Eigenbau Kaffeeröster aus Edelstahl

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  1. #1 Flotter_Otto, 30.01.2021
    Flotter_Otto

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    Grüße in die Kaffeerunde!

    Also die Geschichte beginnt so: Ein guter Freund von mir besuchte Freunde in den USA. Und da saß der Nachbar in der Gartenhütte und hat mit seiner Heißluftpistole Kaffee geröstet. Der muss wohl fantastisch geschmeckt haben, jedenfalls stand fest, dass wir das unbedingt auch machen müssen.
    Bei der Recherche nach irgendwelchen Röstgeräten habe ich mich dann doch vor den Preisen erschrocken. Für „Gastro-Technik“ hätte ich das ja akzeptiert, aber ein Haushaltsgerät…
    Dann also ab in die Werkstatt und selber was zusammenbraten!

    Der Antrieb ist der Scheibenwischermotor vom Niva mit der alten Fahrradkette von Oma. Aber zum Rösten reicht‘s noch.
    Die Rösttrommel war vorher ein Schnellkochtopf. Geht aber von der Wandstärke her.
    Den Rohrbrenner habe ich zweimal gebaut, weil ich mich in der Lochgröße vertan hatte. Als Gasmischer reicht der Lötbrenner. In der Zuleitung sitzt noch eine Luftdrossel, weil die Luftzahl sonst zu mager wäre.
    Diese Edelstahlfeinguss-Fittings, die jetzt überall in Mode kommen, sind ganz gute Rohteile zum weiterverarbeiten. Meistens sogar ordentlich schweißbar.
    Der Rest geht frei Hand mit der Flex ;)

    So sieht's nu aus:
    IMG_4771.JPG

    Ein Video haben wir auch gemacht. Man muss es ja schließlich auch ordentlich qualmen sehen :D

    Der Kaffee schmeckt übrigens.
     
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  2. cbr-ps

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    Schöner Ansatz mit wahrscheinlich einigem Potential.
    Die Gasinstallation finde ich ziemlich abenteuerlich.

    Hörst Du bei dem Geräuschpegel die Cracks?
    Einen BT Sensor würde ich vermissen, am Besten mit digitaler Anzeige. Analog sieht zwar nett aus, ist zur Steuerung der Röstung viel zu träge.
    Wie sieht die Trommel innen aus, ist die einfach glatt oder sind da Schaufeln o.ä. drin, um die Bohnen gleichmässig zu verteilen?
     
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  3. #3 Flotter_Otto, 30.01.2021
    Flotter_Otto

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    Ja die Gas-Installation ist eher ein Draußen-Spielzeug. Aber ehrlich gesagt würde ich einen Kartuschenkocher genauso nicht in der Küche verwenden wollen ;) Für Elektro bin ich zu geizig :p

    Es sind ganz primitive Schäufelchen drinne:
    IMG_4763.JPG
    Die Aufnahme des Thermometers ist eine Gewindebohrung, wo ich auch schon mal ein PT100 drin hatte. Der hat mich aber irgendwann genervt und ist rausgeflogen. Das Bimetall-Messding von dem Analogthermometer ist in einer ganz dünnen Blechröhre (ragt so 10 cm in die Trommel) mit so wenig Wärmekapazität, dass es in unserem Fall wirklich schneller nachkommt als die elektrische Variante. Aber vielleicht gibt's ja auch bessere Sensoren... Wer kann was empfehlen?

    Man hört es ganz gut cracken, aber nicht jede einzelne Bohne wie bei Popcorn oder so. Wir machen das eher frei Schnauze... :D :D
     
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  4. cbr-ps

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    Ich habe gar nichts gegen Gas, eine fachgerechte Installation würde ich auch drinnen nutzen. Draussen kommt für mich eh nicht infrage wegen der Temperaturschwankungen. Das ginge vermutlich jetzt im Winter gar nicht mehr vernünftig und ich röste 14-tägig.

    Sensor: PT100 ist wahrscheinlich zu träge, J- oder K-Type dürften da wesentlich besser geeignet sein. Ich halte auch einen für die Luft und einen für die Bohnentemperatur für wichtig für die Analyse und Steuerung der Röstkurve. Das wird aber nicht mehr billig funktionieren. Für Freestyle rösten wäre mir der Rohkaffee allerdings zu teuer und die Zeit zu wertvoll.
     
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  5. egodoc

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    Gratulation, jedenfalls wunderschön fabriziert. Würde es jedenfalls verdienen, kein Freiluftgerät zu bleiben.
     
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  6. #6 KeinGewerbe, 31.01.2021
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    Ich find’s richtig stark!
    Ich mag solche selbstbau-Projekte. Da macht die Benutzung solcher Dinge gleich doppelt Spaß und stolz:)
    Und ich bin mir sicher, dass du damit leckeren Kaffee für den Eigenbedarf rösten kannst. Auch ohne die ganzen technischen Möglichkeiten moderner Röstmaschinen.
    Viel Spaß!
     
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  7. #7 Flotter_Otto, 31.01.2021
    Flotter_Otto

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    @egodoc Danke und ja, der Plan besteht, dass das Ding irgendwie Indoor betrieben wird. Der Raum muss erst noch einen ordentlichen Abzug nach außen bekommen, das ist aber noch in der "Ideen Sammel und Taschenrechner Phase" :D

    @KeinGewerbe Genau das ist der Plan: Bastelspaß, Handarbeit und lecker Kaffee :):) Leider kommen wir so selten dazu, dass wir momentan noch schneller trinken als rösten ;)

    @cbr-ps Ich bin ja Anfänger, da musst du mich mal aufgleisen wegen einiger technischer Details:
    -Bei gasumspülten Temperaturfühlern ist meiner Erfahrung nach das Wärmekapazitäts-Oberfläche-Verhältnis entscheidend für die Zeitkonstante. Warum sollte ich da das Sensorprinzip wechseln? Wir haben da irgendwie ein sehr flottes Analogteil erwischt, was überhaupt ein Zufallsfund war und das elektrische im Test ausgestochen hat :D Wie sehen deine Sensoren aus? Also vom Gehäuse her. Hab mir noch nie live einen Röster angucken können... Was nimmt man da normalerweise?
    -Uns ist es im Winter sogar leichter gefallen :) Der olle Werkstattbrenner hat ja ein paar kw. Aber das Kühlen nachher mit dem Propellerdingens geht richtig gut wenn's draußen schön kalt ist!
    -Wir fanden unsere "Freestyle Röstungen" eigentlich ganz lecker. Wir halten ab und zu mal den Zinken in den Rauch ;) und gucken sogar mal auf die Uhr. Statt Prozessautomatisierung haben wir ordentlich Bohnen eingekauft. Lernkurve statt Röstkurve sozusagen :)
     
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  8. #8 cbr-ps, 31.01.2021
    Zuletzt bearbeitet: 31.01.2021
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    Wie meine aussehen weiss ich nicht. Ich habe leider weder die Kenntnisse noch die Möglichkeiten so was selbst zu bauen und bin daher auf Kauflösungen angewiesen. Scott Roa empfiehlt 3mm J- oder K-Type als gute Balance aus Stabilität und Empfindlichkeit.

    Was ist das für ein Kühler mit Häutchenabscheider, den ihr da einsetzt? Das sieht recht gut und wirkungsvoll aus.
     
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  9. #9 wurzelwaerk, 31.01.2021
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    Der war geil! Tolles Projekt und sicher ein riesen Spaß.
    Ich denke der Punkt wird auch bei Euch kommen, an dem ihr mal sagt: boah, die Röstung von neulich war der Hammer, genauso hätt ichs gern wieder.
    Dann ist es gut, zwei Messsfühler im System zu haben und ein Protokoll von der Hammer-Röstung.
    Wann hab ich was getan und welche Werte hatte es da.
    Muss nicht hoch-technisch sein, Zettel und Stift reichen, hilft aber ungemein um die Lernkurve steiler zu machen.

    Ein Quest-M3 Röster
     
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  10. #10 Yoku-San, 01.02.2021
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    Ihr klingt so sympathisch, wenn ihr wollt, bastel ich euch einen programmierten Arduino Nano mit MAX 6675 Modul plus einem 3mm K-type Thermocouple mit M8 Gewinde (siehe Bild). Dann müsst ihr den nur an der richtigen Stelle in den Röster Schrauben und noch mit USB Kabel ans Laptop schließen und könnt eure BohnenTemperatur mit der kostenlosen Software Artisan verfolgen.

    Screenshot_20210201-000452.png

    Kostenpunkt für alles zusammen: 15€
     
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  11. #11 Flotter_Otto, 01.02.2021
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    @cbr-ps Eine Salatschüssel ausm Gastro-Bedarf, der billigste Rest 230V-Industrielüfter vom Pollin und wieder mal ran mit der Flex! Okay, das große Loch da raussägen hat wirklich genervt... Den Schalter hab ich aber neu gekauft, weil ich den ganz knuffig fand :D Naja und immer schön mit Schutzleiter bei dem ganzen Metallkram, da kann dann auch nicht viel Passieren :eek::eek:

    Oder meintest du das äääh "trompetenförmige" Gerät?

    @Yoku-San Wow äääh jaa voll lieb ;) Also ein M8 Loch ist ja ohnehin drin, wo jetzt das analoge sitzt! Zum Live gucken muss ein Rechner dran sein? Oder gibt's ne Art Mini-Anzeige dafür und auslesen danach? So Messdatenauswertung kenn' ich bisher nur mit MatLab (oder das "Octave" für zuhause :D).
    Oder Live mit Linux? Hätte da nämlich noch ein Ganz-Uralt-Netbook mit "Ohne-Propeller-Kühlung", was in der häutchenverseuchten Atmosphähe bestimmt super seinen Dienst tut...
    Kennst du (oder wer anders) eine gute Stelle, wo man sich in die Materie "einlesen" kann? Also ich meine nur, dass nicht alles fünfmal erklärt werden muss (obwohl ich an dieser Stelle hier auch nichts dagegen hätte :cool:)
     
  12. #12 Yoku-San, 01.02.2021
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    Also das ist die Software und da kann man auch viel Lesen was das Plotten von Kurven und die Software betrifft.
    Artisan

    Ich würde den Arduino mit einem Bluetooth Modul ausstatten. Dann kann man den Laptop mit der Software ohne Kabel verbinden.

    Bluetooth hätte auch den Vorteil, dass ihr theoretisch eure Temperaturen auch per Smartphone Plotten könnt. Es gibt da nämlich auch eine nette Android App: TC4 Roasting.

    Also darf ich das dann als Aufforderung verstehen, euch die Lösung zu basteln? Wie lang sollte der Fühler sein?
     
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  13. #13 Yoku-San, 02.02.2021
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    Hm, was mir bei eurer Rösttrommel aufgefallen ist:

    Sie dreht sich von vorne gesehen gegen den Uhrzeigersinn. Insofern werden sich die Bohnen während der Röstung die meiste Zeit zwischen unten in der Mitte und rechts aufhalten. Der Temperaturfühler sitzt bei euch aber links. Wie lang ist der und habt ihr den Sensor so gebogen, dass er wirklich in der Bohnenmasse sitzt beim Rösten? Eventuell würde es Sinn machen, noch ein M8 Loch mit Gewinde auf der rechten Seite zu setzen unterhalb des Probennehmers neben der Auslassklappe.

    [​IMG]
     
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  14. #14 Tokajilover, 02.02.2021
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    dito!
    vollstens aus meiner seele geschrieben.
     
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  15. #15 Tokajilover, 02.02.2021
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    eine verbesserung könnte eine veränderung der inneren "balken" bringen

    ich leg dir mal von der bullet die innereien als fotos - evtl kannst du dort ideen finden

    IMG_2483.jpeg IMG_2484.jpeg IMG_2485.jpeg
     
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  16. Piezo

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    Ich finde den Röster auch wirklich sehr geil gemacht. Optisch der Clue!
    Aber sehe ich das richtig, das dies ein reiner Konduktionsröster ist und keinerlei Luftstrom durchgeleitet wird? Dann braten darin die Bohnen quasi im eigenen Rauch. Dürfte zumindest interessante Ergebnisse geben ...:)
     
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  17. #17 Neil.Pryde, 03.02.2021
    Neil.Pryde

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    @Flotter_Otto
    Keine scorching Probleme?
    Direkte Flamme auf die dünne Trommel,ich würde die Bohnen gerne mal zwischen Minute eins und drei sehen, alle 30 Sekunden, danach ist es eh nicht mehr erkennbar.
     
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  18. #18 mek röster, 03.02.2021
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    Genial und handwerklich sehr solide, sieht super aus ... mit der entsprechenden Röstsoftware sollten dann auch reproduzierbare Ergebnisse möglich sein.
    Ein klein wenig Theorie schadet auch nicht, obwohl das Rösten mit allen Sinnen sicherlich auch zu sehr guten Ergebnissen führt.
    Die eigenen Sinne im Zusammenspiel mit Artesan machen aber erst deutlich, warum die eine Röstung besser als andere geworden ist, auch wenn alle Röstungen brauchbar scheinen.
    So ganz nebenbei, es gibt einige professionelle Röster, die aus ihren Röstkurven kein Geheimnis machen, wäre vielleicht auch mal spannend, solche Röstkurven als Orientierung zu nehmen und so zu sehr professionellen Ergebnissen zu kommen.
    Insbesondere, wenn es so nette Kaffe-Netz-Enthusiasten, wie @Yoku-San gibt, der seine Hilfe bei der kostengünstigen Umsetzung der Messtechnik anbietet.
    Bin wirklich gespannt, wie es weitergeht…..
     
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  19. #19 Flotter_Otto, 04.02.2021
    Flotter_Otto

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    Na Mensch, das sind ja mal viele Reaktionen! :) Dann versuch' ich's mal, nach bestem Wissen und Gewissen oder so:

    Erstmal vorneweg @Yoku-San Ich melde mich demnächst per PN bei dir. Ich habe schon ein schlechtes Gewissen, weil ich mich bisher nicht nicht weiter eingelesen habe. Bei nächster Gelegenheit will ich mal gucken, ob ich Artisan auf dem erwähnten Museumsrechner zum Laufen bekomme. Nicht, dass du irgendwas umsonst bastelst weil es daran scheitert, dass ich den Rest nicht zum Laufen kriege.
    Ansonsten wird das ein super Ding, dann kann ich unsere Röst-Plots hier vorzeigen und alle fragen sich, ob der Kram überhaupt noch trinkbar ist :D:D:D Da sind wir gerne dabei!
    Zwecks Position des Fühlers: Es hat sich bei uns die Unart eingebürgert, den Röster immer richtig vollzuknallen, sodass sich irgendwo ein "Rodelhang" ausbildet. Sozusagen eine Endloslawine. Ich will mal mit ner "kalten" Füllung rausbekommen, wie da am Fühler "vorbeigekullert" wird - hab ich nämlich keine Ahnung von.

    @Piezo Genau! Die Bohnen wohnen im eigenen Rauch. Ich dachte mir so, jeder Sauerstoff, der von irgendwelchem Qualm Dampf irgendwas verdrängt wird, kann schonmal die Bohne nicht oxidieren. Beim Rösten stören mich die Häutchen nicht so, nur nach dem Kühlen ist alles eingeschneit :eek::eek: Thermische Beherrschbarkeit kommt gleich:

    @Neil.Pryde Also normalerweise brauchen wir gar nicht so eine hohe Starttemperatur. Nach dem "Beladen" schieben wir einfach mit dem Brenner nach, sodass die Temperatur eigentlich nie unter 120° C fällt. Auch wenn wir bei 180 oder so reinwerfen.

    Die Wandstärke hat sich ganz gut gemacht. Die "direkte Beflammung" wird durch die Wärmekapazität locker glattgebügelt. Das wissen wir, weil uns irgendwann mal der Motor einige Sekunden stehengeblieben ist, danach aber nicht alles im Eimer war... Diese "spezielle" Röstung ist bereits weggesoffen :cool:

    Wir haben einen zweiten "Selbstbau-Mini-Probenröster" mit viel kleinerer Trommel und doppelter Wandstärke. Da kann sich die Fuhre auch mal verselbstständigen, wenn man ordentlich eingeheizt hat. Aber dafür muss man schon sehr kräftig am Ohrfeigenbaum rütteln ;)
    Der "große" Röster ist uns noch nie Durchgegangen, der benimmt sich scheinbar recht manierlich. Ist der Brenner aus, schiebt die Trommel wärmemäßig nicht viel nach.

    So. Irgendeinen Punkt hab ich sicher vergessen. Denke ich mal. Gerne nachbohren!
     
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