Das wiener caféhaus ist tot - Aber so muss es mal gewesen sein

Diskutiere Das wiener caféhaus ist tot - Aber so muss es mal gewesen sein im Was ich unbedingt noch sagen wollte... Forum im Bereich Kaffeeklatsch; hab´ ich wieder mal gefunden, nach dem man mir mangelnde heimatpflege unterstellt hat. vor allem die passage mit den 20 braun-arten find´ ich...

  1. movvv

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    hab´ ich wieder mal gefunden, nach dem man mir mangelnde heimatpflege unterstellt hat.
    vor allem die passage mit den 20 braun-arten find´ ich supi :D

    Die letzte Frage läßt sich am leichtesten - und für den Laien am Leichtesten verständlich - beantworten. Auch dem Laien wird es einleuchten, daß man etwa in London nicht zur Cunard Line gehen und auf die Frage, was man wünsche, nicht einfach antworten kann: "Ein Schiff". Ebensowenig kann man in ein Wiener Kaffeehaus gehen und einfach "einen Kaffee" bestellen. Man muß sich da schon etwas genauer ausdrücken. Denn die Anzahl der Gattungen, Zubereitungsarten, Farben und Quantitäten, unter denen es zu wählen gibt, hat keine Grenzen oder hat sie erst in nebelhafter Ferne, und wer da nicht irregehen will, wird gut tun, sich wenigstens ein paar Grundbegriffe einzuprägen. Sonst könnte er versucht sein, die Bestellung "Nussbraun", die der Kellner soeben in lässiger Verkürzung an die Küche weitergegeben hat, lediglich für die Farbangabe des bestellten Kaffees zu halten, indessen sie sich doch in erster Linie auf das Größenmaß der Schale bezieht, in der er serviert wird; sie würde vollständig nicht etwa "eine Schale nussbraun", sondern "eine Nußschale braun" zu lauten haben. "Nußschale" bezeichnet in sinnvoll-poetischer Chiffre das kleinste der drei gebräuchlichen Größenmaße. Das mittlere heißt "Piccolo" und darf nicht mit dem gleichnamigen Zuträgerlehrling verwechselt werden, der in der Kellnerhierarchie den untersten Rang innehat und sozusagen die Nußschale unter den Kellnern ist. Als oberstes Größenmaß gilt die "Teeschale", die, wenn sie tatsächlich Tee enthält, nicht "Teeschale" heißt, sondern "eine Schale Tee" (unter "Tasse" versteht man in Wien die Untertasse). Was die Zubereitungsarten betrifft, so muß man heute den "normalen" Kaffee oft schon eigens verlangen, sonst bekommnt man automatisch einen nach der Espresso-Methode hergestellten. In vielen Lokalen gibt es gar keinen andern mehr, zumal in den kleineren, die sich zwei verschiedene Maschinen nicht leisten können und die rentablere Espresso-Maschine vorziehen. Der Espresso kann "kurz" oder "gestreckt" zubereitet werden, je nach der Menge des verwendeten Wassers. Als "Kurzer" verdrängt er allmählich den einst seiner Stärke wegen geschätzten "Türkischen", der in der Kupferkanne gekocht und serviert wird. Der in Frankreich beheimatete "Café filtre" hat sich in Österreich niemals durchgesetzt. Und daß in den als "Espresso" bezeichneten Lokalen kein "normal" gekochter Kaffee ausgeschenkt wird versteht sich von selbst. Es war aber dieser "normale", auf "Wiener" oder "Karlsbader" Art zubereitete Kaffee, der den Ruhm des Wiener Kaffeehauses begründet hat und die Vielfalt der möglichen Bestellungen bis heute gewährleistet, dem wir die "Melange" verdanken und den "Kapuziner", den "Braunen" und die "Schale Gold" - Bezeichnungen, deren manche bereits offenbaren, in welchem Verhältnis Kaffee und Milch gemischt sind: bei der "Melange" zu ungefähr gleichen Teilen, bei der "Schale Gold" mit einem deutlichen Übergewicht der Milch, beim "Braunen" mit einem ebenso deutlichen Übergewicht des Kaffees, beim "Kapuziner" mit einem noch deutlicheren. Die Kenntnis dieser Kombinationen ist für eine halbwegs fachmännische Bestellung unbedingt erforderlich. Hinzu kommen der keiner Erklärung bedürftige "Schwarze" oder "Mokka", der "Einspänner" (ein Schwarzer im Glas mit sehr viel Schlagobers), der "Mazagran" (ein durch Eiswürfel gekühlter, mit Rum versetzter Mokka) und eine schier unübersehbare Menge von Variationen der oben angeführten Grundfarben, je nach Neigung und Sekkatur des Gastes, und gewöhnlich durch ein an die Bestellung angehängtes "mehr licht" oder "mehr dunkel" angedeutet. Ein Perfektionist unter den einstigen Kellnern des Café Herrenhof trug ständig eine Lackierer-Farbscala mit zwanzig nummerierten Schattierungen von Braun bei sich und hatte den erfolgreichen Ehrgeiz, seinen Stammgästen den Kaffee genau in der gewünschten Farbtönung zu servieren. Bestellungen und Beschwerden erfolgten dann nur noch unter Angabe der Nummer: "Bitte einen Vierzehner mit Schlag!" oder "Hermann, was soll das? Ich habe einen Achter bestellt, und Sie bringen mir einen Zwölfer!" Aber das waren Mätzchen, die über ihren engeren Ursprungsbezirk nicht hinauskamen und keine Allgemeingültigkeit beanspruchten, so wenig wie der "Sperbertürke", ein doppelt starker, mit Würfelzucker aufgekochter "Türkischer", den der Wiener Rechtsanwalt Hugo Sperber, im Café Herrenhof, vor anstrengenden Verhandlungen einzunehmen liebte; oder der "überstürzte Neumann", die Erfindung eines anderen, Neumann geheißenen Stammgastes, die darin bestand, daß das Schlagobers nicht auf den bereits fertigen Kaffee, sondern auf den Boden der noch leeren Schale gelagert und sodann mit heißem Kaffee "überstürzt" wurde.
     
  2. #2 82-1015069323, 23.03.2002
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    82-1015069323 Gast

    Was ist eigentlich das "Wiener Caféhaus"? Tot ist es nicht, wenn Starbucks in der kurzen Zeit 100.000 Kunden anlockt. Auch wenn das nicht das Kaffeehaus ist, spricht es doch für Cafékult.
     
  3. Stefan

    Stefan Mitglied

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    Also bei DEM Vergleich werden die Leute, die das klassische Wiener Kaffeehaus kennen, sicher sofort empört aufspringen...
    Starbucks Coffee ist für den Bereich Cafe in etwa das, was hierzulande McDonalds im Bereich Schnellimbiss darstellt, also mehr das 'Gesamterlebnis eines Verkaufskonzepts'. Dann von 'Kaffeekultur' also solcher zu sprechen wäre wohl eine ziemliche Beleidigung für die Anbieter von wirklichen Kaffeespezialitäten. Damit sind nämlich im Sinne des Wortes keine aromatisierten Kaffees gemeint - was ja das Hauptangebot von Starbuck ausmacht. Die verdecken nur zu leicht die Tatsache, dass die eigentliche Kaffeequalität von Starbuck nicht state of the art ist...
    Grundsätzlich ist deren Arrangement jedoch positiv zu sehen, wird damit doch der Markt für anders spezialisierte Konkurrenten geebnet.
     
  4. #4 deepblue**, 23.03.2002
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    [quote:post_uid0]Grundsätzlich ist deren Arrangement jedoch positiv zu sehen, wird damit doch der Markt für anders spezialisierte Konkurrenten geebnet.[/quote:post_uid0]
    da kann man nur sagen -hoffentlich ! Oft ist es so-kaum ist in irgendeiner Form eine neue Bewegung am kommen-sofort sind finanzkräftige Firmen mit einem Konzept auf dem Markt um sich die Sache anzueignen bezw. den Kuchen aufzuteilen.

    Nischenprodukte/Bewegungen haben nur so lange Ihre Ruhe-solang es noch keinen großen kommerziellen Erfolg verspricht.
    Nach dem Motto die Großen fressen die Kleinen.
    Aber ce`t la vie.........
    Gruß--helmut :)
     
  5. #5 82-1015069323, 23.03.2002
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    82-1015069323 Gast

    Was das Fressen betrifft, sind es doch eher die Schnellen, die die Langsamen schlucken.

    Und Starbucks ist Cafe Kult. Der Vergleich zu McDonalds ist sicher nicht angebracht, da alle Starbuckse in denen ich bisher wahr auf eine "gemütliche" Ecke mit Sofa oder ähnlich ausgestattet waren. Das erste was ich so (vor ca 5 Jahren in NY) hatte ein Sofa wie vom Kreuzberger Trödler. Nicht gearde Mc Style.

    Qualität ist ja immer so eine Sache, bisher hielt das auch in London gut mit dem Querschnitt der deutschen Coffee Shops mit. Und aromatisierte Kaffees sind weder als Getränke noch in den Kaffees der prägende Faktor gewesen. Aromatisierte Kaffees gibts aber in jedem Coffee Shop.

    Bei einem Blick in das Leaflet (The World of Coffee) zähle ich 18 sortenreine Ursprucgskaffees, 3 Espressi, 5 Blends (nicht aromatisiert), 7 Entcoff (davon 4 Ursprungskaffee) - kein aromatisierter. Wahrscheinlich findet man nur bei Langen eine ähnlich umfangreiche Liste.

    Wahrscheinlich muss ich jetzt anmerken, dass ich nicht bei Starbucks beschäftigt bin und auch sonst kein Geld von denen bekomme.
     
  6. Stefan

    Stefan Mitglied

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    [quote:post_uid0="Rachel"]Und Starbucks ist Cafe Kult.[/quote:post_uid0]
    Das mag vielleicht in den USA und in GB Kult sein...für einen europäisch orientierten Kaffeegeniesser ist es aber das Gegenteil...müssen wir alles was über den grossen Teich kommt, automatisch als Kult ansehen? Zumal es hier um ein Getränk geht, dass in den Ursprüngen NICHTS amerikanisches an sich hat...
    In den hiesigen Marktanalysen musste Starbucks Coffee ja bekanntermassen auch schnell von den bisherigen Expansionsplänen Abschied nehmen...warum wohl...? Weil wir nichts gutes gewohnt sind...? ;)
     
  7. movvv

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    [quote:post_uid0]Starbucks Coffee ist für den Bereich Cafe in etwa das, was hierzulande McDonalds im Bereich Schnellimbiss darstellt, also mehr das 'Gesamterlebnis eines Verkaufskonzepts'.[/quote:post_uid0]
    genauso ist es stefan !
    den diversen postings ist wohl nix mehr hinzuzufügen.
    obwohl ich´s noch immer nicht hingeschafft habe, weiss ich aus erzählungen, dass man sich einmal zum zahlen anstellen muss und dann muss man auch noch warten, bzw. wird sogar ausgerufen, bis der kaffee fertig ist.
    und das zu einem nicht gerade günstigen preis in "corporate-gemütlichkeits-sofas".
    es hat schon jemand in einer zeitung darauf aufmerksam gemacht, dass sich nur 50 meter weiter das nicht unbekannte hotel sacher mit caféhaus befindet.
    dort bekommt man den café serviert und kostet auch nicht mehr :p
    werde das alles bei gelegenheit überprüfen.
    ciao,
    klaus
     
  8. #8 82-1015069323, 24.03.2002
    82-1015069323

    82-1015069323 Gast

    Na unter Marketing Gesichtspunkten könntest Du das Sacher auch als "Gesamterlebnis eines Verkaufskonzepts" beschreiben. Leider wird Sacher als "Wiener Tradition" betrachtet und als Touristenfalle verkommen lassen.

    Starbucks Besucher nehmen für sich halt in Anspruch Mitglied einer Global Community zu sein. Wie Internet User. Und was die Kaffeequalität betrifft, ist Starbucks weit über dem Durchschnitt des Kaffeeausschanks.

    Auch wenn Stefan sich gegen den Amerika-infizierten-Café-Kult" wendet. Ohne Starbucks hätten wir hier keine Coffee Shops und ob sich Espresso in diesem Ausmass durchgesetzt hätte, ist auch zweifelhaft.
     
  9. #9 deepblue**, 24.03.2002
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    [quote:post_uid0]Ohne Starbucks hätten wir hier keine Coffee Shops und ob sich Espresso in diesem Ausmass durchgesetzt hätte, ist auch zweifelhaft.[/quote:post_uid0]
    Hallo Rachel,

    also ich würde sagen jetzt mußt Du Dich ein bißchen mit den Lobeshymnen auf Starbucks bremsen.
    Starbucks hat an dem Espressokult gar keinen Verdienst-eher ist Starbucks auf Grund der sich verbreitenden Kaffee/Espressokultur in den letzten Jahren auf die Nische aufmerksam geworden.
    Die Espressokultur hat noch vor 10 Jahren hier ein Stiefmütterchendasein geführt und sich erst langsam entwickelt ( man erinnere sich an die ersten E-Maschinen-die man nur über langes Suchen ausfindig machen konnte).
    Von den ganzen Shops, dies inzwischen gibt ,mal ganz zu schweigen.

    Nachdem man dann gemerkt hat, das mit Espresso/Kaffee sich auch in Deutschland einiges tut-hat man dann das Konzept auf den schon hier von Espresso/Kaffee Trinkern " vorbereiteten Markt " übertragen.
    Also ist Starbucks oder Starf***s, sorry-ist mir rausgerutscht,
    nicht der Wegbereiter sondern eher einer der auf den anfahrenden Zug aufgesprungen ist.
    Starbucks hat schlicht und einfach an der Espressokultur gar keinen Verdienst.
    Die Entwicklung der Espressokultur,die vor ca. 18 Jahren so langsam angefangen hat, ist eher auf einzelne Espressofreaks zurückzuführen, die immer wieder nach E-Maschinen bezw. Kaffee/Zubehör in bestimmten Geschäften sowie in Gastrobetrieben nachgefragt bezw. aus Italy sich die Sachen besorgt hatten.
    Dadurch wurde so langsam der Markt durch Nachfrage geschaffen.
    Und dann erst durch diese konstante Nachfrage und das Aufspringen der Medien wurde so langsam der Weg geebnet.

    Gruß----helmut
    :)



    Edited By hdelijanis on März. 24 2002 at 12:44
     
  10. Stefan

    Stefan Mitglied

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    Was für ein Käse, sorry...den Schuh des Wegbereiters hierzulande müsste sich nach Rachels Argumenten eher Segafredo (ist auf dem Gebiet marktführend) anziehen. Gleich dahinter folgt der nächste italienische Grossröster, Lavazza. Die haben hier schon vor Jahren ein Filialnetz aufgezogen, soweit muss Starbucks erstmal kommen. Und bei deren bisweilen zum Grössenwahn tendierenden Planungen werden sie das nicht schaffen...der Markt hierzulande ist nicht gross genug.

    Dass Starbucks in Sachen Kaffeequalität weit über dem Durchschnitt liegen soll, wäre mir auch neu. Aus eigener Erfahrung kann ich das jedenfalls NICHT bestätigen...
     
  11. #11 82-1015069323, 24.03.2002
    82-1015069323

    82-1015069323 Gast

    Hallo Jungs, ich denke Ihr habt keine Ahnung wann Howard Schultz seinen Laden aufgezogen hat.

    Es gibt da die nette Geschichte, dass er nach einem Italien Aufenthalt, die italienischen Espressobars nach USA übertragen wollte. Dazu gehörte für ihn, Kommunikation der Gäste, Trendgetränke und Rösterkompetenz (mit Trommelröstmaschinen - müsste Stefan eigentlich gefallen).

    Aber hier sind ja wohl die Super Individualisten versammelt, die alle den Espresso Kult vergöttern. Aber schön, wenn Starbucks Erfolg hat und Ihr Eure Einzigartigkeit bewahrt. Der Espresso Plebs darf dann zu Starbucks und wir bekommen unseren Neu Guinea Espresso (sorry, das wurde ja korrigiert) - also unsere einzigartige individuelle Sonderröstung von Langen.

    Was "meine Starbucks Lobeshymnen" betrifft, kann ich schon mal ankündigen, dass ich wohl auch danach meine Ladenröster nicht aufgebe, aber nur weil Starbucks Erfolg hat, muss man die Qualität nicht mies reden.
     
  12. #12 deepblue**, 24.03.2002
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    [quote:post_uid0]Hallo Jungs, ich denke Ihr habt keine Ahnung wann Howard Schultz seinen Laden aufgezogen hat.[/quote:post_uid0]
    Hallo Rachel,

    so ist es auch nicht-wir lassen uns schon von Dir beraten..........
    Und ich geb ja zu-ich war noch nie bei Starbucks.
    Ich habe nur in den Medien darüber gelesen-aber das war nicht gerade das gelbe vom Ei.
    Nur Starbucks als Wegbereiter des Espressos zu bezeichnen-da blutet mir ein bißchen das Espressoherz....
    Nichts für ungut....
    Gruß----helmut :)
     
  13. Stefan

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    Werte Rachel...

    ...was Du DENKST ist mir egal...ich WEISS aber dass es in Europa schon VOR 1987 (für die ach so armen Unwissenden - das ist das Gründungsjahr von Starbucks...) Coffeebars in Form von Filialketten gab...die mögen zwar weltweit 2000 Filialen haben, sind aber wohl kaum als Wegbereiter zu bezeichnen...

    Für alle Interessierten und Amüsierten hier noch amüsanteres:
    http://www.bungarten.de/cafe/starbucks.htm
    Da hats mal jemand auf den Punkt gebracht... :D
     
  14. #14 Monsignore, 25.03.2002
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    wo ist das problem?

    kaff-kultur hierzulande gab es mal, im moment kann ich nur vom gros der billig-kaff-konsumenten reden die den einzelnen angeboten der grossen "verblendeten" kaff-marken hinterherjagen, und sich wundern, dass ein frischer kaff im urlaub oder beim ladenröster wirklich besser schmeckt.

    nichts anderes macht doch der ami.

    für nen frischen kaff warte ich auch gerne nen moment.

    die abgestandene brühe mancher kaff-läden ist eh oft ungeniessbar.

    espresso kultur hin oder her, das konzept ist ok, sonst wäre die kette eh schon pleite.

    für uns hier kann es nur die nachfrage nach hochwertigerem kaff steigern.

    ciao

    M
     
  15. movvv

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    [quote:post_uid0]wo ist das problem?[/quote:post_uid0]
    schön langsam finde ich gefallen an diesen diskussionen :D

    das "problem", das hier manche (ich auch) sehen, liegt eher, und ich erlaube mir da ein wenig zu interpretieren, in der marketingstrategie und im wesen eines grosskonzerns - und das in verbindung mit einem produkt, das eben von vielen eher ein synonym für das gegenteil ist.
    jeder der klein´s "no logo" gelesen hat weiss wovon ich spreche (z.b.: clustering-strategie, software für die optimale ausnutzung von human resources (wie das ja heute so schön heisst), etc.) .
    man muss nicht unbedingt romantisch & "alternativ" angehaucht sein, um das nicht so gut zu finden. und ich denke den leuten, denen, bewusst oder unbewusst, klar ist wie das heutzutage funktioniert stösst es eben sauer auf.
    das es verdammt gut gemacht ist ist ja kein zweifel. wäre auch eine schande ;)
    naja, usw.
     
  16. #16 Karlheinz, 25.03.2002
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    Hallo Leute,

    klinke mich ja ungern in die Starbucks Diskussion ein, aber manchmal finde ich die Sprache schon etwas überheblich. Ja ich weiß, dass wer im Glashaus sitzt ...

    Zitat: "Werte Rachel...
    ...was Du DENKST ist mir egal..."

    Wenn das ein Forum sein soll, sollten wir versuchen, alle Meinungen ernst zu nehmen.

    Zitat: "ich WEISS aber dass es in Europa schon VOR 1987 (fürdie ach so armen Unwissenden - das ist das Gründungsjahr von Starbucks...)"

    1987 ist es nicht. 1987 war zwar ein wichtiges Jahr für Starbucks, weil da Schultz CEO wurde, wann Starbucks gegründet wurde habe ich nicht recherchiert, aber das erste Gründungsmitglied ist 1980 schon ausgeschieden.

    Zitat weiter: "Coffeebars in Form von Filialketten gab..."

    Kaffee Ausschank und Coffeebar ist vielleicht nicht das gleiche. Wenn Du Eduscho und Tchibo meinst, solltest Du was anderes meinen, können wir darüber reden.

    Zitat: "die mögen zwar weltweit 2000 Filialen haben,"

    Sind wohl eher 4.000 bis 5.000, tut aber eigentlich nichts zur Sache nur der Korrektheit halber.

    Zitat: "sind aber wohl kaum als Wegbereiter zu bezeichnen..."

    Mag ja sein, dass Starbucks, der ja erst demnächst auf dem deutschen Markt erscheint, kein Wegbereiter hierzulande ist. Aber die vorhandenen Coffee Shops haben sicher in USA abgekupfert. Manche wie Balzac geben es offen zu, andere wie Barcomi in Berlin sehen ihre eigenen Wurzeln in Seattle und andere adaptieren es ohne ihre Einflüsse zu benennen.

    Nochmal zum Kaffee Ausschank (Tchibo und Eduscho) in der alten Form sind vielleicht die deutsche Form des Coffee Shops, basieren aber eher auf Filterkaffee, während der moderne Coffee Shop auf Espresso (mehr Milch) macht. Deshalb würde ich das nicht in einen Topf werfen.

    Das Gefühl von Klaus in der Magengegend, können sicher viele von uns nachvollziehen, der Einsatz von modernen Management Methoden ist sicher nicht das was jeder gut findet. Aber ich habe mir sagen lassen, dass auch die "kleine" Kette CARAS (3 große Outlets) in Berlin eine Video Überwachung hat - damit kann man natürlich auch Sicherheit in den Laden bringen (Taschendiebstahl etc) aber auch sehen was die Mitarbeiter machen. Also multinational oder lokal muss nicht mit nett oder Überwachung korrelieren.

    Und wenn wir schon die Ausuferung multinationaler Systemgastronomie bedauern, ist der Erfolg von McDonald nicht auch darin zu suchen, dass die traditionelle Gastronomie weder im Preis-Leistungsverhältnis noch im Ambiente, die Käuferschichten ansprechen konnte. Unsere traditionellen Plüschkaffees können das im Vergleich zu Starbucks genausowenig, wie der Ausschank von Filterkaffee bei Tchibo - aber letztere werden umschwenken, wie man häufig schon beobachten kann.

    Eigentlich wollte ich ja garnicht so viel schreiben aber seis drum

    Karlheinz
     
  17. #17 78-1015458145, 25.03.2002
    78-1015458145

    78-1015458145 Gast

    Hallo Leute,

    ---- schnipp ----
    aber manchmal finde ich die Sprache schon etwas überheblich. Ja ich weiß, dass wer im Glashaus sitzt ...

    Zitat: "Werte Rachel...
    ...was Du DENKST ist mir egal..."

    Wenn das ein Forum sein soll, sollten wir versuchen, alle Meinungen ernst zu nehmen.
    ----- schnapp -----

    schließe mich Karlheinz insofern an, da ich doch recht erstaunt bin über die Art und Weise wie miteinander geredet und umgegangen wird. ???
    Danke an Karlheinz für den Versuch das Thema wieder etwas sachlicher zu behandeln


    ----------schnipp ----
    Zitat: "ich WEISS aber dass es in Europa schon VOR 1987 (fürdie ach so armen Unwissenden - das ist das Gründungsjahr von Starbucks...)"

    1987 ist es nicht. 1987 war zwar ein wichtiges Jahr für Starbucks, weil da Schultz CEO wurde, wann Starbucks gegründet wurde habe ich nicht recherchiert, aber das erste Gründungsmitglied ist 1980 schon ausgeschieden.
    ----------- schnapp ------------

    Rachel: Wann wurde denn nun Starbucks gegründet?


    ----------- schnipp --------
    Auch wenn Stefan sich gegen den Amerika-infizierten-Café-Kult" wendet. Ohne Starbucks hätten wir hier keine Coffee Shops und ob sich Espresso in diesem Ausmass durchgesetzt hätte, ist auch zweifelhaft.
    ------------ schnapp -------------

    Das glaube ich leider wiederum nicht (Espresso..), da wir doch fast alle gute Erinnerungen an diverse Italienurlaube haben und so manche Vorlieben mitgebracht haben. Ich denke im Süden Deutschlands sind Italienreisen min. seit den 60ern in und damit auch diverse Liebhaberein für bestimmte Lebensmittel.
    Außerdem ist München die nördlichste Stadt Italiens und Bewohner der Biermetropole fröhnen schon seit geraumer Zeit dem "dolce vita" mit Espressi, Cappuchini und Straßencafes - läßt sich ja auch gut mit der Biergartentradition verbinden :D


    ----------- schnipp ------
    Aber hier sind ja wohl die Super Individualisten versammelt, die alle den Espresso Kult vergöttern. Aber schön, wenn Starbucks Erfolg hat und Ihr Eure Einzigartigkeit bewahrt. Der Espresso Plebs darf dann zu Starbucks und wir bekommen unseren Neu Guinea Espresso (sorry, das wurde ja korrigiert) - also unsere einzigartige individuelle Sonderröstung von Langen.
    --------- schnapp -----------

    Ich denke daß diese Sache nix mit der Starbucks-Diskussion zu tun hat! Außerdem gibt es ja noch eine ganze Reihe Leute, im Forum die sich weder als "Super Individualisten" noch als Starbucks-Gegner sehen.


    ------- schnipp -----
    Was ist eigentlich das "Wiener Caféhaus"? Tot ist es nicht, wenn Starbucks in der kurzen Zeit 100.000 Kunden anlockt. Auch wenn das nicht das Kaffeehaus ist, spricht es doch für Cafékult.

    Das mag vielleicht in den USA und in GB Kult sein...für einen europäisch orientierten Kaffeegeniesser ist es aber das Gegenteil...müssen wir alles was über den grossen Teich kommt, automatisch als Kult ansehen? Zumal es hier um ein Getränk geht, dass in den Ursprüngen NICHTS amerikanisches an sich hat...
    -------- schnapp -------

    Aaaalso:
    Grundsätzlich hat nicht nur die Europäische KaffeeKultur ein Recht auf Kult.
    Kult definiere ich persönlich nämlich nicht als Kultur, welche historisch entstanden ist! Das kann manchmal das gleiche sein, muß aber nicht.
    Auch sagt das Wort Kult nichts darüber aus, ob die Bewegung/ der Trend (wie auch immer Ihr das Kind bezeichnen wollt) "sinnvoll" und mit dem ursprünglichen zu tun hat.

    Prinzipiell ist es doch völlig OK, wenn Starbucks den Nerv der Zeit getroffen hat. Der Markt wird sich von allein regulieren. Ich denke ein alt eingesessenes, traditionelles Cafe muß, seine Umsatzzahlen anschauen und gegebenenfalls etwas am Angebot, Marketing, personell ändern oder alles belassen wie es ist. Das gleiche gilt für Starbucks und Co., wenn der erste Boom vorbei ist.
    Erstmal werden die CoffeeShops gut gehen, weil sie neu sind und in unsere schnelle Zeit passen: "Espresso to go or to stay?"
    Es ist eben in und hipp seinen Espresso aus einem Papp- oder Styroporbecher während des Gehens zu trinken, weil man so busy und so wichtig ist, daß man sich keine 5 min Zeit nimmt um eben einen "Schnellen" zu trinken und noch dazu kann man in seinem doch so tollen BusinessEnglish antworten. - Das ist nur eine Münchner Impression. ;)

    Ich bin der Meinung, daß beides seine Berechtigung hat - Qualität, Ambiente und Preis hin oder her: Der Kunde wird entscheiden, egal in welche Richtung und ob mir persönlich oder dem Forum das gefällt oder nicht.

    Sowohl die Espresso, ... Liebe als auch die CoffeShops sind momentan in Mode und super hipp, so daß sich über die Jahre zeigen was sich wie halten wird.

    [b:post_uid3]Die Sache wie mit Mitarbeiter umgegangen wird, welche Marketingkonzepte dort vorherrschen, wie Lieferanten, Mitbewerber, ... behandelt werden .... über solche Dinge und über ein für und wieder dieser [u:post_uid3] Tatsachen[/u:post_uid3] kann man ja sachlich diskutieren![/b:post_uid3]

    Jetzt hab ich genug Senf dazugegeben und wünsche allseits einen toleranten Kaffeegenuß :D
    Natascha
     
  18. movvv

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    ICH AUCH FÜR MEHR TOLERANZ ! :)
    ausser für das wort "kult", das nervt mittlerweise ...
     
  19. #19 Monsignore, 25.03.2002
    Monsignore

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    hab das folgende für euch gefunden

    ---------->schnirpsel

    Die Starbucks Coffee Company wurde 1971 mit der Eröffnung des ersten Standorts am Pike Place Market in Seattle gegründet. Heute ist Starbucks, benannt nach dem ersten Maat in Herman Melvilles Roman Moby Dick, weltweit führend als Einzelhändler, Röster und als Markenname für Kaffee mit Coffeehouses in Nordamerika, im asiatisch-pazifischen Raum und im Nahen und Mittleren Osten. Jede Woche besuchen über 11 Millionen Kunden ein Starbucks Coffeehouse.

    ----------> schnarpsel

    damit ist die geschichte schon über 30 jahre alt, vielleicht kann man mit solch einer geschichte im rücken doch von kultur reden ;)

    nachdenklich

    M
     
  20. Stefan

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    Tja...mit den Jahreszahlen hatte ich ein Problem...überall stand was anderes...mit 1987 ging ich von dem Jahr der Umstruktuierung und Neugründung bzw. Kauf durch den CEO aus, also als das, was Starbucks heute ist. Gründungsjahr war wirklich 1971. In den Anfangsjahren war Starbucks aber nur lokal begrenzt aktiv und eher als Rösterei denn als Coffeeshop. In dieser Zeit hatte Starbucks hierzulande also keinen Einfluss auf das Marktgeschehen. Da waren die Italiener schneller - gottseidank ;)

    Wenn ich euch da zu überheblich klang - so war es nicht gedacht, sondern als Antwort auf Rachels Abkanzlung...überheblich fand ich eher ihre Art, uns jegliches Wissen über Starbucks abzusprechen. Scheinbar kommts drauf an, auf welcher Seite man steht... ;)

    @ M
    http://www.magazinusa.com/lv2/usoriginals/i_starbucks.asp
    Das war meine Infoquelle zur Firmengeschichte ;)
    Eindrucksvoll, wenn man die Zahlen sieht...
    Gruss
    Stefan
     
Thema:

Das wiener caféhaus ist tot - Aber so muss es mal gewesen sein

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