Erfahrungsbericht: Mahlgut Tamper und Dozer

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  1. Bili

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    Liebe Community,

    Seit bald 2 Monaten bin ich stolzer Besitzer des Mahlgut-Tampers Palm und dem passenden Planierer bzw. Dozer und möchte an dieser Stelle meine Eindrücke mit euch teilen. Dies soll nun kein vollständiger, professioneller Test werden, sondern lediglich eine Dokumentation meiner Erfahrungen, ergänzt, um einige etwas objektivere Tests, die mir selbst dazu dienten, im Nachhinein zu klären ob sich der Kauf gelohnt hat. Wenn euch also teile meiner Methoden oder meine Schlussfolgerungen zu subjektiv erscheinen, dann entschuldige ich mich schon einmal im Vorraus dafür, würde euch aber im selben Zuge darum bitten, in diesen Thread lediglich Fragen zu den Produkten zu stellen und nicht über Methodik etc. zu diskutieren.

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    1. Produktbeschreibung
    Die Idee hinter dem Mahlgut-Tampern ist es ein Verkanten beim Tampen zu verhindern, um stets eine perfekt ebene Oberfläche des Mahlguts zu gewährleisten. Hierfür wird die Tamperbase oberhalb in einen stufenlos einstellbaren Abstand von einen breiteren Metallring umgeben, der beim Tampen auf dem Rand des Siebs aufsetzt und somit die Base ausgerichtet hält. Das Ausbleiben des Verkantens soll insbesondere Sidechanneling reduzieren.
    Die Idee hinter dem Dozer ist es hingegen das Mahlgut vorm Tampen gleichmäßig im Sieb zu verteilen. Der Dozer ist hierfür aufgebaut wie der Tamper, mit dem Unterschied, dass in der Base rotationssymmetrisch Rampen eingefräst wurden. Führt man den Dozer mit einer drehenden Bewegung in das mit Mahlgut gefüllte Sieb ein, verteilen diese Rampen wie kleine Schaufelräder das Mahlgut gleichmäßig im Sieb.

    2. Warum habe ich mich zum Kauf entschieden?

    Das Schlüsselwort bei der Espressozubereitung ist und bleibt Reproduzierbarkeit, denn nur wenn ich bestimmte Parameter reproduzieren kann, kann ich sie kontrollieren und ihren Einfluss auf das Ergebnis einschätzen. Der Tamper in der Kombination mit dem Dozer sollte also meine Reproduzierbarkeit beim Tampen erhöhen und somit als Einflussfaktor bei der Extraktion ausschließen. Gerade bei unterfüllten Sieben lässt sich das Mahlgut nur schwerlich mit Klopfen und den Fingern homogen verteilen und der Druck beim Tampen schwankt bei mir unter anderem mit der Tageszeit. Erstes Problem sollte der Dozer lösen und letzteres der Tamper, da bei einer reproduzierbaren Menge und Verteilung des Mahlgutes der Tampingdruck beim Mahlgut-Tamper nur von der eingestellten Eindringtiefe der Base abhängt und nicht von der eigenen Muskelkraft.

    3. Material und Verarbeitung
    Man kann die Tamper und den Dozer in den verschiedensten Varianten erhalten. Begonnen bei der klassischen Edelstahlvariante über farbliches eloxiertes Aluminium bis hin zu verschiedenen Versionen aus Holz hat man die Qual der Wahl - sinnvollerweise ist die Base selbst immer aus Edelstahl. Ich hatte mich beim Tamper für den schwarz eloxierten und beim Dozer für die klassische Edelstrahlvariante entschieden, wobei ich die "Griffe" auch jederzeit tauschen könnte. Beide weisen die von Mahlgut gewohnt gute Verarbeitungsqualität aus, die aber leider auch mit den kleinen Schönheitsfehlern aufwartet, die man bspw. auch beim Auffangbehälter der MG1 finden kann. So sind beim Dozer die Kanten nicht absolut perfekt entgratet und der Tamper zeigte schon ab Werk auf den beiden aufeinander liegenden Flächen des Einstell- und Konterringes unschöne Kratzer in der Oberfläche (vgl. Bilder). Hierbei handelt es sich natürlich um Kritik auf sehr hohen Niveau, da die Kratzer nur im zerlegten Zustand sichtbar sind und die nicht entgrateten Stellen die Funktion in keiner Weise einschränken.

    4. Handling
    Dozer, Mahlgut verteilen: Das Prinzip ist denkbar einfach. Dozer mit den Fingerspitzen greifen und mit einer drehenden Bewegung auf das mit Mahlgut gefüllte Sieb aufsetzen. Anschließend noch einmal drehen und den Dozer wieder entfernen (vgl. Videos). Der Dozer sollte hierfür im Idealfall so eingestellt werden, dass er das Mahlgut auch wirklich nicht verdichtet, sondern lediglich verteilt, wofür man sich an den Rillen orientieren kann, die die Bases seitlich umringen. Als Faustregel fahre ich die Dozer-Base stets eine Rille weniger weit aus als beim Tamper und empfehle des Weiteren das Mahlgut vorher noch immer durch Klopfen leicht vorzuverteilen, um ein Verdichten durch den Dozer auch wirklich auszuschließen. Eine kleine Schwäche offenbart der Dozer bei der Verwendung von dunklen Röstungen, da diese stärker ölen, was wiederum dazu führt, dass Mahlgut an der Unterseite des Dozers hängen bleibt. Diese lassen sich aber leicht abklopfen, in dem man den Dozer vor dem vollständigen Entfernen aus dem Sieb nur knapp 1cm anhebt und wieder fallen lässt.
    Auch das Gewicht des Dozers sollte bei der Wahl der Material-Variante berücksichtigt werden. Der Dozer wird mit den Fingerspitzen gehalten und auch durch eine Kombination aus Handgelenk- und Fingerbewegung gedreht, weswegen gerade bei Vielnutzung ein kleines Gewicht förderlich sein sollte. Hier musste ich feststellen, dass die eloxierte Variante knapp 450g leichter ist als die normale Edelstahlversion, weswegen ich inzwischen auch die eloxierten Teile für den Dozer verwende. Der Griff nach Holz sollte einem hier sogar noch mehr Erleichterung verschaffen.

    Tamper, Mahlgut verdichten: Wichtig ist hier, dass ich die Palm-Version der Tamper besitze, d.h. bei dem Tamper wird auf einen klassischen Griff verzichtet und stattdessen schließt der Tamper oben mit einer Platte ab. Zwischenzeitlich hatte ich auch die frühere Version mit Griff daheim, die mir aber auf Grund des enormen Gewichts des Edelstahls zu schwer war und der geringe Mehrwert gegenüber dem Palm glich dies auch nicht aus.
    Zum Tampen halten wir den Tamper, wie auch den Dozer in den Fingerspitzen und setzen ihn möglichst gerade auf das Sieb auf, wobei wir auch bereits mit leichten Druck anfangen können das Mahlgut zu verdichten. Anschließend legen wir die Handfläche auf den Tamper auf und drücken mit steigender Kraft zu bis der äußere Ring auf dem Siebrand zum liegen kommt (vgl. Videos).
    Hier offenbaren sich zwei kleinere Designschwächen. Der Tamper garantiert zwar stets eine ebene Oberfläche nach Abschluss des Tampens, kann aber ein leichtes Verkanten beim Tampen selbst nicht vollständig verhindern. Hier hat die klassische Variante mit Griff die Nase vorn, da man den Tamper wie einen Schraubendreher halten und somit besser gerade halten kann. Insbesondere kann das Tampen mit dem Palm bei Vielnutzung das Handgelenk belasten. Dies scheinen die Macher hinter Mahlgut auch schon erkannt zu haben und haben zu meiner Freude - oder Trauer, da ich ja nun den Palm habe - den Mahlgut Tamper Buzzer herausgebracht, der die obere Platte gegen eine Halbkugel ersetzt, die besser in der Hand liegen und verhindern sollte, dass beim Tampen im Handgelenk ein unangenehmer rechter Winkel entsteht. Auch hier rate ich abschließend zu den leichteren eloxierten Varianten zu greifen.
    Zum Einstellen des Dozers nehme ich in der Regel die Einstellung des Tampers als Referenz, aber wie stelle ich denn nun den Tamper perfekt ein? Das einfachste wäre es einmalig mit einen anderen Standard-Tamper ordentlich zu Tampen, dann den Mahlgut-Tamper aufzusetzen und auf die durch das bereits verdichtete Mahlgut vorgegebene Tiefe einzustellen. Wer keinen anderen Tamper zur Hand hat, kann aber auch den Mahlgut-Tamper wie einen solchen verwenden. Hierfür fährt man einfach die Base auf die maximale Länge aus, verklemmt die beiden Platten aber nicht fest miteinander. Nachdem man wie gewohnt getampt hat, dreht man den Einstellring anschließend bis auf den Siebrand herunter, wobei man einen leichten Druck auf dem Tamper beibehalten sollte, und kontert anschließend mit der oberen Platte. Der ganze Prozess ist hier im Video zu sehen und dauert nur wenige Sekunden.
     
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  2. Bili

    Bili Mitglied

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    Justieraufwand: Eine der interessanteren Fragen lautet wohl ob ich beim Einpendeln eines neuen Espresso, bei dem ich Mahlgrad und Dosis ständig leicht ändere, den Tamper jedes Mal neu einstellen muss und über meine Antwort wird man sicherlich vorzüglich streiten können. Was passiert denn eigentlich, wenn ich die Dosis ändere und weiterhin mit derselben Einstellung tampe? Vergrößere ich die Dosis, steigt der Kraftaufwand, den man benötigt um den Tamper auf die eingestellte Tiefe herunter zu drücken, womit sich die Dichte des Mahlgutes folglich erhöht. Verringere ich die Dosis, verringere ich folglich auch die Dichte des fertig getampten Mahlgutes. Spielen kleine Änderungen in der Dichte denn aber eine so große Rolle? Meine Antwort hierauf lautet nein. Bei der Extraktion wird Wasser mit einen Druck von ca. 9 bar durch den Puck gepresst, was einem Vielfachen der Kraft entspricht, die immer wieder für den Idealen Tampingdruck empfohlen wird. Das Mahlgut wird also eigentlich erst durch die Pumpe richtig verdichtet und in der Tat spielt es meiner Erfahrung nach für das Ergebnis an unserer großen Gastromaschine im Geschäft auch keine Rolle ob ich mit dem Tamper zuvor nur leicht gestreichelt oder mich mit meinen ganzen Gewicht auf dem Tamper geworfen habe. Entscheidend scheint es nur zu sein, ob die Puckoberfläche eben ist und der Puck eine homogene Dichte aufweist. Ein wenig anders verhält es sich meiner Erfahrung nach bei den meisten Heimmaschinen, die in der Regel Vibrationspumpen verbaut haben und im Vergleich zu den Rotationspumpen sehr viel länger brauchen um die anvisierten 9 bar Druck aufzubauen. Hier konnte ich beobachten, dass bei zu geringem Druck beim Tampen bei der Extraktion vermehrt Channeling auftritt und des Espresso ins Saure umschlägt. Dies führe ich darauf zurück, dass bei einer zu schwachen Verdichtung das Wasser auf Grund des zunächst zu geringen Drucks das Mahlgut aufschwemmen und sich Tunnel graben kann. Man sollte meiner Meinung nach bei Verwendung einer Vibrationspumpe auf eine gewisse Mindestkraft beim Tampen achten. Für den Mahlgut-Tamper bedeutet dies, dass bei größeren Verringerungen in der Dichte der Tamper neu eingestellt werden sollte. Bei kleinen Feinjustierungen von bis zu +-0,3g verzichte ich aber in der Regel darauf.

    5. Einfluss auf die Reproduzierbarkeit
    Erhöht die Verwendung von Tamper und/ oder Dozer nun tatsächlich die Reproduzierbarkeit? Um dieser Frage nachzugehen habe ich mit Hilfe eines bodenlosen Siebträgers bei drei Testreihen den Fluss aus dem Sieb mit einer Kamera dokumentiert und anschließend das Ausmaß des Channelings zu beurteilen versucht. Im Detail habe ich dreimal jeweils drei Shots bei unveränderter Dosis und Mahlgrad beobachtet, wobei ich bei den ersten drei Shots meine normalen Epico-Tamper, beim zweiten Triple lediglich den Mahlgut-Tamper und beim letzten Triple Tamper und Dozer verwendet habe. Die Aufnahmen können hier eingesehen werden.
    Das erste Ergebnis war, dass es für mich keine große Rolle spielt ob ich den Epico-Tamper oder den Mahlgut-Tamper verwende, da ich scheinbar auch mit dem Standard-Tamper in der Lage bin gerade zu tampen - seien wir mal ehrlich, so schwer ist es ja auch nicht. Ich würde aber unterstellen wollen, dass im hektischen Dauerbetrieb eines Cafés die Lage anders aussehen könnte und der Mahlgut-Tamper in jeden Fall die Reproduzierbarkeit erhöhen sollte, erst recht, wenn ungeschultes Personal vor Ort ist.
    Das zweite Ergebnis war, dass die Verwendung des Dozers tatsächlich Channeling reproduzierbar verringerte. Scheinbar schaffe ich es nur mit Klopfen und Streichen nicht immer das Mahlgut gleichmäßig genug zu verteilen, sondern neige dazu, auf einer Seite des Siebes immer etwas mehr anzuhäufen, was letztlich zu Sidechanneling führt, da der Puck auf besagter Seite dichter ist als auf der anderen. Hier begehe ich wohl einen systematischen Fehler. Bei der Verwendung des Dozers konnte ich besagtes Sidechanneling hingegen nie beobachten.
    Um den Dozer ein letztes Mal auf dem Prüfstand zu stellen, habe ich zuletzt noch eine Testreihe durchgeführt, bei dem ich absichtlich das Mahlgut so ungleichmäßig in das Sieb gefüllt habe, wie es mir nur möglich war. Ich häufte das Mahlgut beim Umfüllen aus dem Behälter der Mühle also jedes Mal bewusst auf einer Seite des Siebes auf, bevor ich den Dozer zum Einsatz brachte. Tatsächlich konnte ich bei der Extraktion anschließend lediglich leichtes Sidechanneling beobachten, das vergleichbar war mit dem, welches ich ab und an beobachten konnte wenn ich das Mahlgut ohne Dozer verteilt habe (s.o.).

    6. Fazit
    Der aufmerksame Leser wird mein Fazit bereits zwischen den Zeilen herausgelesen haben. Sowohl Tamper als auch Dozer erfüllen ihren Zweck, die Frage ist nur, ob sie ihn besser erfüllen als andere Tamper bzw. der Mensch dahinter.
    Nachdem ich viele Jahre in der Gastronomie und zu Hause mit normalen Tampern gearbeitet habe, habe ich eine entsprechend gut trainierte Tampingtechnik entwickelt, weswegen der Mehrwert des Mahlgut-Tampers sich bei mir nicht in einen besseren Ergebnis äußert, sondern lediglich in der Bequemlichkeit und der Reproduzierbarkeit, die in der hektischen Gastronomie sonst schnell mal leidet. Der Dozer hingegen stellt einen klaren Gewinn für mich dar, da es nicht einfach ist das Mahlgut nur mit Klopfen und Streichen gleichmäßig zu verteilen, wenn man das Sieb nicht gerade jedes Mal randvoll macht, was ich nicht empfehlen kann. Dieses Problem ist mit dem Dozer endgültig passé.
    Wer also bereits ordentlich mit seinen Tamper umgehen kann, also stets gerade tampt, und nicht gerade in einem frequentierten Café arbeitet, kann auf den Mahlgut-Tamper getrost verzichten. Allen anderen lege ich ihn aber wärmstens ans Herz. Der Dozer stellt aber in jeden Fall eine Bereicherung für jeden Heim- oder Berufsbarista dar.
     
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  3. #3 yoshi005, 09.07.2016
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    Danke für den ausführlichen Bericht. Das Planiertool finde ich grundsätzlich sehr interessant, würde aber keinen dreistelligen Betrag dafür ausgeben.

    Wenn jemand mal auf die Idee kommt, die Grundidee deutlich günstiger umzusetzen (von mir aus auch aus Alu oder Kunststoff), werde ich das sicher mal ausprobieren...
     
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  4. antony

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    Toller Bericht, danke.
    Ich bin nur ein wenig erstaunt.
    War nicht gerade die hochwertige Verarbeitung ein Punkt der immer FÜR Produkte von Mahlgut sprach und somit auch mit verantwortlich für die doch recht hohen Preise?
    Die Kratzer auf den Böden sind nicht schön, könnte ich aber mit leben.
    Die unsauberen Kanten würden mich aber stören .

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  5. Bili

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    Naja, tatsächlich sind mir die Grate erst aufgefallen als ich nach Fehlern gesucht habe. Prinzipiell sollte man hier wohl tatsächlich mehr erwarten, aber auch schon bei der Mühle waren die Schweißnähte beim Behälter eher unschön. Das kleine Quäntchen zur Perfektion fehlt halt. Ich werde aber mal nachfragen ob das mit den Graten nicht doch ein Montagsfehler war, war ja auch ein Vorserienmodell. Kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass das bei den aktuellen Dozern im Shop auch so ist.
     
  6. #6 domimü, 10.07.2016
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    Zur Neujustage,
    Wiegst du das Kaffeemehl oder benutzt du "die" Handmühle? Die meisten elektrischen Mühlen haben ja eine größere Schwankungsbreite selbst bei Single Dosing oder elektronischer Dosierung.

    Mit der Kuppel wird der Winkel noch kleiner, das hätte ich als noch unangenehmer erwartet als den rechten Winkel. Wobei der Druck entspannter mit dem Handballen statt mit dem Handteller ausgeübt werden kann und dafür wiederum die plane Oberfläche, wie beim Push vorgestellt, besser geeignet ist. Beim Drücken mit dem Handballen kommt es dann natürlich mehr auf die Arbeitshöhe an, wie gerade das Drücken gelingt, weil das Führen des Tampers wiederum mit Handteller oder Fingern leichter fällt. So hat halt jede Griffvariante Vor- und Nachteile.

    Ansonsten auch von mir danke für den ausführlichen Bericht, ich habe dem ersten Teil das "gefälllt mir" vergeben, weil der ja auch einige Arbeit gemacht hat...;)
     
  7. Bili

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    Es gibt Entwarnung, die neuen Dozer durchlaufen alle noch den Schritt des Trowalisierens vorm Polieren, was die Grate entfernen soll. :)
     
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  8. #8 S.Bresseau, 10.07.2016
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    Auch von mir ein dickes Dankeschön für die Riesenarbeit!
    D.h. du bekommst einen neuen und kannst dann über den Unterschied zum flachen Tamper berichten? Würde mich freuen.
    Ich hab aber noch nicht verstanden, warum Du "Vorserienmodelle" bekommen hast, weil das der Bauart nach ja die alten Werkzeuge sind. Die werden laut Blogeintrag seit Anfang Mai aus Zeitmangel nicht mehr vertrieben, wobei nach "Schließung" des Shops schon mindestens zwei KN-User die alten Tools neu erworben haben und hier herzeigen.
     
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  9. Bili

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    Ich glaube, ich habe mich nicht ganz eindeutig ausgedrückt. Der Tamper war der Mahlgut Tamper Palm, der eine Weile ganz regulär vertrieben wurde und entsprechend gut ist auch die Verarbeitung. Die Kratzer an den Innenseiten der Ringe, die auf dem Bild zu sehen sind, hängen - wie mir berichtet wurde - mit dem Eloxierungsverfahren zusammen bzw. mit der Art und Weise wie die dabei aufgehängt werden. Der Planierer wurde hingegen in dieser Form nie offiziell verkauft. Es wurde zunächst nur damit experimentiert und da die Griffe vom Palm Tamper schon da waren, hat man diese halt auch für den Planierer verwendet. Erhalten konnte man den Planierer nur auf direkte Anfrage beim Chef, sozusagen unter der Hand ;) Zu dem Zeitpunkt war eine Trowalisierung aber noch gar nicht im Herstellungsprozess inbegriffen, weswegen ich auch keinen Anspruch auf einen Ersatz hätte und ganz ehrlich bestehe ich auch nicht darauf. ^^ Die aktuellen Planierer im Shop sind hingegen - wie offensichtlich - nun die offiziellen Modelle und eine der Verbesserung gegenüber dem "Vorserienmodell" ist scheinbar die Einführung der Trowalisierung :D

    Nachtrag: Mein Tamper ist übrigens leicht konvex, falls du das wissen wolltest. Eine plane Version des Mahlgut Tampers besitze ich nicht, ich verwende aber schon seit langem ausschließlich konvexe Tamper.
     
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  10. #10 gaslicht, 10.07.2016
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    Hallo,

    wo kann ich den Tamper bestellen?
    Auf Mahlgut seiner Seite ist der Tamper nicht drin?


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  11. #11 domimü, 10.07.2016
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    Neue Produkte, neue Firma. Nur die Facebookseite ist geblieben unter neuem Namen.
     
  12. #12 gaslicht, 10.07.2016
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    Und welche Firma wäre das bzw.. Website?


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  13. Bili

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    Die Seite Mahlgut.eu ist immernoch erreichbar. Das Modell, welches ich hier habe gibt es aber nicht mehr. Die neue Version weist einen Kuppelförmigen Griff auf
     
  14. #14 gaslicht, 10.07.2016
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    Ach so.Jetzt heißt er Tamper Buzzer.Hatte ich zwar gesehen aber war mir nicht sicher ob es das gleiche Modell ist.
    Danke euch


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  15. #15 onluxtex, 11.07.2016
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  16. Bili

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    Die Idee mit dem Planierer ist ja nicht von Mahlgut, die Umsetzung des Einstellmechanismus meine ich schon. Haben die nun bei Mahlgut geklaut oder tatsächlich mal zeitgleich dieselbe Idee gehabt?
     
  17. #17 domimü, 12.07.2016
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    Möglicherweise ist der Einstellmechanismus - das Kontern wie bei einer Schraube - auch gar nicht klaubar.
     
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  18. Bili

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    Wenn man ein Produkt sieht, dieses daraufhin nachbaut und verkauft, hat man keine kreative, geistige Leistung erbracht, sondern sich die des anderen angeeignet. Zumindest ist das mein moralischer Standpunkt. Ob das ganze patentierbar ist oder sein sollte ist eine andere Frage ;)
     
  19. antony

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    Ich glaube in der Beziehung darf sich die Firma Mahlgut nicht über andere beschweren. [emoji6]

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  20. #20 domimü, 12.07.2016
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    @Bili
    Mag schon sein. Kennst du die OE Pharos mit Voodoodaddy-Mod, den Push-Tamper, das OCD-Tool?

    Die Griff-Form ist bei den von onluxtex verlinkten Tools anders. Hier übrigens die 58,5mm-Variante
    http://de.aliexpress.com/item/Stain...id=af11c873-f4d9-4d89-8354-8d7981ebfd3f&tpp=1
    Und sie sind - im Gegensatz zu den neuen Produkten der neuen Firma (mahlgut.eu wird weitergeleitet auf eine nicht im Handelsregister eingetragene Firma namens Mahlgut-manufaktur) auch schon lieferbar.
    Der Push-Tamper lässt sich in der Höhe exakt einstellen, beim Einstellvorgang gibt es kein Spiel, wie man es bei der Konter-Lösung hat. Das Einstellen ohne weiteres Werkzeug (beim Push ein Imbusschlüssel wie aus dem Baumarkt oder eben ein sehr kurzer mit geriffelter Oberfläche) geht halt etwas zu Lasten der Präzision. Beim Planieren kommt es wohl eher nicht auf den 1/10 mm an, beim Tampen schon eher, und zwar weniger wegen des absoluten Tampdrucks. Ob jemand mit 10 oder 25kg tampt ist wahrscheinlich ziemlich egal, er sollte halt immer einem ähnlichen Druck arbeiten, um diese Variable konstant zu halten. Also bei den Tampern mit fester Eintauchtiefe ins Sieb die Mehlmenge ziemlich gut im Griff haben.
     
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