Energieverbrauch Siebträgermaschinen E61 vs. Thermoblock

Diskutiere Energieverbrauch Siebträgermaschinen E61 vs. Thermoblock im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Schön, leider anscheinend nicht frei und kostenlos zugänglich und damit zumindest für mich nicht transparent. Oder hast Du eine Quelle wo man das...

  1. #21 StSDijle, 10.02.2020
    StSDijle

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    Ja oben, die Schweizer messen auch so.
    Der Kaffeebezug von 6 Tassen wird mit einem physikalischen Modell geschätzt. Da Wasser aufwärmen ein wirklich sehr gut verstandener Prozess ist, kann man das schon machen.
     
  2. Sekem

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    Ich habe meine Quickmill vor über einem Jahr mal an ein Verbrauchsmessgerät gehängt.
    "Versuchsaufbau": morgens angeschaltet und 10 Stunden durchlaufen lassen. In der Zeit habe ich 4 Espressi bezogen und nach dem 4. (nach 10 Stunden) die Kiste abgeschaltet. Verbrauch knapp unter 0,5 kWh
    Wenn ich das jeden Tag im Jahr mache komme ich ergo auf 180 kWh.
     
  3. #23 espressomo, 10.02.2020
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    Was hast du für eine Quickmill...?
     
  4. #24 benötigt, 10.02.2020
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    Die Schweizer sind clever genug, das Testprotokoll für die Feststellung der Konformität zu veröffentlichen... Das ist nicht die Norm direkt, aber viel praxisbezogener und interessanter, die Aktionen zu sehen, als den drögen Text.

    https://pubdb.bfe.admin.ch/en/publication/download/8360
     
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  5. Sekem

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    Ich habe die QM 0820 (also die Plasteversion der 3000) mit Baratza Sette 270 als Mühle
     
  6. #26 espressomo, 11.02.2020
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    espressomo Mitglied

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    Danke! Dann decken sich die Werte ja fast mit dem Artikel von Espressopool, die getestete Steel hat eben zwei große Thermoblocks.
     
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  7. Abarth

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    Ich wüsste jetzt auch nicht was hier nicht praxisbezogen sein sollte. Wenn man keinen/kaum Dampf braucht, sollte man sich keinen Dualboiler (und auch nicht einen HX) kaufen, und dann entfällt aber auch bei der Ascaso ein Thermoblock.
    Klar hat jeder abweichende Nutzungsprofile, aber es ist halt nun mal so dass bei Boilermaschinen der Boiler wohl eine vergleichbare Wärmekapazität hat wie ein Thermoblock selbst, hinzu aber noch deutlich mehr Wasser kommt, welches man jeweils von RT auf Betriebstemperatur heizt. Das ist auch "nur" der Anteil der Energie, die man zum Aufheizen braucht, sofern man nicht 24/7 eingeschaltet lässt. Da ein Thermoblock zudem deutlich kleiner ist als ein Boiler, geht auch weniger Energie durch Strahlung und Konvektion verloren (bei vergleichbarer Isolierung).
    Während der winterlichen Heizperiode spielt das allerdings wiederum eine kleinere Rolle, man substituiert halt Oel / Gas / Holz / durch Elektrizität aus xy, ausser bei Wärmepumpen....da ist die Arbeitszahl halt nur 1 statt vielleicht 3.

    Wenn einem ein niedriger Energieverbrauch sehr wichtig ist, dann muss man fast zwangsläufig eine Maschine mit Thermoblock nehmen, und die Maschine immer nach Gebrauch umgehend ausschalten. Was bei E61ern leider nicht sehr praxisnah ist.
     
  8. Sekem

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    Irgendwann werde ich mal messen, was die QM verbraucht, wenn ich sie statt am Tag 10 Stunden durchlaufen zu lassen (wenn ich zuhause bin) für die 4 Espressi ein und ausschalte.
     
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  9. Sekem

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    Wobei ich ja keine 4 Espressi beziehen muss, ist ja Unsinn - einer reicht.
    Und der verbraucht 48 Wh. Einschalten, 20! Minuten aufheizen (extra lang), einen Espresso ziehen.

    Das heißt: die 4 Espressi, die ich am Tag beziehe, kosten mich (gerundet) 200 Wh und damit 6 Cent an Energie.
    300 Wh und damit 9 Cent gebe ich zusätzlich aus wenn ich die Maschine (wie häufig, wenn ich zuhause bin) den Tag über (10 Stunden) anlasse.
    Das ist bei den Preisen der Bohnen, die ich benutze, alles völlig vernachlässigbar!
     
  10. Abarth

    Abarth Mitglied

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    @Sekem Bei einer TB Maschine wie Deiner, die im Standby irgendwo im Schnitt rund 30 W zieht, ist natürlich ein striktes Abschaltregime viel weniger wirksam als bei Dual Boilern mit schlecht isolierten Kesseln. Da ist dann Abschalten mehr ein Sport. Ein Bier weniger pro Monat, und schon sind wir wieder bei den Leuten :D
     
  11. Sekem

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    Ja, und um genau den Energieverbrauch ging es ja dem TE.
    Ich fand das ganz erhellend, da mal ein Verbrauchsmessgerät zwischen zu hängen.
     
  12. #32 Dömchen, 14.02.2020 um 18:03 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 14.02.2020 um 18:29 Uhr
    Dömchen

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    Ich bin ja gerne bereit zu glauben, dass ein Thermoblock wesentlich weniger Energie verbraucht, vorausgesetzt der Einsatz ist haushalttypisch sporadisch. Wenn ich Nonstop Espresso ziehe, dürfte die Bilanz ganz anders aussehen.

    Sobald aber dies mit Nachhaltigkeit verwechselt werden soll, werde ich argwöhnisch, denn das hat in der Hauptsache mit werblichen Aspekten zu tun. Nachhaltigkeit kann nicht aus dem Energieverbrauch im Betrieb als Einzelkriterium bewiesen werden, die graue Energie zur Herstellung des Gutes, der Ressourcenverbrauch des Gutes, deren Verfügbarkeit, Häufigkeit und auch die Verwertung nach Lebensende zählen ebenfalls hierzu.

    Wenn man dies alles berücksichtigt, schlägt sich meine 45 Jahre alte Cremina recht wacker, kaum Reparaturen, kaum Ersatzteile und falls Ihr letztes Stündchen einst schlagen würde, kaum Plastikmüll. Und selbst dann könnte sie noch als Organspenderin wertvolle Einsparungen beim Resourcenverbrauch leisten. Aber hoffentlich, und es spricht viel dafür, wird sie mich überleben und weiter Espresso-Freuden bereiten.
    Ich glaube, die Gesamt-Energiebilanz der kleinen Cremina ist tadellos, auch wenn sie sich vielleicht beim gemessenen Einzelbezug einem Thermoblock im reinen Energieverbrauch geschlagen geben müßte.

    Man kann sich die Herstellung von Rettungsringen aus Stahlbeton ISO zertifizieren lassen, mit diesem Zertifikat werden aber Rettungsringe aus Stahlbeton noch immer keine nützlichen und erstebenswerten Gegenstände.
     
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  13. Sekem

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    Ich gebe dir völlig recht @Dömchen
    Ich vermute, das auch der höhere Stromverbrauch der Boiler in der Gesamtkostenrechnung eines Espressobezuges völlig untergehen würde.
    Ich kaufe mir keine Maschine aus Energiebilanzgründen (auch wenn ich mich für eine 20 Jahre alte gebrauchte entschieden habe) sondern weil ich lecker Espresso haben will.
     
  14. FredoBarista

    FredoBarista Mitglied

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    Hallo zusammen

    ich betreibe meine Bezzera Mitica Top E61 an einer Fritzbox Netzwerksteckdose mit der auch der Verbrauch gemessen werden kann.

    Ich lasse die Maschine jeden Morgen zum Frühstück und jeden Mittag eine 1/2 Stunde Aufheizen und beziehe dann innerhalb von+- 1/2 Stunde jedesmal in etwa 1-2 Cappuccinos und 2 Espressos.
    Am Wochenende ich schätzen dass ich sie immer mindestens 3 Stunden pro Tag betreibe und dann mindestens die doppelte Menge der oben beschriebenen Getränke zubereite.

    Somit komme ich laut Fritzbox von einem jährlichen Verbrauch von +-270kWh was für mich vollkommen akzeptabel ist und weit weg von den im Artikel beschriebenen 1200kWh liegt.
     
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  15. Sylvan

    Sylvan Mitglied

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    Hallo zusammen, ich habe eine Ascaso Duo Steel PID, die auch an der Fritzbox Netzwerksteckdose hängt.
    Im Menü voreingestellt sind 25 cent pro kWh. Die Maschine läuft Mo-Do. von 6 bis 8.15 Uhr, von 11.45 bis 14.30 Uhr und dann nochmal abends kurz zum Rückspülen. In Summe läuft die Maschine also unter der Woche 5 Stunden pro Tag und damit wohl rund 3 Stunden täglich länger als die von @FredoBarista.
    Fr.-So läuft die Maschine morgens gleich und mittags bis nachmittags von 11.45 bis 16.30 Uhr. Die Nutzung ist nicht linear. Im Schnitt würde ich sagen Mo.-Do. auf jeden Fall sechs Espressi insgesamt +- 1 bis 2. Die Nutzung am WE schwankt noch stärker, da wir ab und zu ein ganzes WE weg sind oder aber auch mal Besuch haben. Kann ich nicht wirklich gut überschlagen, was da zusammenkommt. Zusätzlich schwankt das Ganze noch, da ich auch sehr gerne Filterkaffee trinken und dann tageweise auch mal ganz auf Espresso verzichte. Wie dem auch sei.
    Die Netzwerksteckdose ist seit Oktober 2019 in Betrieb. Ausgehend vom bisher gemessenen Verbrauch gibt sie folgende Prognose:
    Euro; kWh; kg CO2
    Pro Tag: 0,20€; 0,812; 0,447
    Pro Monat: 6,18€; 24,707; 13,589
    Pro Jahr: 74,12€; 296,484; 163,066
    Mal sehen, was sie dann mal nach einem Jahr wirklich an Verbrauch gemessen haben wird.
     
  16. Max1411

    Max1411 Mitglied

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    Das finde ich jetzt gar nicht so wenig. Bei ähnlichem Szenario komme ich bei der Bianca grob auf 1,1kwh wenn ich beide Boiler an habe. Da ich jedoch oft nur einen an habe, lande ich auch häufig bei 0,6-0,8 am Ende des Tages.
     
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  17. Sylvan

    Sylvan Mitglied

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    Da ich, auch wenn ich nur einen Espresso trinke, nicht extra den Dampf-Thermoblock ausschalte, wären Daten von jemandem mit einer UNO zum Vergleich noch interessant. Kann damit jemand dienen :)? Letzten Monat waren es 23,778 kWh insgesamt. Ich bin, wie gesagt, gespannt, was dann wirklich nach einem Jahr unter dem Strich rauskommt und poste das hier auch gerne (wenn ich es bis dahin nicht vergessen habe ;))
     
  18. Cappu_Tom

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    Ein Hinweis für allfällige Nachahmer solcher Messungen:
    Bei Maschinen mit PID können übliche Billig-Verbrauchsmessgeräte ganz schön daneben liegen.
     
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  19. Sekem

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    Ich hab ja keinen, aber was macht der PID, dass die Messgeräte daneben liegen?
     
  20. Cappu_Tom

    Cappu_Tom Mitglied

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    'PID' war wohl etwas verkürzt ausgedrückt.
    Der Ausgang des Reglers ist ja genau genommen ein EIN/AUS Signal. Um dennoch wie ein kontinuierliches 0 - 100 % Signal wirken zu können, wird die Heizung meist im 1s Takt in 20ms Schritten angesteuert.
    Und genau dafür sind manche Verbrauchsmessgeräte nicht ausgelegt, da sie Spannung und Strom zu langsam abtasten, was für 'übliche' Verbraucher ja meist ausreicht.
    Auch bei nicht sinusförmigen Größen (Schaltnetzteile, Phasenanschnitt) kann der Fehler deutlich ansteigen, was aber bei Kaffeemaschinen kaum zum Tragen kommt, da die Heizung der dominante Verbraucher ist.
     
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