Eine namenlose(?) Handmühle aus Russland – Vorstellung und erster Test

Diskutiere Eine namenlose(?) Handmühle aus Russland – Vorstellung und erster Test im Mühlen Forum im Bereich Maschinen und Technik; (Zunächst ein Disclaimer: Ich bin in keiner Weise mit dem Hersteller verbandelt und habe keinerlei finanzielle Interessen. Ich habe von mir aus...

  1. #1 gummipferd, 01.03.2021
    Zuletzt bearbeitet: 01.03.2021
    gummipferd

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    (Zunächst ein Disclaimer: Ich bin in keiner Weise mit dem Hersteller verbandelt und habe keinerlei finanzielle Interessen. Ich habe von mir aus mit dem Hersteller Kontakt aufgenommen und den vollen Preis für die Mühle bezahlt.)

    Wie schon woanders angemerkt, ist meine Mühlensammlung um ein weiteres Exemplar angewachsen. Und zwar diesmal eines, das sich deutlich von den üblichen Handmühlen unterscheidet und in meinen Augen interessant und ungewöhnlich genug ist, dass sich eine Vorstellung lohnt.
    Bevor ich verrate, was die Mühle so ungewöhnlich macht, aber erst mal ein Blick auf die Mühle „von außen“. (Wer die Spannung gar nicht aushält, darf ausnahmsweise nach unten scrollen ;))

    1. Aussehen
    Zunächst ein erster Überblick - das Bild hatte ich schon in den „Ich habe gerade Kaffeekram gekauft“-Thread gestellt:
    881B8184-7C43-4670-9650-B91F6E7B077C.jpeg

    Erster Eindruck: Nacktes Aluminium, sehr groß wirkender Auffangbehälter für das Mahlgut. der schwarze Kurbelgriff ist aus Plastik, die Kurbel wird mit einer Madenschraube an der Mühle befestigt.

    Im verjüngten Griffbereich, ist das Aluminium, für sichereren Griff, zu einem Rautenmuster verarbeitet, das ganz bestimmt einen richtigen Namen hat, den ich aber nicht kenne ;)
    CFC6253D-289A-4C90-9ABE-BD6199893F1C.jpeg

    Das Finish der Mühle ist in Ordnung, aber längst nicht perfekt.

    Wenn man genau hinschaut, sind vereinzelt Kratzer von der Verarbeitung zu erkennen (der Mühlenkörper wurde übrigens laut Hersteller auf einer alten Maschine aus der Sowjetzeit gedreht):
    39F8165A-DB6B-4860-B023-E65595278DA0.jpeg

    Die Mühle ist ca 22 cm hoch, der Auffangbehälter hat einen Durchmesser von ca 7,5 cm.
    Damit ist sie deutlich massiger als ihre Kollegen. Selbst die Kinu M47 wirkt daneben fast zierlich:
    44D6FEC8-222B-4838-B3CB-40448BE3168A.jpeg

    Beim Gewicht dasselbe. Sie ist über 900g schwerer als die zweitschwerste Mühle der Gruppe:
    8021DE12-BE17-442A-8E9B-0FC252BCA6F6.jpeg

    Nun ein Blick von oben:
    29706F04-1050-4D23-BC7F-63C7ECB544D8.jpeg

    Man sieht das Einstellrad für den Mahlgrad und netterweise mit Illustration, wie dieser einzustellen ist – im Uhrzeigersinn wird’s feiner, entgegen wird’s gröber.

    Und noch was anderes fällt auf: Es gibt gar keine Öffnung, um Bohnen einzufüllen. Das Rädchen für den Mahlgrad ist auch nicht etwa Teil eines abnehmbaren Deckels.

    Des Rätsels Lösung findet man, wenn man den Mahlgutbehälter runterzieht:
    4DC4212D-0D22-4530-A69E-E20F57A0AE79.jpeg

    Der Behälter selber, wird nur aufgesteckt, nicht aufgeschraubt. Auch hält er ausschließlich durch Reibung Metall auf Metall, nicht durch einen O-Ring. Der Behälter sitzt sicher und das Aufstecken und Abziehen „fühlt sich gut an“ – nicht kratzig und es macht auch keine unangenehmen Geräusche. Ich hoffe nur, der Halt bleibt auch mit der weiteren Benutzung so gut.
    Wenn man ihn runterzieht, gibt der Behälter die Einfüllöffnung für die Bohnen frei. Man sieht, dass die Mühle noch deutlich in den Behälter hineinragt, was auch dessen Größe erklärt.

    An der Oberseite der Kammer kann man das untere der beiden Lager erkennen, das obere sitzt direkt unter dem Rad für den Mahlgrad:
    487FA5CA-7CA8-45E5-ADD6-9CC37135A911.jpeg

    Dass die Öffnung auf der Seite ist, hat bei dieser Mühle auch einen Grund: durch die beschränkte Größe des „Hoppers“ wird Popcorning einigermaßen gut vermieden (oder zumindest vermute ich, dass das der Grund ist).
    Und warum das nötig ist, sieht man, wenn man den Auffangbehälter komplett abnimmt und das Mahlwerk freilegt:
    A8DB027A-D8D1-483F-8A48-83D671C5DA46.jpeg

    Ja, es sind tatsächlich Scheiben(!) verbaut und wenn man das Mahlwerk öffnet, kann man auch erkennen, was für welche:
    C014825C-EC54-497C-A496-B5102081E13A.jpeg

    Und damit wäre dann auch die Katze aus dem Sack, was die Mühle so außergewöhnlich gemacht hat, dass ich sie gekauft habe :)
    Und das obwohl meine Kaffeekramsammlung mit ordentlichen Handmühlen gesättigt ist (zu den oben gezeigten, kommen noch eine Feldgrind, eine Feldwood und eine Apex).
    Ich bin bisher fest davon ausgegangen, dass Mahlscheiben in einer Handmühle nicht funktionieren. Zumindest keine „klassischen“. Und dass selbst die Ghost-Burrs der Apex eine Getriebeübersetzung benötigen um vernünftig zu funktionieren.
    Und als mir dieses Exemplar über den Weg lief konnte ich nicht widerstehen :D
     
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  2. #2 gummipferd, 01.03.2021
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    2. Benutzung

    Die Mahlgradeinstellung ist stufenlos und funktioniert exakt wie bei einer Feldgrind oder Aergrind: Man fixiert die Kurbel und dreht das Einstellrad. Eine Fixierung des Mahlgrads durch eine Konterschraube etc ist nicht notwendig. Einen „Marker“, der den Mahlgrad anzeigt, muss man sich denken; ich nehme die Kurbelstange als Referenz. Ein Zeiger am „kurzen“ Ende der Kurbel wäre vielleicht ein nettes Detail, aber es geht auch so.

    Die Abstufung ist nicht sonderlich fein. Ab kompletter Blockade des Mahlwerks ist nach 5 bis 7 Ziffern (also einer halben bis dreiviertel Umdrehung) Filtermahlgrad erreicht. Ich habe nicht vor, mit der Mühle für Espresso zu mahlen, aber vermute, dass es mit der Feineinstellung schwierig werden könnte, den Mahlgrad genau einzustellen und vor allem wiederzufinden.

    Wie gesagt, werden die abgewogenen Bohnen an der Seite eingefüllt.
    Ich persönlich bin kein großer Freund von Handmühlen, die sich von der Seite statt von oben befüllen lassen. Die „Fixie“ von OE schreckt mich aus dem Grund ab.
    Glücklicherweise ist die Öffnung in diesem Fall sehr großzügig so dass sich die Bohnen problemlos einfüllen lassen. (Ich habe dafür bisher ein Milchschaumkännchen oder das Ersatzglas der Comandante verwendet, wie bei meinen anderen Mühlen auch).
    Außerdem finde ich Idee, den Auffangbehälter die Öffnung verschließen zu lassen, ehrlich gesagt, ziemlich elegant. Eleganter auf jeden Fall, als die Gummilasche der Fixie.
    Die Kammer fasst problemlos die 36g Kaffeebohnen, die ich in der Regel verwende. Mehr habe ich nicht ausprobiert, aber 40g sollten auch reingehen, denke ich.

    Der Griffbereich der Mühle ist für meine (nicht übermäßig großen) Hände ein wenig zu kurz. Nicht so sehr, dass es unangenehm wird, aber als ich drauf geachtet habe, ist es mir doch aufgefallen.
    Dafür sorgt die Verjüngung dafür, dass ich die Mühle angenehm umfassen kann.
    Zum Vergleich: Den Durchmesser der Comandante empfinde ich als zu groß. Ich bevorzuge den Durchmesser der Kinu, und diese Mühle fühlt sich vergleichbar an (ohne nachgemessen zu haben)

    Die Mahldauer der Mühle ist. Sehr. Lang.
    Für 36g für den V60 benötige ich um die 3 Minuten bei normaler Kurbelgeschwindigkeit. (Ich weiß, dass hier einige Umdrehungen statt Mahldauer bevorzugen, aber es sind einfach so viele, dass ich keine Lust habe zu zählen :))
    Dafür lässt sich die Mühle sehr sehr leicht kurbeln; es scheint ein bisschen, als würde sie nur ein bisschen an den Bohnen „knabbern“ ;)
    Damit man sich was drunter vorstellen kann: Das „Mahlgefühl“ ist etwa so, wie wenn bei einer Kegelmühle die letzten paar Bohnen oder Bohnensplitter ins Mahlwerk gezogen werden, der Widerstand schon merklich nachgelassen hat und man merkt, dass bald das Ende des Mahlvorgangs erreicht ist.

    Ich hatte vorher die Befürchtung, dass die Mahlscheiben bei der langsamen Kurbelgeschwindigkeit eventuell gar nicht in der Lage sind die Bohnen zu greifen. Wer schonmal eine Apex verwendet hat, weiß, dass – abhängig von Mahlgrad, Bohne etc – die Bohnen manchmal zeitweise nur in der Kammer tanzen, ohne dass die Mühle mahlt.
    Das habe ich hier glücklicherweise noch nicht erlebt. Die Bohnen werden problemlos ins Mahlwerk gezogen und gemahlen. Dabei ist es auch relativ egal, wie genau man die Mühle dabei hält.
    Nur ganz gegen Ende kann es hilfreich sein die Mühle zu kippen, damit das letzte bisschen Kaffee ins Mahlwerk gelangt. Je nachdem wie lange man das macht und wie trainiert man ist, merkt man dabei schon das Gewicht der Mühle, da sich ein großer Teil davon unterhalb des Griffs befindet.
    Die Mühle schütteln oder ähnliches um die Bohnen zu mobilisieren musste ich nie. Es ist auch nicht nötig, zwischendurch nachzusehen, ob noch ungemahlener Kaffee in der Mühle ist.

    Zum Thema Totraum: Ich wiege die Bohnen vor dem Mahlen und dann das Mahlgut, wenn ich es in den Filter fülle. Ich mache kein RDT und verliere so um die 0,3g durch Anhaftungen am Mahlwerk oder im Auffangbehälter. Das ist jetzt im Winter vergleichbar mit meinen anderen Handmühlen und ich fülle einfach 1-2 Bohnen mehr ein.
     
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  3. #3 gummipferd, 01.03.2021
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    3. Das Mahlergebnis

    Vorneweg: Da die Mühle so neu ist, kann ich dazu natürlich noch kein abschließendes Urteil geben.
    Ich weiß nicht, ob überhaupt Interesse besteht, aber falls ja, werde ich über die Zeit gerne Updates geben.
    Der Plan ist für den morgendlichen Kaffee die Comandante als auch die Bonafabrica im unregelmäßigen Wechsel zu verwenden und meine Freundin zu fragen, wie sie den Kaffee findet.
    Meine Freundin teilt zwar nicht das Hobby Kaffee mit mir, besitzt aber einen trainierten Geschmackssinn. Eine Anekdote: Ich habe nach Monaten, in denen wir (ich) Filterkaffee mit der Kinu gemahlen haben, die Comandante gekauft. Sie wusste nichts von dem Kauf, hat aber ab dem ersten Kaffee den Unterschied im Geschmack wahrgenommen und mich gefragt, was ich verändert habe um den Kaffee besser zu machen. Das sollte doch als Qualifikation ausreichen ;)

    Bisher bevorzugt sie den Kaffee aus der Bonafabrica. Ich selber kann bisher sagen, dass ich mit der Mühle Kaffees mit feinen, klar differenzierten Aromen hinbekomme, die ich von den Mahlscheiben erwarte und kenne (besitze eine Lagom mit den gleichen Mahlscheiben), und bei Bedarf kann ich den Mahlgrad deutlich feiner pushen, um den Körper zu betonen (bei Verlust eines Teils der Klarheit und Komplexität), ohne dass leicht die Bitternoten rauskommen, wie ich es von den Kegelmühlen kenne.
    Inwieweit sich das mittelfristig bestätigt und wieviel davon Begeisterung für das neue Spielzeug und Confirmation Bias ist, wird sich dann zeigen ;)

    Ich hab noch ein einzelnes Foto vom Mahlgut. Leider habe ich kein Referenzobjekt auf dem Bild. Aber der Mahlgrad sollte irgendwo im Filterbereich liegen:
    7C5BDB1F-FB1C-4A6A-9537-680F06F3DA7F.jpeg

    Ich glaube ja, dass man nicht besonders viel aus Mahlgutfotos herauslesen kann bzw. nicht zu viel hineinlesen sollte, aber wenn gewünscht kann ich gerne noch welche von verschiedenen Mahlgraden machen und nen Kruve Brewler daneben legen oder so.
    Was ich noch anmerken möchte: Anders als bei der Apex sehe ich keine dramatische Veränderung des Mahlergebnisses in Abhängigkeit davon, wie schnell ich kurble

    Ich habe die neue Mühle außerdem zum Anlass genommen, erste Experimente mit dem Partikelanalysetool vom CoffeeAdAstra-Blog zu machen.
    Leider kann das Tool immer nur ein Bild am Stück analysieren und Daten mehrerer Bilder nicht kombinieren. Und die Probengröße eines einzelnen Bildes erscheint mir nicht sonderlich groß.
    Mein Kompromiss war daher, jeweils vier Fotos zu einem größeren zusammenzufügen, was eine ganz schön nervige Arbeit ist, da die Größenverhältnisse zwischen den Bildern passen müssen.
    Ich habe das für verschiedene Kaffees und Mahlgrade im Filterbereich durchgeführt und parallel die Comandante als Vergleich genommen. Was über die Testreihen hinweg auffiel, war, dass die Comandante permanent einen höheren Fines-Anteil zeigt. Mehr mag ich in die Daten, aufgrund der Ungenauigkeit der Methode und aufgrund meiner beschränkten Erfahrung, ehrlich gesagt nicht hineinlesen.

    Hier ein Beispiel, was hoffentlich verdeutlicht was ich meine, kann gerne weitere hochladen:
    1256955E-8E9E-4F28-B51D-AC8D1FE77922.png

    Interessant wäre noch ein Vergleich mit der Lagom, die dasselbe Mahlwerk besitzt und der Apex.
    Die Apex steht aber 20 Minuten entfernt, und ehrlich gesagt, konnte ich mich nie so recht mit ihr anfreunden und ich weiß auch nicht genau ob ich sie überhaupt behalten will, da sie komplett unbenutzt rumsteht. Die Lagom steht 9 Flugstunden entfernt, daher ist ein Vergleich fürs erste schwierig ;)


    4. Hintergrund und Mühlenkauf

    Hinter dem Namen Bonafabrica steckt eine Person, Maksim Dejneko. Er ist auf Instagram unter @arnigius und @bonafabrica zu finden.
    Dort stellt er eine ganze Reihe an elektrischen Mühlen (sowie eine Flow-Profiling Espressomaschine) vor, die er gebaut hat und teilweise verkauft.
    Ich wurde auf ihn aufmerksam, als er Ende letzten Jahres auf home-barista eine seiner elektrischen Mühlen vorstellte.
    Am interessantesten fand ich aber seine Handmühle mit Mahlscheiben, weil ich sowas vorher noch nicht gesehen hatte.
    Ich nahm mit ihm Kontakt auf und erkundigte mich nach dem Preis. $550, davon sind $220 für die Malscheiben.
    Nicht wenig Geld und ich war mir des Risikos bewusst: Es gab wenig bis keine Erfahrung mit der Mühle (und Bonafabrica war mir vorher völlig unbekannt). Es war nicht klar, ob die Mühle überhaupt richtig funktionieren würde. Egal, am Ende gewann die Neugier und der Wunsch nach einer neuen Spielerei. Und im schlimmsten Fall, hätte ich halt eine sehr seltene Kuriosität aus der Mühlenwelt.

    Ich habe die Mühle, glaube ich, zwischen Weihnachten und Neujahr bestellt. Leider waren SSP-Scheiben gerade nicht verfügbar. Maksim bedrängte SSP dann für einige Wochen, bis sie ihm versprachen einen Satz für ihn aufzutreiben. Eine Woche nachdem er das Mahlwerk erhalten hatte, baute er es sein, gab die Mühle einem befreundeten Kaffeeröster um sie auf ihre Funktion zu überprüfen und verschickte sie danach. Nach circa 2 Wochen traf sie bei mir in den USA ein.


    Das soll es jetzt fürs erste sein. Für ein Fazit muss ich noch mehr Erfahrungen mit der Mühle sammeln, trotzdem wollte ich schonmal meine ersten Eindrücke teilen.
    Bis dahin freue ich mich über Fragen, Anregungen, was ich noch ausprobieren sollte, Meinungen, wie sehr ich auf dem Holzweg bin etc. ;)
     
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  4. #4 lomolta, 01.03.2021
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    Danke für den ausführlichen und spannenden Bericht! Find ich ehrlich super, endlich was wirklich neues am Handmühlenhorizont :)

    Bin sicher nicht der einzige, der sich bisher gefragt hat, wieso es keine Handmühlen mit Scheiben gibt und da ist sie nun. Vielleicht zieht sie nach sich, dass die zukünftigen Tisch-Mühlen nicht alle nur mit (u.a. Robur-)Kegel gebaut werden.

    Ich würd mich über weitere Erfahrungsberichte freuen. Viel Spaß damit!:D
     
  5. Blubb

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    Vielleicht habe ich es überlesen. War das eine dunkle oder eine helle Röstung ?
     
  6. #6 Mitch Buchannon, 01.03.2021
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    Viel Spaß damit! Und vielen Dank für den tollen Bericht und vor allem den Mut diesen 500 Dollar Versuchsballon steigen zu lassen ;)
     
  7. #7 thomaskoch, 01.03.2021
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    Danke gummipferd. Sehr interessanter und ausführlicher Artikel. Danke, dass Du uns an diesem (riskanten) Experiment teilhaben lässt und dass es am Ende hingehauen hat :)
     
  8. #8 turriga, 01.03.2021
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    Der korrekte Ausdruck dafür wäre „Rändeln“.;)
     
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  9. #9 gummipferd, 01.03.2021
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    Das hast du nicht überlesen, das habe ich vergessen zu erwähnen.
    Die meisten Versuche habe ich gemacht mit:
    Black&White Roasters
    Gesha Village Honey
    ROAST | LIGHT
    BENCH MAJI, GESHA, ETHIOPIA

    NOTES: BERGAMOT, DRIED MANGO, RIPE PAPAYA, WILDFLOWER HONEY
    Gesha Village Honey

    Ich habe insgesamt 3 verschiedene Kaffees gemahlen, was dunkles war nicht dabei.
    Alle drei waren, was man zumindest hier als hell bezeichnet.

    Es lag mir auf der Zunge :D
     
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  10. #10 andruscha, 01.03.2021
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    Moderator

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    Das klingt für mich plausibel. Ich nutze eine alte sowjetische Kaffeemühle als Pfeffermühle und die Verwandtschaft in Bezug auf Material und Haptik (sie ist auch mörderschwer) ist nicht zu übersehen, auch wenn meine ein ganz normales Kegelmahlwerk hat und natürlich keine Skala für den Mahlgrad. Ich nehme an, sie stammt aus den 70ern (am Boden ist noch der Preis in Rubeln eingraviert) und sie zerpulvert die Pfefferkörner tadellos.
    IMG_5155.jpeg IMG_5161.jpeg IMG_5231.jpeg IMG_5235.jpeg
     
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  11. Blubb

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    ok...wenn das helle Röstungen waren, erklärt das zum Teil die lange Kurbelei.
    Es stellt sich nun die wichtige Frage - hat es nur gedauert oder war es auch frickelig und anstrengend. Dunkel kann eigentlich jede Handmühle. Bei hell trennt sich dann Spreu von Weizen (oder wie das heißt).
     
  12. #12 gummipferd, 01.03.2021
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    Anstrengend im Sinne von Kraftaufwand? Kein bisschen.
    Hatte in meinem ursprünglichen Beitrag versucht, das zu beschreiben:
    Der Kurbelwiderstand ist wirklich sehr gering. Auch wenn man ganz fein (Espressobereich) mahlt.

    Was genau meinst du mit frickelig? Dann ist es leichter für mich das zu beantworten.
    Als wirklich frickelig habe ich bisher nur die Apex empfunden, da bei ihr die Kurbelgeschwindigkeit so entscheidend ist: Kurbelt man zu langsam, blockiert die Apex und man muss ein Stück zurück drehen. Kurbelt man zu schnell, greift das Mahlwerk die Bohnen nicht. Beides empfinde ich als frustrierend.
    Die Bonafabrica blockiert nicht während des Mahlens. Und sie greift auch konstant Bohnen, so dass es nicht zu frustraner Kurbelei kommt.

    Ich bin mir nicht, ganz sicher, ob das schon deine Frage beantwortet. Gerne nachhaken.
     
  13. #13 animus128, 02.03.2021
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    Sehr cool, dass du dich an die Mühle rangewagt hast! Hab sie auch schon bei HB gesehen und finde das Konzept echt spannend.

    Ich hatte vor einiger Zeit auch mal mit einem der Ingenieure von Helor (aus China, nicht Australien) geschrieben. Da hatten die auch gerade überlegt ne Handmühle mit dem MK 80mm Mahlwerk zu bauen. Bisher sind dazu noch aber keine weiteren Infos rausgedrungen.

    Vielleicht gibt es in Zukunft ja ein paar mehr Scheiben-Handmühlen. Allerdings ist das mit der Mahlzeit natürlich noch ein kleines Hindernis.
     
  14. #14 gummipferd, 02.03.2021
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    Hier ein Bild von der Spanne des Mahlgrads.
    „0“ entspricht 0 auf dem Einstellrad. Die Scheiben blockieren bei -1.
    „10“ ist dann, nach einer vollen Umdrehung, wieder auf 0.
    3079F5D4-6A35-4821-A86E-2D91DE207E84.jpeg

    Und noch eine kurze Demonstration des Mahlvorgangs, ohne Auffangbehälter, damit man auch was sieht:

    ———
    Ich frage mich, ob große Scheiben das Mahlen beschleunigen und damit praktikabler machen, oder ob der Widerstand daraufhin so groß wird, dass man nicht mehr vernünftig kurbeln kann...
     
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