Erfahrungsaustausch von Saint Anthony Ind. Produkte (Filter)

Diskutiere Erfahrungsaustausch von Saint Anthony Ind. Produkte (Filter) im Brühkaffee Forum im Bereich Maschinen und Technik; Dieser Thread soll in erster Linie dem Erfahrungsaustausch zu den Produkten von SAI dienen, die im Filterbereich anzusiedeln sind. Bevor es aber...

  1. #1 Mr. Crumble, 05.12.2017
    Zuletzt bearbeitet: 05.12.2017
    Mr. Crumble

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    Dieser Thread soll in erster Linie dem Erfahrungsaustausch zu den Produkten von SAI dienen, die im Filterbereich anzusiedeln sind. Bevor es aber die ersten Rüffel gibt, möchte ich anmerken, dass mir bewusst ist, dass die Produkte von SAI hier sicherlich nicht sehr weit verbreitet sind und dementsprechend keinen Zuspruch genießen.

    Damit die User wissen, um welche Produkte es sich handelt, vorab erstmal der entsprechende Link zu der HP:
    Saint Anthony Industries

    Ich hatte auch mit mir gehadert, diesen Thread zu erstellen, aber da nun ein bekannter Online-Shop (CC) einige Produkte in sein Sortiment aufgenommen hat und ich weder die Präsentation noch die Preisgestaltung nebst Auswahl wirklich gelungen finde, wollte ich doch den einen oder anderen (Warn)Hinweis geben.

    Zuerst daher meine Bedenken:
    In der Vorweihnachtszeit hat nun der Kaffee Shop einige SAI Produkte in sein Sortiment mit aufgenommen. Mich freut es natürlich, wenn es eine gewisse Breite gibt, die die SAI Produkte vertreibt, da ich diese Produkte ebenfalls gerne nutze. Offizielle Retailer von SAI sind sie meiner Erkenntnis nach jedoch nicht. In Deutschland ist das gem. oben stehender HP lediglich "die Espressonisten". Ich war demnach erstaunt, die Produkte dort zu finden. Was mich ein wenig irritierte, war die Produktauswahl. Der Page Brewer wird als "Server" für den V2 neben den Papierfiltern angeboten.

    Grundsätzlich ist hier zu erwähnen, dass der typische SAI Server der Filibuster ist. Er ist günstiger und etwas kleiner als der Page Brewer; wird jedoch im v.g. Shop nicht angeboten. Der Page Brewer -bei dem man natürlich einen Phoenix aufsetzen kann (sofern man das will)- ist eher als Pendant zur Chemex zu sehen. Hier ist das Brühen ohne zusätzlichen Dripper (hier: Phoenix) möglich und gewollt. Der V2 ist ebenfalls schön anzusehen, ist aber im Vergleich zum Original zu leicht/filigran und in der Handhabung nicht ganz so praktisch. Die Papierfilter im Shop sind preistechnisch zu hoch angesetzt.

    Sollte also die Vorweihnachtszeit genutzt werden, um sich den SAI Produkten anzunähern, würde ich eher zu dem Phoenix70 (Original) nebst den Papierfiltern raten und zu einem Server einer anderen Marke tendieren. Es gibt sowohl in Berlin/Potsdam und in Frankreich und Holland einige Shops, die die Produkte günstiger anbieten, so dass sich dann ein Vergleich der entsprechenden Shops lohnen sollte.


    Meine Eindrücke zu den einzelnen Produkten:

    Phoenix 70 (Original)
    + robust, strikt in Form und Anwendung
    + für den Outdoor-/Gartenbereich geeignet
    +- lediglich für 1-2 Tassen geeignet (bis ca. 250ml)
    - wenig verbreitet und daher wenig Austausch zur Anwendung und den Ergebnissen
    - Preislage
    - Verfügbarkeit
    - teure Papierfilter

    Phoenix 70 (V2)
    + gute Verarbeitung
    + für den mobilen Einsatz geeignet
    +- lediglich für 1-2 Tassen geeignet (bis ca. 250ml)
    - wenig verbreitet und daher wenig Austausch zur Anwendung und Ergebnissen
    - Preislage
    - Verfügbarkeit
    - teure Papierfilter
    - nicht ganz so ideale Bauweise, wodurch der Kaffee auf den Ringen "sitzt"

    Page Brewer
    + doppelwandig; hält gut den Kaffee warm
    + kann als Server oder als manuelle Filtermaschine verwendet werden
    + Aufguss bis ca. 350ml (bei 22g) möglich; also mehr als bei den Phoenix
    - recht hoch, wodurch es auf einigen Waagen etwas wackelig wird und das Gießen nicht so angenehm ist
    - konstruktionstechnisch deutlich hinter dem Pendant Chemex
    - Preislage
    - Verfügbarkeit
    - teure Papierfilter
    - gewöhnungsbedürftige Anwendung

    Filibuster
    + doppelwandig; hält gut den Kaffee warm
    + kann auch für andere Dripper genutzt werden
    +- für den Phoenix zu überdimensioniert.(650ml)
    - das Ausgießen kann aufgrund der inneren Dimension beim ersten Mal zum Kleckern führen.
    - Preislage

    Papierfilter
    +- gewöhnungsbedürftige Form
    - zu lang, um (ggf.) entsprechend vorhandene Server zu nutzen
    - Preis
    - Verfügbarkeit
    Beim Papier gibt es zwei verschiedene Varianten. Die ältere -die kaum noch erhältlich ist- ist platzsparender und günstiger. Dafür muss man selber falten. Die neuere/aktuelle Option ist bereits gefalten und etwas teurer. In der aktuellen Variante nimmt das 100er Pack auch deutlich mehr Platz ein als die Konkurrenz.

    Wie man an den ersten subjektiven Bewertungen erkennen kann, ist nicht alles Gold, was glänzt. Nur weil Produkte höherpreisig sind, müssen sie nicht zwingend besser sein als andere Optionen.

    Den Page Brewer würde ich z.B. nicht empfehlen. Hier kann man das Geld nutzen und lieber eine Chemex kaufen. Anwendung, Brühergebnisse und der Geldbeutel werden sich freuen.

    Der Filibuster ist i.O., muss aber auch nicht zwingend geholt sein.

    Die Phoenix Optionen kann ich indes empfehlen. Zur Not würde es sicherlich ein V2 tun, aber der "Original" ist schon klasse und es macht Spaß mit ihm zu arbeiten. Sofern man Zweifel an den Papierfiltern hat (hier: 2/2 bei den Lagen) kann auch Chemex Papierfilter (3er Größe, 1/3) nutzen. Ich persönlich habe beide Optionen zuhause, verwende aber lediglich die SAI Filter, da sie doch etwas besser passen und der Kaffee angenehmer mundet.


    Nun gut, viel geredet, wenig gesagt *sry* Anbei nun einige Infos zu SAI und dem Phoenix:
    Saint Anthony Industrie wurde von den Bombeck Brüder und Mr. Watts im Juli 2014 in Salt Lake City gegründet. Der Fokus ist die Einfachheit der Nutzung und exzellentem Design. Die Brüder von Saint Anthony Industries haben ihre langjährige Erfahrung als Kaffee Profis und Designer gemacht und haben ein neues Abenteuer begonnen, Barista Equipment für die besten Baristas und Kaffeeliebhaber der Welt zu bauen. So entstehen handgefertigte Tamper, Aprons und der Phoenix 70.

    Kaum einer weiß es, aber als Entwickler im Kaffeebereich genießt Khristian Bombeck nicht zum ersten Mal in seinem Leben "Legendenstatus". Bevor er sich darauf konzentrierte, den Zubehörmarkt in den Qualitäts-Orbit zu katapultieren, war Bombeck Gründer der Firma Alpha Dominche, mithin auch Erfinder der Highend-Filtermaschine „Steampunk" (bei Interesse übrigens auch über uns zu beziehen). Man darf hier also von einem auffälligen Paradigmenwechsel sprechen: weg von der Technik, vom Komplexen, hin zur absoluten Reduktion aufs Wesentliche, zu Holz und Stahl. Detailversessen ist Bombeck indes hier wie dort.

    Zum Phoenix70 heißt es passend auf der HP von SAI:
    The Phoenix is a minimalist approach to brewing coffee based on fundamentals of geometry, physics and chemistry. It is a framework to support a paper filter. The paper filter and the Phoenix together create the geometry of the brew column. The geometry of the brew column is a key element in the coffee brewing process. By changing the shape of the brew column you will alter the characteristics of the coffee that is brewed through it.

    Depending on the type of the coffee being brewed, volume of desired output, and targeted cup profile there is a corresponding brew column shape that will optimize your success in brewing.

    In an average 24 gram coffee brew with a standard 60 degree cone shape, the dry brew column is 2.25 inches tall. In an average 24 gram coffee brew with a 70 degree cone shape, the dry brew column is 3 inches tall. The 70 degree brew column is 33 percent taller, causing the brew water to travel further through the brew column. Therefore, by increasing the height of the brew column you are increasing the water to coffee contact. All else being constant, increasing the water to coffee contact results in more extraction of coffee solubles.

    Secondly, the brew column serves as a filter. As the water moves through, coffee matter is carried downward. Most of the non-soluble matter is eventually trapped within the column, therefore acting as the primary filtering mechanism for the brew. The taller the brew column, the more non soluble coffee matter will stay in the brew column, resulting in higher cup clarity.

    In short, a taller brew column can help achieve higher extraction yields of coffee solubles and enhances cup clarity.

    So, das soll es erstmal von mir gewesen sein. Ich hoffe, dass der Post einigermaßen hinnehmbar ist und zur Diskussion *und weniger zur Kritik* anregt. Ich würde mich freuen, wenn man das ein oder andere Produkt von SAI hier auch mal sieht oder diskutiert ;) Bilder (ggf. Vergleich zwischen V2 und Original) würde ich Bedarf nachliefern. Zeittechnisch wird es aber wohl erst im Januar klappen..

    Mr. Crumble
     
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  2. #2 mahlmalmaik, 05.12.2017
    Zuletzt bearbeitet: 05.12.2017
    mahlmalmaik

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    Ich selber besitze den New Levy Tamper und habe mir den Phoenix 70 beim örtlichen Händler hier in Berlin (Der jede Menge Produkte von SAI vertreibt) angeschaut, und die Verarbeitung sah beim Phoenix tadellos aus. Auch mein Tamper ist extrem gut verarbeitet und ist schon seit mehreren Monaten im Betrieb. Auch bei Rückfragen antworten die Jungs von SAI relativ zügig.
     
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  3. #3 Mr. Crumble, 05.12.2017
    Zuletzt bearbeitet: 06.12.2017
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    Vielleicht noch als kleine Ergänzung zum 1. Post..ein "Brew Guides"

    für die Phoenix70:
    15gcoffee to 230g of water
    30g water bloom for :30
    At :30, fill to 100g of water
    At 1:00, fill to 170g of water
    At 1:30, fill to 230g of water

    bzw.:
    20171205_142324.jpg

    für den Page Brewer:
    22g coffee to 350g of water
    50g water bloom
    <-anschließend langsames Nachgießen der 300g Wasser

    Mahlgrad beim Phoenix entspricht ungefähr dem Mahlgrad, der bei der V60 (01) genutzt wird. Der Mahlgrad beim Page Brewer ist deutlich gröber (ungefähr FP-Niveau).

    Edit im Vergleich zum V60 brühe ich mit dem P70 heißer auf (+2-3Grad, sofern das meine MK500 schafft).

    Mr. Crumble
     
  4. #4 Nassrasierer, 06.12.2017
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    Sieht sehr interessant aus. Im Vergleich zum v60 nimmt man ja deutlich weniger Pulver bezogen auf die Wassermenge. Dafür ist die Kontaktzeit länger. Ich vermute mal dass das eher den Körper des Kaffees betont und die Säure nicht so durch kommt? Etwas abschreckend finde ich den Preis. Die Filter sind noch mal n Stück teurer als die ohnehin schon teuren des V60 und das Eisengestell mit Filter und der Glaskaraffe für 125 Euro finde ich ziemlich gesalzen. Ist ja nicht viel dran. Aber interessieren würde es mich schon.
     
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  5. #5 Mr. Crumble, 06.12.2017
    Zuletzt bearbeitet: 06.12.2017
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    @Nassrasierer
    Ja, wenn man sich den Produkten von SAI widmet, dann kann man schon einiges an Geld lassen. Die Qualität ist aber wirklich gut und man kann demnach nicht klagen. Gerade im Outdoorbereich muss man nicht zwingend auf den Dripper aufpassen. Der ist robust. Das "Komplettpaket" würde aber platztechnisch dicker auftreten als vergleichbare Vertreter, gerade, was die Filtertüten angeht.
    Es muss auch nicht zwingend das Komplettpaket gebucht werden. Der Filibuster z.B. ist okay, sieht nett aus..aber man muss ihn nicht haben. Ich verwende ihn meist auch mit dem V60 (02) bei gr. Mengen (500ml). Mit dem P70 (bei 235ml) ist er halt nur zu 1/3 gefüllt, was halt immer ein wenig seltsam aussieht. Nebenbei ist er recht hoch, was ich auch nicht wirklich ideal auf der Waage finde. Vom Page Brewer würde ich auch eher abraten.
    Als alternativen Server würde ich (sofern ich neu kaufen würde) die Option von Bairro Alto nehmen (Conical Coffee Flasks) oder einen anderen Glaskolben, der passt. Teuer muss es nicht sein.

    Als Kontaktadressen zur Beschaffung nehme ich mal zwei Vertriebe auf, die zuverlässig die Produkte anbieten und unterstützend zur Seite stehen.
    Cafetière filtre manuelle Chemex, Hario V-60, Bodum, Aeropress (ist der günstigste Anbieter). Hier ist der P70 (Original) zu 55,00 € erhältlich, die Filter liegen bei 12,00 €. Ansonsten würde ich noch Keen empfehlen! Keen wäre in Bezug auf die o.g. Produkte mein Fav.! Warum? Weil Keen Coffee die Geräte nicht nur vertreibt, sondern selber nutzt. Ich habe sowohl mit Bonne und Rob (der den P70 auch bei den Championships einsetzt) geschrieben und den Erfahrungsaustausch betrieben. Daher unterstütze ich sie gerne, obwohl sie deutlich teurer sind und auch nicht alles von SAI anbieten.

    Was den Kaffeegeschmack angeht *eigentlich der wichtigste Punkt*, ist es richtig, was du schon erwähnt hast. Der P70 tendiert eher Richtung Chemex und liefert teils komplett andere Nuancen(Schwerpunkte/-Betonungen) als z.B. die V60. Weniger Säure und schön homogen, ohne an Komplexibilität zu verlieren. Teilweise sirupartig, cremig und mit leichter Teetendenz; abhängig von der Bohne dann auch saftiger und fruchtiger.

    Bei den Filtern muss man dann mal schauen, wie sie ankommen. Man kann die Originale von SAI ja auch durchaus mit den von Chemex tauschen. Dann wäre der Geschmack aber nicht zwingend gleichzusetzen, da die Filterstruktur doch anders ist.
    @DaBougi hatte mich in einem anderen Thread auf einen wichtigen Punkt gebracht, den ich so vielleicht noch nicht erwähnt habe. Das Aufgießen geschieht ähnlich wie bei den anderen (Cone)Drippern. Die aufzugießende Fläche ist jedoch -bedingt durch die 70 Grad- spürbar schmaler als bei der V60. Dadurch wirkt der Filter auch recht spitz. Was sich zuerst ein wenig gewöhnungsbedürftig anfühlt, geht aber schnell ins Blut über. Gebrüht wird dann eher nach der Perger Methode..eher außen gießen als den bekannten inneren Donutkreis ;)
    Das Papier ist zweilagig und macht das auch gut mit. Sofern man aber übertreibt und den Filter zu gut durchspült oder übertrieben gießt, kann es schonmal sein, dass ein wenig Kaffee nach außen tritt und auf dem unteren Ring landet. Dies ist bei der V2 deutlich auffälliger und regelmäßiger anzutreffen.
    Dieser Umstand ist in den Videos zu den Drippern eher weniger zu beobachten. Warum? Da man hier trickst. Oft wird entweder der Filter nicht durchgespült oder die Kamera in andere Pose gebracht. Clever.
    Ungeachtet dieser "optischen Problematik" gibt es aber geschmacklich keine negative Beeinflussung.


    Mr. Crumble

    Edit wenn ich die Zeit finde, poste ich mal eine Gegenüberstellung von V2 und Original nebst dem direkten Größenvergleich V60 und Phoenix70. Dann kann man das besser einordnen.[/USER]
     
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  6. #6 Mr. Crumble, 06.12.2017
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    Anbei noch die besprochenen Vergleichfotos der einzelnen Elemente. Der Größenvergleich..

    Zuerst die Filter:
    20171206_183610.jpg 20171206_183112.jpg
    Man sieht beim direkten Vergleich das Verhältnis des Filters zum Hario 01 Server. Dieser ist für den P70 nicht wirklich geeignet. Der Kaffee kann nicht abschließend durchfließen und es kommt zum direkten Kontakt zwischen dem Filter und dem Brühergebnis.

    Daher nun der direkte Vergleich der Server; inkl. Page Brewer:
    20171206_182228.jpg
    Also Page Brewer, Filibuster (beide SAI) und der Hario (01) Server.

    Phoenix(e) im Vergleich:
    20171206_182557.jpg 20171206_182614.jpg
    Links: Original und rechts der V2

    Phoenix70 (Original):
    20171206_182809.jpg 20171206_182845.jpg

    Phoenix70 (V2):
    20171206_182708.jpg 20171206_182728.jpg

    Abschließend noch ein Foto, was (nachgestellt) den "Tanz auf dem Ring" aufzeigen soll. Da ich mit dem Kaffeekonsum heute durch bin, wurde lediglich mit Wasser und dem V2 gearbeitet:
    20171206_183929.jpg
    Sieht man vielleicht nicht ganz so gut. Der Wasseraustritt ist auf der rechten Seite..

    Soweit sollte das erstmal reichen. Ich denke mal, dass man sich nun erstmal ein grobes Bild zum Volumen machen kann..bei SAI ist halt nicht nur alles teurer, sondern auch größer ;)
    Cya
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  7. #7 DaBougi, 06.12.2017
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    Gutwr thread... SAI ist mir davor auch schon ins Aige gestochen. Fazit war: teuer aber interssant :)
     
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  8. #8 DaBougi, 06.12.2017
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    Abgesehen von zwei Tippfehlern in meinem so kurzen Post:
    Keine Ahnung was die Initialzündung für gerade den/die v60 war, jedenfalls wurde es dadurch zum Selbstläufer (Erfahrungen führen zu mehr Käufern führen zu noch mehr Erfahrungen usw)...

    Will sagen: eines von zig Produkten hat den "Durchbruch" geschafft, ob es deshalb das "beste" (was immer das heissen mag) war, sei dahingestellt.

    Also schau ma mal: was könnte der Phoenix "besser"
     
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  9. #9 Mr. Crumble, 07.12.2017
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    @DaBougi Das ist die Frage zur Daseinsberechtigung?! *ohoh*
    Kurz und knapp würde ich mal sagen, dass die Produkte von SAI nichts zwingend "besser" machen. Der Phoenix70 ist ein Dripper, der halt von der Bauweise und dem Geschmacksprofil anders (als die Konkurrenz) ist. Ob dies den persönlichen Geschmack der entsprechenden Nutzer trifft, hängt halt von eigenen Ansprüchen/Zielsetzungen ab. Die Geschmackstendenzen hatte ich weiter oben schonmal versucht zu beschreiben. Im Vergleich zur V60 Variante ist er aber weniger zum Experimentieren geeignet. Hier hat man eher seine straffen Parameter, denen man folgt.
    Warum ich mich damals für die Produkte entschieden habe? *grübel* Das Produkt hatte mich auf einigen HPs verschiedener Röster angesprochen und neugierig gemacht. Da mich zuerst der Preis ein wenig abschreckte, dauerte es auch ein wenig bis ich mir die ersten Produkte anschaffte. Grundsätzlich verwende ich (sowohl auf Arbeit als auch zuhause) primär zwei unterschiedliche Dripper. Der Hario V60 ist Standartprogramm und begleitet mich von Anfang an. Die P70 hatte im Laufe der Zeit dann den Kalita 155 vertrieben, so dass jeweils primär Hario V60 (01+02) nebst Phoenix70 (zuhause das Original, auf Arbeit die V2) eingesetzt werden; schließlich sollen die Ergebnisse auch reproduzierbar und vergleichbar sein. Sekundär kommen dann die anderen Optionen gem. Signatur zum Einsatz, wobei ich hierbei meist auf die Siphon setze.
    Als Haupt"Brewer" oder als ersten Dripper zum Starten in die Kaffeewelt würde ich die P70 wahrscheinlich nicht nehmen. Eher als Ergänzung zu den bereits vorliegenden Drippern und zum direkten Vergleich der teilweise unterschiedlichen Brühergebnisse; um die Kaffeebohnen halt auch anders wahrzunehmen/zu erfassen.
    Natürlich wollte ich auch ein wenig "Mut zur Lücke" beweisen und mir war klar, dass es ggf. nicht leicht wird. Im Prinzip waren die ersten praktischen Schritte nicht wirklich vielversprechend und der Austausch von Erfahrungen war eher schwierig. Mir war es unangenehm nach der richtigen brew ratio etc bei SAI oder anderen Vertrieben zu fragen (auch weil mein englisch nicht gerade gut ist) und ein wenig stolz ist man ja auch. Ich habe demnach die Videos versucht "auszulesen" und zu kopieren und habe so blind meine eigenen Parameter geschaffen und erst wesentlich später dann den Kontakt zu Gleichgesinnten gesucht.
    Den von dir angesprochenen Punkt, was demnach die Verfügbarkeit, Erfahrungsaustausch, Hinweise, Brew Guides etc zum V60 betrifft, ist wichtig und Gold wert. Je verbreiteter ein Gerät ist, desto mehr Erfahrungen können erstellt und ausgetauscht werden. Wie du aber selbst schreibst, muss dies nicht zwingend heißen, dass das als "einziges Gerät" funktioniert und gut/besser ist. Es wird lediglich optimiert.
    Erlaubt ist, was schmeckt *sag' ich mal* ;) Egal wie und egal womit. Geschmäcker sind halt verschieden und somit hat jede Brühmethode und jedes Gerät -für mich- ihre (Daseins)Berechtigung.
    Um den Umstieg/Einstieg auf den Phoenix70 leichter zu gestalten, gibt es nun diesen Erfahrungsaustausch.

    Mr. Crumble
     
  10. #10 DaBougi, 07.12.2017
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    Absolut nicht.

    Keiner braucht eine "Berechtigung"...ich wollte quasi eher hören, was ich mir erwarten kann bzw was anders ist im Handling
     
  11. #11 Mr. Crumble, 07.12.2017
    Zuletzt bearbeitet: 07.12.2017
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    Das Handling entspricht der typischen Aufbereitung der "cone dripper". Der Mahlgrad der Phoenix70 gleicht dem Pendant zur V60 (01). Filter rein, durchspülen und Server wärmen, 15g (für ca. 235ml)..
    15gcoffee to 230g of water
    30g water bloom for :30
    At :30, fill to 100g of water
    At 1:00, fill to 170g of water
    At 1:30, fill to 230g of water
    Die Durchlaufzeit ist etwas länger als im direkten Vergleich zur V60. Sofern man also bereits eine V60 verwendet hat, sollte der Umstieg nicht schwer fallen. Obiger Vorschlag zum Brühen gilt jedoch nur als Lösungsansatz. Wie bei der V60 kann man natürlich in unterschiedlichen Intervallen aufgießen. Durch die Gestaltung (Nutzung der 70 Grad) ist die Gießfläche schmaler. Der Filter sitzt fest im Phoenix und knickt nicht o.ä. Eigentlich eine sehr stabile Geschichte.

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  12. #12 DaBougi, 07.12.2017
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    Ich check den Unterschied zw phoenix original und v 2 nicht...
     
  13. #13 Mr. Crumble, 07.12.2017
    Zuletzt bearbeitet: 07.12.2017
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    Im Prinzip könnte man sagen, dass die V2 das weibliche Gegenstück zum Original ist. Die V2 wurde leichter gebaut; die Ringe sind schmaler. Darüber hinaus wurde die Form auch anders gewählt. Das erkennt man am besten am obigen Bild (Post #6, "Tanz auf dem Ring" und die Vergleichsbilder, die die beiden Phoenix(e) von unten zeigen).
    Das Original besitzt längliche Streben jeweils in der Mitte der Ringe, bei der V2 werden die "Streben" vom inneren unteren Kreis zum oberen Kreis in die Mitte dessen geführt. Die drei (waagerechten) Elemente zur Stabilisierung bzw. Aufsetzen auf den Server sind im Original direkt am unteren Ring angebracht. Bei der V2 werden sie im inneren unteren Ring unter den Ring nach außen geführt.
    Da ich heute wieder beide P70 getrennt habe (P70, V2 ist wieder @work) kann ich jetzt keine neuen Vergleichsbilder machen, aber vielleicht erklärt es sich ja wie oben ergänzend berichtet. Sofern neue Bilder gewünscht sind, reiche ich sie nach.

    Durch die neue Konstruktion sieht die Phoenix70 als V2 vielleicht besser aus (ist auch günstiger), hat aber auch den nachteiligen Effekt, dass es dann zu den v.g. "Tanz des Kaffees auf dem Ring" kommt, da die Streben mehr Druck auf den Papierfilter ausüben.

    Edit fast vergessen: Das eingesetzte Material unterscheidet sich noch. Das Original besteht komplett aus Edelstahl (grau) und die V2 besteht aus Aluminium (silber, Chrom)

    Mr. Crumble
     
  14. #14 DaBougi, 07.12.2017
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    Ok, danke...also Geometrie des Filters ist gleich...d.h. Es passt der gleiche Papierfilter
     
  15. #15 DaBougi, 07.12.2017
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    Der plum bottom snifter gefällt mir :)
     
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  16. #16 Mr. Crumble, 07.12.2017
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    beim Phoenix70 (Original) und Phoenix70 (V2) werden die gleichen Filter genutzt, ja.

    Mr. Crumble
     
  17. #17 DaBougi, 07.12.2017
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    Danke...
    filibuster und Page brewer haben es mit eher nicht angetan, da gefällt mir der notneutral gino besser:
    Capture+_2017-12-07-09-17-08.png
     
  18. #18 Mr. Crumble, 07.12.2017
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    Ja, der ist wirklich nice und preislich noch im Rahmen. Kann man aber für alle Getränke nutzen (Tee, Spirituosen etc). Ich habe zwei davon :)

    Mr. Crumble
     
  19. #19 Mr. Crumble, 07.12.2017
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    Ja, der Page Brewer ist nicht ideal und m.E. auch eine Fehlkonstruktion. Bei der Preislage leider eine Enttäuschung. Als Alternative ist hier der Griff zur Chemex die bessere Wahl.
    Der Filibuster ist okay, doppelwandig und hält den Kaffee gut warm. Ein MUSS ist es aber def. nicht. Da sehe ich eher ne normale kleinere Kolbenversion aus Glas oder die Optionen von Bairro Alto (Conical Coffee Flasks). Aber das ist reine Geschmacksfrage.
    Den Gino kenn' ich nicht *sry*

    Mr. Crumble
     
  20. #20 Auchich, 07.12.2017
    Auchich

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    Der gefällt mir auch sehr gut! Ich habe schon nach Bezugsquellen in Deutschland gesucht, bin zum Plum Bottom Snifter aber nicht fündig geworden. Woher hast Du Deine bekommen?
     
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