Einige Fragen, tlw zum Malabar

Diskutiere Einige Fragen, tlw zum Malabar im Vom Rohkaffee zum Selbströster Forum im Bereich Rund um die Bohne; Einige Fragen zum Malabar, die aber auch sicher für andere Sorten genauso gestellt werden können: Wieviele Sekunden liegen zwischen Himmel und...

  1. #1 MarioAtJazz, 25.07.2010
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    Einige Fragen zum Malabar, die aber auch sicher für andere Sorten genauso gestellt werden können:

    Wieviele Sekunden liegen zwischen Himmel und Hölle?
    Ich vermute mal, daß es auch darauf ankommt, wie man zwischen erstem
    Crack und abkühlen temperiert, ich stelle sie aber trotzdem so allgemein.
    Sind 5sec mehr oder weniger egal, oder ist das schon der Tod?

    Ich kaufe Malabar bei Hasbean und Fricke.
    Hat jemand Erfahrung mit diesen beiden Lieferanten? Noch vermute ich,
    daß es an mir liegt, aber der Malabar von Hasbean wird nicht so wie ich
    mir das vorstelle. Soweit ich mich erinnere, kommt der von Hrn Fricke
    etwas schneller. Ist das möglich? Malabar ungleich Malabar ? Wenn man
    natürlich das Profil von Hasbean auf das von Fricke krampfhaft anwendet
    kann es nichts werden ?!

    Zum Thema Temperatur:
    Ich habe da mal den Tip bekommen: sieh dir die Kaffeebohnen an, dann
    weißt du, wie die Parameter aussehen müssen. Dann erinnere ich mich an
    einen offenen und geschlossenen Schnitt. Ich kapiere es nicht: gibt es wo
    Beispiele mit Bildern?

    Und: Ich mag nicht auch das noch probieren: Wie wird Malabar mit
    230 Grad? Damit schließt sich die Kette mit der ersten Frage: Wie breit ist der brauchbare Temperaturbereich. 5 Grad beim Malabar, bei anderen?

    Zum Thema Profildatenbank:
    In den Threads Infos zum Rösten einer Sorte herausbekommen ist sehr
    sehr mühsam. Wurde schon mal diskutiert, das Kaffeewiki um Röstprofile
    zu erweitern. Man muß natürlich auch Menge, Lieferant, Erntejahr,
    Röstzeitpunkt u. ä. dazuschreiben. Einfach nur Daten. Evtl auch Profile die
    NICHT gehen, um die Grenzen zu dokumentieren.


    Ich danke euch, Mario
     
  2. 'Ingo

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    AW: Einige Fragen, tlw zum Malabar

    Du hast einen 10Kg Probat oder was nutzt du?
     
  3. #3 MarioAtJazz, 25.07.2010
    MarioAtJazz

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    Ich habe einen Gene mit externer Kühlung.
     
  4. 'Ingo

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    AW: Einige Fragen, tlw zum Malabar

    Ist ja nicht gerade unwichtig oder ;-)

    Ich gehe mit dem Malabar im vorgeheizten Gene (150°C/5min) ca. 3-4m auf 170°C, dann ziehe ich auf 235-238°C bis in den ersten Crack und halte die Temperatur unter 240°C.
    2. Crack folgt sofort an den 1., beim ersten Knistern Bohnen sofort in die externe Kühlung, am besten währen es wohl 10sec vor dem ersten Knistern abzubrechen :lol:

    Mein Gene regelt nicht, ich steuer die Temperatur mit dem Dimmermodul also nahezu konstanter Leistung.


    Vor dem Dimmerumbau habe ich es so gemacht
    http://ingocoffee.wordpress.com/2010/01/10/79/
     
  5. #5 martinspin, 27.07.2010
    Zuletzt bearbeitet: 28.07.2010
    martinspin

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    AW: Einige Fragen, tlw zum Malabar

    Hey Mario

    Es gibt sehr viele Parameter beim Rösten. Die einen rösten in der Popcorn-Maschine, andere mit Gene und wieder andere mit Shopröstern. Die verwendeten Mengen sind natürlich auch sehr unterschiedlich. Die Röstprofile gehen von ca. 7-8 Minuten mit kleinen Mengen im Heissluftröster bis hin zu 20 bis 25 Minuten im Trommelröster. Die ganzen Parameter lassen sich im Zusammenhang mit einer Kaffeesorte, die selbst auch sehr unterschiedlich sein kann, unmöglich irgendwie objektiv darstellen.

    Ich kann dir nur raten, den Gene erst einmal gründlich kennen zu lernen. Ich bevorzuge mehr die langen Röstzeiten. Darum würde ich immer die maximale Menge und etwas mehr (wenn's den möglich ist) für einen bestimmten Röster empfehlen. Die Temperatur würde ich so tief wählen, dass du gerade noch den zweiten Crack erreichst gegen Ende der Röstzeit.
     
  6. Stefan

    Stefan Mitglied

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    Dahinter setze ich mal ein ganz grosses Ausrufezeichen. Noch etwas - man kann die Röstprofile nichtmal bei baugleichen Röstern 1:1 vergleichen und übernehmen, weil man nicht sicher sein kann dass die Temperaturen wirklich identisch sind - die verwendeten Thermometer haben meist eine sehr durchschnittliche Grundgenauigkeit weil das für den Anwendungsfall völlig ausreicht.
     
  7. 'Ingo

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    Selbst Gene zu Gene ist ein Unterschied und nicht übertragbar!

    @martinspin
    Ansonsten halte ich 260g Malabar für fast unmöglich, bei 230g ist bei mir gefühlt Schluss.
    Wie würdest du den Malabar denn mit dem Gene rösten, hast du als Anhaltspunkt mal Temperaturen und Zeiten?
     
  8. #8 martinspin, 27.07.2010
    martinspin

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    AW: Einige Fragen, tlw zum Malabar

    Sorry Ingo, dass ich etwas voreilig den Schluss gezogen habe, dass im Gene grössere Mengen als 1/2 lb gehen. Ich kenne den Gene nicht wirklich und hab das nicht dazu geschrieben. Warum ich auf die Idee komme, möchte ich kurz schreiben.

    Ich hab mich beim Behmor zu Beginn peinlich genau an die vorgeschriebenen Mengen zu den Progammen gehalten. Irgendwann merkte ich, dass da einfach noch mehr geht. Wenn ich mit tieferen Temperaturen röste, kann ich beim Behmor locker 500 bis 550 g statt der beschrieben 454 (1lb) Gramm nehmen. Ich setze die Zeiten jeweil auf das Maximum und je nach Sorte hab ich Zeiten bis zum 2nd Crack von 22-25 Minuten.

    Daraus hab ich den Schluss gezogen, dass das mit dem Gene auch möglich sein müsste.

    Wie läuft das eigentlich beim Gene mit den Programmen? Kann da gewählt werden, zwischen Profilen mit tieferen und höheren Temperaturen?
     
  9. 'Ingo

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    AW: Einige Fragen, tlw zum Malabar

    Der Gene arbeitet ja mit durchströmender Heißluft, wenn man ihn überfüllt, werden die Bohnen nicht mehr richtig durchmischt und außerdem läuft man Gefahr, dass die Menge der Häutchen (nicht beim Malabar) den Luftauslass verstopfen und so die Temperatur im Gene stark abnimmt(!)
    Warum abnimmt?
    Weil der Gene 2 Temperatursensoren hat, einen im Lufteintritt und einen im Luftaustritt. Die Regelung misst die beiden Temperaturen und bestimmt darauf die Schaltzyklen. Ist die abgehende Temperatur Mangels Luftmenge zu niedrig, steigt zwangsläufig die Temperatur im zuführenden Heizkanal und die Regelung stopp relativ schnell wieder die Energiezufuhr, so dass die angezeigte und effektiv an den Bohnen vorbei strömende Lufttemperatur, schnell absinkt.
    Ich vermute, dass das Heizelement bzw. die Luft aus dem Heizkanal, Mangels Luftdurchsatz die zulässige Grenztemperatur überschreitet.

    Deshalb den Gene nicht überfüllen.
    Auch unterfüllen verändert ganz signifikant die Steilheit der Röstung, besser ist ein gewohntes Füllgewicht beizubehalten und an anderen Parametern zu drehen.



    Da hört man von HH Röstern aber genau das Gegenteil, wenn ich ihn bisher allerdings auch sehr unproblematisch empfinde. Im Großröster soll es halt recht schwierig sein, den genauen Punkt zwischen 1. u. 2. Crack sauber zu bestimmen.

    Helle Röstungen schmecken mir weder im Cappu noch als Espresso, das ist mir zu grün und zu grasig erdig und dumpf der Geschmack. Ideal empfinde ich ihn knapp an bis knapp in den 2. Crack rein.

    Ich werde aber erneut mal eine Röstung a´la Bohnenschorsch versuchen :)
     
  10. #10 Walter_, 28.07.2010
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    Was u.U. daran liegen könnte:
    Da hat er keine Zeit sich zu entwickeln!

    Ein paar Minuten zwischen erstem und zweitem Crack sollten's schon auch mit dem Gene sein...
     
  11. #11 nacktKULTUR, 29.07.2010
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    Sehe ich auch so. Jedes einzelne Gerät muss individuell "erfahren" werden - duch das optische Resultat wie das Zeug in der Tasse. Ich sehe die Unterschiede nicht mal bei den Temperaturfühlern - die dürften halbwegs akzeptabel sein. Es ist mehr die Gesamtzahl der Parameter, wie z.B. die Luftgeschwindigkeit der eingebauten Ventilatoren, die Umgebungstemperatur beim Rösten, und sogar die verfügbare Netzspannung (220 bis 240V).

    Nein, der Gene ist ziemlich exakt auf 250g fixiert. Weniger ist schwierig, und mehr sehr schwierig bis unmöglich nach meiner Erfahrung. Zum Glück kennt der Gene keine Programme. Respektive das Programm besteht aus dem Menschen, der davor steht. Es gibt einen Knopf für die Temperatur und einen für die Zeit. Das ist alles - und dies macht mir den Gene sympathisch.

    Auch ich nehme den Malabar nur zum Würzen. Allerdings nur, wenn kein Äthiopier in der Mischung ist, z.B. Sidamo oder Yirgacheffe. Das gibt einen Mißton.

    Ich empfinde den Malabar eher als anspruchsvoll beim Rösten. Wichtig ist, dass er ziemlich schnell auf die Rösttemperatur von 245°C gebracht wird, und dann muss man den exakten Zeitpunkt zum Rausnehmen finden. Auf gar keinen Fall mit der eingebauten Kühlung arbeiten. Wenn er gut gelungen ist (bei mir bis max. Celesto gem. Wolfredo), kann man ihn gut als Single trinken. Warum sollte ich einen Blend mit einer Bohne herstellen, die ich einzeln nicht will? Dann beeinträchtige ich ja auch die gesamte Mischung.

    Ihr seht, ich horche weniger auf das Knacken und Knistern, sondern eher auf den Geruch und die Farbe. Nur der erste Crack ist für mich wichtig - die Zeit vom ersten Knacken bis zum vollen Einsatz des Cracks sagt mir, ob ich in der Temperatur richtig bin. Die "Garstufe" ist bei mir optisch und olfaktorisch bestimmt.

    nK
     
  12. #12 MarioAtJazz, 01.08.2010
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    :-DIch muß mich bei allen beanken.
    Ich hatte einen Tip wohl falsch interpretiert und in Folge dessen auf nicht zu steilen Temperaturanstieg geachtet. Dann kam der Tip, doch nicht zu backen und habe die Menge auf 180g reduziert. Vom einen Extrem ins andere.
    Habe 215g Malabar geröstet und schmeckte in der Cimbali mit 10g bestens, leicht überextrahiert. Die Bohnen hatten vereinzelt Öl. Meiner Meinung kann ich bei dieser Röstung im 6g Sieb mal 7-7.5 g probieren.

    Mario
     
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