FAEMA Lambro - meine erste Restauration

Diskutiere FAEMA Lambro - meine erste Restauration im Restaurierungen und Raritäten Forum im Bereich Maschinen und Technik; Meine Suche hier im Forum war erfolgreich - letzten Freitag habe ich von einem netten Kaffee-Netz-Mitglied eine Lambro übernehmen dürfen - bis auf...

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  1. dfhpn

    dfhpn Mitglied

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    Meine Suche hier im Forum war erfolgreich - letzten Freitag habe ich von einem netten Kaffee-Netz-Mitglied eine Lambro übernehmen dürfen - bis auf die Tassenablage ist sie wohl im Originalzustand und auch ziemlich komplett. Die Maschine war beim Kauf bereits tlw. zerlegt - der Zustand erscheint recht ordentlich. Hier nochmal ein herzliches Dankeschön an den Verkäufer - neben einem neuen Plexi-Glas sowie einer neuen Heizung hat er mir auch noch den ein oder anderen Tipp für meine erste Restauration mit auf den Weg gegeben. Aber nun erst einmal ein paar Bilder:

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    Ermutigt durch die vielen tollen Restaurationen, welche hier im Forum dokumentiert wurden, hoffe ich die Lambro wieder flott zu kriegen...Bin auf jeden Fall dankbar für alle Tipps und Hinweise!
    Nach viel WD-40 und Geduld habe ich alles demontiert was sich freiwillig demontieren ließ:

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    Der Rahmen sieht eigentlich noch ganz gut aus - habe eine Weile überlegt ob ich ihn pulvern lasse oder selbst streiche oder vielleicht einfach so lasse...Das Angebot einer örtlichen Galvanik hat dann aber das Rennen gemacht: er wird neu verzinkt...Heute abgegeben - nun muss ich mich ca. 2 Wochen gedulden (nicht meine Stärke)...Aber der Kessel wird mich sicherlich noch eine Weile beschäftigen - nachdem mir direkt die erste Schraube abgerissen ist hab ich mich für die Variante mit der Bügelsäge entschieden...Aber nicht mehr heute...;-)
     
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  2. #2 turriga, 04.08.2016
    Zuletzt bearbeitet: 04.08.2016
    turriga

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    Sehr schön, noch ne Lambro und auch noch in wirklich gutem Erhaltungszustand.Toll, dass der Brenner und vor Allem sogar das Bleigewicht mit dabei sind, nicht so oft der Fall!
    Viel Erfolg und Spaß dabei!
     
  3. antony

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    Gratuliere, schöne Maschine!
     
  4. mvm7

    mvm7 Mitglied

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    hallo- habe die obere tassenablage in edelstahl und die orginal blauen aufkleber (faema, attenzione etc) bei mir liebgen- bei interesse einfach melden-
    maximilian
     
  5. #5 onluxtex, 05.08.2016
    onluxtex

    onluxtex Mitglied

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    Glückwunsch und viel Spass und Erfolg bei der Restauration. Es gibt im Kaffee-Netz viele nützliche Hinweise vom Handwerklichen bis zur Ersatzteilbeschaffung. Ich habe auch eine Lambro restauriert und ausführlich hier bebildert und beschrieben. Wenn du Fragen hast, melde dich. Sei dir vorher im Klaren, was du willst: Soll sie eine gewisse Patina und Seele behalten oder soll sie am Ende wie neu aussehen?
    Ich habe damals etwas übertrieben. Schön wars trotzdem.
     
  6. dfhpn

    dfhpn Mitglied

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    Vielen Dank für die Meldungen und Glückwünsche - nein, die Maschine soll eine gewisse Patina behalten, man darf ihr ihr Alter ruhig ansehen und sie soll auch weitestgehend original bleiben. So darf bspw. die Zinkbeschichtung des Kessels gerne bleiben, auch die Edelstahlfront oder die Brühgruppe müssen nicht als Ersatzspiegel herhalten. Auch die Aufkleber dürfen Original bleiben...Das ein oder andere möchte ich aber dennoch neu machen, so z.B. die goldene Farbe auf dem rückseitigen Blech (ist arg ausgeblichen - sieht man unter dem FAEMA Schild) - habt Ihr hier neu lackiert oder lackieren lassen? Auch was die Farbe der Seitenteile angeht tendiere ich zu neuer Lackierung oder ist das eloxiert..(vermutlich auch in anderer Farbe - anthrazit oder blau oder...). Freue mich auf Euren Support!
    @mvm7: komme gerne auf dein Angebot bzgl. der Tassenablage zurück per PN
     
  7. #7 turriga, 05.08.2016
    turriga

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    Genau anders herum! Die Seitenteile sind lackiert und das hintere Blech oberflächenbehandelt! Darf mMn aber auch etwas verblichen sein, Patina eben.
    Bei Meiner bleibt die Farbgebung wie sie ist, auch wenn es optisch "attraktivere Lösungen" gäbe (wie hier auch schon zu sehen, hinteres Blech zum Beispiel in Silber, vielleicht
    dazu passend auch das schöne Hellblau der Seitenteile, meine sogar original von Faema).
     
  8. dfhpn

    dfhpn Mitglied

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    Um die Optik (Lackierung, etc.) werde ich mich kümmern wenn die Maschine wieder funktionsfähig ist...Zunächst einmal liegt meine Aufmerksamkeit auf einer anderen Herausforderung: Dem Kessel! Meine Befürchtungen scheinen sich zu bewahrheiten: Die Muttern sind zwar fast alle (10) ab - z.T. allerdings inkl. Schraubenteil - zwei Schrauben sind andersrum verschraubt - hier keine Chance:

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    Und die Schrauben ohne Mutter bewegen sich wie befürchtet keinen Millimeter aus dem Flansch...Also doch der Griff zur Säge:

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    Hab' allerdings nur 24'er Sägeblätter im Haus - das wäre wohl eine unendliche Geschichte, das Bild entstand nach > 45 Minuten...und gerade bei der ersten Schraube fast durch.
     
  9. Jfh

    Jfh Mitglied

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    bääääh. damit hatte ich auch meinen spass.
     
  10. tt1976

    tt1976 Mitglied

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    Aaahhhh,..ich platze vor Neid.
    Gratuliere, und viel spass und viel Erfolg!
     
  11. tt1976

    tt1976 Mitglied

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    Okey,...auf die Schrauben bin ich nicht gerade sehr neidisch. :) Viel glück!
     
  12. dfhpn

    dfhpn Mitglied

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    Nach einer urlaubsbedingten Pause gibt es bei meiner Lambro nun ein Update: Den Rahmen konnte ich wie versprochen nach 2 Wochen aus der Galvanik abholen - das Ergebnis (Zink - blau passiviert) gefällt mir sehr gut:

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    Der Kessel hat wie ja bereits erwartet allerdings für einigen Ärger gesorgt - das Öffnen per Bügelsäge durch die Dichtung hat mich einige Stunden meines Lebens gekostet...Schlußendlich habe ich den Dremel mit Metalltrennscheibe(n) genommen...dies ging um einiges schneller und war erstaunlich einfach und präzise...Nun ist der Deckel endlich auf:

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    Wie auf dem letzten Bild zu sehen ist sind die Alu-Ringe aber immer noch bombenfest an den Kesselteilen - wie bekomme ich die am besten ab? in WD40 baden und dann mit dem Teppichmesser...? Gibt es hier bessere Alternativen...? Vielen Dank für Tipps & Hinweise!
     
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  13. #13 turriga, 23.08.2016
    turriga

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    Du wirst nun (möglichst sehr präzisse, sonst beschädigst du die Kesselteile) erst die meisten Schrauben ausbohren müsssen, da sie die "verbackene" Verbindung zwischen Alu-Kesselringe und Kesselteilen darstellen, damit du diese trennen kannst. Ob du bei der Vielzahl der Bohrungen die Aluteile retten kannst? Wird eher schwierig werden, aber bekommt man ja, gebraucht, wie auch neu.
     
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  14. #14 Ristrettourist, 23.08.2016
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    Gehen die Schrauben mit Ausdreher nicht raus? Einen Versuch wäre es doch wert, die Ausdreher sind jetzt nicht so teuer. Billigausdreher gibts um die 4€ in der Bucht.


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  15. abocgn

    abocgn Mitglied

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    Hast Du es mal mit dem Wechsel von Hitze und Kälte versucht? Ansonsten Caramba Plus einwirken lassen (über Tage auf jedenfall). Das "Plus" ist wichtig. Das wirkt bedeutend besser.
     
  16. #16 Sansibar99, 23.08.2016
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    Billigausdreher sind aus einem Material, das spröde genug ist, um zu leicht zu brechen - aber hart genug, um es danach nicht ausgebohrt zu bekommen... :eek:
     
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  17. #17 Ristrettourist, 23.08.2016
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    oO. Ist mir bis dato gottseidank noch nicht passiert, dass einer abgerissen ist - vielen Dank für den Hinweis!


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  18. Jfh

    Jfh Mitglied

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    wie hart die teile verbacken sind, sieht man ja daran, dass die schrauben abgerissen sind. am einfachsten ist, neue dichtringe kaufen. bei meiner ariete gingen zum glück alle schrauben so raus. 2 waren allerdings n echter sackgang.
     
  19. #19 Kesselstein, 23.08.2016
    Kesselstein

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    Mit ein paar guten Bohrern und nem Bohrmschinenständer müssten die doch in weniger als einer halben Stunde ausgebohrt sein. Herrichten ist doch viel schöner als Ersetzen.
     
  20. #20 achmed, 23.08.2016
    Zuletzt bearbeitet: 23.08.2016
    achmed

    achmed Mitglied

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    Unabhängig davon, wie du des weiteren mit den Flanschen verfährst, müssen sie ja erstmal vom Deckel bzw. Kessel getrennt werden. Das ist eigentlich leichter, als es erscheinen mag. Treibe Messerklingen oder ähnlich flache Keile zwischen Flansch und Blech, so dass Spannung zwischen den Teilen entsteht, ohne das sich dabei die Dichtflächen verziehen. Und zwar nahe der Schrauben. Die sind jetzt nur noch in 1mm Kupferblech festgebacken und damit bei weitem nicht so sperrig wie im Alu. Sollte das mit den Keilen noch nicht reichen, Schläge mittels Körner o. ä. reihum auf die Schraubenstummel tun es dann definitv.
    Wenn du die Dichtfläche vom Kessel nacharbeitest, achte v. a. auf die Wulst am Übergang Kesselinneres-Dichtfläche. Sie ist entscheidend. Die beste Methode ist, eine ausreichend große und plane Fläche mit Schleifpapier zu bekleben und den Kessel darüber abzuziehen. Bis du ein gleichmäßiges Schleifbild hast. Solltest du dafür zuviel Material abtragen müssen, wonach es auf den Bildern nicht aussieht, müsstest du es vorab durch Dengeln richten. Gleiches gilt, von der Wulst abgesehen, für den Deckel. Und, falls du die Flansche aufarbeiten möchtest, auch sie sollten gleichmäßigen Druck auf die Dichtung ausüben, Verzug im Bereich der Schrauben kommt vor und ist hinderlich.
    Hilfreich ist es immer, eine Lampe in den Kessel zu legen, Deckel ohne Dichtung drauf und dann sieht man, womit man es zu tun hat.
    Viel Erfolg
    Achmed
     
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