demeter Kaffee

Diskutiere demeter Kaffee im Bohnen und Kaffee Forum im Bereich Rund um die Bohne; In den letzten Jahren setzen wir uns intensiver mit gesunder Ernährung auseinander (insbesondere der Herkunft / Herstellung der Lebensmittel). Im...

  1. #1 Oldenborough, 20.01.2020
    Oldenborough

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    In den letzten Jahren setzen wir uns intensiver mit gesunder Ernährung auseinander (insbesondere der Herkunft / Herstellung der Lebensmittel). Im Bereich Obst / Gemüse / Eier versuchen wir zunehmend demeter-Produkte zu kaufen. Gründe: schmeckt uns besser, gutes Gefühl, also eher nicht direkt objektiv messbare Parameter.

    Beim Kaffee habe ich bislang folgende demeter-Produkte entdeckt / davon gelesen:

    - demeter Brasilien Rösterei Baum Leer (probiert und für gut befunden)
    - o.g. Kaffee hatte wohl auch die gleichnamige Rösterei in Augsburg schon im Sortiment
    - Mount Hagen demeter Peru (ebenfalls lecker)
    - Lebensbaum Plantagenkaffee demeter Mexico (bestellt, noch nicht getrunken)

    Habt ihr weitere Erfahrungen mit demeter-Kaffee? Tipps? Kritik?
     
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  2. Luke85

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    Ich kann die Grundsatzdiskossion schon riechen :D das gab es doch hier schonmal bezüglich Milch, das ist damals sehr unsachlich geworden leider.
    Ich kaufe tierische Produkte ausschließlich Bio und auch andere Produkte weit überwiegend. Beim Kaffee ist das für mich kein kriterium, unter anderem weil es im Specialty-Bereich sehr unüblich ist. Ich trinke Kaffees von April, The Barn, Coffee Collective, Nano, La Cabra, NOMAD, Five Elephant, Good Karma, etc. Die nutzen alle sehr hochwertige Rohkaffees. Spritzmittel etc. sind meinem Verständnis nach bei Kaffees mit Cuping Scores im Oberen Specialty-Bereich ohnehin kein Thema. Der Fokus liegt im hochwertigen specialty / Third Wave bereich eher auf
    was bei euch ja auch ein Thema zu sein scheint. Ich habe oft den Eindruck, dass zwischen Transparenz und fairem Handel (wie zB von Good Karma, Coffee Collective, Quijote, Hot Roasted Love etc. betrieben) und Kaffees mit Biosiegeln ein faktischer Zielkonflikt zu bestehen scheint. Jedenfalls werden in dem Bereich, in dem voller Fokus auf Terroir und Transparenz gelegt wird, fast nie Bio-Kaffees angeboten. Vielleicht kann ja hier ein Röster mehr einblick geben. Jedenfalls sind die Kaffees, die ich mit Siegeln ausgestattet sehe, oft sogar günstiger als bei Quijote, die ja ohnehin schon extrem fair bepreist sind, aber weniger Transparent dargeboten, was befürchten lässt, dass die Konditionen für die Kaffeebauern auch nicht annähernd so "fair" sind.
    Interessant und vorbildlich finde ich den Ansatz von Quijote in ihrem Mission Statement, dass die in Biosiegeln gesetzten Standards auch ohne Siegel im Specialty-Bereich selbstverständlichkeiten sein sollten.
    (von der Homepage von Quijote)
    Ich glaube dem ist bei den hochwertigen Röstereien auch so.
    Im Übrigen fehlt Kaffeebauern insbesondere in den aktuellen zeiten extrem niedriger Rohkaffeepreise wohl nicht selten das Geld zur finanzierung des Siegels, jedenfalls nicht, ohne dass das Qualitätseinbußen nach sich zöge.

    Speicherstadt, die ganz ordentlichen Kaffee anbieten, haben einen demeter Kaffee als filter- und Espressorästung im angebot, einen Honduras washed (Speicherstadt Honduras 18 Conejo Bio Demeter Kaffee). Deren Röststil ist mir mittlerweile zu "klassisch", aber vielleicht ist das ja was für dich!
     
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  3. NiTo

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    Ich keine aktuellen.
    Wie gut deutsche Biolabels in Übersee überwacht werden, ist schwer nachvollziehbar. Ich halte es für weitaus wichtiger, dass die hiesigen Importeure und Röster direkten und permanenten Kontakt zu den Anbauern haben, wie z.B. Quijote.
     
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  4. #4 domimü, 21.01.2020
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    Morenito
    Ein demeter-Hof mit Hofrösterei aus Niederbayern.
     
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  5. #5 Oldenborough, 21.01.2020
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    @Luke85 : Vielleicht gibt es wirklich den von Dir genannten Zielkonflikt zwischen Transparenz und irgendwelchen Bio-Siegeln. Vielleicht zu vergleichen mit dem Bauernhof in der Region mit Hofladen und hochwertigen Produkten, der dann auch ohne irgendwelche Siegel auskommt. Irgendwie muss diese ganze Zerifizierung ja auch bezahlt werden.
    Nach Gesprächen mit kleineren Röstereien hatte ich den Eindruck, dass der Markt für demeter-Rohkaffee auch wohl von nur ganz wenigen (Groß-)händlern bestimmt wird. Vielleicht hören wir hier dazu etwas von den Röstern im KN, ob das bestätigt oder dementiert wird.

    Vielen Dank für den Speicherstadt-Tipp! Werde ich mal testen.

    @NiTo : Volle Zustimmung! Zu der Überwachung: irgendwie bekommen die das z.B. bei Bananen ja auch hin. ;-)

    @domimü : Danke für den Tipp! Morenito kannte ich noch gar nicht.
     
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  6. #6 jneu6789, 21.01.2020
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    Ich lege auch Wert darauf, hab schon ein paar verschiedene aus dem Bioladen probiert (Lebensbaum u.a), da finde ich es aber immer schwierig relativ frischen zu bekommen.

    Gute Erfahrungen hab ich mir Bio Mexiko von Rechenauer (Rosenheim) und den Biosorten von Murnauer, Supremo tlw. auch, sind zwar Bio aber nicht Demeter-zertifiziert soweit ich weiß.
     
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  7. Blubb

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    Man bekommt bei Morenito auch gemahlenen Kaffee. Darf ich davon ausgehen, daß die Mühle, welche die Bohnen pulverisiert hat auch demeterzertifiziertt ist ? :)
    Viel Spaß beim Konsum des demeterzertifizierten braunen Staubs ! :) :)
     
  8. #8 Oldenborough, 21.01.2020
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    Ja, das ist in der Tat vor Ort, z.B. im Bioladen ein Problem. Der liegt da auch schon mal länger. Hatte letztens Glück mit Mount Hagen Peru vier Wochen alt, waren aber auch noch (sehr) viel ältere Pakete im Regal.
     
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  9. #9 Oldenborough, 21.01.2020
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    Gemahlen werden die Bohnen zuhause mit der Comandante und demeter-zertifizierter Muskelkraft! :cool:
     
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  10. #10 jneu6789, 21.01.2020
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    Ja,da muss man oft eher zu den hinteren Regalreihen greifen :-/
    Bin gespannt wie du den von Lebensbaum findest!
    Ich werde in nächster Zeit mal in den hiesigen Biomärkten die Augen offen halten. Legst du Wert auf speziell Demeter, oder Bio im allgemeinen?
     
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  11. #11 Oldenborough, 21.01.2020
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    Auf den Lebensbaum bin ich auch gespannt. Der Mount Hagen Peru Demeter schmeckt uns sehr gut, sowohl als Filter V60 und Melitta als auch aus der Bialetti Brikka. Die beiden Marken sind ja in einigen Bio-Läden erhältlich, zumindest eine Alternative, wenn die Vorräte mal aufgebraucht sind.

    Bio-Zertifikate gibt es ja wie Sand am Meer. Finde ich unübersichtlich. Nach meinem Kenntnisstand hat demeter wohl die höchsten Ansprüche und ist für mich somit erstmal interessanter. Was natürlich nicht heißt, dass ich nur noch bio-zertifikzierten Kaffee trinken will! Wo kommen wir da hin? ;-)
     
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  12. #12 Oldenborough, 22.01.2020
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    20200114_172917 (1).jpg
    Heute abend gab es den Demeter Peru. Gefällt mir gut!
    Mehr Bildchen hier: Zeigt her Eure Filterbetten.....

    20200122_172300.jpg 20200122_172311.jpg 20200122_172322.jpg
    In der Post war heute der Lebensbaum. Leider nicht soooooooo frisch. :-( Wird in den nächsten Tagen getestet.
     
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  13. #13 yoshi005, 22.01.2020
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    Die quijote-Kaffees sind (fast) alle Bio-zertifiziert, die Entlohnung der Produzenten weltweit führend, die Mitarbeiter des Kollektivs persönlich ansprechbar und alle Prozesse transparent. Dazu sehr gute Qualität zu günstigen Preisen.

    Würde ich persönlich jedem demeter-zertifizierten (Bio-)Supermarkt-Kaffee vorziehen...
     
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  14. #14 jneu6789, 22.01.2020
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    Ja, absolut.
    Es kommt ja nicht drauf an, dass Hauptsache ein (Demeter)-Siegel drauf ist, sondern um eben Transparenz, Pestizudeinsatz, anständige Preise etc.
    Bei Kaffee ist der Markt zumindest bei den kleineren Röstereien sowieso recht transparent und es wird Wert auf die o.g. Dinge gelegt, da fast immer automatisch die Qualität dann auch steigt und der Konsument (wie wir) da Wert drauf legt. Das ist bei anderen Lebensmitteln viel problematischer (eben z.B. bei der Milch), da ist der Tierschutz, Pestizideinsatz etc. nicht automatisch hoch weil das Massenlebensmittel sind und der gemeine Konsument keinen Wert auf Qualität legt (Hauptsache billig). Daher ist es vor allem undurchsichtig. Da ist ein Biosiegel nach meiner Meinung sehr sinnvoll, da es Anhaltspunkte und Richtwerte gibt.
     
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  15. #15 Alles außer Espresso, 22.01.2020
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    Steht da tatsächlich das Röstdatum drauf oder hast du das vom MHD abgeleitet? Und wenn MHD, weiß man denn, von welchem Zeitraum der MH da ausgegangen wird?
    Würde auch immer gerne wissen, wo bzw. von wem der Kaffee geröstet wird. Nach kurzer Durchsicht der Homepage von Mount Hagen und der des Mutterunternehmens, würde ich mal stark davon ausgehen, dass die das jedenfalls nicht selbst machen.
     
  16. taurui

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    Kann hier auch nur für Quijote werben - kenne keine andere Firma, die so konsequent auf Nachhaltigkeit und Fairness setzt.
    Standards von Quijote Kaffees direktem Handel
    Und nebenbei bemerkt finde ich die Röstungen großartig :)
     
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  17. #17 jneu6789, 23.01.2020
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    Also auf den Lebensbaum steht nur das MHD drauf, da war ich letztens auch unsicher. Kann man wirklich abzgl. 1 Jahr rechnen, wie bei den kleinen Röstereien, oder ggf. doch länger :confused:

    Immer blöd wenn nur das MHD daraufsteht..
     
  18. NiTo

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    Da hilft nur, bei Lebensbaum anzufragen.
     
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  19. #19 jneu6789, 23.01.2020
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    Erledigt, werde dann berichten...
     
  20. #20 jneu6789, 23.01.2020
    jneu6789

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    Das ging schnell!
    Also MHD abzüglich 13 Monate sinds.
     
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