Druck für Brühdruckmannometer abgreifen

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  1. maxg28

    maxg28 Mitglied

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    Guten Abend!
    Ich besitze frisch eine Brugnetti Simona Top. Mittlerweile läuft das Maschinchen auch:) zumindest theoretisch. Aufgrund fehlender Ersatzteile (Siebträgerdichtung, Blindsieb und evtl. Siebträgermannometer) kann ich keinen vernünftigen Espresso beziehen, da wie gesagt die Dichtung zu spröde und der Brühdruck nicht richtig eingestellt sind. Nun habe ich auf einer Homepage eines Ersatzteilehändlers ein Doppelmannometerinstrument gefunden. Angeblich geeignet für Brugnetti. Es ist in jedem Fall ein 1/8"? Anschluss, jedenfalls sind beide gleichgroß. An und für sich ist kein weiteres Kupferrohr in meiner Simona für den Brühdruck vorgesehen. Gibt es denn die Möglichkeit durch ein T-Stück o.ä. eine weitere Messmöglichkeit zu schaffen? Und wenn ja, wo?
    Danke schonmal im Voraus für eure Hilfe!
    Bilder sende ich gern wenn's benötigt wird, sonst müsst ich 50 Stück aus allen möglichen Winkeln anheften...:)

    Liebe Grüße
    Max
     
  2. #2 Lecker Schmecker, 07.06.2020
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    Hallo @maxg28,

    denn Gedanken an meiner Maschine (Rocket Appartamento) ein Doppelmanometer nachzurüsten habe ich auch schon durchgespielt und habe mal geschaut an welcher Stelle der Hersteller den Brühdruck abgreift.

    Im Grunde genommen befindet sich der Anschluss des Manometers im Kaltwasserbereich zwischen Pumpe und Expansionsventil. Ein langes gewickeltes Kapillarrohr sollte ein durch die Pumpe verursachtes Impulszittern der Anzeige des an dieser Stelle angeschlossenen Manometers weitestgehend ausgleichen. Ob man das Zittern des Zeigers durch die Länge des Kapillar-Rohres komplett verhindern kann oder ob da evtl. noch zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind, möchte ich mangels Umsetzung des Vorhabens nicht ausschließen.
     
  3. #3 bon2_de, 10.06.2020
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    Hi, das Manometer muss eigentlich nicht zwingend im Kaltwasserbereich angeschlossen werden. Gibt ja auch Brühdruckmanometer, die in die E61 am Brühkopf eingeschraubt werden. Ist eher eine Frage, wo es am besten passt. Das Kapillarrohr muss auch nicht zwingend lang und gewickelt sein, bei der Isomac Giada ist z. B. das Röhrchen sehr kurz und zittert auch nicht. Wichtig ist, dass kein Wasser ins Kapillarrohr gelangt und dass es nicht verkalkt. Die Länge und die Wicklung des Rohrs verhindert aber einen Ermüdungsbruch durch Vibrationen.
    Gruss
    Armin
     
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  4. #4 MariusF, 10.06.2020
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  5. #5 Lecker Schmecker, 10.06.2020
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    Bei einer E61 Brühgruppe wäre so ein Brühgruppenmanometer ganz sicher die einfachste und kostengünstigste Lösung. Die Brugnetti des TE hat aber keine E61 und daher auch nicht die Möglichkeit, eines zu nutzen.

    Wenn es darum geht denn Brühdruck abzugreifen, um mal das Expansionsventil einzustellen, könnte man auch ein simples Siebträgermanometer nutzen. Ich habe das aber so verstanden, dass so ein Doppelmanometer für den TE ein nice to have wäre (für mich übrigens auch).
    Zwingend nicht unbedingt habe aber auch schon gelesen das man ein T-Stück am Zulauf zur Brügruppe (Thermosyphon) einbaut und dort den Brühdruck abnimmt.
    Im Grunde genommen halte ich aber den Anschluss im Kaltwasserbereich auch der wegen der von Dir angesprochenen Verkalkungsmöglichkeit für sinnvoller.
    Ich denke schon, dass ein längeres Kapillarrohr das Impulszittern des Manometerzeigers vermindert. Bei den Einkreismaschinen befindet sich der Anschluss des Manometers meines Wissens nach oft im oberen wasserfreien Bereich des Kessels, welcher evtl. als Puffer/Luftpolster die Druckschwankungen der Pumpe ausgleicht. Eine Installation direkt an wasserführende Rohre hat dieses Polster jedoch nicht und daher dürfte die Länge des Kapillarrohrs einen stärkeren Einfluss auf das Zittern der Anzeige haben. Denkbar wäre auch, der zusätzliche Einbau eines Membranreglers, der die Impulsschwankungen der Pumpe ausgleicht.

    Grüße
     
  6. #6 bon2_de, 10.06.2020
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    Das Brühgruppenmanometer für den Brühkopf war nur ein Beispiel, dass der Druck auch im Heißwasserbereich abgenommen werden kann. Ich weiß, dass das hier nicht in Frage kommt. Außerdem wäre es nicht die günstigste Lösung, das nur nebenbei. Was ich sagen wollte ist: Den Einbauort sollte man nicht nach der Temperatur wählen, sondern danach, wo er am sinnvollsten ist.
    Ich habe außerdem nicht gesagt, dass das Manometer am wasserführenden Rohr eingebaut werden soll. Zumindest lese ich das in meinem Beitrag nicht. Anyway, die Länge des Kapillarrohrs hat für mich trotzdem keinen entscheidenden Einfluss auf das Zittern des Zeigers, sofern die Maschine in Ordnung ist. Wie schon erwähnt, das Isomac-Manometer hat einen sehr kurzen Anschluss und zittert auch nicht. Das Luftvolumen im Kapillarrohr ist so gering, dass der Einfluss nicht so gross sein kann. Aber man kann ja auch anderer Ansicht sein...
     
  7. -Dune-

    -Dune- Mitglied

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    Maximal 20€ halte ich für ziemlich günstig zumal bei einem klassischen Manometer noch das Kapillarrohr und die Verschraubung dazu kommt.
     
  8. #8 bon2_de, 10.06.2020
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    Tatsächlich, das gibt's mittlerweile schon für 20 Euro. Dann ist es OK. Muss einem nur gefallen...
     
  9. maxg28

    maxg28 Mitglied

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    Danke für die Vielzahl an Antworten! Nun habe ich aber doch noch ein paar offene Fragen. Inwiefern ist es denn möglich, dass der Brühdruck ohne Wasser im Kapillarrohr abgenommen werden kann? Ist Luft nicht im Gegensatz zu Wasser komprimierbar und würde somit das Ergebnis (vorallem bezogen auf 1m lange gewickelte Kapillarrohre) verfälschen? Würde es tatsächlich ausreichen nach dem Expansionsventil ein T-Stück mit Abgang zum Kapillarrohr zu installieren?
     
  10. Ro_ko

    Ro_ko Mitglied

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    wenn Du permanent den Druck ablesen willst, gibt es, wie schon beschrieben, das Manometer, das man in die Brühgruppe schraubt. Das fand ich nicht so wirklich hübsch. Deswegen und weil mir der einmaliger oder zwischendurch gemessene Brühdruck durchaus ausreicht, habe ich mir das folgende Teil bestellt (gibt´s von vielen Online-Händlern): Manometer Druckprobe ø 3/8 0÷16 Bar 19,90 € Günstige Ersatzteile anschließend an einen vorhandenen Siebträger geschraubt und voila. Ist halt nicht permanent ablesbar ...
     
  11. #11 Cappu_Tom, 11.06.2020
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    Wie auch schon geschrieben, es handelt sich aber nicht um eine E61!
    Ohne den Wassrlauf deiner Maschine zu kennen würde ich versuchen möglichst 'nahe am Geschehen' messen. Das war auch mein Grund, das Manometer für den Kesseldruck durch ein weiteres zu ergänzen.
    Damit zeigst du allerdings den Pumpendruck an, der nicht zwingend dem Brühdruck entspricht.
    Als Gegenbeispiel: ich habe bei meinem E61-DB schon einige Zeit solch eingeschraubtes Manometer in Verwendung. Also kein Kapillarrohr und kein Luftpolster und dennoch kein Zittern der Anzeige - scheint demnach nicht erforderlich zu sein.
     
  12. Ro_ko

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    Ja, ich weiß´, aber meine Denke war: Das Manometer schraubt man ja mit einem Verbindungsstück an den Siebträger, d.h. eventuell ein anderes Verbindungsteil nehmen und es muss passen. Druck ist ja eigentlich unabhängig von E61 - soweit ich mich an mein Physik in der Schule erinnere, gab´s Druck schon vor 1961 :(
     
  13. #13 bon2_de, 11.06.2020
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    Rein theoretisch sollte es eigentlich egal sein, wo der Druck gemessen wird, da in einem geschlossenem System der Druck ja überall gleich ist. Ich habs zwar noch nicht praktisch ausprobiert, aber ich gehe mal davon aus, dass die Messung genauer wird, je näher sich das Manometer am Auslauf befindet. Beim Bezug ist das System ja nicht mehr geschlossen, sondern logischerweise an einem Ende offen und die ganzen Ventile und Leitungen mit Engstellen und Knicken dürften vielleicht die Messung beeinflussen. Also ich würde es deshalb auch nicht direkt hinter der Pumpe anschließen.
    Das Kapillarrohr verhindert die Druckspitzen durch die Verengung des Rohrs und je länger es ist (deshalb ist es meistens auch gewickelt) dämpft es noch zusätzlich und vor allem wird das Medium gekühlt, weil die Manometer hohe Temperaturen nicht vertragen. Dass das Kapillarrohr mit Luft gefüllt ist, dürfte bei der Anzeige mit eingerechnet sein, ich glaube nicht, dass es so gedacht ist, direkt mit dem Wasser in Berührung zu kommen. Deshalb funktioniert es mit Wasser in der Kapillarleitung auch nicht mehr vernünftig.
    Alles in allem ist die Anzeige in der Espressomaschine ja kein Präzisionsinstrument und ich glaube zu viel Theorie brauchts in dem Fall nicht.
     
  14. #14 Cappu_Tom, 11.06.2020
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    Ok, da haben wir uns dann missverstanden: ich bezog mich auf das oben genannte Manometer, das im Normalbetrieb in die 'Servicebohrung' des E61 Brühkopfs eingeschraubt bleiben kann und du an ein Siebträgermanometer zur fallweisen Messung am Blindsieb - alles klar.
     
  15. #15 Cappu_Tom, 11.06.2020
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    Nun, so ganz ohne Physik geht es dann doch nicht:
    Im statischen Fall hast du recht - hier haben wir es aber mit strömenden Medium zu tun.
    Auch hier Physik: da muss nichts mit eingerechnet werden, da durch das Rohr ja nicht durchströmt wird.
     
  16. #16 bon2_de, 11.06.2020
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    Du hast leider meinen Beitrag verkürzt, ich habs nur nicht beim Namen genannt:
    Beim Kapillarrohr hats natürlich nichts mit der Strömung zu tun (wo solls denn auch hin?), aber darum gings ja auch nicht. Die Frage war ja, warum die Messung über ein Luftpolster und nicht mit wassergefülltem Kapillarrohr erfolgt, weil sich ja Luft komprimieren lässt. So habe ich den Fragesteller (hoffentlich richtig) verstanden.
     
  17. #17 bon2_de, 11.06.2020
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    @maxg28:
    By the way: Läuft denn die Maschine eigentlich? Du hast ja geschrieben, der Brühdruck wäre nicht richtig eingestellt...wie macht sich das bemerkbar?
     
  18. #18 Lecker Schmecker, 12.06.2020
    Zuletzt bearbeitet: 12.06.2020
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    Ah, Danke für den Hinweis. Gesehen habe ich eine solche Installation im Kaltwasserbereich an einer Rocket Mozzafiato.
    Die Quickmill Adreja z.B. hat einen Manometeranschluss am Kesselfitting des HX-Ausgangs.
    Die Manometeranschlüsse befinden sich bei den unterschiedlichen Modellen der verschiedenen Hersteller nicht an einer einheitlichen Stelle so das man sich mit den Nachteilen, die dieser Anschlussort mit sind, bringt abfinden muss oder man bessert halt nach.

    Im Übrigen ist das Für und Wider der unterschiedlichen Einbaumöglichkeiten die selbst von den Herstellern unterschiedlich ausgeführt werden und die Erklärungen zu den Vor- und Nachteilen zu diesem Thema recht interessant und dürften für den TE und auch anderen die so einen Einbau realisieren möchten, eine gute Orientierungshilfe sein.

    In einigen Treats hier im Forum wurde eine Installation im Kaltwasserbereich empfohlen. Ein Problem war auch das durch die Pumpe verursachte Manometerzittern, welches man sicher nach so einen Umbau ausschließen möchte. Hier war die Länge des Kapillarrohrs entscheidend über die Stärke der Ausschläge.

    Wenn ich dein Beispiel einmal aufgreifen und kommentieren darf.
    Zwischen einem Brühgruppenmanometer und dem Pumpengeschehen ist ja auch ein gewisser Abstand vorhanden und es stecken einige Installationen dazwischen, die meiner Meinung nach einiges an Schwingungen glätten dürften.

    Fazit:
    So richtig überzeugt mich erst einmal noch keine Möglichkeit aber das kann ja noch werden.

    Grüße
    Lecker Schmecker
     
  19. #19 Lecker Schmecker, 12.06.2020
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    Ich möchte hier noch eine Frage an diejenigen einfügen deren Maschine über einen Manometeranschluss im Kaltwasserbereich verfügt und die zusätzlich noch die Möglichkeit haben ein Brühgruppenmanometer zu nutzen. Ergeben sich bei den Espressobezügen Abweichungen im Druckverlauf der beiden Anzeigen oder zeigt eines der beiden Manometer über den gesamten Bezug nur mehr oder weniger Druck an?
     
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