen Liter haben möchte.

    Verstehe ich das grundsätzlich richtig???
     
  2. #2 silverhour, 26.10.2017
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    Du denkst viel zu kompliziert.
    Die Brewing Ratio gibt das Verhältnis Kaffeepulver zu Kaffee in der Tasse an, beides in Gewicht gemessen.
    Bsp: 60gr Kaffeepulver werden zu 1.000gr Kaffee in der Tasse gebrüht ergibt ein Verhältnis von 60:1000 => Brewing Ratio 1:16,7.
     
  3. #3 Aeropress, 26.10.2017
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    A ist richtig für Brühkaffee. Bzw. richtig ist immer was DIR schmeckt, da darfs auch mehr oder weniger sein. ;)
     
  4. Alias

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    Danke Euch beiden. Ja, ich denke a) ist richtig. Aufgefallen ist mir das, weil ich in der 0,35l Beyreuhter Kanne nie 0,35l Kaffee hatte, der Platz aber für mehr ausreichen würde...

    Warum wird als 350ml empfohlen, wenn im Ergebnis viel weniger in der Kanne landet als möglich wäre???
     
  5. #5 domimü, 26.10.2017
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    Weil b richtig ist - zumindest ist das die Empfehlung von Hario.
     
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  6. #6 Aeropress, 26.10.2017
    Zuletzt bearbeitet: 26.10.2017
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    Im Prinzip sagt natürlich die Logik, daß nur a Sinn macht, denn a kann ich vorher abmessen oder simultan während dem brühen wiegen, bei dem was hinterher rauskommt kann ich dagegen nichts mehr ändern. Genauso beim wiegen. Wenn ich brühe kann ich das ja nur simultan incl. Pulver, ich kann das Gewicht von dem was der Filter aufsaugt während dem Brühen nicht von dem trennen was in der Tasse/ Kanne landet. Das kann ich nur zusammen wiegen während dem brühen, hinterher die Kanne, Tasse extra wiegen ginge zwar aber da nützt Dir das ja nichts mehr da schon fertig.
    Also im Prinzip kann ich ja alles mögliche empfehlen und für richtig halten so rein theorethisch, rein praktisch ist bei Brühlaffee nur a sinnvoll durchführbar. ;) Von da ausgehend passt man Mahlgrad und Menge seinem Geschmack an. Da ist hier anders als bei Espresso da kann ich die Tasse solo wiegen während dem Bezug, wenn ich daher den Begriff der Brühratio von Espresso auf Brühkaffee übertrage wäre zwar b korrekt, nur eben sinnfrei, weil normal nicht praktisch umsetzbar während dem brühen.
     
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  7. #7 Mr. Crumble, 26.10.2017
    Mr. Crumble

    Mr. Crumble Gast

    Ich mache es immer nach a)! Aber m.E. ist alles erlaubt, was schmeckt ;)

    Mr. Crumble
     
  8. Alias

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    @all, ich bin unendlich dankbar für alle Hinweise in diesem tollen Forum.

    Mir geht es ja darum zu verstehen um dann selbst für meine Bayr. Kanne oder meine FP oder d. Hario V60 noch VOR dem Brühen zu wissen was ich an Kaffeepulver (subjektiv, also natürlich +/-) und Wassermenge (objektiv) benötige um anschliessend 0,35l / 0,35l oder 0,5l zu erreichen, da die Gefäße das ja eben her geben.
     
  9. #9 domimü, 26.10.2017
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    Tja, bei Original Hario-Ware - z.B. den Waagen - gibt es die Empfehlung, erst einmal das Kaffeemehl vollständig zu befeuchten und quellen zu lassen - dann hat das Kaffeemehl das Wasser aufgesogen, das es auch halten kann und was zusätzlich draufgegossen wird, sickert in gleicher Menge durch.
    Oder gefälliger formuliert, langsam Wasser hinzuzufügen, bis sich vom Filter der erste Tropfen löst.
    Wer eine Waage hat, setzt sie dann auf 0 und gibt das gewünschte weitere Wasser langsam hinzu. Wer keine Waage hat, muss halt einmal messen, wie viel Wasser er hinzufügen muss, um die Kanne wieder ganz voll zu haben, einen Messbecher wird wohl jeder in der Küche haben.
    Oder er misst einmal, wieviel denn nach z.B: 0,35l Wasserzugabe als Kaffee rauskam und gibt das nächste Mal die Differenz gleich hinzu, also wenn es gerade mal 0,2l waren, brüht er das nächste Mal mit 0,5l, um 0,35l zu erhalten.
    Die Edelversion gegen deine Logik gibt es z.B. hier: Acaia Atlas Brew Stand - DUISMANN COFFEE
     
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  10. #10 Lomellin, 26.10.2017
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    Auch wenn das bei manchen Edelboutiquen ein Argument zum Verkauf besonderen Zubehörs sein mag, denke ich doch auch, das a) richtig ist.
    Diese Meinung leite ich von der Entstehung ab. Die Ratio zu messen dient ja primär dem Zweck, dass ich es wiederholbar wird. Dabei die Wassermenge zu messen, die ich zugebe, ist wohl naheliegender, als die Menge zu messen, die ich hinterher habe. Denn dann wird es nur mit entsprechend aufwändigen Hilfsmitteln wiederholbar. Daher klares Votum für a).
     
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  11. UliD

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    Wenn 6g auf 100ml in einem Rezept angegeben sind, ist m.W. immer a) gemeint. Die sinnvolle Ratio kann sich aber von Bohne zu Bohne und Brühmethode zu Brühmethode unterscheiden.

    Faustregel: Das Kaffeepulver bindet etwa sein doppeltes Gewicht in Wasser.
     
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  12. #12 Aeropress, 26.10.2017
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    Wie gesagt empfehlen kann man viel und natürlich auch alles verkomplizieren und ne WIssenschaft draus machen. Kannst Du alles machen, aber es wird trotzdem nie genau stimmen, da tropft es auch schon in der blooming Phase durch,
    das könntest Du natürlich dann schnell mal eben weg kippen, kannst auch noch ein paar Klimmzüge machen zwischendurch oder dreimal um den Tisch laufen oder sonstwas. :) Genauso wie in den 30 sec. sich das Mehl noch nicht 100% sättigen wird. Und wie willst Du das denn dann bei der French press oder Aeropress machen. ;) Die wenigsten nutzen überhaupt eine Bloomingphase bei diesen Methoden. Hier spätestens nicht umsetzbar und bei x Methoden es jedesmal anders zu machen würde bestenfalls zur babylonischen Brühverwirrung führen, also macht mans so nicht und das ist in der Brew Over Szene auch gängig es eben darum nach a zu machen. Ob Hario das für richtig hält wen juckts. Aber Du kannst das alles natürlich handhaben wie Du willst auch alles nachmachen was Hario empfiehlt. Die verkaufen dir auch gerne alles nötige Zubehör dazu. ;)
    Nur warum verkomplizieren was man auch sehr einfach regeln kann, die Theorie interessiert eh keinen sondern das was rauskommt und hat man sein System und das auch noch gut reproduzierbar ist dann interessiert das doch keinen was irgendwer sonst für richtiger hält.
     
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  13. Alias

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    Danke!
     
  14. #14 Moccinist, 26.10.2017
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26.10.2017
    Moccinist

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    Toller Ausdruck! Google kennt ihn nicht - echte kreative Sprachnovität:) - entstanden unter Koffeinwirkung - bei welcher Brew-Ratio?:D
     
  15. Alias

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    Ja, das muss wohl so gemeint sein. Habe eben mal meine 0,35l FP "ausgelietert" und da passen nur 0,32l rein. Okay als Basis um hoch zu rechnen. Denn, anders als in der FP, passen in die Beyreuther eben auch 0,35l rein.

    Natürlich variert alles. Mir ging es ums Grundverständnis um davon ausgehend meine ratio für die unterschiedichen Methoden zu finden.

    PS: Man ist das Forum interessant!

    Danke an alle!
     
  16. #16 domimü, 26.10.2017
    domimü

    domimü Mitglied

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    Ausgehend von der Frage des TE
    hielte ich es gar für weniger kompliziert, wie ich es ersatzweise vorgeschlagen habe:
    Klar kann man sich dem über Faustregeln nähern.
    Mach wie du willst, aber kanzle doch nicht andere Methoden als unlogisch ab.
     
  17. Alias

    Alias Mitglied

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    So, nun aber:

    Specialty Coffee Association of America

    Ausgehend von all den Tipps hier im Forum, mache ich mich mal ran und teste alles mal durch. Letztlich - auch das wurde hier ja mehrfach schon erwähnt - muss es mir ja letztlich schmecken. Ratio hin oder her.
     
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  18. #18 dergitarrist, 26.10.2017
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    a. :)
     
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  19. #19 jupe2.0, 27.10.2017
    jupe2.0

    jupe2.0 Gast

    ich mache es wie b), weil 1l genau in meine Kanne passen.
    Vor EK43 brauchte ich 60 gr,
    mit EK43 brauche ich nur noch 51 gr., also 15% weniger:)
     
  20. #20 Moccinist, 27.10.2017
    Moccinist

    Moccinist Gast

    Preis EK43 so ca. 2229,--€. Von einem Kaffee-Kilopreis von 30€ ausgehend sparst du also pro Liter 9 Gramm = 0,27€ pro Liter. Die EK43 macht sich somit schon nach 8,255 Kubikmetern Kaffee selbst bezahlt - also: gut und günstig!:)
     
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